Wo bleibt das Willkommen gegenüber unserer Kultur?

Von | 22. Januar 2016

Wir haben den Samariter in uns entdeckt und die Grenzen geöffnet. Solche Gastfreundschaft ist unehrlich, verleugnet man die eigene Identität. Jetzt wähnen sich viele Deutsche fremd im eigenen Land. (hier)

14 Gedanken zu „Wo bleibt das Willkommen gegenüber unserer Kultur?

  1. Fragolin

    Welche Kultur?
    Wenn Beliebigkeit zur Leitkultur erklärt wird, verkommt Kultur zu Beliebigkeit und kann beliebig behandelt werden.
    Welches ist unsere Musikkultur? Brahms, Zillertaler oder Trackshittaz?
    Alltagskultur: Rücksichtslosigkeit, Egoismus oder Überheblichkeit?
    Wir haben kulturell alles und nichts im Angebot, das festlegen eines Kulturbegriffes gleicht dem Versuch, einen Pudding an die Wand zu nageln.
    Wann immer ich mich einem Teil der Kultur zuwende, wende ich mich von einem anderen ab.
    Da kann man nichts richtig oder falsch machen.
    Das Einzige, was ich mir von Gästen jeder Art erwarte, ist, dass sie jeden Einzelnen von uns so akzeptieren und respektieren, wie wir sind, unsere Gesetze einhalten und sich in enem Ausmaß an die Grundregeln des zivilisierten Zusammenlebens halten, dass es erträglich ist. Wenn sie das in vollem Unfang geben, können auch wir, kann auch ich, das tun.

  2. Rado

    Die Zerstörung unserer Kultur ist ja Teil des Plans!

  3. Fragolin

    Es geht doch nicht um die Kultur und irgendeine Definition davon. Es geht schlicht und einfach um das Recht jedes Einzelnen, die Kultur zu leben, die er für sich für richtig hält, ohne dass es irgendwen interessiert. Egal was ich von Leuten halte, die sich wochenends zum Rudel im Swingerclub treffen oder von jenen, die sich in der Bomberjacke zur Führerverehrung bei finnischem Hardrockgegröle treffen – solange sie niemand anderem in die Quere kommen, sollen sie tun. Niemandem steht es zu, gewaltsam sein Verständnis von Zivilisation und Kultur durchzusetzen.
    Was ich fordere, ist Toleranz mir gegenüber, meinem Glauben, meiner Lebensweise und meinem Geschmack. Wer sich dazu nicht durchringen kann, dem werde auch ich nicht mit Toleranz begegnen.

  4. cmh

    Der Samariter ??!

    Im Munde eines Gutties zeigt der nur, dass dieser nix mit der Religion und nix mit der Bibel am Hut hat. (Bei Kardinälen ist es etwas anderes, die sollten es besser wissen.)

    Am Ende der Geschichte nämlich sagt der Samariter zum Wirten, “… schicke mir die Rechnung!”. Er sagt nicht, schick die dem Hohepriester, oder den Leviten, oder dem AMS oder dem Fiskus, der Caritas. Nein, er sagt, “…schicke sie mir!”.

    Wenn also die selbsternannten “Samariter” nicht die Rechnung selber bezahlen wollen, dann sind sie keine Samariter, sondern bestenfalls der Robin Hood. (Und der wird spätestens dann unerträglich, wenn er sich in den Taschen der “Samariter” umtut. Soviel Sozialismus kann man schließlich von niemandem verlangen.)

  5. Reini

    … leider steht den Flüchtlingen, eigentlich allen Muslimen, der Glaube Islam in Europa im Weg,… mit der Glaubensausrichtung werden sie sich nie anpassen und werden immer ausgegrenzt sein! …

    … man wird bei uns den Frauen immer die Hände zur Begrüßung reichen, …

    … “immer”,… hoffentlich!?!

  6. sokrates9

    Fragolin@ Sehe dass es sehr schwierig ist Kultur zu definieren: Für mich ist es das Resultat einer mehr als 2000 Jahren alten Entwicklung, basierend auf Griechischen, Römischen Pfeilern, jüdischen, christlichen Pfeilern,ergänzt mit Erkenntnissen der französischen Revolution garniert mit vielen schrecklichen Rückschlägen. Das Ergebnis namens Europa war eine riesige Vielfalt von Verhaltensweisen der einzelnen ” Völker” die aber mit Toleranz einherging, demokratische Züge zeigte, Kapitalismus als Wirtschaftsdoktrin hatte, Einsatz von Gewalt ablehnte und an Transparenz und Gedankenfreiheit arbeitete! – Und dann kam die EU die schnell Züge annahm, die kein kommunistisches System je erreichen konnte!

  7. Fragolin

    @sokrates9
    Europa ist das Ergebnis eines jahrhundertelangen, schweren und blutigen Kampfes der persönlichen Freiheit des Individuums gegen die kollektivistische Unterdrückung. Und jetzt importieren wir ganze Unterdrückergesellschaften und verpassen der Individualität einen schweren Standortnachteil. Den Feinden der Freiheit ist eben kein Mittel zu schade, um die Individualisten unter ihre Knute zu jochen.

