“Wir sind einfach zu tolerant gegenüber allen intoleranten Menschen”

Ein Schweizer Polizist schreibt: “Was kann jemanden antreiben, möglichst viele Problemfälle in die Schweiz zu holen und diesen Personen dann auch möglichst schnell den Schweizer Pass zu erteilen? Wieso müssen solche Familien mit Armeen von hochbezahlten Betreuern auf Schweiz formatiert werden? Je mehr Leute wir in die Schweiz holen, desto mehr werden folgen. Es entwickeln sich Parallelgesellschaften, deren Mitglieder sich gar nicht mehr integrieren müssen, weil ihnen möglichst noch alles in ihrer Muttersprache vorgekaut wird. Wir sind einfach zu tolerant gegenüber allen intoleranten Menschen und wir sind viel zu sozial gegenüber asozialen Menschen. Für mich ist ein sozialer Mensch übrigens, wenn man mindestens versucht, der Allgemeinheit nicht zur Last zu fallen. Unsere Sozialversicherungen waren einst auf die Bedürfnisse der Bewohner der Schweiz ausgerichtet und finanzierbar. Ich bin wirklich besorgt, was für eine Schweiz, was für eine Welt wir unseren Nachkommen hinterlassen.» (hier)

28 comments

  1. Thomas Holzer

    Dieses Verhalten hat weniger mit Toleranz, sondern vielmehr mit Arroganz und Dummheit “unserer” Politikerdarsteller zu tun.
    Die sind nämlich de facto dafür verantwortlich, daß derlei Menschen ins Land dürfen, daß “Gesetze” beschlossen werden, die Fehlentwicklungen geradezu fördern und den verbliebenen “Autochthonen” immer mehr Geld abpressen, um diese Fehlentwicklungen zu finanzieren.

  2. Nattl

    @T. Holzer: Nicht nur der Politikdarsteller. Das Problem ist eines der ganzen westlichen Welt und hat meiner Meinung nach seine Ursachen im zweiten Weltkrieg und den Folgen, die er hatte. Nach zwei kurz aufeinanderfolgenden Weltkriegen wuchs eine Generation auf, die oftmals auf ihre Väter verzichten musste, da diese im Krieg gefallen waren. Unmittelbares Resultat waren die Friedensbewegung und Flower Power der 1960er Jahre und natürlich die 68er.

    Klassische Linke Ideen wurden über die nächsten Jahrzehnte nach und nach durch Progresivismus, PC, Gendering und einem Selbsthass auf die Errungenschaften der eigenen Kultur abgelöst. Und überall in der westlichen Welt wurden die Schuldkomplexe für Taten früherer Generationen dafür verwendet, um möglichst rasch zu dem gewünschten Ergebnis zu kommen. Was bei uns die Schuld durch Hitlerdeutschland ist, ist bei den anderen westeuropäischen Staaten der Kolonialismus und bei den Amerikanern die Schuld wegen der Versklavung der Schwarzen und die Vernichtung der indigenen Bevölkerung.

    Die “Politikdarsteller” wie Sie es nennen, sind nur ein Resultat unserer kranken, entrückten Gesellschaft. Denn Politiker müssen gewählt werden. Alleine die Tatsache, dass eine Merkel nach den Desastern des letzten Jahres noch immer blendende Umfragewerte hat oder dass ein Bundespräsidentschaftskandidat, der ganz offen ankündigt, undemokratisch zu handlen, sollte er ins Amt gewählt werden und trotzdem von mehr als 50 % der Wählerschaft favorisiert wird, zeigen, dass große Teile der Bevölkerung, naja, sagen wir mal: nicht ganz dicht sind.

    In den osteuropäischen Ländern gab es diese Entwicklung nicht, denn durch den Einmarsch der Sowiets hatten die mit anderen Problemen zu kämpfen als sich mit der eigenen Schuld auseinanderzusetzen. Deswegen erscheinen osteuropäische Politiker aus westlicher Sicht eher autoritär, undemokratisch zu sein und verursachen bei westlichen Bildungsbürgern eher Schnappatmung.

