Wien man mit Schulbüchern Idioten erzeugt

Von | 15. Oktober 2016

“Falsche Zahlen, unsaubere Daten, tendenziöse Erklärungen. Was Österreichs Schulbücher über Wirtschaft vermitteln, strotze vor Fehlern und Ideologie, warnen die Ökonomen vom GAW. “(lesenswert, hier)

11 Gedanken zu „Wien man mit Schulbüchern Idioten erzeugt

  1. Fragolin

    Die Schulbücher sind ein tertiäres Problem.
    Das sekundäre sind die Lehrkräfte.
    Das primäre die Eltern.
    Es bringst nichts, festzustellen, dass die Hufeisen löchrig sind, wenn der ganze Gaul verwesend im Straßengraben liegt.

  2. Nimbus59

    Die linke Ideologie hat unsere Schulen fest im Griff. Aber deswegen geben ja Leute wie Gusenbauer, Glawischnig, etc. ihre Kinder ja in Privatschulen.

  3. stiller Mitleser

    @ Fragolin
    ja, Eltern leben so was wie “Wirtschaftshaltungen” vor
    (natürlich sind Schulbücher Indoktrination, besonders in sensiblen Bereichen und es ist auch nicht so einfach Schulbuch-Autor zu werden…)
    politisch ist da noch eine Menge Potential (Demo für Alle, Manif pour Tous, Beverfoerde)

  4. mariuslupus

    Die Ausgrenzung der Eltern aus der Bildung ihrer Kinder nimmt mmer mehr Konturen auf.
    In einen totalitären Staat gibt es nur eine Meinung, und dass ist die Meinung der Herrschenden. Alle im Gleichschritt.

  5. Lisa

    Nur schon, was ein 10-15jähriger sich unter “Leistungsbilanz” vorstellen soll… Die wortgewaltige Verblödung beginnt allerorten, wo Schulpflicht besteht, bei den Schulbüchern; die Lehrer interpretieren das nach ihrem Gusto – und die Eltern (dies @Fragolin:) werfen kaum je einen Blick ins Lernmaterial. Selbst wenn sie Berichtigungen vornehmen würden: in der Prüfung wird das verlangt, was im Stoff angegeben ist, nicht was der fachlich besser informierte Vater dazu sagt. Eltern haben zudem in diesem Alter nicht mehr den Einfluss, den sie ehemals auf ihre Kleinkinder hatten. Um Jugendliche zu irgendwas zu beeinflussen, muss man bloss wissen, wo man sie packen kann. Und das wissen Verführer jeder Couleur seit Anbeginn.

  6. Fragolin

    @Lisa
    “die Eltern…werfen kaum je einen Blick ins Lernmaterial”
    Eben. Sollten sie, wenn sie Interesse am Werden ihrer Kinder haben.
    “in der Prüfung wird das verlangt”
    Diesen Stoff verlangt keine Prüfung. Und dass man für gute Noten das schreibt, was der Lehrer wissen will und nicht das, was man besser weiß, haben halbwegs intelligente Kinder in diesem Alter bereits überzuckert.
    “Eltern haben zudem in diesem Alter nicht mehr den Einfluss”
    Stimmt. Das Versagen beginnt auch viel früher.
    “Um Jugendliche zu irgendwas zu beeinflussen, muss man bloss wissen, wo man sie packen kann.”
    Das sollten Eltern auch wissen. Wenn sie ihre Kinder kennen. Was Interesse an deren Werdegang voraussetzt.
    Wir reden hier nicht von Schalmeienklang und hormoneller Verlockung sondern Schulunterricht zum Thema Wirtschaft. Den nehmen Kinder nicht ernster als ihre Eltern. Sonst haben jene was falsch gemacht.

