Wie Rote Politik Ungleichheit erzeugt

“….Nirgendwo in der Eurozone ist Vermögen so ungleich verteilt und die Zahl der Superreichen relativ so hoch wie in Österreich. Daran sind aber weitgehend nicht Neoliberale schuld, sondern Sozialdemokraten….” (hier)

10 comments

  1. Luke Lametta

    Ärgerlicher Artikel, reinforcement von gleich zwei linken Memen: 1.) Dass Vermögen “verteilt” wird und 2.) dass man ungleiche Vermögensanteile, als Marktergebnisse, irgendwie per Befehl aus dem Finanzministerium “korrigieren” müsste. Zum Wohle des Staates, der euch alle liebt.

  2. Fragolin

    Inhaltlich trotzdem gut getroffen.
    Da der Druchschnittsösterreicher aber bei “Vermögen” nie weiter denkt als bis zum Sparbuch von Oma Mitzi oder dem Bausparer für Klein-Jason, wird der Punkt des Verstehens, um was es eigentlich geht, sowieso nie erreicht.
    Der Kernsatz des Florianiprinzips (Sollen andere mehr zahlen, so lange meins erhalten bleibt…) ist gleichzeitig das Dogma unserer Politik.
    Das Erwachen erfolgt am Zahltag, aber auch dann wird wieder nur gemotschgert, Neid geschürt und eine andere Sau durchs Dorf geprügelt…

  3. Luke Lametta

    Die relevante Frage wird nie gestellt: -Wie- sind die jeweiligen Vermögenden zu ihrer Marie gekommen – Mateschitz kann meinetwegen nochmal 10 Mrd. verdienen, ohne auch nur einen Cent versteuern zu müssen – bravo, nur zu. Genauso wie Wlaschek gern steuerfrei vererben darf, hab ich überhaupt kein Problem mit. Vom staatsnahen “Wos woa mei Leistung”-Gesocks und Androsch’schen Pseudo”privatisierungs”-Gewinnlertum dagegen kann umverteilt werden, was will. I dont care.

  4. Christian Peter

    Aber vor allem : Wozu neue Steuern ? Sparen wir doch bei den Parteien. Vorschlag : Beseitigung des (längst obsoleten) bundesstaatlichen Prinzips, das würde nach Berechnungen von Experten Einsparungen von 15 – 20 Milliarden Euro pro Jahr (!!!) bringen.

  5. Thomas Holzer

    @Luke Lametta
    So ist es; dies ist die einzige berechtigte Frage; alles andere nur Neid und eigenes Unvemögen

  6. Selbstdenker

    @Christian Peter:
    Genau meine Rede.

    Wie die Murmel beim Hütchenspieler wird die behauptete “Entlastung” hin- und hergeschoben und der Wähler wundert sich, dass er immer ins Leere greift.

    Wenn eine Debatte von Anfang an so unehrlich geführt wird, braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn das Ergebnis besch… bescheiden ist.

    Dem ÖGB und der AK ging es von Anfang an darum, dass jene, die jetzt schon keine oder nur wenig Steuer zahlen, künftig noch weniger zahlen oder sogar noch eine Gutschrift bekommen. In diesem Zusammenhang werden Studien (einseitig) zitiert, in denen die exzessive heimische Einkommensbesteuerung herangezogen wird.

    Nur: jene, die jetzt schon wie ein Luster brennen, sollen gar nicht entlastet werden, sondern es sollen ihnen zusätzlich noch weitere Steuern aufgebrummt werden.

    Die zentralen Fragen wurden bislang nämlich überhaupt nicht gestellt:

    Ist uns der österreichische Pseudoföderalismus, von denen der Bürger genaugenommen gar nichts hat, wirklich jährlich zweistellige Milliardenbeträge wert?

    Muss Gleichheit wirklich um jeden Preis durchgesetzt werden? Auch dann, wenn die Allgemeinheit von Ungleichheit eher mehr Vorteile als Nachteile hätte?

    Mit welchem Recht saugt eine organisierte Clique aus Politik, Kammern, Medien, öffentlichen und halböffentlichen Unternehmen einen derart großen Teil vom ehrlich verdienten Einkommen anderer Leute ab?

    Hat irgendwer die letzten drei Jahrzehnte einen Rechnungshofbericht durchgelesen?

  7. menschmaschine

    Urschitz, den ich ansonsten schätze, hat da einen Fehler im Artikel: Österreichs Gini-Koeffizient sinkt nach der großen Umverteilung mittels sogenannter “Transferleistungen” auf einen Wert unter 30, wenn ich mich recht erinnere. Damit ist Österreich unter den im Sinne der Umverteilung “besten” Ländern weltweit. Dass in Österreich Vermögen extrem ungleich verteilt sei, stimmt also nicht. Vielmehr verteilt der Staat bei uns in einer Weise um, dass man das heimische System getrost bereits als Kommunismus bezeichnen kann. Bei 50% ESt ab lächerlichen 60.000 Euro im Jahr sowieso.

  8. Christian Weiss

    “…und die Zahl der Superreichen relativ so hoch wie in Österreich. Daran sind aber weitgehend nicht Neoliberale schuld, sondern Sozialdemokraten….”

    Das dünkt mich dann doch etwas zu viel der Ehre für die Sozialdemokraten.

  9. Thomas Holzer

    Die Politik hat überhaupt nichts! zu erzeugen, weder Gleichheit noch Ungleichheit, was auch immer man darunter verstehen mag.
    Das Einzige!, was Politik zu leisten!, zu gewähren! hat, ist, jedem nicht! die Freiheit zu nehmen, im Rahmen stringenter, logischer Gesetze, sein eigenes Leben, ohne Einflußnahme durch paternalistisches, etatistisches und sozialistisches Gehabe, zu leben.
    Momentan -oder schon seit Jahrzehnten- läuft es leider in die gegenteilige Richtung!

  10. Christian Peter

    @Selbstdenker

    ‘jene, die brennen wie ein Luster, werden noch weiter belastet’

    so ist es. Eigentlich sollte der Mittelstand entlastet werden, Vermögenssteuern belasten aber genau diesen (wirklich Vermögende zahlen ohnehin kaum Steuern in Österreich).

    ‘ist uns der Pseudoföderalismus, von dem die Bürger nichts haben, einen zweistelligen Milliardenbetrag wert ?’

    so etwas gibt es in keinem Land der Erde : für Angelegenheiten wie Abfallwirtschaft, Jugendschutz, Baurecht, Raumordnug, Kindergarten- und Hortwesen 9 Landesregierungen durchzufüttern ist eine Verhöhnung der Steuerzahler (für den Bürger macht es keinen Unterschied, ob diese lächerlichen Angelegenheiten zentral oder auf Landesebene geregelt werden). Selbst ehemalige Landespolitiker forderten die Abschaffung der Bundesländer.

    Die einzigen Profiteure : die politischen Parteien, die auch noch auf Landesebene viel Geld beanspruchen und von Milliardenbeträgen profitieren, die in den Bundesländern jedes Jahr in dunklen Kanälen versickern.

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