Wo, bitte steckt das Volk?

“…..Sind wir Zeuge einer demokratisch nicht gedeckten, fundamentalen Veränderung des Staatsvolkes? Treibt Merkel diese offensiv voran? Und wer hätte das Recht und die Pflicht, ihr in die Speichen zu greifen? Wäre Deutschland heute eine Republik, die zu streiten und zu debattieren vermag und nicht nur zu moralisieren und zu diffamieren, würden genau diese essentiellen Fragen nun breit und offen diskutiert. Jede Wette: Es wird nicht dazu kommen…..” (hier)

7 comments

  1. sokrates9

    Unvorstellbar wie schwach eigentlich die Demokratie abgesichert ist und wie schnell sie in den meisten Europäischen Staaten, selbstverständlich unter intellektueller Führung der EU in eine Diktatur umschlägt!!

  2. Lisa

    Zit.: “als ein Volk einheitlicher Kultur und Geschichte, einheitlicher Sprache und einheitlicher Grundgesinnung“.
    Das stimmt schon mal im Ansatz nicht. Wenn dem so wäre, könnte eine “Bereicherung” durch Zuwanderer sogar gut sein. Die Menschen – und nicht nur die Deutschen – sind heute grundsätzlich nicht mehr in ein Schema zu pressen. Tausende jeweils verschieden denkender Individuen zu einem Staat zusammengefasst, der höchsten für Ärger sorgt, Steuerlasten, inkompetente Politiker, nicht mehr nachvollziehbare Gesetzesinterpretationen, undurchsichtige und unpersönliche Bürokratie usw. Nicht einmal diejenigen, die vom Staat profitieren (Sozialgeld und Renten zB.) bringen auch nur ein Minimum an Respekt oder gar Liebe zu diesem Staat auf. Polizei wird verhohnepiepelt, Politiker werden lächerlich gemacht (und doch wieder gewählt …), Pass und Fussball bleiben letztlich noch als identitätsstiftend. Es gibt keine einhietliche Kultur: je nach sozialer Klasse, Bildung und Individualität pflegt man eine eigene – und die ist nicht einfach “deutsch”. Deutsch ist allenfalls noch die Landessprache als verbindendes Element, aber auch da gibt es Schichtunterschiede. Die gemeinsame Geschichte ist noch nicht lange gemeinsam (1989) – und zudem regional völlig unterschiedlich verlaufen. Von einer einheitlichen Grundgesinnung kann man erst recht nicht sprechen, da die erstens kulturell schon unterschiedlich vermittelt wurde und individuell ausgestaltet wird. Also, das mit der Gemeinsamkeit ist allenfalls noch in Abgrenzung zum “Fremden”feststellbar: “Wir” (an wen imm er man, oder Merkel, dabei denkt) sind nicht wie “die” (wer immer”die” gerade sein mögen). Sogar Einheitsgesinnungsfanatiker müssen sich ihrer Einheit immer wieder mit gemeinsamen Ritualen und Aktionen versichern… zigezage-zigezage-hoihoihoi…

  3. Thomas Holzer

    Im österr. Parlament wird soeben ein “nationaler Qualifikationsrahmen” beschlossen; außer Proporz und dementsprechend verbundenen Kosten und Posten, keinerlei Einfluß auf irgendetwas in diesem Land.
    Kein Wunder, daß sich das autochthone Volk verabschiedet

  4. gms

    Cicero: ‘Die Bundesregierung allein sei „nicht berechtigt, die Identität des Volkes, das sie repräsentiert und dessen Wohl zu wahren sie geschworen hat, einwanderungspolitisch aufzulösen“. Dem stehe das Grundgesetz als „nationalstaatliche Verfassung“ entgegen.’

    Ja, klar, doch wie es Merkel mit Nationalstaatlichkeit hält, wurde hier im Forum schon xfach dargelegt.
    (Auszugsweise: ‘And yet it is our duty to convince people that globalization is an immense global opportunity, for each and every continent, because it forces us to act together with others. The alternative to globalization would be shutting ourselves off from others, but this is not a viable alternative. It would lead only to isolation and therefore misery.’ November 04, 2009; ‘Es wird so sein, dass ein friedliches Zusammenleben nur mit einer globalen Ordnung in vielerlei Hinsicht möglich ist.’, Nov. 2009)

  5. Thomas Holzer

    @gms
    Wenn Frau Merkel und ihre Epigonen das Wort “alternativlos” in den Mund nehmen, sollte jeder halbwegs “gebildete” Untertan hellhörig werden 😉
    Ich persönlich habe nichts gegen die Globalisierung, ich bin nur gegen die! Globalisierung, welche “unsere” Politikerdarsteller realisieren wollen

  6. gms

    Thomas Holzer,

    > Ich persönlich habe nichts gegen die Globalisierung, ich bin nur gegen die! Globalisierung

    Geht mir ebenso.

    Nicht nur schließt die aktuell laufende Packelei die BRICS-Staaten gezielt aus, sie steckt darüber hinaus (wie schon beschrieben) jede Menge Claims für die big Player ab, regelt dabei Spezifikationen, Ansprüche, Zölle gegenüber Dritten und Fristen (Stichwort intellectual property rights) und last not least sind Teile der Verträge (bei TiSA fünf, bei TTP vier) Jahre nach Inkraftteten der Vereinbarungen geheim zu halten. Was durch Wikileaks bereits bekannt wurde, ist zum Kotzen.

    Daß die Verträge nicht in der Öffentlichkeit ausgehandelt werden, ist ansich nachvollziehbar, würden nicht ergänzend die mehrere tausend Seiten starken Machwerke TTIP und TiSA nach Finalisierung im EU-Parlament in Windeseile abgenickt werden ohne jede Einbeziehung der Zivilgesellschaft oder gar Mitsprache.

  7. Christian Peter

    Interessant Neuigkeiten : Viktor Orban lässt das Volk in Sachen Flüchtlinge befragen. Wann wird es in Österreich und Deutschland eine Volksabstimmung in dieser Angelegenheit geben ?

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