Wo, bitte, bleibt das Welcome-Wirtschaftswunder?

Von | 7. September 2016

“Im September 2015 sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche, dass die Flüchtlinge, die im Zeichen der damals propagierten Willkommenskultur nach Deutschland kamen, eine Grundlage für das nächste Wirtschaftswunder sein könnten. Denn wer sein Leben zurücklasse, sei hochmotiviert. Eine Nachfrage bei Daimler vor einigen Wochen ergab, dass die Firma gerade einmal neun Flüchtlinge eingestellt hat….” (“NZZ am Morgen”)

35 Gedanken zu „Wo, bitte, bleibt das Welcome-Wirtschaftswunder?

  1. Reini

    Sieht Herr Dieter Zetsche in Kriegsflüchtlingen “Zwangsarbeiter” für einen Deutsche Wirtschaftaufschwung?! …
    … ist das für Frau Merkel moralisch vertretbar?

  2. Gerald

    verlotterte Opportunisten, sollen so unsere Topmanager sein?

  3. Thomas Holzer

    Im September 2015, und davor und danach, haben viele, allzu viele Politikerdarsteller, Journalisten und “Manager” ziemlich viele Dummheiten von sich gegeben, leider.
    Und der Applaus war auch nicht allzu knapp.
    Böse Gemüter könnten diese euphorische -aber absolut unverständliche- Begeisterung, das Applaudieren an den Bahnhöfen, das Baden in der Masse der p.t. Neubürger mit gewissen Rufen in gewissen früheren Zeiten der deutschen Geschichte vergleichen.
    Zu Himmel hoch jauchzend, zu Tode betrübt; es gibt für die Deutschen (und Österreicher) anscheinend kein vernünftiges, realistisches, nüchtern gewägtes “Mittelmaß”

  4. Carl Schurz

    Der Aufschwung ist da. Für Sozialklempner, Sicherheitsbranche, der Wohlfahrts-/Sozialindustrie von Sozialverbänden und Kirchen beider Konfessionen. Sind zwar alles konsumtiven Ausgaben, aber für die meisten ist Konsum das Mittel zur Sicherung von Prosperität.
    Das Fehlen von ökonomischen Grundkenntnissen ist vor allem im Wahlvolk erschreckend unterirdisch. Die Äußerungen derer, die das von Berufswegen wissen sollten, sind opportunistisch gefärbt, als Huldigung an die Politik zur Förderung partikularer Interesse und Schutz vor bösen Wettbewerb gegen marktunfähige Produkte.
    Politik ist nicht die Lösung. Sie ist das Problem.

  5. cmh

    Also an den fehlenden ökonomischen Grundkenntnissen sind die Kirchen jedenfalls nicht schuld.

  6. Thomas Holzer

    @Carl Schurz
    Mit Verlaub, nicht das Fehlen ist unterirdisch, sondern das Wissen 😉

  7. P.Eugen

    Warte noch immer auf den Atomphysiker aus Syrien, der unsere Pensionen zahlen wird. Merkel und ihre Politik ist doch klar durchschaubar: durch die neuen “Arbeitskräfte” kann der Druck auf die derzeitigen Werker und deren Gewerkschaften konstant hoch gehalten werden. (Lohnerhöhungen…). Diese Werker zahlen darüberhinaus durch ihre Beiträge noch die Sozialleistungen für die Neuankömmlinge. Eine “win win” Situation für die deutsche Industrie. Und: Deutschland bildet halt immer noch die Blaupause für die österreichische “Politik” (mit schlechterer Umsetzung).

  8. Herbert Manninger

    Von 100 000 Einwanderern ohne Gegenwehr sich überrennen zu lassen – ein, um es eher vorsichtig auszudrücken, arger Fehler der Politiker, wohl auch aus Angst vor einer degenerierten Bevölkerung, die keine ,,schlimmen Bilder” sehen mochte, da sie die Auswirkungen der Masseninvasion noch nicht unmittelbar spürte. Ein Vorausschauen schaffen offensichtlich eh nur wenige….
    Aber ein Jahr später offiziell 37 500 Sozialhilfeabgreifer planen aufzunehmen – das war und ist Dummheit².

  9. sokrates9

    Mir ist total unverständlich wie sich deutsche Top -Manager derartig prostituieren ! Die “internationalen” Firmen müssen doch wissen wie es mit der Personalqualifikation in einzelnen Destinationen aussieht! Die jetzige Managergeneration sind die typischen politisch unterwürfigen Ja – Sager die sich alles bieten lassen! Siehe
    Abgasskandal! Die USA lacht sich schief, in Osteuropa und China – wichtigster Markt – ist das alles kein Thema!

