2 comments

  1. Reinhard

    Na das zahlen wir doch gerne.
    Und zum Weltspartag bekommt der Kleine dafür einen bunten Luftballon mit dem Logo der Bank.
    Daran kann ich ihm dann erklären, dass die Grundsubstanz unseres Finanzwesens nur blasenwerfende Luft ist. Und dass er eigentlich von dem Geld, dass der Papa dem Staat überweist, damit sich die Bank auch weiterhin bunte Luftballons für die lieben Kleinen leisten kann, eine ganze Modelleisenbahnanlage aufbauen könnte. Jedes Jahr eine neue.
    Und dann erkläre ich ihm die Bedeutung des Wortes KÖNNTE.
    Das muss es mir doch wert sein…

  2. Gerald Andesner

    Trauerspiel der Berichterstattung
    Aktuell sehen wir wieder ein Beispiel klassisch österreichischer Medienberichterstattung:

    Ein äußerst schwacher ZiB2-Bericht gestern spricht aufgrund von irgendeiner Bloomberg-Aufstellung von Hedgefonds, die sich mit den Hypo-Anleihen eine goldene Nase verdienen.

    Problem 1: Die Aufstellung ist unseriös, speziell wenn ohne Erklärung dargestellt. Bloomberg oder sonst irgendwer kann gar nicht wissen, wer die Anleihegläubiger sind bzw. waren. Sie können – und das war wohl auch die Liste – maximal einen kleinen Ausschnitt einer Momentaufnahme (von vor ein paar Monaten?) haben.

    Daraus auf irgendwelche heutige Besitzverhältnisse zu schließen ist nicht zulässig. (Theoretisch könnte auch ich der größte Hypo-Anleihegläubiger sein)

    Problem 2: “Hedgefonds” – was hat dieses “böse Wort” in dem Bericht verloren? Die genannten Banken und Anleihefonds sind doch keine Hedgefonds und auch nicht “böse”. Aber mit dem Wort drückt man halt besser auf die Emitionsdrüse. Nur: Warum hat die ZiB2 das nötig??

    Daraus wird dann in den Medien via APA, konkret in der Presse (http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1564399/Wo-unsere-HypoMilliarden-hinfliessen?) ein Bericht, der sagt dass z.B. die Anleihe mit der Wertpapierkennnummer A0G0JA mit 5 Milliarden EUR 2017 fällig wird. Damit wird sie für Blackrock und andere internationale Fonds und Banken zum großen Geschäft, meint der Autor.

    Problem 3: Der Kurs der Anleihe ist erst in diesem Jahr unter 100 gefallen, nachdem er von einem Tief im Jahr 2008/2009 bei 86,.. wieder jahrelang über 100 lag.
    Heißt: Wenn ich jetzt zu 91 kaufe, und 2017 100 bekomme, mache ich tatsächlich ein gutes Geschäft (wenn zu 100 getilgt wird – Risiko!). Wenn ich sie bei Kursen wie zuletzt um 105 gekauft habe, dann habe ich eher einen größeren Verlust. (Den einige der “bösen Fonds” vermutlich mit der Ratingabstufung kürzlich realisieren mussten) – Vom großen Gewinn der bösen Fonds kann also keine Rede sein.

    Problem 4: Mein Infosystem sagt, dass das Emissionsvolumen dieser Anleihe nur 1,25 Mrd. waren und nicht 5, aber 5 Milliarden klingt wohl auch besser.

    Aus diesem Brei macht dann auch der Standard eine Geschichte – http://derstandard.at/1392685562182/Grosse-Fonds-und-heimische-Banken-als-Hypo-Anleiheglaeubiger – nur wird deswegen der Blödsinn nicht besser.

    Und was Krone, Heute und Täglich Alles dazu schreiben, will ich gar nicht wissen.

    Einfach nur ein Trauerspiel!
    (und es braucht keinen wundern, warum der Finanzplatz Österreich den Namen nicht verdient und “Investor” ein Schimpfwort ist)

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .