Wo bleibt der Boykott Japans eigentlich?

“Auch im Pazifik hoffen Tausende Flüchtlinge auf Unterschlupf. Als reicher Flächenstaat wäre Japan in der Lage, Menschen aufzunehmen. Aber das Land verteidigt seinen Ruf als Festung” (hier)

12 comments

  1. Fragolin

    Mit Fakten haben wir es nicht so, oder?
    Zum Thema reich: Japan ist das höchstverschuldete Land der Welt:

    http://www.wiwo.de/politik/ausland/griechenland-usa-japan-die-groessten-pleitestaaten-der-welt/7306656.html?p=15&a=false&slp=false#image

    “Japans Verschuldung beträgt 8,491 Billionen Euro. Noch dramatischer ist das Verhältnis zum BIP. Mit 238 Prozent sind die Schulden mehr als doppelt so hoch, wie die japanische Wirtschaftsleistung. auch bei der Verschuldung pro Einwohner ist Japan mit 66.541 Euro trauriger Gewinner des Rankings.”

    Und zum Thema “Flächenstaat”: Japan ist eine Inselgruppe mit einer Gesamtlandmasse, die etwa der Deutschlands entspricht, aber nicht alle Inseln sind bewohnbar.
    Japan liegt auf Platz 12 im Ranking um die höchste Besiedlungsdichte der Welt, 337 Einwohner pro Quadratkilometer; Österreich (102 Ew/km2) müsste zum Beispiel gute 18 Millionen Räfjutschies aufnehmen, um mit diesem “Flächenstaat” mithalten zu können.

    Es ist ja schön, wenn irgendwer irgendwelche Behauptungen rausposaunt, aber ein wenig recherche wäre auch nicht schlecht, bevor man eine überbevölkerte Inselgruppe mit überschuldeter und im Niedergang begriffener Volkswirtschaft als “reichen Flächenstaat” bezeichnet. Dass der durchschnittsösterreichische NMS-Schüler nur in Geographie noch tiefer schläft als in Mathe muss ja nicht gleich dazu führen, im kompletten Käse zu erzählen. Fünf Minuten googeln, und schon ist der ganze Satz in der Luft zerfetzt.

    Und was hat das alles mit Boykott zu tun? Gibt es jetzt einen gegen Australien, weil die dort auch nicht in Muttis Räfjutschies-Onanie verfallen? Noch steht es ja wohl jedem souveränen Land (ui, in Europa wird es immer schwerer, jemandem zu erklären, was das überhaupt ist…) zu, selbst zu entscheiden, wen es aufnimmt und wen nicht. Und nur weil hier einige moralinsaure Gutmenschen die Genfer Flüchtlingskonvention (übrigens absolut inkompatibel mit deren Inhalt, aber um den muss man sich ja nicht kümmern) als heilige Monstranz der totalen Grenzöffnung vor sich hertragen, muss das nicht bedeuten, dass der Rest der Welt sich dieser Idiotie angleicht.
    Und wenn man schon ein Land boykottieren soll, weil es sich nicht als weltoffenes Paradies für alle Verbrecher ( http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4856152/Die-Flucht-von-Assads-Folterknechten-in-die-EU?from=rss&google_editors_picks=true ) gerieren möchte, dann könnte man ja mit Saudi-Arabien anfangen. Das hat nämlich gerade mit deutscher Technik seine (nach Ansicht der Großen Staatsratsvorsitzenden natürlich unmöglich schützbaren) Grenze abgeschottet gegen jeden Versuch muslimischer Glaubensbrüder und -schwestern, vor den von ihm finanzierten IS-Schergen zu flüchten.
    Aber die Saudis haben halt das Öl und Japan nur Tamagochis…

  2. Fragolin

    Manchmal wäre es wirklich schön zu wissen, welche “Reizwörter” einen Beitrag in oft stundenlange Quarantäne befördern… 🙁

  3. elfenzauberin

    Wenn man mit links stehenden GenossInnen über das Thema Zuwanderung diskutiert, fällt früher oder später das Zauberwort “Globalisierung”, die angeblich daran schuld sei, weswegen wir hilflos dieser Situation ausgeliefert seien.

    Dass genau dieses “Globalisierungsargument” eben nur eine Luftgolatsche ist, das beweist eben Japan mit seiner restriktiven Einwanderungspolitik.

    Auch lassen sich die Japaner nicht so wie die Deutschen und Österreicher mit der sogenannten Kriegsschuld ins Bockshorn jagen. Japan hat zwar ebenso einen Weltkrieg verloren wie Deutschland oder Österreich, nur vermochte der verlorene Krieg das nationale Selbstbewusstsein der Japaner nicht nachhaltig zu zerstören. Bei den Deutschen reicht es aus, nur auf den Holocaust zu verweisen, um jede Art von aufkeimenden Nationalstolz im Keime zu ersticken.