    Wie soll es weitergehen für unsere Gesellschaft? Nun, ich denke, dass für die westlichen Staaten der Zug bereits vor langer Zeit abgefahren ist. Denn der erste Schritt zur Lösung eines Problems ist nun einmal die Erkenntnis, dass es ein Problem gibt. Nachdem aber große Teile der Bevölkerung das Problem nicht sehen oder nicht sehen wollen, kann auch an keiner Lösung gearbeitet werden.

    Die einzige Hoffnung bleibt, dass die osteuropäischen Staaten sich nicht korrumpieren lassen und möglicherweise sogar zur Heilung der kranken, westlichen Gesellschaft beitragen können. Aber wir werden sehen.

  3. Johannes

    Das was unsere Beamte täglich erleben an Missständen an Geldverschwendung an Missbrauch von Asyl und Gastrecht ist ein eigenes Universum das von den politische Verantwortlichen so gut es geht vor der Bevölkerung verborgen bleiben soll. Da gibt es Weisungen und Schweigepflichten so das jeder Beamte, der ja auch Staatsbürger mit Rechten ist und nicht nur Duckmauser sein soll lieber schweigt um seine Existenz nicht zu gefährden als die himmelschreienden Missstände an die Öffentlichkeit zu bringen.
    Die Öffentlichkeit der nicht mit diesen Fällen vertrauten Menschen dieses Landes ist ein Vorwurf zu machen.
    Wenn wir lieber Pokemons nachjagen als die brennenden Fragen zu stellen und ihre Antworten einzufordern so haben wir ein Endstadium unserer kulturellen Entwicklung, ähnlich dem vor dem Untergang des römischen Reiches erlangt.
    Schade wieder nichts aus der Geschichte gelernt und so den eigenen Untergang frenetisch beklatscht.
    So wie nach dem römischen Reich eine lange dunkle Zeit ohne Recht und Ordnung herrschte befürchte ich auch die widerstandslose Aufgabe unserer Kultur als das Einläuten einer neuen finsteren islamischen Epoche.

  4. sokrates

    Ich sehe die Hauptursache in der katastrophalen linken Bildungspolitik.Den Gang durch die Institutionen haben die 68er Lehrer perfekt umgesetzt! Ganzheitliches Denken, Strategie, wirtschaftliches Backgroundwissen wurde nicht mehr unterrrichtet! Dem Durchschnittsbuerger sind die direkten und indirekten Kosten die die Migranten
    Verursachen voellig egal! Zahlt ja alles der Staat! Dass jeder aber persoenlich mindestens 10 Prozent seines Einkommens verliert und gegen eine unsichere Zukunft eintauscht sehen die wenigsten.Wo steht geschrieben dass eir nur einen einzigen Fluechtling integrier3n muessen, seine gesamte Familie einlaren und dann bis zum Lebensende durchfuettern muessen? Damit wir kulturell bereichhert werden?

  5. Zaungast

    “Denn Politiker müssen gewählt werden. … für die westlichen Staaten der Zug bereits vor langer Zeit abgefahren ist …”

    Sehe ich ebenso. Wir werden bekommen, was wir uns verdient haben.

  6. mariuslupus

    Die Verdummung greifft unaufhaltsam um sich. Auf jede von den Terroristen geschaffen Tatsache, sprich Mord, erfolgt einen konzertierte Verdummungsoffensive durch den linken medial-politischen Komplex. Ohne sich zu schämen verdrehen Medienschaffendinen Tatsachen, vertauschen Ursache und Wirkung, am Ende steht wieder einmal Merkel als Heilsbringerin und Retterin da. Nix brutta figura, nix Kaiserin neue Kleider.
    Aber die Medien halten standhaft an ihren idealen Selbstibild fest – kritisch, aufklärerisch, investigativ.
    Der Erfolg lässt sich sehen. Kritische Stimmen werden in die rechtspopulistisch-rassistische Schmuddelecke gestellt und mit Dreck beworfen. Etwas pickt immer.
    Ein Vorschlag – Umfrage bei Bekannten und Freunden. Stichworte – Pegida, Orban, AfD, Putin, Trump.
    Ergebniss – Lauter uniformierte Antworten, entsprechend dem Mainstream.

