Wie wäre es mit Asyl für Türken, die Erdogan stören?

Von | 5. August 2016

“……Die Kritik aus Deutschland an der anti-demokratischen Entwicklung der Türkei ist sehr verhalten. Wegen des Flüchtlingsabkommens? Was Merkel tun könnte, um Erdogan einen Dämpfer zu versetzen….” (Broder, hier)

12 Gedanken zu „Wie wäre es mit Asyl für Türken, die Erdogan stören?

  1. Thomas Holzer

    Wahrscheinlich sind diese Asylwerber gebildeter und aufgeschlossener als all die Massen, welche Frau Merkel eingeladen hatte. Nur: ob diese paar Tausend oder Zehntausend Türken so eine “Bereicherung” für Deutschland, Österreich darstellen, wage ich dennoch zu bezweifeln.
    Von den zu erwartenden “cultur clashes” mit den schon hier ansässigen Türken mal abgesehen.

  2. P. Eugen

    Von einer Bereicherung kann keine Rede sein. Erdoan lässt besser Gebildete ja gar nicht ausreisen. (Die würden sich sonst mit den Atomphysikern aus Syrien streiten). Sozialhilfe beziehen Türken im Verhältnis zu den anderen Ausländern schon jetzt am meisten.

  3. wbeier

    Wobei es sich bei diesen Türken – im Gegensatz zur inflationären Masse sonstiger Invasoren – tatsächlich um Konventionsflüchtlinge handeln dürfte, die eine persönliche Verfolgung durch den Staatsapparat erleiden.
    Aber wie hat einst schon eine Figur im Kanzleramt gesagt: “Wer Flüchtling (pardon, Jude) ist, bestimme ich.” So die glaubhafte Überlieferung.

  4. Reini

    … dürfen jetzt alle Weltweit unterdrückten nach Mitteleuropa kommen? … Erdogan kennt die große Schwäche – die Uneinigkeit Europas, und nutzt diese Taktisch sehr gut aus! … er hat die Flüchtlingspolitik in der Hand, er kann Demonstrationen in Europa auslösen, fährt durch Europa für den Wahlkampf, usw….
    … man könnte glauben, der Sultan möchte mit seiner Präsenz Europa Stück für Stück einnehmen,… oder ist die 3. Türkenbelagerung schon eingetroffen!

  5. Antonia Feretti

    Kein guter Vorschlag, denn was garantiert uns, daß es sich bei jenen nicht um fanatische Anhänger von Abdullah Gülen handelt? Islamisten wie Erdogan, nur halt mit diesem zerstritten!

  6. Falke

    Die (österreichischen) Grünen haben diesen Vorschlag ja bereits begeistert aufgenommen. Weiters haben sie – da sie ja offenbar nichts anderes zu tun haben – eine Gesetzesvorlage vorbereitet, um die Autoren von “Hasspostings” mit Gefängnisstrafen zu bedrohen; die wollen sie dann im Herbst im Parlament einbringen. Wenn man die Einstellung des neuen SPÖ-Wunderwuzzis sowie die “Standhaftigkeit” des ÖVP-Befehlsempfängers in Betracht zieht, mit guten Chancen damit durchzukommen. Das deutsche Beispiel der Maas-Stasi-Blogwarte-Einrichtungen passt wohl genau zu der Ideologie der Glawischnig-Grünen.

  7. mariuslupus

    Bedauerlich, eine unsinnige Überlegung. Warum soll sich die EU, oder wer auch immer, in innertürkische Probleme einmischen. Erdogan versucht die EU zu erpressen. Erdogan soll versuchen mit der Oposition im eigenen Land selbst fertig zu werden.
    Die Aussengrenze der EU ist nicht die Ostgrenze der Türkei. Merkel &Co versuchen es, als Faktum, darzustellen. Es besteht kein Grund, ausser dem Wunsch Merkels, mit der Türkei ein Abkommen zu Übernahme der Flüchtlinge in die EU zu beschliessen. Die Türken sollen mit den Flüchtlingen in eigener Regie fertig werden. Aber offensichtlich, lässt sich die Führungsriege der EU gerne von Erdogan erpressen

  8. Lisa

    @P.Eugen: in der Türkei bedienen sich auch kleinere und mittlere Unternehmen bei den Flüchtlingen: Analphabeten, Hässliche, und irgendwie gewalttätig anmutende BilligarbeiterInnen werden gar nicht erst ausgewählt. Der nichtgenehme Rest darf dann nach Deutschland…

  9. gms

    Broder: “Neu ist also weder der Tatbestand der Erpressung noch die Empörung darüber. ”

    twitter.com/emredeliveli/status/709012277358419968
    ‘President Edogan, we would really appreciate it if you could put the squeeze on for us’ ..

    Bemerkenswert an diesem Cartoon ist weniger dessen doppelte Treffsicherheit, als jene Einrichtung, welche ihn produzierte – der “Economist”.
    Für das Establishment hat der Diktator am Bosborus sein Haltbarkeitsdatum längst überschritten [siehe auch 2], während man zugleich speziell den deutschen Untertanen nicht minder heftig an die Karre fuhr [3], und das ausgerechnet im September 2015, als das germanische Buffet von Merkel offiziell eröffnet wurde, was wiederum jene US-Streitfkräfte vollends am linken Fuß erschwischt haben mußte, die sich rühmen, im Kosovo und Bosnien-Herzegowina unter anderem “refugee management” und “border security” zu betreiben [4].

    [2] economist.com/news/world-week/21674833-kals-cartoon
    [3] economist.com/news/world-week/21664236-kals-cartoon
    [4] catalog.hathitrust.org/Record/005633282
    Operation Joint Guardian : the U.S. Army in Kosovo

  10. gms

    Antonia Feretti,

    > [Gülen] Islamisten wie Erdogan, nur halt mit diesem zerstritten!

    Vollkommen korrekt, bloß die einen haben Unterstützung von außen, die anderen nicht. Damit solche Gedanken aber nicht aufkommen, firmiert es unter “Conspiracy theories”, obwohl die Bezeichnung ausgewachsener “crook fight” es eher trifft.

    economist.com/news/europe/21702337-turkish-media-and-even-government-officials-accuse-america-being-plot-after
    Conspiracy theories in Turkey: After the coup, Turkey turns against America

  11. Mona Rieboldt

    Wir haben in Deutschland eh schon viele Kurden, die schon in den 70er und 80er Jahren kamen. Ich will hier wieder noch mehr Kurden, noch andere Türken sehen. Müssen eigentlich immer mehr Moslems aufgenommen werden? Dann machen wir doch aus Deutschland gleich ein moslemisches Land. Es gibt ja schon mehr als 2.000 Moscheen hier, vom Minarett dürfen ja schon in mehreren Städten, z. B. Kiel, herunter gebrüllt werden.

    Es kann nicht unsere Aufgabe sein, bei jedem Krieg in moslemischen Ländern Partei zu ergreifen, diejenigen dann noch aufzunehmen. Ich bin dieses ganze Islam-Verständnis leid. Und von Staat, Medien und Justiz werden sie geschützt wie kleine Kinder. Schon das Märchen von psychisch krank bei Moslems, die eine kriminelle Energie an den Tag legen, ist nur noch ekelhaft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.