Wo ist das Geld? Verbockt und Verzockt!

“… Deutschland hat gestern (trotz deutlich niedrigerer Steuerquote als bei uns) den dritten gesamtstaatlichen Jahresüberschuss in Folge gemeldet. Das kann für uns aber kein Vorbild sein. Denn dort regieren ja bekanntlich die neoliberalen Kaputtsparer, weshalb auch klarerweise das Wachstum zurückbl…Oh, Moment, die sind auch beim Wachstum vorne? Und bei uns wächst trotz flottem Deficit-Spendings nur noch der Schuldenberg?…” (hier)

12 comments

  1. Thomas Holzer

    Und wo bleibt die politische Verantwortung?
    Von strafrechtlichen Tatbeständen wage ich ja gar nicht mehr zu schreiben 😉

  2. Fragolin

    Aber aber, der ultralinke Oskar von der Saar oder seine gestrenge Sarah können das ganz einfach erklären: durch die unsoziale neoliberale Ausbeutung, die Abermillionen ärmste Billigjobber und arme ausgegrenzte Migranten produziert, und die überhöhten Preise für ihre Waren, die sie den Armen in der Welt ja geradezu aufzwingen, kann sich die deutsche neoliberale brutalkapitalistische Ausbeuter-Wirtschaft im Fett suhlen.
    Wenn unser Karl Markt hier noch rumteufeln würde, könnte der das sicher auch.
    Der Taxler wäre sicher begeistert.

  3. Marianne

    @Thomas Holzer
    Gute Frage. Da die HerrInnen in den Parteien sich kaum selbst zur Rechenschaft ziehen werden, wäre der Wähler als Souverän dazu berufen. Doch wie sieht da die Realität aus? “Düster” wäre euphemistisch. Nehmen wir die Prognosen der Wien-Wahl: 36-38% SPÖ!!! Gehts noch? Die müßten mindestens einstellig werden zum Dank für ihre Performance. Grüne im Höhenflug. Für das Mahü Debakel sollten sie aus dem Gemeinderat fliegen. ÖVP? In NÖ hat sie bei jüngsten Gemeinderatswahlen den Mandatsstand halten können.
    Fazit: so sieht in Ö das zur Verantwortung ziehen aus. Das Problem sind nicht die Parteien. Das Problem sind deren Auftraggeber und Kontrolleure, wir, die Wähler.

  4. Thomas Holzer

    “Das Problem sind deren Auftraggeber und Kontrolleure, wir, die Wähler.”

    So ist es, schreibe ich schon seit Jahren 🙂

  5. Fragolin

    Solange die Schulbildung in den Händen des Staates ist (Mit welcher Begründung eigentlich? Der olle Fraitz hat das doch nur eingeführt, damit seine kleinen Soldaten die Bedienungsanleitungen der modernen Vorderlader lesen und die Kugeln richtig abzählen können.) und der Staat den Inhalt der politischen Bildung bestimmt, wird die Menge der Wähler immer so abstimmen wie gewünscht, denn die Basis der Entscheidungen eines Menschen ist immer seine Bildung und seine Erfahrung. Anders gesagt: der Staat sorgt dafür, dass ihm die treuen Wahldolme nicht ausgehen. Er züchtet sie selbst nach.
    Hätten wir keine repräsentative (=nur die anderen tragen Verantwortung) sondern eine direkte (=ich trage selbst Verantwortung mit) Demokratie, sähe es anders aus.
    Demokratie per se ist ja nichts Schlechtes. Sie scheitert nur an der Macht der Oberen und der Faulheit der Unteren.

  6. Christian Peter

    Wie sollen Bürger in einem Land wie Österreich, in dem sich zwei Parteien (ÖVP, SPÖ) den gesamten Staat zur Beute machten, frei entscheiden ? Es gibt keine Gewaltenteilung, keine freie Presse, keine Beteiligung der Bürger an den demokratischen Entscheidungsprozessen und der Großteil der Bevölkerung wurde in die wirtschaftliche Abhängigkeit getrieben (Beamtenheer, u.a.). Das politische System Österreichs unterscheidet sich vom dem der ehemaligen DDR im Wesentlichen nur durch ein Merkmal : Es handelt sich um eine (de-facto) Zweiparteiensystem, bei der DDR um ein (de-facto) Einparteiensystem.

  7. H.Trickler

    @Fragolin 13:55 :
    Es ist ein interessanter Gedanke, dass der Staat durch Indoktrination in den Schulen die gewünschten Wahlresultate erreicht.

    Das findet eigentlich auch in der Eidgenossenschaft so statt: Unsere Lehrer waren nie müde die Vorteile der direkten Demokratie zu preisen. Was genau sagen denn österreichische Lehrer ihren Schützlingen dazu?