  10. dickbrettbohrer

    @Carl Schurz,
    danke für diesen Kommentar – es kann nicht oft genug gesagt werden, daß Arbeit nicht gleich Arbeit ist und es Arbeit gibt, die den durch produktive Arbeit zustandegekommenen Wohlstand zerstört, ist leider in die meisten Köpfe nicht reinzukriegen. Deficit spending vernichtet die Ersparnisse wie alle Formen der umlagefinanzierten Großprojekte (Einwanderung in die Sozialsysteme, Gesundheitsindustrie, EEG und so weiter) Immer mehr Jobs sind reine Wohlstandserscheinungen. Die meisten Dienstleistungen können nur in einem “reichen” Gemeinwesen florieren. Man vergißt allzuleicht, daß der Sozialstaat auf dem Fundament harter Arbeit ruht – produktiver Tätigkeiten, welche von unseren Vorfahren geleistet wurden.
    Mir steht immer ein Bild vor Augen: Die Zuwanderer sind – man nehme mir die Formulierung nicht krumm, sie ist rein funktionell gemeint – das “Material”, das im Dienstleistungsunternehmen benötigt wird. Für die selbsternannten “Unternehmer” (Politiker et al) wirft jeder Handgriff Gewinne ab dank kräftiger Besteuerung aller, auch wohlstandsvernichtender Tätigkeiten. Sich regen bringt Segen – das gilt heute nicht mehr für den, der schuftet, sondern für den, welcher anschafft und beaufsichtigt. Daher auch das ständige, irritierende Gerede von Deutschland, das ja so reich ist! (Österreich: idem) Hohe Steuereinnahmen verdanken sich gerade auch dem Umstand wachsenden Zahl von „Schutzsuchenden“, um die sich eine rege Dienstleistungsindustrie kümmert, damit sie sich bei uns willkommen fühlen.
    Irgendwie glauben die Leute, es reiche, wenn Geld umgesetzt wird. Je schneller, desto besser. Sie begreifen nicht, daß dadurch eine Arbeitshektik entsteht, von der man krank wird statt reich. Taler, Taler, du mußt wandern, so hieß es bei einem Kinderspiel. Die Leute verstehen weder, was Geld ist, noch was dessen urtümliche Funktion sein sollte. Und sie verstehen nicht, daß es der Eigentumsschutz ist, der die europäischen Kernländer wohlhabend gemacht hat. Echtes Geld gehört dem Volk – das was wir heute Geld nennen, ist ein Gutscheinsystem, das von der Finanzmafia verwaltet und von den Politikern repräsentiert wird. Es ist ein perfektes Entmündigungssystem. Der Euro ist ebensowenig „Geld“, wie die Einwanderer „Flüchtlinge“ sind. Die falsche Verwendung von Begriffen stiftet Verwirrung.
    Zuerst fielen die Landesgrenzen. Und es wird, sofern kein Wunder geschieht, nicht mehr lange dauern, da auch die Grenzen abgebaut werden, die zur Zeit noch den Privatbesitz schützen. Die papierenen Ersparnisse (auch Rentenansprüche) sind eh schon aufgebraucht, nur merken das viele noch nicht. Jeglicher Besitz von Immobilien etc. wird wohl bald als unsozial gelten, dann werden Häuslebesitzer zur Kasse gebeten – und sofern sie nicht zahlen können, müssen sie einen Kredit aufnehmen, wollen sie weiter in ihren vier Wänden bleiben. Für den Schutzbetrag werden sie dann hakeln müssen bis an ihr Lebensende. Das nennt man Altersvorsorge.
    Die Diskussion um die Besteuerung der “Reichen” flammt zur Zeit wieder mächtig auf. Wobei die Profiteure der Umverteilung (und tatsächlich Reichen) sich selbst ausklammern, sind sie doch der Motor der Umverteilungsmaschinerie. Die da so laut nach Gerechtigkeit bei der Besteuerung schreien, sind es selbst, die aus ihren Ämtern gejagt werden müßten, weil sie das beklagte Ausbeutungssystem maßgeblich betreiben! Aber das begreift Lieschen Müller nicht. Sie merkt nicht, daß es an ihren eigenen Geldbeutel geht. Und deshalb ist sie begeistert, wenn Politiker Extrasteuern für „Reiche“ fordern!