  7. aneagle

    Die in der Schweiz beschriebenen Missstände sind in Österreich die Norm. Business as usual und die Caritas, die den angerichteten Schlamassel in Österreich großteils organisiert(zweitgrößter Arbeitgeber in Wien), reibt sich die mit Steuergeld prall gefüllten Hände. Derartige Nächstenliebe haben wir bisher nur von der Hamas kennengelernt.

  8. Zaungast

    “Ein Vorschlag – Umfrage bei Bekannten und Freunden. Stichworte – Pegida, Orban, AfD, Putin, Trump. Ergebnis – Lauter uniformierte Antworten, entsprechend dem Mainstream.”

    Als vor ca. 15-20 Jahren sich das Internet in Österreich zu etablieren begann, dachte ich, diese Revolution in Sachen Informationsbeschaffung und öffentlicher Meinungsaustausch würde auch in politischer Hinsicht manches zum Besseren ändern. Heute scheint mir, dass dies zu optimistisch gedacht war. Es nützt das beste Angebot, darunter auch Blogs und Foren wie eben z. B. dieser hier, nichts, wenn es kaum angenommen wird. An der überwältigend großen, entscheidenden Mehrheit geht das alles spurlos vorbei, es berührt sie nicht, aus welchen Gründen auch immer. Man sehe sich an, was in diversen Tageszeitungsforen etc. alles kommentiert wird – und welche Konsequenzen hat es? Keine, nichts, nada, niente. “Was für ein Glück für die Regierenden, dass die Menschen nicht denken!” Die Mehrheit wacht erst auf, wenn der Teller leer bleibt und es längst zu spät ist.

  9. Lisa

    @Zaungast: Foren “wie dieses hier” generieren leider auch wieder “uniformierte Antworten” und Kommentare. Man muss sich die Beiträge mal daraufhin ansehen, welche beklatscht werden und auf welche eingegangen wird, wem von den Schreibern Honig ums Maul geschmiert, wer unflätig beschimpft oder arrogant abgetan und wer sogar schon nach kurzem Auftritt entfernt wird. Das Bedürfnis nach “Führung” und jemanden bewundern Wollen sitzt offenbar tief in gewissen Gemütern. Und die eigene Meinung als die einzig richtige aufzuschwatzen ist auch hier gang und gäbe: Selten wird etwas mit Logik und vernünftigen Argumenten widerlegt, höchstens sucht man im Internet verbissen nach schlagkräftigen Links, welche die eigene Ansicht untermauern, weitab jedweder persönlichen Erfahrung. Selten werden praktikable Lösungen vorgeschlagen und eingehend diskutiert. Selten liest man Beiträge, die nicht nur faktisch was hergeben, sondern auch sprachlich kreativ zum Nachdenken – oder wenigstens einem Lächeln – anregen. Diese veralteten Etikettierungen wie links und rechts werden der Realitätlängst nicht mehr gerecht: Was der Polizist da äussert ist ein Werteproblem: Wie tolerant muss man der Intoleranz gegenüber sein, wie sozial eingestelt gegenüber Antisozialen? Mir schnürte es die Kehle zusammen, als ich hilflose Grenzer und Polizisten einer Masse von brüllenden gewalttätig und respektlosen zum grössten Teil jungen männlichen Eindringlingen gegenüberstehen sah – persönlich und in Aufzeichnungen. Das hat etwas von Krieg, nicht mit Panzern und Gewehren zwar, aber in ein fremdes Land einfallende Horden von Menschen sind, bewaffent oder nicht, Eindringlinge. Ich scheue mich nicht, einem lauthals ins Handy schreienden “Araber” freundlich eine leisere Tonart zu bedeuten oder Einzelpersonen im Dialog (in einer Gruppe enststeht sofort Abwehr!) darauf hinzuweisen, was “bei uns” der Brauch ist. Genausowenig scheue ich mich, einem (hiesigen oder fremden) Sozialhilfebezüger aufs Brot zu streichen, dass er auf Kosten von Leuten wie mir lebt…