  7. Fragolin

    @wbeier
    Danke für den vermiesten Samstag! 😉
    Ich habe mir die Seiten 12 und 13 gegeben, das genügt vollkommen. Geschwätzstudierte schwätzen Geschwätz um festzustellen, dass Bildung weder etwas mit Wissen noch mit Können zu tun hat und es nur um das gute Gefühl geht. Eiapopeia-Geschwätz. Das postfaktische Zeitalter blüht.
    Wie sich das mit eingewickelten Kleinkindern verträgt, denen Koranverse eingepaukt werden zwecks Auswendigaufsagens habe ich noch nicht entdeckt. Kommt vielleicht später. Aber mir ist jetzt schon übel…

  8. Christian Weiss

    Der ideologisch getrimmte Schulstoff ist ja nicht nur in Wirtschaft Tatsache. Habe letzthin per Zufall ein deutsches Biologie-Lehrmittel in die Hände gekriegt. Dort waren zum einen Ernährungstipps (was suchen die in einem Biologie-Buch?) drin aufgelistet, die dem üblichen Dogma folgen: Gemüse ist super, Fleisch ist böse. Kein Zucker und Fett für die Kinder, dafür allerlei Vogelfutter, dass in den empfohlenen Mengen wahrscheinlich vor allem für Bauchschmerzen sorgt.
    Im Kapitel Landwirtschaft wurde erzählt, dass “dynamisch-biologischer” Landbau natürlich die beste Anbaumethode ist. Zu Gentechnik wurden die üblichen von Umweltverbänden erzählten Horrorszenarien aufgetischt. So wurde bezüglich Bt-Pflanzen (Gentechnisch optimierte Pflanzen, die selber das Toxin des Bacillus thuringensis ausscheiden.) behauptet, dass der Wirkstoff auch Nützlinge töte und darum schlecht sei. Allerdings ist Bt-Toxin, weil es “aus der Natur kommt”, in Deutschland als Insektizid auch im “Bio”-Landbau erlaubt. Der Unterschied ist der: Während das Bt-Gift bei den Gentechpflanzen nur jene Insekten abkriegen, die an der Pflanze knabbern, versprühen die “Bio”-Bauern das Gift zwangsläufig auf dem Acker und erwischen alles, was da kreucht und fleucht. Die Bt-Gifte sind übrigens für Wirbeltiere völlig ungefährlich.

  9. fxs

    Genau dafür müssen doch alle Schulbücher vom Unterrichtsministerium approbiert werden, bevor sie an den Schulen verwendet werden dürfen. Wahrscheinlich ist die Konfrontation mit der Wahrheit den Schülern nicht zumutbar. Aber was soll’s, die Minsterialbürakraten denken wohl “Wir lassen uns doch durch unbequeme Fakten nicht in unseren Vorurteilen beirren.”

  10. Fragolin

    @Christian Weiss
    Es ist beliebte Masche, alles was “Vollkorn” ist als megasupergut und gesund anzupreisen, ohne zu hinterfragen, warum:
    1. Vollkornnahrung den Zahnschmelz stärker abschleift und somit die Zähne stärker abnutzt (das erklärt die Dentistenpreise, Angebot und Nachfrage…)
    2. in den Schalen der Körner bestimmte vom Boden aufgenommene Inhaltsstoffe stärker vertreten sind als im Inneren, so dass Mehl viel weniger enthält von:
    a) Arsen, Blei, Quecksilber und was sich sonst noch so im Boden herumtreibt und
    b) Nickel, auf das Menschen mit Nickelallergie dann mit inneren Entzündungen (Darmentzündungen) reagieren die über die Jahre immer heftiger werden, sodass man Nickelallergikern ärzrlicherseits vom Verzehr von Vollkorn abrät.
    Aber solange Schulbücher wie Lehrpläne von grünen Weltverbesserern verfasst und freigegeben werden, die jeden Propagandaquatsch nachplappern ohne sich ernsthaft mit den dahinterliegenden Wissenschaften zu befassen, müssen es wieder (und immer wieder) die Eltern übernehmen, die Kinder darauf hinzuweisen, dass Bücher eben auch Märchenbücher sein können und die Schule gerne mal Märchen erzählt.

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