Wie man eine Partei gründen sollte

Wir wollen bei uns die Menschen sammeln, die nicht etwas werden wollen, sondern die etwas sein wollen; nämlich sie selbst, Menschen eigenen Muts und eigener Verantwortung. (Theodor Heuss, erster Vorsitzender der FDP)

3 comments

  1. mariuslupus

    Contradictio in adiecto. Kein selbstverantwortlich denkender und handelnder Mensch würde einer Partei beitreten.
    Das Oberhaupt einer Partei will keine mutigen Menschen um sich. Trägheit und Unterwürfigkeit sind als Charaktereigenschaften gefragt.

  2. Johannes

    Wie man eine Partei nicht gründen sollte, zeigt uns gerade der Herr Pilz.
    Da soll dem Wähler doch tatsächlich weis gemacht werden er habe die Nase von den Grünen gestrichen voll und werde nun eine eigene Liste auf die Beine stellen um alles was bei den Grünen falsch läuft besser zu machen.
    HaHaHa, selten so gelacht, aus meiner Sichtweise ein abgekartetes Spiel, den Grünen laufen die Wähler davon und diese Strategie soll vor allem Nichtwähler die so naiv sind zu glauben Pilz wäre anders als die anderen Grünen einfangen.
    In Wirklichkeit wäre eine Liste Pilz, nach meiner Meinung nur ein Schwesterunternehmen der Grünen. Es sind die verzweifelten Versuche der Grünen die verheerenden Umfrageergebnisse zu drehen.
    Ich glaube die ganze Wahlniederlage von Pilz war ein taktischer Zug da wurde den Leuten etwas vorgespielt, bei den Grünen kann man sich das leisten den der ORF wird bis zur Wahl mitspielen und so wird mit einen künstlich inszenierter Konflikt verzweifelt versucht Wähler zu täuschen, nach meiner Meinung.
    Wenn es gelingt so wird man sich wundern wie gut die Liste Pilz mit den Grünen harmonieren wird.

  3. Oliver H.

    Theodor Heuss spricht von Mut und Verantwortung, jemand, der anno dazumals angesichts einer Fraktionsdisziplin im Parlament selbst artig 1933 das Patschhanderl fürs Ermächtigungsgesetz hob. Was für eine elendigliche Heuchelei, Jahrzehnte später fortgesetzt von anderen FDP-Marionetten als Merkels willfährige Vollstrecker bei der ESM-Errichtung und vergleichbar antiliberalen Brandstiftungen.
    Was für eine Analogie zu hiesigen, rezenten ‘Liberalen’, die erkennbar als Zierdecken sprangen und vorhersagbar als Türmatten landeten, ein Deja-vu, das zugleich Vorgriff darauf ist, was andere, hochgejazzte ‘Menschen eigenen Muts und eigener Verantwortung’ noch an Kopfständen bieten werden.

    Die beste Partei ist jene, die nicht gegründet wird, denn die Wurzel allen Übels ist Politik ansich, übertroffen nur noch von Parteipolitik. Brustschwache zitieren heute Lendenlahme zur Aufrechterhaltung des Scheins, irgendwelche Messiasse, wenn sie doch nur tugendhaft genug wären, könnten heute das Ruder noch rumreißen. Idiocracy!

    reichstagsprotokolle.de/Blatt2_w8_bsb00000141_00049.html
    Zustimmung zum Ermächtigungsgesetz
    Am 23. März 1933 stimmte Heuss zusammen mit den vier anderen Abgeordneten seiner Partei – Hermann Dietrich, Heinrich Landahl, Ernst Lemmer und Reinhold Maier – bei der Abstimmung über das Ermächtigungsgesetz im Reichstag zu, obwohl er sich vorher in seiner Fraktion gegen die Zustimmung ausgesprochen hatte. Auf den Seiten der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus heißt es: „Theodor Heuss hat sich vorher in der Fraktion gegen die Zustimmung ausgesprochen und auch schon einen Redeentwurf vorbereitet, mit dem er seine Stimmenthaltung begründen will – doch er beugt sich der Fraktionsdisziplin“

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .