Wie man unsere Schulen besser machen könnte – wenn….

(JOSEF STARL) Wenn in Schulen die Ideologie den Sachverstand und das Moralisieren das Denken ersetzt, die Gesinnung über die Urteilskraft triumphiert und Argumente keinen Einfluss mehr auf Entscheidungen haben, dann brauchen wir eine Entideologisierung und eine Privatisierung der Schulen.

Parteipolitisch bestellte Schulleiter, die höfische Strukturen mit Gesinnungskontrolle pflegen und als Sozialingenieure ständig nur über große Entwürfe diskutieren (wollen), sind nicht in der Lage mit ihren Höflingen und mit ihren ständigen Anleitungen zu mehr Wertschätzung von nicht erbrachten Schülerleistungen einen Beitrag zur Lösung von konkreten Problemen in „ihrer“ (!) Schule zu leisten.

Die konstruktivistisch-technomorphe Denkweise von Schulleitern führt in der Schulwirklichkeit zu einer beharrlichen Weigerung, laufend kleine Verbesserungen im Rahmen einer „täglichen Knochenarbeit“ umzusetzen.
In einzelnen Weltanschauungsschulen gibt es bürgerliche Lehrer, die die „bürgerliche Lern- und Leistungskultur“ – trotz Gruppendruck der neojakobinischen Mehrheit – nicht unterminieren wollen.

Sie fühlen sich nicht verpflichtet, der Ideologie des Schulleiters zu dienen und sie haben gelernt, die kleinen Benachteiligungen zu ertragen. Aber nicht alle bürgerlichen Lehrer verkraften es, wenn sie außerhalb des „neojakobinischen Toleranzbogens“ stehen. Die meisten Lehrer sind nicht mehr Beamte/“pragmatisiert“! Vor allem Junglehrer sind damit sehr stark in die „Abhängigkeit vom Schulprofil der Avantgarde“ geraten!
Der Weg zu einer besseren Nutzung der Potentiale der einzelnen Lehrer führt nicht über Gleichschaltung und Vereinheitlichung, sondern über eine Intensivierung des Wettbewerbes innerhalb der Schulen und zwischen den einzelnen Schulen.

Eine Verbesserung der Schulqualität, mehr Effizienz/weniger Fehlleitung von Ressourcen und eine Stärkung der Schule als Wissensunternehmen und als „Leistungsschule“ erfordert eine Privatisierung der Schulen.
Die Schulen könnten auch von Nichtlehrern/von in privaten Unternehmen erfolgreichen Führungspersönlichkeiten geführt werden, die sowohl betriebswirtschaftliches Wissen als auch personalpolitische Erfahrung bei der Auswahl von Lehrern für die von ihnen geleitete Schule mitbringen.
Die Schüler könnten sich ihre Schule aussuchen und den vom Staat/Steuerzahler finanzierten Gutschein bei der Schule ihrer Wahl einlösen, wenn sie die Aufnahmekriterien dieser Schule (Privatschulprofil) erfüllen.

2 comments

  1. sokrates9

    Die jetzigen Pädaks sind rein linke Kaderschmieden! Auch da müsste man mal ansetzen!

  2. astuga

    Das würde ja schlimmstenfalls bedeuten, dass theoretisch jeder Prolo neben den Politikerkindern die Schulbank drücken kann.
    Das geht ja mal gar nicht!
    Die sollen schön brav die NMS besuchen.

    Aber ernsthaft, zumindest in den Großstädten ist der Zug abgefahren, schon weil mit einem erheblichen Teil der Kinder mit Migrationshintergrund bestenfalls wenig mehr als Basisbildung zu vermitteln möglich ist.
    Ausnahmen gibt es, wie immer natürlich. Aber die schaffen das id Regel dann ohnehin irgendwie.
    Wie so oft also: zu wenig, zu spät.

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