Wie moderat sind die moderaten Muslime eigentlich?

Von | 5. Mai 2016

“…..Man hört oft von der “gemässigten muslimischen Mehrheit.” Nach jedem Terroranschlag sagen uns Politiker, dass “Die moderate Mehrheit der Muslime dies entschieden verurteilt.” Nach jeder Empörung springen Kommentatoren und Experten auf, um zu sagen: “Natürlich ist die grosse Mehrheit der Muslime moderat.” Aber ist es wahr? Ist die überwiegende Mehrheit der Muslime wirklich “moderat”? Eine Reihe von Faktoren deuten darauf hin, dass das vielleicht nicht so ist – am offensichtlichsten wird das Problem immer wieder von Meinungsumfragen aufgezeigt. Immer wieder zeigen die Ergebnisse der Meinungsumfragen in der westlichen Welt, geschweige denn im Nahen Osten oder Nordafrika, ein ganz anderes Bild von der “gemässigten Mehrheit”…. (weiterlesen hier)

16 Gedanken zu „Wie moderat sind die moderaten Muslime eigentlich?

  1. Alfred Reisenberger

    Sehr richtig! Nach einem Anschlag der radikalen Muslime gehen immer die dummen Christen auf die Straße mit Parolen, wie “je suis…..”, aber niemals Muslime. Wenn sie das wirklich verurteilen würden, dann gingen sie auch auf die Straße.

  2. wbeier

    Also was jetzt? Moderate Muslime kann es genau sowenig wie ein bissl Schwangere geben. Wer Koran und Sunna befolgt ist mit gesellschaftlichen, kulturellen und rechtlichen Gebilden abendländischer Prägung inkompatibel und wer diese nicht befolgt ist eben kein Musel.
    Soweit so einfach aber da gibt es eben auch die „Taqiyya“ – die islamische List. Damit begründen sich eben vorgetäuschte Anpassungsstrategien, das sogar gebotene Belügen Ungläubiger und auch erfolgreich implementierte Paradigmen wie „der Islam hat nichts mit Islamismus zu tun“.
    Für Harbi – also wir, den Bewohnern des „Hauses des Krieges“ – ist aber der Dschihad der Normalzustand bis zu unserer Überwindung.

  3. Jsmith

    Die gemäßigten Muslime spielen überhaupt keine Rolle…in einem Land in dem Muslime die Mehrheit der Bevölkerung stellen ist die Freiheit zu Ende – Punkt! Und jeder der etwas anderes behauptet sollte sich die Weltkarte zur Hand nehmen uns sich mit ihr auseinandersetzen – wenn er ein Land findet in dem es nicht so ist, dann zahl ich ihm 100 Euro! mfg JSmith

  4. Christian Peter

    Es existiert keine gemäßigter Islam, denn der Kampf gegen Ungläubige ist zentraler Bestandteil des Islam, mehr als 64 % seines Textes widmet der Koran dem Kampf gegen Ungläubige. In Sure 8, Vers 5 heißt es :

    ”Siehe, schlimmer als das Vieh sind bei Allah die Ungläubigen..”

  5. Christian Peter

    Korrektur : gemeint war Sure 8, Vers 55 :

    ”Wahrlich, schlimmer als das Vieh sind bei Allah die Ungläubigen..”

  6. Falke

    Egal, ob und wieviele Muslime “gemäßigt” sind oder nicht. Es gilt nach wie vor die verkürzte Formel: “Nicht alle Moslems sind Terroristen, aber alle Terroristen sind Moslems”. Und da man ja meist die potenziellen Terroristen a priori nicht von den “gemäßigten” unterscheiden kann, muss man – wohl oder übel, wenn man terroristische Attentate prinzipiell verhindern will – alle Moslems unter Beobachtung halten oder – wenn das nicht möglich ist – eben keine Moslems ins Land lassen. Ich weiß, das ist natürlich rassistisch, fremdenfeindlich, rechtspopulistischn usw.; wer eine bessere Lösung hat, solle, bitteschön, diese publik machen. Donald Trump sieht das übrgiens genauso – und er ist immerhin der mögliche nächste Präsident der USA.

  7. wbeier

    @Falke
    Pardon, aber es geht längst nicht mehr allein um die „klassischen“ Terroristen sondern um den Alltagsterror durch die – zumindest in Wien – allgegenwärtigen Okkupanten. Ein Terror der bösen Blicke, der Mißachtung unserer Umgangsformen, der agressiven Beherrschung des öffentlichen Platzes und vieles mehr.
    Egal ob werbend, geduldet, untergetaucht, anerkannt oder eingebürgert.

  8. Rennziege

    5. Mai 2016 – 15:43 Falke
    Natürlich ist “The Donald” der Kandidat der Republikaner. Ich zitiere die g’scheite Ann Coulter:
    A guy just won the Republican nomination for president by spending no money, hiring no pollsters, running virtually no TV ads, and just saying what he truly believed no matter how many times people told him he couldn’t say that.
    I always hoped I’d see this once before I died. It’s like to going to Mecca, for Americans. Pay attention, because it’s the last time we’re going to see it in our lifetimes.