  10. sokrates

    Lisa@Gebe ihnen voellig Recht, auch in den Foren kommt es selten zu Diskussionen! Das klassische Spiel: These-Antithese-Synthese gibt es nicht mehr!Ich schaetze alternative Ansichten und Querverweise die diverse(Zu wenig) Foren bieten, doch einen Diskurs gibt es kaum ausser der Karl Markt tritt auf, dem es aber leider wieder an entsprechendem background fuer einen substantiellen Replik fehlt! Glaube die facebookgeneration, trainiert auf kurze messages verstehen einfach nicht mehr wenn wo steht dass zb Draghidie italienischen Banken auf Kosten der noch relativ gesundenBanken A / D sanieren will!

  11. Zaungast

    @Lisa

    Ich pflichte Ihnen zur Charakterisierung des Forenpublikums bei. Man könnte jetzt fragen, warum das so und nicht anders ist. Nun, die Welt ist eben so. Nur ein gefälliges Zitat dazu:

    “Warum ich keine Artikel mehr schreibe? Weils eh nix und niemandem nutzt, außer der eigenen Eitelkeit. Und das ist ein lächerliches Motiv.”
    (Klaus Woltron / Twitter)

    Zum Sozialhilfeempfänger: Wenn ein System so gestaltet wird, dass es “den Fleißigen bestraft und den Faulen belohnt”, kann man den Menschen keinen Vorwurf machen, wenn sie sich systemangepaßt “optimal” verhalten. Die Frage geht eher dahin: Warum haben wir uns so ein System geschaffen? Warum hat die Bevölkerung mehrheitlich immer wieder Politiker und Parteien mit solchen “Werten” gewählt? Warum sind wir (mehrheitlich) so?

  12. Lisa

    @Zaungast: Kann es sein, dass Leute, die solche eigentlich unsozial denkende Politiker wählen, insgeheim fürchten oder sogar hoffen, sie könnten auch mal in so eine bittere Armut fallen, dass sie dann froh wären, vom “Staat” prifitieren zu können? “sozial” heissst ja nicht in erterLinie “Armenhilfe”, sondern auf die ganze Gesellschaft bezogenes, möglichst menschenwürdiges Handeln. Ob es menschenwürdig ist, andern skrupel- und schamlos auf der Tasche zu liegen, darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein… je nach dem, was man unter Menschenwürde versteht.

  13. Zaungast

    @Lisa

    Ich kenne Fälle, wo sich Leute genieren, übers Sozialsystem “anderen auf der Tasche zu liegen”. Gleichzeitig stehen diese Leute vor der Wahl, entweder Transferleistungsempfänger zu sein oder darauf zu verzichten und sich dadurch deutlich schlechter zu stellen – und der Blöde im System zu sein. Ein Dilemma.

  14. astuga

    Ich weiß, das ist jetzt etwas idealistisch und selbst früher war das in Österreich eher die Ausnahme.

    Aber es gab mal eine Zeit, da war es für manche Menschen selbstverständlich, dass sie, Gesundheit und Arbeitsfähigkeit vorausgesetzt, von sich aus niemals Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe beantragt hätten.
    Soll in den USA heute noch vereinzelt vorkommen.

  15. Zaungast

    @astuga

    Wenn Arbeitslosengeld / Sozialhilfe etc. gering sind, ist der Anreiz zum Bezug auch kleiner. Je üppiger das Transferleistungsangebot, desto höher der Anreiz zum Bezug.

