Wien: Achtung, Immobilienblase voraus!

“……Zumindest in Wien scheint sich eine recht ordentliche Immobilienblase aufzubauen. Einen sehr starken Hinweis darauf haben in der vorigen Woche die Immobilienmakler mit ihrem Immobilienpreisspiegel geliefert. Demzufolge sind im Vorjahr in Wien die Eigentumswohnungspreise im Schnitt um 7,2 Prozent gestiegen, die Mieten aber nur noch um 0,11 Prozent….” (hier)

One comment

  1. Reinhard

    Auch so ein Irrtum von der ewigen Wertsteigerung der Immobilie.
    Immobilien werden abgenutzt und alt, sie verlieren beständig an Wert. Um diesen halbwegs zu erhalten müssen Renovierungs- und Sanierungsarbeiten durchgeführt und – oh, Wunder! – teuer bezahlt werden. Ständige Auflagen führen zu saftigen Nachinvestitionen in Dämm- und Heiztechnik, Fahrstühle, Kellertrockenlegungen, Neudrainagierung etc., Verschleiß durch Mieter (z.B. Thermostate, Boiler, Wasserleitungen, Duschen, Türmelder, Schlösser etc.) muss vom Eigentümer ersetzt werden. Schmeißen Ihre Mieter Feuchttücher, Katzenstreu und alte Pommes ins Klo, zahlen Sie die sündteure Kanalreinigung.

    Was am Anfang wie ein fettes Geschäft aussieht entpuppt sich bald als Spardose. Für Kleinanleger (ein oder zwei Zinswohnungen) ein Hochrisikogeschäft, da rein rechtlich der Vermieter in Österreich faktisch rechtlos gegenüber dem Mieter ist, selbst wenn dieser nichts bezahlt (ich kenne da Fälle im Bekanntenkreis, da wird einem schlecht), der Vermieter trägt ALLE Risiken und Kosten bis in die Privatinsolvenz! Das Risiko ist nur tragbar ab einer gewissen Größe, wenn teilweise der Eigner hunderter Zinswohnungen seine eigenen Handwerker hat und als Stadtrat die Beschlüsse neuer Auflagen zu seinen Gunsten beeinflussen kann. Ein paar Mietnomaden oder Idioten trägt man da mit; hat man zwei Wohnungen und in einer einen Messie und in der anderen einen Vollkoffer, dann viel Spaß!

    Also entweder man steigt richtig groß ein oder lässt lieber die Finger davon. Die Rechtslage ist zu riskant für Kleinanleger in Immobilien.

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