Wie man politisch korrekt diskriminiert

“…..Die gut ausgebildeten Vorkämpfer des politisch korrekten Sprechens feiern Buntheit, Vielfalt und die grosse Inklusion. In Wahrheit etablieren sie bloss eine neue Norm der Herrschaft – und diskriminieren Minderheiten, die wenig zu sagen haben…..” (hier)

19 comments

  1. stiller Mitleser

    Zizek hätte ruhig ein bißchen deutlicher werden können, im Feuilleton geht das doch. Der Mensch ist polymorph pervers (dies nur allen Leutchen die – naive Reichianer – von “gesundem Sexualleben” quasseln)
    und Sexualität ist eine Ordnungen überschreitende Sache, die halt immer wieder kulturell eingefriedet und
    als neue Sorte Blümchensex präsentiert und damit gesellschaftlich zugelassen und als neue Konvention idealisiert und gefeiert wird.

  2. sokrates9

    Hauptkriterium der “Political Correctness” ist allen den Schädel einzuschlagen die nicht “politcal correct” sind

  3. Thomas Holzer

    @stiller Mitleser
    Für Zizek halte ich diesen seinen Beitrag für ziemlich deutlich 😉
    Ein deklarierter Kommunist/Sozialist, welcher gegen den Kollektivismus anschreibt 😉
    Welch Ironie! Zizek würde wahrscheinlich anstatt Ironie Dialektik sagen 😉

  4. stiller Mitleser

    @ Thomas Holzer
    “Ein deklarierter Kommunist/Sozialist”
    ich hab Zizek jetzt schon lang nicht mehr reden gehört, kenne aber die Frühzeit unter Lacaniens, und sehen Sie, öffentliche Philosophie ist eben auch nur eine Art Geschäftsmodell wie Kesselflicken und Scherenschleifen, mit attitude, einem Bernhardiner vorm Wägelchen und business cry (“Laveeendel, Laveeendel, kaft´s an scheeen Laveeendel!”)

  5. waldsee

    es gibt mehrere üble Modelle:
    zB. ARD und ZDF kann man getrost unter der Rubrik “Hetzsender” einordnen,wenn man nicht gerade rotgrün angehaucht ,eingenebelt ist.

  6. stiller Mitleser

    @ Thomas Holzer
    aber (und bevor ich mich wieder mit nur einem Buch unter eine duftende Linde setze) Dank wem Dank gebührt: die links am Ende des NZZ – Artikels funzen, man kann auch als Nicht-Abonnent noch was lesen und jeden Morgen, wenn ich hier vorbeikomme, ein Gefühl von Dankbarkeit&Rührung (ehrlich), immer was da, soviel Kontinuität, verläßlich wie ein kreisendes Gestirn, …. ja, eigentlich warte ich auf ein zorniges “mir reicht´s, sucht´s Euch Eure Knochen selber!”

  7. sokrates9

    Waldsee@ Sie haben der ORF vergessen!! 🙂 Zur politischen Lage inklusive Ursache dafür (Kurz) wurde gestern der Bundespräsident in der ZIB 2 interviewt! Nein nicht Van der Bellen – Fischer gab seine Kommentare ab!

  8. stiller Mitleser

    @ sokrates9
    der alte Routinier (sah ihn vorige Woche mit Entourage in die Hofburg gehen – ein éclat visueller Evidenz) jaja…

  9. Lisa

    Die Sprache kann gar nichts gegen die Gedanken, die dahinter stehen: Mongolismus wurde schnell zum Schimpfwort Mongo, Trisomie samt Nummer entgeht dem Schicksal wohl…. Spinner, Verrrückte, Irre sind keine Spinner mehr, sondern Menschen mit psychischen Problemen – was macht der kreative Schüler draus, wenn er beschimpfen will: Psycho. Politisch korrekte, d.h. neutrale, nicht an Emotionen gekoppelte Wörter wie: gestört, behindert u.a. werden schnell zu politisch inkorrekten Äusserungen, also wieder an Emotionen gekoppelt. Was Busch über Juden von sich gab, dass andere Schreiber das Wort Neger verwendeten usw. kann doch nicht einfach literaturgeklittert werden: es sind Texte von damals und wer eine Neuinszenierung so einer Vorlage beabsichtig, idt frei, das nach seinem gusto bzw. politsc h korrekt zu tun. Aber an den Texten selbst herumzudoktern, ist einfach dreist. Besonders die “Neuversion ” im Struwwelpeter, wo die schwarzen Kinder die weissen (auch) auslachen, zeigt, dass es letztlich nicht um das beabsichtige Freidefreudeeierkuchen, sondern um Macht geht: Wer darf wen beleidigen? Ein Beispiel aus dem Leben: bei einer spielerischen Diskussion, welches die längsten Flüsse der Welt seien, war eine Nennung “Niger”, worauf der Afrikaner wütend aus der Tür lief, das lasse er sich nicht sagen: der Fluss heisse Naidscher…