  16. Thomas Holzer

    @Zaungast, astuga
    Da haben Sie natürlich schon recht, fragt sich nur, welche Arbeit all die Arbeitslosen und BMS-Bezieher in diesem Lande annehmen sollen, um nicht “auf der “unverdienten” faulen Haut” zu liegen. (Und ich lasse mal “unsere” Neubürger außer acht, die sind wieder ein eigene causa)
    “Caruso”, welcher ab und zu auf dieser website vorbeischaut, hat vor längerer Zeit mit sehr klaren Worten geschildert, daß die BMS für ihn der letzte Strohhalm ist, welcher ihm ein halbwegs annehmbares Leben ermöglicht.
    Würde das Versicherungssystem innerhalb von maximal 6 Monaten vereinheitlicht und auf ASVG mit Pensionsantritt für alle mit 65, umgestellt werden, hätten wir (fast) keine Finanzierungsprobleme

  17. Zaungast

    @Thomas Holzer

    Prinzipiell geht Arbeit nie aus und ist immer überreichlich vorhanden. Wächst sozusagen natürlich ständig nach und kann beliebig vermehrt werden. Die Frage zielt also auf Organisation (und Preis) der Arbeit ab. Womit wir wieder bei einem klassischen Thema wären: Arbeitsmarkt und wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen.

    Dass es selbst unter optimalen Bedingungen eine Gruppe Unvermittelbarer gibt, die auf Transfergelder angewiesen sind, ist unbestritten.

  18. Thomas Holzer

    @Zaungast
    Ob “nie” und “überreichlich”, lasse ich mal offen; die wesentlichere Frage ist doch, wer diese nie versiegende und überreichliche Arbeit leistet, leisten wird.
    Optimale Bedingungen sind genauso utopisch wie der reale Sozialismus und Utopia selbst.
    Weder die Geschichte, noch die Entwicklung der Arbeitsmöglichkeiten, der Arbeit, verfolgt linear.
    Man könnte natürlich auch wieder zu Schaufel und Spaten und altbewährter Fließbandarbeit zurückkehren, ob dies jedoch im Sinne der Arbeiter ist, wage ich zu bezweifeln.
    Warum abertausende Unqualifizierte ins Land geholt werden, wenn nicht mal für die ein wenig besser Qualifizierten Arbeit vorhanden ist, bleibt mir unverständlich.
    Und auch wenn die “Industrie 4.0” nicht 30, 40%, sondern meinetwegen nur 10% der derzeitigen Arbeitsstellen durch Roboter ersetzt, nicht alle Freigesetzten werden dann personalisierte Fleischlaberl kredenzen können 😉

  19. Zaungast

    @Thomas Holzer

    “Im Sinne der Arbeiter” – Sie müssen sich entscheiden, ob Sie die Leute beschäftigen oder in die soziale Hängematte legen wollen. Und “unsere Neubürger” aus dem Morgenland wollten Sie ja als eigene Causa zunächst außer Acht lassen.

  20. Thomas Holzer

    @Zaungast
    “Im Sinne der Arbeiter“ – Sie müssen sich entscheiden, ob Sie die Leute beschäftigen oder in die soziale Hängematte legen wollen”

    Dann blasen wir doch zum Maschinen-, Computer-, Robotersturm

    Die Mär von der sozialen Hängematte gehört leider bei allzu Vielen noch immer zum Standardrepertoire

  21. Zaungast

    “Dann blasen wir doch zum Maschinen-, Computer-, Robotersturm” – Wozu? Nicht nötig. Man kann immer Menschen sinnvoll zusätzlich beschäftigen.

    “soziale Hängematte” – nur eine griffige Formulierung. Und manchmal auch gar kein Märchen. Wobei ich klarstellen möchte, dass Betroffene auch unschuldig in diese Situation kommen. Denn wenn die Großwetterlage nicht passt…

    Sagen wir so: Sozial ist, was Arbeitsplätze ermöglicht und schafft. Der Staat kann das begünstigen oder behindern. Wohlstand entsteht durch nützliche Arbeit. Je mehr nützliche Arbeit geleistet wird, umso höher der Wohlstand. Natürlich ist es auch eine individuelle Entscheidung, wieviel jemand arbeiten möchte. Wer mit einer Schale Reis pro Tag zufrieden ist, wird nicht viel tun müssen.