    Auch in voller Länge lesenswert:
    http://www.anncoulter.com/
    Die USA, zur Freude vieler Kanadier, befinden sich auch einem guten Weg. Es wird Donald, der keineswegs so simpel ist, wie das blaue und rote Establsihment ihn zu verteufeln versuchten, gelingen, die republikanische Partei hinter sich zu bringen — gegen eine nur in Europa gehätschelte Gegenerin. Denn Hillary C. ist just diese Verkörperung der arroganten Abgehobenheit vom amerikanischen Durchschnittsbürger, die Trump zutiefst ablehnt und die der Grund seines unerwarteten Erfolgs ist. Die meisten Amis haben die Schnauze voll von von Bill & Hillary, die in ihren Jobs stets nur an sich dachten, nicht an amerikanische Arbeitnehmer, die (wie auch unter den zwei Bush-Nonvaleurs) ihre Arbeitsplätze ins Ausland entschwinden sahen.
    Sosehr es den europäischen Brav-Medien missfällt: Donald T. ist ein chancenreicher Kandidat.
    Er überstrahlt Mrs. Clinton schon jetzt, indem er ungeschminkten Klartext spricht, während sie sich in ausgelutschten Uralt-Phrasen verheddert. Und er pfeift auf Political Correctness.
    Was den Amis besser gefällt als Wischiwaschi; so ticken die halt, gottlob.
    Wär’ vielleicht auch ein Beispiel für Ösi-Politiker der jüngeren Strickart, sofern sie einmal mit ihrer Hände und Ganglien Arbeit etwas auf die Beine gestellt hätten, anstatt ab dem 18. Lebensjahr in Parteisümpfen zu quaken fortan für substanzloses Blah-Blah vom Steuerzahler durchgefüttert zu werden.

  9. Rennziege

    Errata, iPad sei Undank: “befinden sich auf einem guten Weg.”
    Blau ist die Farbe der Demokraten, Rot die der Republikaner.
    Fine: “zu quaken, um fortan …”

  10. Herbert Manninger

    Doch, doch, es gibt sie, die Moderaten:
    Sie kritisieren zB, dass der IS ZU ,,zu viele” Köpfe abschneidet, ohne ,,Schariagericht”, und überhaupt den Koran etwas zu genau auslegt.(laut Interviews in einer arte-Doku)

  11. astuga

    Zwei Weltbilder eben…
    Stolz auf osmanisch-türkische Eroberungen, empört über westlichen Imperialismus. Unterschiede in der Deutung osmanischer und westlicher Eroberungen.
    http://www.scilogs.de/natur-des-glaubens/stolz-eroberungen-imperialismus-ein-phaenomen/
    “Die meisten der deutschsprachigen Leserinnen und Leser lehnen Eroberungskriege generell ab – egal, zu welcher Zeit und ob sie nun von Deutschen, Franzosen, US-Amerikanern, Osmanen oder Russen durchgeführt wurden.
    Diese Einschätzung ist – bei Unterschieden in Details – durchaus auch herkunfts- und religionsübergreifend (…)
    Eine bemerkenswerte Ausnahme bilden jedoch Deutschtürken sunnitisch-muslimischen Glaubens: Hier treffe ich häufig auf Aussagen, nach denen man “stolz” auf die osmanischen Eroberungen etwa von Konstantinopel und des Balkans sei – aber zugleich besonders empört über die zeitlich früheren Kreuzzüge und den westlichen Imperialismus ab dem 18. Jahrhundert.
    Die osmanischen Eroberungskriege seien also moralisch gerechtfertigt gewesen, die davor liegenden Kreuzzüge und die folgenden westlichen Kriegszüge aber nicht…”

    Anm. von mir: Wobei bereits die Kreuzzüge ihrerseits bloß Reaktion auf die arabisch-islamischen Eroberungen waren.
    Das wird im Artikel wie in den Kommentaren nicht erwähnt.
    Und die Türken überhaupt für sich in Anspruch zu nehmen scheinen, historisch für alle Muslime zu sprechen.
    Und das obwohl sie auch deren Länder imperialistisch erobert, ausgebeutet und kolonisiert haben, und nicht nur Gebiete in Europa…

  12. wbeier

    @astuga
    Ergänzend zu ihren Ausführungen noch ein Filmchen (falls noch nicht bekannt):

  13. astuga

    Kannte ich schon, und ist sehr gut.
    So etwas sollte Pflicht-Lehrmaterial im Geschichtsunterricht sein.
    Aber falls überhaupt, so wird man dort den Schülern irgendeinen Unsinn über das paradiesische al-Andalus und die böse Reconquista der Christen auftischen.

  14. Lisa

    @astuga: Geschichtsunterricht wird von Al-68ern oderden von ihnen ausgebildeten Pädagogen erteilt. Woodstock und Al Andalus, wenn überhaupt anderes als Soziologiegeschichte unterrichtet wird: mal eine Klassenfahrt nach Dachau – und wenn schon nach Rom, dann weder in die Museen oder zu den Ruinen und Inschriften, sondern in die Via Condotti. Und seltsamerweise schmerzt das die antikapitalistischen Historiker gar nicht…

  15. Kathrin

    Die gemäßigten Muslime….sind dass die Muslime, die den radikalen Muslimen beim Köpfen zuschauen? Nein Danke…hatten wir schon…brauch ma ned!!!

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