  10. KTMTreiber

    Ich bin 47 Jahre (Baujahr 1970) alt und lasse mir weder vorschreiben was ich wann, wo und wie zu sagen habe. Wer bei diesem Blödsinn mitspielen möchte – Bitte schön. Ich lasse mich nicht verbiegen und hatte diesbezüglich, vor ein paar Jahren schon eine “Audienz” bei der VS- Lehrerin meines Sohnes, weil er sich erdreistete “Neger” zu sagen (einer seiner besten Freunde ist ein Neger). Ich habe der guten Frau erklärt woher dieses Wort “wurzelt” und weder ich, noch mein Sohn dieses Wort abwertend gebrauchen. Nach einem längeren Gespräch, in dessen Verlauf ich meine Argumente auf den sprichwörtlichen “Tisch legte”, gingen wir, Frau Lehrerin und ich, in Freundschaft auseinander. Wenn auch die gute Frau meinte, dass dieses Wort “heute” nicht mehr “politisch korrekt” wäre. Ich teilte der Frau mit, dass ich auf diese sog. “political correctness” scheixxxxxe. Wohlwollend meinte sie zu Abschluss des Gespräches: “Ja Sie haben recht, doch ich muss mich an bestimmte “Regeln” halten”.

    Fairerweise muss ich zuletzt anführen, dass es sich bei der benannten VS- Lehrerin um eine Lehrerin, “alten Schlages” handelte, die noch einigermaßen “normal” im Kopf war. Nichts desto trotz würde ich mich bei einem ähnlich gelagerten Fall auch in die AHS meines Sohnes begeben um dort “klar Schiff zu machen”, sollte es irgendeiner / irgendeinem ProfessorIN aufstoßen, dass mein Sohn die Dinge benennt wie sie sind.

    “1984” / Neusprech, oder Newspeak, – hat in meiner Familie / meiner Welt keinen Platz !

  11. Thomas Holzer

    @Lisa 12:49h
    Deswegen führen die “westlichen Staaten” ja auch keine Kriege mehr, sondern nur noch “militärische” Interventionen, wie von sämtlichen Politikerdarstellern und Journalisten vom tumben Volk erklärt wird; natürlich in der Hoffnung, daß die Mehrheit dies nicht durchschaut, was ja leider auch der Fall ist.
    Kurz gesagt: Man “darf” die Dinge nicht mehr beim Namen nennen, nicht mehr sagen, “was Sache ist”, in der lächerlichen Hoffnung, durch Neubenennungen, Verschweigen etc. die Realitäten aus der Welt zu schaffen

  12. Wanderer

    Ein weiteres Beispiel politischer Korrektheit. Gabalier böse, H. von Goisern gut. Der Konzerthaus-Chef entblödet sich nicht zu behaupten, seine Aussage sei keine politische Wertung.

  13. Gerald Steinbach

    Wanderer
    Naske: “”Man muss wissen, wofür Gabalier steht”
    Na wenn es keine politische Entscheidung ist, dann würde mich der wahre Grund interessieren

  14. raindancer

    deswegen lasst uns politisch unkorrekt sein..ist schwul sein angeboren oder sind die bösen Eltern schuld?

  15. mariuslupus

    Die politisch korrekte Sprach wurde jahrelang unterschätzt. Die Linken haben die PC schrittweise eingeführt um das Reden und damit rückwirkend das Denken zu kontrollieren.
    Dieses Vorgehen ist äusserst erfolgreich. Nicht nur in den Medien sonder auch bei Dikussionen im privaten Umfeld. Entsetzlich ist zu beobachten wie oft das gegenüber mitten im Satz aufhört und überlegt ob er den Satz poltisch unkorrekt beenden darf, oder ob er neu, aber politisch korrekt, anfangen soll.
    Umgekehrt wird Kritik laut, sogar sehr laut, werden Fragen des Genderismus, oder Kritik an gewissen staatlichen Praktiken, angesprochen Der Obrigkeitstaat ist in der Wahrnehmung der meisten politisch korrekten Menschen zu Heiligen Kuh mutiert, die unangreifbar ist.

  16. mariuslupus

    @raindancer
    Beides trifft nicht zu. Homosexualität ist nicht angeboren, eine Verebung ist nicht möglich und es gibt kein Gen an den sich Schwulsein koppelt.
    Es sind auch keine bösen Eltern. Es gibt eine Entwicklung in gewissen Konstellationen, in den prägenden Entwicklungsphasen, die dazu führt das es zu eine Präferenz für das gleiche Geschlecht kommt.
    Homosexualität ist eine Entwicklungsstörung. Homosexuelle erreichen das Stadium der Fortpflanzung nicht.
    D.h. sie sind nicht in der Lage, oder nicht bereit, die Verantwortung für die nächste Generation zu übernehmen.

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