Wie man seine Leser am besten vergrault

“……Dreiviertel der deutschen (und tendentiell auch österreichischen, Anm.) Journos machen bei Befragungen gar kein Hehl daraus, dass ihre Herzen heiß für rotgrün klopfen. Noch ein bisschen stärker für grün als für rot. Und natürlich verfolgen sie auch im Job eine entsprechende Agenda.
Deshalb sind nicht nur die öffentlich-rechtlichen Anstalten faktisch zu Agenturen der Sozialindustrie, der Gewerkschaften, der Church of Global Warming und des öko-industriellen Komplexes geworden. Auch die private Medienbranche treibt zu großen Teilen die handelsüblichen Säue durchs Dorf. Als da sind: Die sich immer weiter öffnende Schere zwischen Arm und Reich, die grassierende Kinderarmut, der in der Mitte der Gesellschaft angekommene Rassismus bzw. Neonazismus, die jederzeit durch einen Tsunami zur Explosion bereiten deutschen AKW, die Segnungen der Sonne und des Windes, welche uns keine Rechnungen ausstellen. Usw., usf., etc. pp. You name it. Nach dem Aufwachen NDR info einschalten, und man erhält die volle Dröhnung….” (gute Analyse, hier)

2 comments

  1. gms

    Siehe dazu aktuell auch von Michael Fleischhacker: “Das hat in Deutschland und Österreich vor allem damit zu tun, dass sich die Journalisten als eine eingesetzte pädagogische Institution verstehen – verführt durch das von den Besatzungsmächten durchgesetzte Narrativ, die Medien als „vierte Gewalt“ seien von oben legitimiert (in diesem Fall von den Siegermächten, die sich den von den Nationalsozialisten Verführten aus nachvollziehbaren Gründen moralisch und politisch überlegen fühlten). Das Bild, das sie von sich haben, ist nicht das eines Mitarbeiters in einem Dienstleistungsunternehmen, sondern sie begreifen sich als Gottes (oder, je nach ideologischer Präferenz: des Weltgeistes) Geschenk an die Demokratie. Weil man ihnen eingeredet hat, dass ihre Tätigkeit, und zwar bereits von den Anfängen in der lokalen Kriminalberichterstattung an, am ehesten mit jener von Verfassungsrichtern zu vergleichen sei, benehmen sie sich auch so.”

    diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/1563013/Das-kleine-Ich-und-die-Welt

  2. sybille Stoa

    Das grausame Problem hier ist, dass sie wirtschaftlich keine Ahnung haben. Die Gutmenschlichkeit, die solche Journalisten von anderen fordern, sind sie nie bereit selber zu erfüllen.
    Man kann einige Hauptmotive in den Narrativen ausmachen:
    1. Unkontrollierte Zuwanderung von Leute aus armen Ländern ist gut. Auch wenn wir keine Arbeitsplätze haben ist das gut. Unternehmerische Migranten, Investoren oder spezialisierte Fachkräfte werden als potentielle Einwanderer nie erwähnt.
    2. Industrielle Produktion, die sich nicht per Fahrrad mit Dynamo, einem Windrad oder Solarzellen für den Heimgebrauch bewerkstelligen lässt, ist böhse und umweltschädlich. http://www.google.com/search?q=smog+china&num=50&newwindow=1&client=tablet-android-samsung&site=webhp&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=hBUAU5-wFcrftAb7hYGwCg&ved=0CDcQ7Ak&biw=601&bih=962
    3. Arbeitsplätze entstehen, wenn Menschen sehr gut gebildet sind, weil gebildete Forscher und Gutmenschen finden leichter einen Arbeitsplatz (wie wir in Europa ohne Industrie auskommen sollen und ob wir genug Dienstleistungsexporte durch die gebildeten erziehlen um Erdgas im Winter zum Heizen zu bekommen, bleibt unbeantwortet) aber feministische Wissensarbeiterinnen finden immer Jobs
    4. Soziale Dienstleistungen sind wichtig, wir haben viel zu wenige unterstütztende, psychologisch beratende, Altenbetreuende Dienstleistungen.Die Leute sollen keine seselbstständigen slowakischen Personenbetreuerinnen nehmen, sie sollen besser ihr Haus verkaufen um den Alten die hochqualitative inländische Pflege zukommen zu lassen
    5. Die Vermögens- und Erbschaftssteuern müssen her
    Es werden nie die staatsausgaben betrachtet, sondern nur die zu geringen staatseinnahmen, ausgaben zu hinterfragen stößt auf eine Horde wilder Ablehnung
    6. Wien muss Autofrei werden, ganz Österreich braucht weniger Autos, Mineralölsteuer gehört massiv erhöht
    Wie ein 200kg Einrichtungsgegenstand oder Maschine mit dem Lastenfahrrad im Winter auf die Höhenstraße transportiert werden soll wird hierbei nie beanrwortet. Auch dass ältere Gehbehinderte Lieferanten nicht mehr arbeiten sollen, bleibt offen.
    Österreich profitiert von einem etwas niedrigeren Spritpreis als Transitland in Wahrheit enorm, weil die ganzen Frächter Deutschland – Italien immer hier tanken und auch dabei manchmal auch auf den Raststationen essen und auch gerne hier nächtigen. Das mehr Steuer zu weniger Einnahmen führen kann, ist für GrünInnen neoliberalste Propaganda (verstehen es wirklich nicht, trotz extellenter Bildung mit geisteswissenschaftlicher, aber nie mathematisch wirtschaftlicher Ausbildung)

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