  11. Christian Peter

    Selbstverständlich sind Konzerne an billigen Arbeitskräften interessiert. Die Ausbildung zu übernehmen wäre aber ein Minusgeschäft, daher wird dieses teure Unterfangen an die Steuerzahler delegiert. Eigentlich wäre es die Aufgabe der Unternehmen, benötigte (einheimische) Arbeitskräfte auszubilden, dann würden sich die Diskussionen um Notwendigkeit der Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte erübrigen.

  12. Lisa

    @Reini: (Zwangsarbeiter/moralisch vertretbar) Solches habe ich mich bei manchen anderen Heucheleien auch gefragt!

  13. Thomas Holzer

    @Rado
    Ja, die Lemminge, springen gedankenlos auf jeden Zug auf, der an ihnen vorbei fährt, Hauptsache, man läuft mit der Masse mit

  14. Falke

    Zetsche könnte doch aus dem großen Angebot hunderte Spezialisten einstellen, um dann mit dem Slogan zu werben: “Ihr neuer Mercedes, geplant und gefertigt von syrischen Ingenieuren und Handwerkern – Qualität und Sicherheit wie nie zuvor!” Die Verkaufszahlen würden zweifellos ungeahnte Höhen erreichen.

  15. Gerald Steinbach

    Rado
    Solchen Leuten, die ja sehr zahlreich auftreten, ist der Applaus der Medien, Gutmenschen,,…sicher und weitere Ehrungen, Einladungen werden folgen, deshalb kann man bei solchen Werbeauftritten nur gewinnen, deshalb umso bemerkenswerter/mutiger das auch ein Gabalier und ein Felix Baumgartner anders reden
    Falke
    Eine ausgezeichnete Idee
    Ihr Mercedes wurde unter Federführung von Tschetschenischen, syrischen und Afghanischen Ingenieuren und Facharbeiter gefertigt—-Gute Fahrt!!

  16. astuga

    Das entzauberte Daimler Chrysler-Wunderkind weiß eben, was Mutti wünscht.

    In dieser deutschen Management-Liga fällt man nur nach oben, egal wie viel Unsinn man redet oder welchen Unfug man anstellt.

  17. Hanna

    Hierzu möchte ich beitragen, dass es mit dem Kritischbetrachten nicht weit hersein kann, generell, in der Bevölkerung, denn ich lernte gerade ein deutsches Ehepaar kennen, auf Urlaub in Ö, bei einem großen deutschen Autohersteller in leitenden Funktionen tätig (beide), beide Mitte dreißig, sportlich, lieb, intelligent, aufgeschlossen … und als wir aufs Thema “Flüchtlinge” und die Probleme damit kamen, staunten sie. Sie staunten, und dann, als ich ihnen erklärte, weshalb ich jetzt staunte, über ihr Staunen, weil sie ganz einfach keine Probleme in ihrem Umfeld sehen konnten (waren vor dem Urlaub aber auch beruflich enorm eingespannt), staunten sie auch, über sich selber und über das, was sie in ihrem Lebensablauf nicht mitbekommen hatten, bisher. Sie waren absolute Merkel-Fans. Nun werden sie sich informieren. So schaut’s aus. Viele Leute sind durchaus offen für die Wahrheit, wenn sie zumindest die Gelegenheit bekommen, festzustellen, dass sie diese eben nicht kennen. Ich war geschockt, denn diese Leute werden es dereinst sein, die in Panik sein und von nichts wissen werden, und wir, die bereits Informieren, werden die am Hals haben. Ebenso wie die “WillkommensklatscherInnen” (wobei nicht oft genug gesagt werden kann, dass es ein “Durchwinkklatschen” war, nix “Willkommen”; Niemand hätte Hunderttausende SiedlerInnen in Ö willkommengeklatscht, das glaube ich nicht).