  8. Lisa

    @Fragolin: wie immer lebensnah und nachvollziehbar. Die grundfrage lautet eben: wie tolerant darf, kann, muss ich der Intoleranz gegenüber sein? Dasselbe mit der Gewalt: wer gewohnt ist, erst bei Gewalt zu parieren, hat keinen Respekt vor Verhandlungen , Abmachungen u.dgl. Das wird als Schwäche verstanden, ganz nach “wer nicht hören will, muss fühlen”-Autorität. Schwert und Feder im Zweikampf – Sie erwähnten das mal.

  9. Reini

    … Millionen Tote hat es gegeben damit Europas Völker in Freiheit und Frieden lebt,…
    … der Nahe Osten ist noch mitten im Krieg, ca. 200 Jahre geistiger Rückstand,…
    … nur mit Krieg und Grenzen kann der Mensch in Frieden leben,… klingt komplett vertrottelt, ist aber so!!
    … leider sind wir auf dem falschen Weg!!!
    … mit der Geschichte kann man die Zukunft einigermaßen voraussagen!
    … und das Völkervermischungen und das noch mit einem fremden Glauben nicht gut aus geht, dafür braucht man keinen Propheten!!! …

  10. Falke

    @Fragolin
    Sie haben natürlich vollkommen recht betreffend die Toleranz – diese ist auch der grundlegende Garant für ein friedliches Miteinander. Wenn wir allerdings Millionen Menschen importieren, deren Glaube und Selbstverständnis auf Intoleranz gegenüber Andersgläubigen aufgebaut ist, kann dieser Freiden nicht aufrecht erhalten bleiben. Daher bin ich – so “rassistisch” und “fremdenfeindlich” es auch klingen mag – durchaus der Meinung von Donald Trump: absolutes Einreiseverbot für Moslems (evtl. ausgenommen eindeutige Touristen), auch wenn es denjenigen darunter, die trotzdem tolerant sind (die gibt es sicherlich auch) ungerecht erscheinen mag. Mir ist sozusagen das Hemd näher als der Rock.

  11. Fragolin

    @Falke
    Genau das meinte ich mit: “Wer sich dazu nicht durchringen kann, dem werde auch ich nicht mit Toleranz begegnen.” 😉

  12. Johannes

    Europa erlebt im Moment die Erschütterung all seiner Errungenschaften. Der Kontinent verhält sich wie ein hilfloses Opfer das von äußeren Kräften nach belieben gebeutelt werden kann. Sogenannte Menschenrechte werden vorgeschoben, wir spielen uns als die Retter der Welt auf, obwohl schon jetzt sichtbar ist das der Zuzug unsere Sicherheit und unseren sozialen Frieden zerstört. Die Meinung es gibt keine Obergrenze ist so als gäbe es unbegrenzte Ressourcen, keine wirtschaftlichen und vor allem sozialen Grenzen.
    Alle bis auf Deutschland und Österreich haben dies erkannt und so sind es wieder diese beiden Länder die, wenn sie nicht bald die Stopptaste drücken, Europa mit einer Beharrlichkeit bis zum Untergang in die Katastrophe treiben.
    Diese beiden Länder scheinen eine Neigung zu haben in Katastrophen zu gehen, bis zur bitteren Neige, in Nibelungentreue ohne Verstand. Ein eingeschlagener Weg und sei er noch so falsch wird sich nicht eingestanden, so sind diese zwei Nationen schon zweimal im vorigen Jahrhundert unfähig gewesen fatale Fehler zu vermeiden bzw. zu beenden.

  13. MM

    Samariter, @cmh
    Es ist noch anzumerken, dass der Samariter dem Überfallopfer geholfen hat. Unsere Staaten helfen den Räubern – siehe die fortgesetzte Christenverfolgung in den Asylheimen.

  14. Fragolin

    @Johannes
    Der Grundfehler besteht darin, immer auf die “Menschenrechte” zu pochen, aber auf die “Menschenpflichten” großmütig zu verzichten. Das ist der schwache Teil unserer Kultur; in den letzten Jahrzehnten wurden die Rechte von den Pflichten abgekoppelt und jene schrittweise entsorgt. Was dabei herauskommt sind eben nicht nur bedingungslose Grundeinkommen sondern auch das (einklagbare!) Recht, von der gesellschaft vollverpflegt zu werden, ohne einen einzigen Finger dafür zu rühren.
    Welches Außenbild das gibt, sehen wir in der überheblichen Einstellung von vielen unter jenen, die gerade unsere Sozialsysteme bereichern – sie plündern sie aus und verachten die Einzahler. Warum? Weil sie es können, ja, weil wir ihnen das Recht dazu schenken, anstatt es an Pflichten zu binden, und zwar an Leistungs- und Verhaltenspflichten, nicht nur 8-stündige Blabla-Kurse.

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