    Unlängst sah ich ein Video auf Youtube, wo ein Gruppe von Demonstranten mit deutschen Flaggen auftraten, begleitet von einigen Polizisten und Polizistinnen. Die Gruppe trat äußerst friedlich auf und schwenkte nur die Fahnen. Eine Polizistin forderte darauf hin die Demonstranten auf, das Fahnenschwingen zu unterlassen, weil man damit ja die moslemischen Mitbürger provozieren könnte.

    Auf der anderen Seite war auf youtube kurz ein Video online, wo ein Trauerzug von Moslems durch Hannover zog. Das Ganze wäre überhaupt nicht bemerkenswert, wenn nicht an der Spitze dieses “Trauerzuges” ein Mann voranging, der die schwarze Flagge der IS schwenkte. Niemand sagte etwas, die Polizei am Ende des “Trauerzuges” sagte kein Wort.
    Das Video war auf youtube binnen Kürze nicht mehr öffentlich zugänglich, dafür gab es dann eine ganze Reihe von “Richtigstellungen”, die versuchten, die ganze Angelegenheit zu kalmieren.

    Fazit: wenn man in Deutschland demonstriert, soll man nicht die deutsche Fahne schwenken – das Schwenken einer IS-Flagge ist hingegen kein Problem.

  4. Fragolin

    @elfenzauberin
    Bitte politisch korrekt formulieren! Leute mit Deutschlandfahnen treten nicht auf, sie marschieren auf! Auftreten, demonstrieren und ziehen tun nur Linke, alles was rechts der Sozen steht marschiert auf. Nur mal den “presse”-Artikel zur Demo in Spielberg lesen; da wird sogar eine kleine Truppe von 20 spontan demonstrierenden Leuten zu einem “Aufmarsch der Identitären”.
    Also bitte ans Neusprech halten! 😉

  5. elfenzauberin

    @Fragolin

    Dass Japan hoch verschuldet ist, stimmt. Der Unterschied zu Europa ist allerdings, dass die Japaner die Schulden bei ihren eigenen Staatsbürgern haben, wohingegen für die Schulden des öst. Staates die Gläubiger durchgehend im Ausland sitzen. Das schafft eben ganz andere Abhängigkeiten, denen die Japaner nicht ausgesetzt sind.

  6. Christian Peter

    @elfenzauberin

    stimmt. Andererseits verfügen Japaner über die höchsten Auslandsvermögen der Erde.

    Aber zum eigentlichen Thema : Was darf man sich in einem Land wie Österreich erwarten, in dem selbst Vertreter der (angeblich konservativen) FPÖ in der Öffentlichkeit von einem ‘Menschenrecht auf Asyl’ schwadronieren (gibt es in Wahrheit nicht) ? Es wird immer so getan, als wäre die Aufnahme von Wirtschaftsflüchtlingen völkerrechtlichen Verpflichtungen geschuldet, was natürlich Unfug ist. Es ist eine rein politische Entscheidung der Staaten bzw. der jeweiligen Gesellschaft, ob und in welchem Umfang man bereit ist, Menschen aus fremden Ländern Asyl zu gewähren.

  7. Mario Wolf

    Soll das eine Aufforderung sein Japan zu boykottieren ? Es gibt noch andere Staaten die die gleiche Haltung gegenüber illegalen Immigranten haben. Es wird auch Saudi Arabien und den Emiraten vorgeworfen dass sie keine Flüchtlinge aus Syrien bei sich aufnehmen. Soll man Saudi Arabien auch boykottieren ? Die Saudis haben ihre Gründe warum sie sich weigern Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Somalia aufzunehmen, obwohl es ihre Glaubensbrüder sind. . In der Golfregion arbeiten hunderttausende Fremdarbeiter für ihre arabischen Arbeitgeber. Araber in der Golfregion sind Pragmatiker und wissen wer bereit ist zu arbeiten. Sie wissen auch was sie von ihren Glaubensbrüdern, den hochgebildeten, aus Syrien zu halten haben. Der Grund warum Syrer als Arbeitskräfte in der Golfregion keine Aufnahme finden ist, dass man ihnen eine notwendige Arbeitsleistung nicht zutraut. Das ist Pragmatismus. Aber in der sog. deutschen Willkommenskultur gibt es nur Fantasien, vom Wunschdenken beflügelt. Eine Umfrage unter den Flüchtlingen würde ergeben , dass nur eine verschwindende Minderheit der Refjutschis davon ausgeht in der Zukunft arbeiten zu müssen, Geld zu verdienen. Wieso auch, die Willkomenskulturistiker haben etwas anderes versprochen.

  8. Christian Peter

    Dabei geht nicht nur um Japan, fast nirgendwo auf der Erde haben illegale Einwanderer eine Chance, jemals einen legalen Aufenthaltstitel zu erlangen. Einzig und alleine in Europa ist die aberwitzige Praxis verbreitet, Millionen Wirtschaftsflüchtlinge mit offenen Armen empfangen.

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