Wo ist die rote Linie für das Kuschen von Erdogan?

Von | 26. April 2016

Die EU-Kommission hat jetzt die Dresdner Sinfoniker gebeten, das Wort „Genozid“ im Zusammenhang mit einem Konzert über den Völkermord an den Armeniern zu streichen. Die EU selbst nahm einen Werbehinweis für das Projekt von ihren Websites. (mehr hier)

19 Gedanken zu „Wo ist die rote Linie für das Kuschen von Erdogan?

  1. Thomas Holzer

    Wo de facto keine Prinzipien vorhanden, auch wenn diese in fast jedem zweiten Satz von irgendeinem Politikerdarsteller beschworen werden, gibt es auch keine roten Linien!

  2. Kluftinger

    Und dann gibt es auch das Verlangen der Türkei, ein Plakat in Genf (UNO) abzuhängen, dass ein Kind zeigt, dass durch die türkische Polizei (nachweislich) zu Tode kam.
    Und der Rest ist Schweigen, od`r?

  3. Fragolin

    Bald ist die EU reif, dem Osmanischen Reich beizutreten.

  4. Rado

    Hier jedenfalls nicht!
    Eine sehr sehenswerte Seite zum Stöbern, akribisch recherchiert und mit wissenschaftlichem Anspruch. Der Völkermord an den Armeniern im Ersten Weltkrieg, enthält tausende Dokumente aus staatlichen Archiven.
    http://www.armenocide.net/

  5. sokrates9

    In Frankreich wird man bestraft wenn man das Genozid leugnet! Was nun??Das sind die Themen wofür wir die EU ganz dringend brauchen!!

  6. Fragolin

    Wenn es um das Kriechen in Erdogans Rektum geht, haben wir es eher mit einer braunen Linie zu tun. Rings um Merkels Hals.

  7. cmh

    Warum regen sich die Deutschen darüber eigentlich auf. Wie man wissenschaftlicherseits (!?????) je vernehmen konnte, leisteten sie ja seinerzeit durch nicht Hinschauen einen wesentlichen Beitrag zu diesem Genozid. Sie sind daher selber mitschuldig.

    Und eigentlich werden sie ja durch ihr Kuschen wieder mitschuldig am Niederknüppel der türkischen Meinungsfreiheit und Demokratie. Zumindst werden dies die Sozen der nächsten Generation taxfrei vorhalten.

    Tatsächlich aber werden die Merkeldeutschen aber schuldig durch ihre Heuchelei, die sie von den Türken erpressbar macht.

  8. Selbstdenker

    Der Kampf gegen “Rechts” – korrekt wäre die Formulierung “Der Kampf der Politbonzen gegen Dissidenten” – führt zu einem Kniefall vor einem autokratischen Genozid-Leugner mit einem vormodernen Gesellschaftsverständnis.

    Bravo EU!

    Der Weg in die Burka führt über den Feminismus.

  9. Thomas Holzer

    Daß das Leugnen eines Genozid unter Strafe gestellt wird offenbart nur die Dümmlichkeit, verbunden mit politischer Korrektheit “unserer” Politikerdarsteller.
    Einerseits das Leugnen unter Strafe stellen, andererseits nicht fähig und willens, für die eigenen Prinzipien einzustehen

  10. Reini

    … eins kann Erdogan nicht abstreiten,… die 3.Türkenbelagerung in Europa! 😉

  11. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    “Einerseits das Leugnen unter Strafe stellen, andererseits nicht fähig und willens, für die eigenen Prinzipien einzustehen”

    Sie sagen es: diese Strafandrohung bringt überhaupt nichts. Der eigene Standpunkt wäre bei weitem glaubwürdiger, wenn man sich nicht auf solche “Partner” wie dem Sultan vom Bosporus einlassen würde.

  12. Falke

    Soviel ich weiß, ist die Leugnung des Völkermordes an den Armeniern in Frankreich strafbar; und Frankreich ist ja bekanntlich ein – ganz wichtiges – EU-Mitglied. Wie passt denn das zusammen?

  13. astuga

    Ein Gutes hat die Sache.
    Wenn die Masken fallen, kommen die Fratzen zum Vorschein.
    Jetzt zeigen sowohl die EU-Spacken wie auch Erdogan und sein Gelichter ihre wahren Gesichter.

  14. Mona Rieboldt

    Thomas Holzer
    Sehr richtig. Wo keine Prinzipien vorhanden sind, kann auch keine Linie überschritten werden. Das gilt für Merkel und ihrem Gefolge in ganz besonderer Weise, daher kann Merkel heute auch das eine sagen und am nächsten Tag genau das Gegenteil. Auch die Grünen wollten nach dem Türken-Deal das Wort “Völkermord” an den Armeniern nicht mehr verwenden. Eine Opposition gibt es in Deutschland nicht mehr, alles Blockparteien mit Ausnahme der sehr jungen AfD.

  15. Mona Rieboldt

    cmh
    “Die Deutschen” sind bei Ihnen schuld. Da fragt man sich doch, ob seinerzeit die Verbündeten Österreich-Ungarn etc. so gar nichts gewusst haben? Glauben Sie das wirklich?

    Der Türkei-Deal läuft zwischen EU und Türkei. Da haben alle EU-Staaten zugestimmt. Österreich gehört auch zur EU und hat zugestimmt. Aber klar “die Deutschen”, also das ganze deutsche Volk ist schuldig.

    Ich käme gar nicht auf die Idee “die Österreicher” zu sagen, wenn eine Regierung aus SPÖ und ÖVP dem Deal zugestimmt hat. Allerdings wurden die ja von den meisten Österreichern gewählt. 😉

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