  22. Thomas Holzer

    “Wozu? Nicht nötig. Man kann immer Menschen sinnvoll zusätzlich beschäftigen.”

    Wie wollen Sie all die Menschen sinnvoll! beschäftigen, es gibt nicht nur IT-Spezialisten; und wer entscheidet, was sinnvoll ist?

    Griffige Formulierungen, auch wenn sie gar kein Märchen sind, auch wenn sie ein Märchen sind!, tragen selten zur Problemlösung bei.

    Der “Staat” hat einfach nichts zu behindern, und sonst gar nichts. Begünstigungen implizieren Fehlallokationen (siehe Förderung der sog. Elektromobilität)

  23. mariuslupus

    @Lisa
    Bewundere ihre Fähigkeit jeder Diskussion eine irrelevante Schlagseite zu verpassen. Kann nicht eine jede !

  24. Zaungast

    “es gibt nicht nur IT-Spezialisten;” – Gott sei Dank. Es gibt auch Arbeit außerhalb der IT. Sehr viel sogar.

    “und wer entscheidet, was sinnvoll ist?” – Die Unternehmer und die Auftraggeber / Endverbraucher / Konsumenten. Teilweise auch der Staat bei Infrastruktur usw.

  25. Gerhard Mayer

    Nachzulesen bei Sir Karl Popper 1944:
    Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die unbeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.

    Damit wünsche ich nicht zu sagen, dass wir z. B. intolerante Philosophien auf jeden Fall gewaltsam unterdrücken sollten; solange wir ihnen durch rationale Argumente beikommen können und solange wir sie durch die öffentliche Meinung in Schranken halten können, wäre ihre Unterdrückung sicher höchst unvernünftig. Aber wir sollten für uns das Recht in Anspruch nehmen, sie, wenn nötig, mit Gewalt zu unterdrücken; denn es kann sich leicht herausstellen, dass ihre Vertreter nicht bereit sind, mit uns auf der Ebene rationaler Diskussion zusammenzutreffen, und beginnen, das Argumentieren als solches zu verwerfen; sie können ihren Anhängern verbieten, auf rationale Argumente – die sie ein Täuschungsmanöver nennen – zu hören, und sie werden ihnen vielleicht den Rat geben, Argumente mit Fäusten und Pistolen zu beantworten.

    Wir sollten daher im Namen der Toleranz das Recht für uns in Anspruch nehmen, die Unduldsamen nicht zu dulden. Wir sollten geltend machen, dass sich jede Bewegung, die Intoleranz predigt, außerhalb des Gesetzes stellt, und wir sollten eine Aufforderung zur Intoleranz und Verfolgung als ebenso verbrecherisch behandeln wie eine Aufforderung zum Mord, zum Raub oder zur Wiedereinführung des Sklavenhandels.

    Aus: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde. Mohr Siebeck, Tübingen

  26. Helmut Hartmann

    Karl Popper in allen Ehren, aber das Prinzip “keine Toleranz gegenüber Intoleranten” ist in letzter Konsequenz undemokratisch. Jedenfalls wenn man es als Inbegriff der Demokratie ansieht, dass der Wille des Volkes geschieht. Wenn also das Volk mehrheitlich für die Abschaffung der Demokratie votiert oder – was aufs Gleiche rausläuft – eine Partei wählt, die sich das zum Ziel setzt, dann ist dies mit demokratischen Mitteln nicht zu verhindern. Denn eine über dem Volk stehende höhere Autorität, die festlegt, was zulässig ist, gibt es nicht. Es sei denn wir weisen Allah (oder der MRK, dem UNO-Sicherheitsrat, Karl Marx oder Sir Karl Popper; weitere Instanzen nach Belieben einfügen) diese Rolle zu. Was nur wenige befriedigen wird.

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