Wo bleibt da die “starke Hand”?

Von | 30. November 2013

(ANDREAS UNTERBERGER) ätten wir einen Bundeskanzler, der seine Gage wert wäre, bräuchte es zweifellos nicht erst der Aufforderung vieler Salzburger Bürgermeister mit dem Sozialdemokraten Schaden an der Spitze, in Sachen Luftraumsperre in Deutschland zu intervenieren.
Denn dem Salzburger Flughafen droht der Tod, und damit einem großen Fremdenverkehrsraum großer Schaden. Freilich: Ein Mann, der so wenig internationales Standing hat wie Werner Faymann, wird sich bei Interventionen schwer tun. Überdies kann man in Verhandlungen nie mit leeren Händen eintreten. Zu Salzburg würde es im logischen Gegenzug gehören, auch über die Pickerl-Schikanen der Asfinag und der Verkehrsministerin gegen deutsche Autofahrer im Raum Kufstein zu sprechen (freilich nur, falls man nicht Angst hat, dass die Asfinag dann zuwenig Geld für Inserate hat). Über die angebliche Ausländermaut auf deutschen Autobahnen braucht Österreich hingegen nicht zu sprechen. Denn die deutschen Vorstellungen (vor allem der CSU) sind so absurd, dass die EU gar nicht anders kann, als sie zu verbieten.

PS: Ein Regierungschef und ein Außenminister, die ihr Geld wert sind, würden auch nicht schweigend die gewaltige Erhöhung der Autobahntarife in Slowenien schlucken. Vielleicht könnte man es ja einmal auch im Interesse der Österreicher nutzen, dass in Wien wie Laibach die gleiche Partei den Regierungschef stellt . . .

2 Gedanken zu „Wo bleibt da die “starke Hand”?

  1. Thomas Holzer

    Es wird behauptet, daß Herr Faymann in jede Verhandlung auf EU-Ebene ohne Meinung geht, um dann schlußendlich mit der Meinung von Frau Merkl herauszukommen.
    So dies stimmen sollte, ist es dann natürlich schwierig für ihn, mit den Deutschen über den SZG-Airport zu verhandeln.

    “Denn die deutschen Vorstellungen (vor allem der CSU) sind so absurd, dass die EU gar nicht anders kann, als sie zu verbieten.”

    Das würde ich nicht behaupten. Um die Deutschen nur ja bei der “Zahlstange” zu halten, wird die Kommission allen möglichen Verrenkungen ausführen, da könnte auch durchaus eine “Ausländermaut” toleriert werden.

  2. world-citizen

    Wieder mal macht die kleinkarierte Kirchturmpolitik die Runde. Aber Freilassing ist nichts anderes als ein Suburb von Salzburg. Wenn Freilassinger verreisen, benützen sie wohl eher den Salzburger Flughafen als nach München zu fahren. Aber vielleicht kann man eines Tages auch den Salzburger Flughafen schließen und in Traunstein einen neuen in Betrieb nehmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.