Wo ist bloss der Anstand geblieben?

“….Der Respekt vor den Mitmenschen schwindet, die Unachtsamkeit nimmt zu. Wann und wieso sich der Anstand aus der Gesellschaft zu verabschieden begann, ist schwer zu sagen. Aber es gibt Grund zu glauben, dass wir ihn noch nicht ganz verloren haben…” (NZZ, weiter hier)

8 comments

  1. Rado

    “Anstand” ist einer der linken Kampfbegriffe geworden. “Aufstand der Anständigen” ist da meine allererste Assoziation. Keine Ahnung, was der Autor damit weinerlicherweise ausdrücken will, dass er irgendwelchem “Anstand” nachheult. Andere Kampfbedriffe sind auffällig im Text eingewoben.

  2. GeBa

    Der wurde von der 68er Generation in den Boden gestampft und entsprechend dem haben sie ihren Nachwuchs erzogen und diese wieder ihren. Erziehung wäre das Zauberwort, aber das kennt heute keiner mehr.

  3. Namor

    Was ist also links.? Kurz gehalten: “Der Glaube an eine bessere Gesellschaft (Zukunft).” Das reduziert die Angst (alles wird gut) un macht ein angenehmes Selbstbild und oft auch positives Fremdbild.

    Deshalb müssen die Linken die Gesellschaft ablehnen, sie darf nie werden, die bessere Gesellschaft. Den dann merkt man, Schmerz und Tod verschwinden nicht und plötzlich ist man auch kein Guter mehr, da ist nichts erhabene mehr wofür man selbstlos kämpft (eigentlich dumm quatscht und mit Glück gut daran verdient.

    Die Linke verachtet die Gesellschaft, obwohl sie die Gesellschaft weitgehend formen, sie müssen immer weiter hetzen. Nun verachten auch die Rechten (oder Konservativen) die Gesellschaft, die so anders ist und ihnen die Existenzberechtigung a spricht. Es ist keine Spaltung der Gesellschaft im Gange, es ist eine Entgesellschaftung. Am Ende steht die Zersplitterung, der Tribalismus. Wie Europäer, denen in Jahrhunderten die Großfamilie abhanden kam, da bestehen können wird sich zeigen.

    Ich verachte die Gesellschaft, handle ganz anders, wurde so domestiziert. In kleinen Schritten ändert sich was. Man muss Mülleimer nicht nutzen und trennen den Dreck auch nicht.

  4. Falke

    Wenn im Anschluss an den gegenständlichen Artikel noch Schriften über die “Provokation” der Rechten auf der Frankfurter Buchmesse (wahrscheinlich hat dort auch der Antaios-Verlag ausgestellt – das ist natürlich für alle “Anständigen” eine Super-Provokation) oder über Trump als Beweis für das Abhandenkommen von Anstand und Moral zu finden sind, weiß man gleich, woher der Wind weht. Die NZZ hätte ich eigentlich nicht als links-korrekt eingeschätzt.

  5. astuga

    Die oft beschworene Vielfalt der Gesellschaft macht es grundsätzlich immer schwerer sich mit dem Gegenüber zu identifizieren oder ihm unvoreingenommen zu begegnen.
    Und wenn jemand der gleichen Kultur angehört (die er oder sie vielleicht ohnehin verachtet und gering schätzt), dann trennen zunehmend politische Gräben.
    Selbst die Beziehung zwischen den Geschlechtern wird gezielt vergiftet.
    Und auch der (National-)Staat entzieht sich ja zunehmend seiner Verantwortung (die ihm als einzige letztlich Legitimität gibt).
    Was laut EU & Co auch gewollt ist – siehe Menasse, siehe Spinelli Gruppe im EU-Parlament.

    Das alles führt zu einer Tribalisierung der Gesellschaft, und instabilen, konfliktreichen Zuständen.
    Irgendwem wird das alles schon nutzen, im Sinne eines “teile und herrsche”.
    Dem Bürger aber nicht.

  6. Wuzziwu

    @josi:
    Schreiben Sie es doch wie es ist:
    Sie waren in dieser genannten Situation einfach nur feig.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .