Wir sind doch alle Spione!

Von | 28. Oktober 2013

Leon de Winter in der “Welt”: “Freunde belauschen sich nicht gegenseitig, heißt es in Deutschland grimmig. Selbst der Empörteste weiß, das stimmt nicht. Selbst wenn es nichts bringt: Alle tun’s – ich und du eingeschlossen.” (hier)

6 Gedanken zu „Wir sind doch alle Spione!

  1. Ehrenmitglied der ÖBB

    Im Beitrag der WELT wird ein Auslandsnachrichtendienst genannt, der bis dato in den öffentlichen Diskussionen kaum bis nicht vorkommt: Das MOSSAD.
    Es ist schwer vorstellbar, dass einer der besten Nachrichtendienste der Welt nicht Mittel und Fähigkeiten hat, Datennetzte bzw. Telefonverbindungen u. ä Kommunikationsdienste “anzuzapfen”?
    Und es ist noch schwerer vorstellbar, dass sie es NICHT tun?
    In Israel wird man sich freuen, im Schatten der USA-EU Diskussion nicht vorzukommen? -:)

  2. Heinrich Elsigan

    Sicher können spionieren, manche weniger und andere mehr.
    Ich habe meine Fähigkeiten auch schon einmal missbraucht, aber ich tue es jetzt nicht mehr.
    Erstens macht man sich krank, wenn man (besonders den Partner) dauernd kontrolliert und die Wirtschaft basiert auf Vertrauen und dieses Vertrauen ist wichtig.
    Angenommen ich borge jemanden Geld und der gerät in Versuchung es mir nicht zurückzuzahlen.
    Aber im Endeffekt zahlt er es trotzdem zurück. Ich werde Vertrauen haben.
    Hätte ich in Beispielsweise belauscht und er hat in einer schwachen Phase einmal gesagt: “Na, der bekommt das sicher nicht mehr zurück”, dann wäre das Vertrauen verloren gegangen.
    Zuviel Information ist manchmal nicht gut!

    Europäische Grundrechtecharta Artikel 8
    Schutz personenbezogener Daten
    (1) Jede Person hat das Recht auf Schutz der sie betreffenden personenbezogenen Daten.
    (2) Diese Daten dürfen nur nach Treu und Glauben für festgelegte Zwecke und mit Einwilligung der betroffenen Person oder auf einer sonstigen gesetzlich geregelten legitimen Grundlage verarbeitet werden. Jede Person hat das Recht, Auskunft über die sie betreffenden erhobenen Daten zu erhalten und die
    Berichtigung der Daten zu erwirken.
    (3) Die Einhaltung dieser Vorschriften wird von einer unabhängigen Stelle überwacht.

    Es besteht kein Zweifel, dass diese Grundlagen verletzt wurden!

    Europäische Grundrechtecharta Artikel 41
    Recht auf eine gute Verwaltung

    Die Ö Behörden haben die Bürger nicht geschützt und schützen die Bürger noch immer nicht. Daher haben die Ö Behörden den Bürgern das Recht auf eine gute Verwaltung vorenthalten. Aber das Recht auf gute Verwaltung wird eh permanent gebrochen.

    Wie viel Sinn hat eine Grundrechtecharta über der Verfassung, wenn sie jede bricht und das als faux pas gesehen wird. Dann brauche ich gar keine Verfassung und kein Rechtssystem mehr!

  3. Thomas Holzer

    @Heinrich Elsigan
    Verzeihung, aber bitte seien Sie nicht so naiv!
    Spionage gibt es, seit Menschengedenken. Auch zu Zeiten des Briefgeheimnisses (welches natürlich noch immer gilt) wurde spioniert. Nachrichtendienste -egal welchen Staates- haben sich nie um irgendwelche Grund-/Verfassungsrechte gekümmert. Deren wichtigste Aufgabe ist schlicht und einfach Information zu generieren, und! möglichst nicht aufzufliegen.
    Der Artikel in der “Die Welt” spiegelt genau die Realität wider; alles andere, was derzeit durch die Medien geistert, ist einfach nur lächerlich. Wie richtig geschrieben; die NSA war und ist anscheinend nicht (mehr) in der Lage, ihre Mitarbeiter davon abzuhalten, mit gewissen Informationen an die Öffentlichkeit zu gehen; der FSB scheint da erfolgreicher zu sein; der Mossad sowieso.
    Alle und Alles fokussiert sich auf die NSA, die Russen und Chinesen werden nicht mal am Rande erwähnt.
    So dumm und degeneriert kann auch nur Europa sein.

  4. Plan B

    @ Ehrenmitglied der ÖBB

    Vollkommen richtig! Und ich ergänze: in Israel wurde nicht nur der USB-Stick erfunden 😉

  5. Heinrich Elsigan

    Aso, wenn ich das Recht des Stärkeren so nutze, dass der andere rein faktisch oder rechtlich nichts gegen mich ausrichten kann, dann sollte ich das zum eigenen Vorteil nutzen?

    Ich verstehe ja, dass der Staat Bedrohungen aufzudecken und manchmal zu eliminieren hat und dafür gibts Männer fürs grobe, aber das macht man nicht so auffällig und universell wie die NSA (auch vor Snowden). Wenn die eigene Bevölkerung Stasi paranoid wird, dann ist das der beste Weg den eigenen Staat zu untergraben. So was macht man gezielt gehen Bedrohungen und nicht universell. Da muss man so ein Angsthase und taktisches Untalent sein, dass es nur einfach dumm ist.

  6. Heinrich Elsigan

    Aber ich schlage vor, sie ziehen nach Russland zu den Wölfen, Genosse KGB ist da wenig ziemperlich bei Unfällen oder Gefängnis. Wie lange schätzen Sie würden sie ohne Bodyguards und Präsente dort klar kommen.
    Da gibt es keinen schönen Rechtsstaat und Gerichte oder eine nicht korrupte Polizei die über ihr Eigentum wacht, während sie in ihrem Bettchen schlafen und eine Rettung, die sie eiligst mit tüchtigen Zivis ins AKH fährt, wenn sie einen Notfall haben.
    Sie sind kein echter Wolf, sonst lebten sie nicht unter den degenerierten Schafen und würden die flauschige wollige Nähe und das beruhigende Geblöcke so gerne hören 🙂

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