Wien: 19 Millionen Steuer-Euro für ungelesene Berichte

“…Von Beginn an dokumentierte die begleitende Kontrolle zahlreiche Mängel beim Bau des Krankenhaus Nord. Doch die zuständigen Entscheidungsträger hatten diese Prüfberichte einfach gar nicht gelesen. Dabei kostete die begleitende Kontrolle 19 Millionen Euro Steuergeld, wie jetzt ans Licht kommt.

12 comments

  1. Der Realist

    Und Schuldige wird es, wie in Wien üblich, natürlich nicht geben. Keiner lässt sich sein Wien, oder gar die eigene Person schlecht reden. Für die Verantwortlichen war die letzten Jahre ja nur der Schein, die Fassade wichtig, dafür hat man sich willfähriger Medien bedient. Wirklich gearbeitet wurde schon lange nicht mehr, und um so Nebensächlichkeiten wie ein kleines Krankenhausv sollen sich gefälligst andere kümmern, dafür ist man ja nicht Bürgermeister oder Stadtrat.

  2. sokrates9

    Wieso werden Entscheidungsträger die Kontrollberichte nicht lesen, nicht zur Verantwortung gezogen? Wo bleibt da die Korruptionsstaatsanwaltschaft! Wenn man sieht wie Westentaler ohne Schaden zu verursachen zur Verantwortung gezogen wurde wird dramatisch gezeigt wie Österreich zu einer Bananenrepublik verkommen ist!!

  3. GeBa

    Ich war im Einkauf tätig und denke mir jedes Mal wenn ich wieder einen Bericht über die “Gmoa” lese, egal ob um Verpachtungen und Neubau – wenn ich auch so gearbeitet hätte, hätte ich meinen Job nicht lange gehabt.

  4. Mourawetz

    Einfach nicht gelesen, das nenne ich Leseschwäche. Aber was wundert mich das. Dass hier ein eklatantes Problem vorliegt, darauf hat die PISA-Studie schon vor Jahrzehnten hingewiesen. Offenbar sind die schwachen Schulabgänger alle beim Magistrat gelandet.

  5. Falke

    @Mourawetz
    Nicht alle; einige sind auch bei der Kronenzeitung gelandet: “… dass der Bau beim KH Nord so aus dem Ruder gelaufen sind” 🙂

  6. sokrates9

    Unglaublich die heutiger Aussage Häupels er sei nur für “das Grobe” zuständig! Möchte mal einen Vorstand mit der Argumentation hören er kümmere sich nur um den Verkauf oder die Technik, Buchhaltung, Steuer, Kostenrechnung,. Kontrolle interessieren ihm nicht! Da würde der gute Vorstand schnell haften!!
    Klar dass Häupel Dienstag Abend mit seinem Wochenprogramm fertig war, wie er einmal stolz behauptete…

  7. Johannes

    Prüfberichte lesen ist anstrengender als auf Bälle zu gehen, es ist auch anstrengender als Pressekonferenzen über Genderwesen, Frauenquoten und Abwaschverhalten von Männern zu führen.

    Prüfberichte sind trockene Fakten, da muss man viel Hirnschmalz investieren und dann müsste man noch unbequeme Fragen in der eigenen Fraktion stellen.

    Das Krankenhaus ist wirklich gut gelungen, die Zimmer sind mit ein und zwei Betten ausgestattet, es wurde auf modernste Technik Wert gelegt es wird ein gutes Krankenhaus sein da bin ich mir sicher.
    Aber es wurden große Summen in vollkommen sinnlose, teilweise wirklich kuriose Nebenprojekte versenkt die leider dazu geführt haben das ein an und für sich gutes KH-Projekt zum Synonym für Verschwendung und Unfähigkeit wurde. Eigentlich schade für alle Menschen die dort in Zukunft ihre Arbeit leisten werden mit einer solchen Bürde zu starten.

  8. aneagle

    Für mein nächstes Leben steht mein Berufswunsch endgültig fest: Stadtrat für Unzuständigkeit in Wien. Partei egal. Irgendwas mit Chamäleon, Hauptsache schön bunt. Das ist besser als der gefragteste Energetiker.
    PS: einen ähnlichen Schläferjob in Wien hatte einige Jahre UHBP. Obwohl er seinen Job kürzlich gewechselt hat, hat er ihn irgendwie auch behalten. Manche Bauern haben eben die größeren Kartoffeln. 😉

  9. GeBa

    Liebe Freunde, ich war nie bei oder in einer Partei.
    Allerdings habe ich einmal etwas über 3 Jahre in einem Wiener Holding Betrieb gearbeitet.
    In einem medizintechnischen Bereich – und das zu einer Zeit nach dem AKH Skandal.
    Mit einem von oben verordneten Lieferanten, der fest in diesem Skandal verwickelt und auch verurteilt war….
    Kommt daher vielleicht meine ausgeprägte Abneigung gegen das rote Wien ? 🤭

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