  8. Rennziege

    25. Februar 2015 – 15:05 H.Trickler
    Was genau sagen denn österreichische Lehrer ihren Schützlingen dazu?
    Als Mutter dreier Kinder im Teeniealter, samt denselben und ihrem Vater kürzlich nach Kanada ausgewandert, kann ich das aus Erfahrung beantworten. “Strengt’s euch net z’stark an”, sagen die österreichischen Pädagogen, “wäu wer z’vüü waaß, passt in kaa Paddei eine. Und nur vo’ durt gibt’s klasse Jobs. Oisdann: Seid’s antikapitalistisch, fuatschrittli’, tat’s brav tschändern und jooo net a Wuat üba sexuelle Randgruppna riskiern. Dann passt’s in olle Baddein, de wos ma ham. — Und jetzt habt’s frei, Buam und Dirndln, wäu i bin valetzt. Mir is im Lehrazimma leida a Teebeitl auf die Schulter gfoin. Pfiat eich, bis in drei Wochen.”

  9. Fragolin

    @H.Trickler:
    Frau Rennziege überzieht es etwas, aber sehen Sie es nur als Karikatur der Realität: Die meisten Lehrerinnen (Lehrer sind eher selten und nur in den bösen patriarchalisch-kapitalistischen Leistungsfächern wie Mathematik oder Naturwissenschaften zu finden) sind eifrigts damit beschäftigt, den lieben Kleinen beizubringen, dass sich der Staat um alles kümmern muss, heldenhaft gegen die bösen Reichen und die elende Tretmühle des Ausbeutersystems kämpft und sie sich lieber um ein Schulprojekt zur Integration sulawesischer Klimaflüchtlinge kümmern sollen, denn für den Rest wird gesorgt – solange sie die seit Jahrzehnten sich für alle aufopfernden Parteien wählen und nicht den gefährlichen Nazis auf den Leim gehen, die sich als Freiheitliche, Liberale oder sonstwas Harmloses tarnen.
    Die Lehrerinnen wissen, dass sie brav rotgrünes Gedankengut politisch korrekt verpackt vermitteln müssen, wenn sie so etwas wie Karriere im sozialistisch dominierten Bildungssystem machen wollen. Ihre Standesvertretung wählen sie aber lieber schwarz, da sitzt ein Betonblock an der Gewerkschaftsspitze, an dem sich noch jeder Politiker, der sich erfrecht hat, Lehrern auszurichten, man könne in einer 20-Stunden-Woche seinen Zahnarzttermin auch außerhalb der Arbeitszeit legen, die Zähne ausgebissen hat.
    Wo der Staat seine Beamten auf die Kinder loslässt, kommt nichts lebenstaugliches raus. Deshalb erfassen immer noch ein paar Leute die hiesige Diskussion um eine zwangsweise Ganztagsschule als massive Drohung, um auch den letzten ambitionierten Eltern die Einflussmöglichkeiten auf das Denken ihrer Kinder einzuschränken.
    Unser Schulsystem züchtet einerseits braves Stimmvieh und andererseits rudelweise “Iss-ma-wurscht”-Dolme. So wird gewährleistet, dass die richtigen Parteien an der Macht bleiben um das System zu bewahren, auch wenn die Wahlbeteiligung immer kleiner wird. In Politischer Bildung wird ein Artikel des linken “Standard” gelesen und darauf untersucht ob a) ordentlich gegendert wurde und b) der Aspekt der Lebensbedrohung durch den Klimawandel berücksichtigt wurde.
    Direkte Demokratie ist ein Begriff, der in dieser Ausbildung gar nicht erst vorkommt…

  10. H.Trickler

    @Rennziege:
    Zum Glück sind die österreichischen Dialekte nicht zu verschieden vom “Schwizär Dialäkt”, aber wenn es so ist wie Sie schreiben dann ist das der Anfang vom Ende.
    PS: Aus dem von Ihnen genannten Grund habe ich die zu mir passende Partei noch immer nicht gefunden….

  11. H.Trickler

    @Fragolin:
    Im Wesentlichen bestätigen Sie was Rennziege beschrieb. Ganztagsschulen sind hier kein Thema, aber die Einschulung wird vielleicht nächstens auf den 1. Geburtstag verlegt, damit alle dieselben Chancen haben das Laufen zu erlernen 😉

  12. Thomas Holzer

    Ganztagsschulen sind sehr wohl ein Thema!
    Sie sind die Fortsetzung staatlicher Indoktrinierung, beginnend mit staatlich organisierten Kindergärten, über die staatlich organisierte Volksschule -Resultat dieser Gesamtschule bekannt!, trotzdem durch die Politikerdarsteller unterstützt- staatlich erzwungene Gesamtschule von 10-14, wenn möglich bis 19,20, der “Bildungspflicht” folgend, oder wie dies auch immer heißen möge.
    Kurz gesagt: es darf niemand “nicht abgeholt werden”, daher: Niveau nach unten, weil “wir” dürfen ja niemanden diskriminieren!
    Erst wenn alle -staatlich verordnet- gleich dumm sind, besteht die “Möglichkeit”, daß alle die “gleichen Chancen” haben werden…………

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .