“Wir haben Defizite, weil der Staat so ineffizient ist”

Man hört immer wieder, dass Schulden für sinnvolle Investitionen eine gute Sache sind. Geschenkt. Aber (…) wir haben nicht Defizite, weil wir so viel investieren. Wir haben Defizite, weil wir in ineffizienten Strukturen Geld verbrennen.” (Gerhard Steger, sozialdemokratischer Spitzenbeamter im Finanzministerium, c. 2009. Jetzt verlässt Steger das Ministerium)

11 comments

  1. Ehrenmitglied der ÖBB

    @ Thomas Holzer
    Er war sehr lange Sektionschef der Budgetsektion, aber es gibt ein Sprichwort und das geht so:
    “gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens”.
    Nun ist Herr Steger alles andere als ein Gott (bewahre!), aber ich kenne ähnliche Situationen zur Genüge in denen sogenannte Spitzenbeamte fachlich gute Vorschläge machen, die von den ressortverantwortlichen Politikern entweder weggewischt oder zumindest belächelt werden.
    Irgendwann geben diese Beamten dann auf und resignieren.

  2. DNJ

    Ein kritischer und unbequemer Geist für einen Roten, der auch kürzlich in einem Interview betont hat, wie schlecht Schulden um ihrer selbst willen zur angeblichen Wirtschaftsbelebung beim Staat sind. Übrigens wechselt er zum Rechnungshof.

  3. Rennziege

    27. Februar 2014 – 11:18 DNJ
    “Übrigens wechselt er zum Rechnungshof.”
    Was noch längst nicht bedeutet, dass Gerhard Steger die vier Grundrechenarten auch beherrscht, gööö?
    Objektiv betrachtet, ist das nur der Wechsel von einer lukrativen Pfründe zur nächsten, begleitet von ein paar wohlgefälligen Lippenbekenntnisen.

  4. oeconomicus

    Die Ratten verlassen das sinkende Schiff:
    – Josef Pröll
    – Johannes Dietz
    – Klaus Liebscher und viele andere!

  5. Rennziege

    27. Februar 2014 – 13:57 oeconomicus
    Aber so manche anderen Ratten bleiben noch für ein Weilchen an Bord. Sie dürfen darauf bauen, dass steuerbezahlte Hubschrauber, nicht ganz koschere Staatsanwälte und ebenfalls angekratzte Berater (für ein paar Milliönchen Honorar als Entgelt für nichtssagendes Altpapier) sie aus den Fluten retten, von jeder Schuld freisprechen und anschließend mit hohen Bezügen in Penson schicken werden. Ist das nicht schön?

  6. DNJ

    Rennziege
    Wer die Karriere von Steger verfolgt hat, dem wird klar dass er kein einfacher ist, schon gar nicht für die eigene Partei. In dieser Hinsicht ist er besser als die meisten der roten oder schwarzen Genossen, das sollte man ihm schon zubilligen.

  7. Rennziege

    27. Februar 2014 – 18:37 DNJ
    O.K. und danke. Ich kannte Herrn Stegers Karriere bislang nicht, hielt ihn für einen der üblichen Schmarotzer, dei man mit den anderen üvber einen Kamm scheren kann. Soweit es mir gelang, hab’ ich mich jetzt über ihn kluggemacht und muss sagen: A wengerl anders is’ er scho’, aber nicht grard um Häuser. 🙂

  8. Ehrenmitglied der ÖBB

    @ Rennziege
    Ich hatte die Gelegenheit Herrn Steger im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit kennenzulernen: kompetent und einsichtig.
    Was nicht heisst, dass ich ihm immer zugestimmt habe.
    Was mich interessiert ist seine Rolle bei der Amtsübergabe im Jahr 2000 Edlinger/Grasser? Hat er auch die Stecker aus der Wand gerissen (lassen?)

  9. Herr Karl jun.

    @Rennziege
    Ich staune (und bin auch ein wenig entäuscht) wie man jemanden ohne zu kennen einfach eine ‘überzieht’ und dabei ganz ungeniert billige Klischees bemüht. Wer die Situation im BMF oder Herrn Steger kennt, weiss, dass solche Anwürfe grob tatsachenwidrig sind.

  10. Rennziege

    28. Februar 2014 – 01:07 Herr Karl jun. – See more at: https://www.ortneronline.at/?p=27405#comments
    Es tut mir leid, Herr Karl. Ich habe mich geirrt, übereilt auf einen Bonzen geschlossen, der Herr Steger nicht ist. Inzwischen weiß ich’s besser. Ich entschuldige mich bei Herrn Steger und bei Ihnen.

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