Wir Antiamerikaner

Von | 26. Juli 2013

“….Der Täter als Bewährungshelfer – das war schon immer die Paradedisziplin des guten Deutschen. In der NSA-Debatte kommt alles zusammen: der hohe Ton der Entrüstung, der schiefe Vergleich und der Drang zur Selbsterhöhung gegenüber den USA….” (Jan Fleischhauer, top wie immer)

2 Gedanken zu „Wir Antiamerikaner

  1. world-citizen

    Bei zahlreichen Reisen in die USA und auch beim Kontakt mit US-Amerikanern faszinierten mich vor allem die friedlichen und entspannten Umgangsformen der Menschen untereinander und das fehlen der besonders für Österreich so typischen Ellbogengesellschaft. Und das Faszinierendste: die Autos bleiben stehen, wenn man als Fußgänger erkennen lässt, eine Straße überqueren zu wollen, selbst wenn an der stelle kein Schutzweg vorhanden ist.

    Die andere Seite dagegen ist deren einfach gestricktes schwarz-weiß Weltbild. Differenzierte Argumentationen werden von Normalbürgern einfach nicht verstanden. Wenn ich etwa sage, daß ich kein religiöses Bekenntnis habe, folgt darauf sehr oft die Frage, ob ich ein Kommunist wäre.
    Und wenn ich gefragt werde, ob mir etwa die Stadt, in der ich mich gerade befinde gefällt, dann muß ich wohl “great” sagen. Sage ich dagegen bloß “nice” wird das gleich mit Nichtgefallen gleichgesetzt.

    Und diesem Weltbild entsprechend wird natürlich dann auch Kritik an der US-Politik als Feindlichkeit interpretiert.

    Ich bin und bleibe ein kritischer Geist, bin aber deswegen noch lange kein Feind. Aber mancherorts bedarf es Zurückhaltung, denn blinden kann man ja auch nicht erklären was Farbe ist.

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