  18. Gerald Steinbach

    Also der Kern macht schon Nägel mit Köpfen, zur Bekämpfung der Rekord Arbeitslosigkeit werden 400 neue Planstellen beim AMS geschaffen und 196 Millionen WERDEN IN DIE HAND genommen für Projekte, also doch…..Geld in die…..

    http://orf.at/stories/2357101/

  19. Thomas Holzer

    @Gerald Steinbach
    may be, I try my best.
    Wir alle haben ihn verkannt, den Herrn Kern: er ist halt wirklich ein Macher, da geht endlich etwas weiter; und ein “man in black” ist er auch noch; da kann einfach nichts mehr schief gehen

  20. Reini

    TH nicht nur beim AMS gibt’s neue Jobs auch bei der Polizei, Bundesheer, ….Dolmetscher, Deutschlehrer werden gesucht, mehr Beamte, Sozialbetreuer, Ärzte, usw…müssen aufgenommen werden,… also viele neue Nettozahler Jobs für die Staatskasse! 😉 … da wartet eine Prämie auf das Wirtschaftswunder!

  21. Thomas Holzer

    @Reini
    Die Prämie kassiert im Nachhinein der Herr Faymann (zusätzlich das Große goldene Verdienstkreuz der Republik Österreich am rot-weiß-roten Doppelband)

  22. Gerald Steinbach

    Erinnert mich irgendwie früher an Griechenland das System und die Arbeitslosenzahlen sind wirklich reduziert worden…..allerdings gibt’s da ein kleines Problem, wir wissen jetzt wie das Jobmärchen Griechenland beendet wurde

  23. Gerald Steinbach

    Eines scheint klar für die Zukunft, den Unternehmer und den Menschen die in der Privatwirtschaft arbeiten, auf diese kommt einiges zu,

  24. Thomas Holzer

    ich warte schon gespannt auf die erste Klage eines “Neubürgers” wegen Diskriminierung

  25. Gerald Steinbach

    Thomas Holzer
    Ok, also brauchen wir auch mehr Richter

    Die Keulen sind den Neubürgern halt bekannt, die die auf der Straße Verwendung finden und die die ein Schloss öffnen können

  26. Christian Weiss

    Absolut einen der geilsten “Wir wollen Euch einen Bären aufbinden, der grösser ist als jeder Grizzly”-Bericht zur angeblichen Wohltat, den die Flüchtlinge für die Wirtschaft darstellen, bringt der Spiegel: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/fluechtlinge-in-deutschland-sind-oft-ueberqualifiziert-a-1111237.html

    Jetzt sind die Flüchtlinge auch noch “überqualifiziert”. Eigentlich kommen sie gar nicht als Flüchtlinge, sondern als Entwicklungshelfer. Wer bisher glaubte, Staaten wie Deutschland, Österreich oder die Schweiz, deren Unternehmen insgesamt in über 1500 Branchen Weltmarktführer stellen ( http://www.bilanz.ch/unternehmen/hidden-champions-heimliche-helden ), seien die hochentwickelten Technologiestandorte, der irrt! Nordafrika und Nahost sind es! Dort kommen wahre Bildungs- und Innovationsmonster her!

  27. mariuslupus

    Herr Daimler Chef hat es wieder mal bewiesen, Prophet zu sein ist sehr, sehr schwer. Nicht jeder Blinde ist zum Propheten geboren, aber viele Blinde spüren in sich die Berufung Propheten zu sein.

  28. Gerald Steinbach

    Christian Weiss
    ad Spiegel)
    Jetzt kommt wieder der Schmäh, wer das glaubt, der glaubt auch das die Erde eine Scheibe ist

  29. Alfred Wiesel

    6,8% vom Daimler ist in Besitz der Kuwait Investment Authority als größtem Einzelaktionär.
    Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

  30. mariuslupus

    @Christian Weiss
    Der Spiegel hält seine Leser, als Ergebnis der erfolgreichen merkelschen verblödungspolitik, für so blöd dass die Leser nicht merken dass die Jubelstatistik aus dem Jahr 2014 stammt. Vor der “Flüchtlingskrise”, wie Spiegel auch schreibt.. Die Situation im Jahr 2014 hat mit der Situation der Qualifikation der Flüchtlinge im Sommer 2016 nichts gemeinsam.
    Aber der Spiegel setzt darauf die Leser merken sich nur die Überschrift, um anschliessend beruhigt weiterzukauen. Wie Recht Spiegel mit seiner Propaganda hat, zeigen die Umfragewerte der alternativlosen Kanzlerin. Die Wiederwahl ist ihr alternativlos sicher.

  31. Fragolin

    He, was wollt ihr? Zetsche hat doch recht! Jetzt muss der germanische Steuermichel nur noch schön brav bis 80 Überstunden hakeln und das Geld als Dhimmisteuer abliefern, dann kann sich jeder arabische Junghengst den gewünschten Mercedes kaufen – tata! Schon ist das Wunder da!

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