10 comments

  1. Reinhard

    Der Westen und seine Systemmedien sollten sich diese hetzerische Propaganda gegen Putin gut überlegen.
    Selbst unter den scheinheiligsten Gründen in souveränen Staaten einmarschieren (Irak, Afghanistan) aber bei anderen den moralisierenden Zeigefinger erheben. Putin macht vor seiner Haustür ganz genau nichts anderes als die USA. Das hat er bei Georgien so gemacht und auch jetzt mit der Ukraine. Man muss eine solche harte Vorgehensweise nicht elegant finden, aber der Westen ist der letzte, der sich da aufpudeln dürfte.
    Wenn die EU-Eliten vor lauter gespielter Empörung über den groben Lackel aus dem Osten erst einen verbalen Konflikt losbrechen (bereits geschehen) und dann überlegen, ihre Truppen gegen Russland zu senden, dann frage ich mich, ob mit Gewalt ein militärischer Gegner gesucht wird, der die undankbare Aufgabe übernimmt, hier für jene Trümmerberge zu sorgen, die die laufende Finanz-Krise beenden und einen Neuaufbau starten können.
    Für ein “Friedensprojekt” lamentieren mir die Protagonisten zuviel von einem Krieg. Man kann ihn auch herbeireden…

  2. GeorgK

    Die Krim ist für Russland sicherheitspolitisch unverzichtbar, und es war klar, dass dieser Schritt kommen wird. Die Schnelligkeit und der Umfang wird den einen oder anderen Strategen überrascht haben, aber es ist auch klar, dass eine weitere Ausweitung der Militäraktion den Russen keinerlei Vorteile bringen. Wenn man mittlerweile in den Medien Kommentare lesen kann, in denen Journalisten einen unmittelbar bevorstehenden Angriff auf Estland und Lettland herbeireden, dann kann man nur zur Ansicht kommen, dass die Blödheit der Menschen wirklich nach oben hin unbegrenzt ist.
    Fakt bleibt: Die Europäer haben sich wie die letzten Deppen für eine von den Amis angezettelte Pseudo-Volkserhebung einspannen lassen. Für so ungemein weltbewegende Themen wie das Recht auf Schwulendemos oder der Umgang mit drei Provokateurinnen unterster Schublade produziert man seit Jahren schwerste diplomatische Verwerfungen mit Russland. Es gab seit langem keine einzige Goodwill-Geste der EU gegenüber Russland. Wir (die EU) haben heute ein besseres Verhältnis zu diversen Hinterhofdiktatoren, als zu einem der wichtigsten Wirtschafts-, Rohstoff- und Sicherheitsfaktoren in unmittelbarer Nachbarschaft.
    Wenn das nicht schleunigst korrigiert wird (und da sehe ich schwarz – die Amis haben Thinktanks, die EU offenbar nur einen Dummtank in Brüssel und Berlin), dann wird sich Russland als Reaktion auf die fortgesetzte Nadelstich-Politik langsam, aber unweigerlich Asien – also China – zuwenden. Und das wird dann weder sicherheitspolitisch noch bezüglich Rohstoffversorgung lustig.

    Eine kleine Abschweifung: ich habe nie wirklich verstanden, wie solche Mythen wie z.B. um James Dean oder Marilyn Monroe entstehen konnten, bis ich es dann beim Unfall von “Lady Di” mitverfolgen konnte. Genau so können wir alle aus Geschichtsbüchern nicht nachvollziehen, wie es zu umfassenden Kriegen kommen kann, deren Umfang das eigentliche Konfliktgebiet um das Hundertfache übersteigt (lokale Konflikte sind da viel simpler zu verstehen) – aber momentan kriegen wir wirklich live und hautnah Anschauungsuntericht zur Blödheit der Regierenden.

  3. Mona Rieboldt

    Es werden auch viele sein, die keineswegs in die EU sondern bei Russland bleiben wollen. Die EU hat in der Ukraine gezündelt.

    Aber keine Angst vor einem Krieg. Erstens kräht zwar der Westen viel, ist aber ansonsten ein Papiertiger und wird sich auf keinen Fall mit Putin anlegen. So wie ich die Politik kenne, wurde Putin freie Hand gegeben, nach außen aber “warnen” sie Putin. Die EU wird großkotzig ein paar Sanktionen verhängen, die weder die Schweiz noch Russland in irgendeiner Weise beeinträchtigen.

  4. Rennziege

    3. März 2014 – 14:44 Mona Rieboldt
    Soll keine Anbiederung sein: Aber ich staune und freu’ mich darüber, wie oft unsere Gedanken übereinstimmen.

  5. Mourawetz

    Einmarschieren, besetzen, Ultimatum stellen. Will Russland Krieg? Nein natürlich, nicht, wenn es leicht geht, soll alles friedlich vonstatten geht. Aber wenn die anderen nicht wollen…

    Es wird nahezu unmöglich werden, den Russischen Bären da wieder rauszukriegen. Die sind nicht so wie die Amerikaner, die mal kurz aufräumen helfen, die Demokratie einführen wollen und dann wieder weg sind. Was der russische Bär mal in seinen Tatzen hat, läßt er nicht mehr los.

  6. Thomas Holzer

    @Mourawetz
    Seien Sie mir bitte nicht böse, aber das letzte Mal, da die USA aufgeräumt hatten, war deren Kriegseintritt gegen das III.Reich.
    Danach haben die USA gar nichts mehr aufgeräumt, nicht mal in Korea

  7. Mourawetz

    @Thomas Holzer

    Warum sollte ich Ihnen böse sein? Aber ich helfe Ihnen gerne auf die Sprünge: Irak, Iran, dann Afghanistan, wo sich die Amis und ihre Verbündeten gerade zurückziehen, etc.

  8. Mona Rieboldt

    @Rennziege
    da bin ich aber froh, dass unsere Gedanken eine gewisse Übereinstimmung haben und ich nicht mit WC übereinstimme 😉
    Ich lese Ihre Beiträge immer gern.

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