Wie uns der Staat entsolidarisiert

“….Solidarität ist ein Begriff, der eine zentrale Rolle spielt im gesellschaftlichen und politischen Diskurs. Dabei bestimmt schon lange ein zentrales Missverständnis diesen Diskurs: Solidarität ist nicht etwas, das man verordnen kann. Einen „Solidaritätsbeitrag“ etwa als Steuer einzuziehen, ist schlichtweg nicht möglich. Es widerspricht zutiefst dem Wesen von Solidarität, wenn sie mit Hilfe von Zwang durchgesetzt wird. Solidarisch kann immer nur ein einzelner sein, indem er sich freiwillig dafür entscheidet. ..” (hier)

6 comments

  1. Thomas Holzer

    “Solidarisch kann immer nur ein einzelner sein, indem er sich freiwillig dafür entscheidet”

    So ist es; aber in Zeiten der Wiederkehr des Kollektivismuswahns zählt der Einzelne, das Individuum leider nichts (mehr)

  2. Der Realist

    so ähnlich verhält es sich mit der Schuld, da wird die Bevölkerung eines Landes pauschal für schuldig erklärt, noch dazu für Dinge die vor ihrer Geburt passiert sind. Auch das mediale Bedürfnis von Pseudointellektuellen und anderen Realitätsfernen sich für andere zu entschuldigen, ohne dafür einen Auftrag erhalten zu haben. Auch Toleranz wird generell eingefordert, besonders tun sich dabei jene hervor, die es mit der Toleranz auch nicht so genau nehmen. Mit dem Spenden, da ist ja jetzt Hochsaison, ist es ähnlich. Da glauben Prominente, kategorisieren will ich die jetzt nicht, es reicht ihr Gesicht, wirklich spenden darf (soll) dann halt der kleine Mann.

  3. Fragolin

    @Realist
    Seltsamerweise sind alle Deutschen für Generationen verantwortlich für die Greueltaten einzelner Hardcore-Extremisten des Nazi-Regimes. Aber man kann natürlich nicht alle Moslems für die Greueltaten hunderter Islam-Terrororganisationen weltweit verantwortlich machen. Oder alle Russen für die Verbrechen unter Stalin, alle Chinesen für jene unter Mao oder alle Türken für den Genozid an den Armeniern…
    Lerne: Auch wo Pauschalverurteilung als “aktive Vergangenheitsbewältigung” gefordert oder als “dumpfer Rassismus und Fremdenhass” abgelehnt wird, unterliegt der Deutungshoheit der Meinungsformer.

  4. aneagle

    @fragolin
    Es entfernt uns ev. etwas vom Thema, aber:
    Kein vernünftiger Mensch macht alle Moslems für die “Greueltaten hunderter Islam-Terrororganisationen weltweit” verantwortlich, allein dass es bereits hunderte solcher Organisationen gibt, zeigt doch eines:
    nicht jeder Moslem ist ein Terrorist , aber sehr viele Terroristen sind Moslems !

  5. Mourawetz

    Wer Solidarität per Steuer einfordert und sich dafür auch noch perfiderweise den Namen Solidaritätsbeitrag einfallen läßt, darf sich nicht wundern, wenn sie auf der Strecke bleibt.

  6. Fragolin

    @aneagle
    Da gebe ich Ihnen vollkommen recht, aber es wird jede Islamkritik sofort als “islamophober Fremdenhass”, also Angriff auf alle Muslime, diffamiert. Und zwar genau von jenen, die die deutsche Kollektivschuld bis heute beschwören. Sie können es einfach nicht lassen, allen anderen zu unterstellen, genauso zu funktionieren wie sie selbst.
    Mit Vernunft hat das, wie Sie weise bemerken, nichts zu tun. Auch Gutmenschentum ist eine Form von geistiger Verwirrung und der Messiaskomplex kann in vielen Facetten auftreten.

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