Wo man alte Fetzen gegen ein gutes Gewissen tauschen kann

Von | 19. Januar 2016

“……..Seitdem ist viel passiert. Deutschland verzeichnet mehr als eine Million neuer Mitbewohner aus Teilen Afrikas und dem Orient, die zunächst irrtümlicherweise für die Rettung der Rentenkasse gehalten wurden. Dafür allerdings tun uns die Flüchtlinge allerhand psychohygienische Gefallen. Kraft ihrer bloßen Anwesenheit auf deutschem Boden verhelfen sie uns zu moralischer Überlegenheit. Jede Turnhalle verwandelt sich in einen magischen Ort, an dem sich die private Altkleidersammlung gegen ein gutes Gewissen eintauschen lässt….” (hier)

8 Gedanken zu „Wo man alte Fetzen gegen ein gutes Gewissen tauschen kann

  1. Thomas Holzer

    “Wer dagegen mit einem Migrationshintergrund ausgestattet ist, der viel mit Machokultur und wenig mit Alice Schwarzer zu tun hat, der greift nicht einfach nur zu – der findet auch mühelos hunderte Männer, die euphorisch mitmachen, mindestens aber tatenlos zusehen und so de facto rechtsfreie Räume schaffen”

    Nicht nur für diesen Absatz, für den gesamten Artikel gilt!
    Chapeau! Brillant! 🙂

  2. Rennziege

    19. Januar 2016 – 12:39 Thomas Holzer
    Ich teile Ihre Meinung, Herr Holzer. Das Ding ist wirklich erstklassig geschrieben.

  3. Hanna

    Zusatz zu meinem vorigen Kommentar:
    Ich sehne natürlich nicht herbei, dass „Schutzsuchende“ sich an den Frauen von Russen oder Tschetschenen oder Türken vergreifen – sondern dass sie es versuchen wollen, und dann von den dazugehörigen Männern derwischt werden. So. Den Moslemfrauen kann eh nix passieren, die haben ja keinen Anlass, rauszugehen, außer um einzukaufen, Kinder herumzuführen oder den Arzt wegen unzähliger Probleme im Zusammenhang mit zu wenig Bewegung kurieren zu lassen, oder die neuerliche Schwangerschaft zu betreuen. Verallgemeinernd? Yey.

  4. gms

    Es ist zwar offtopic, aber im Kontext von wegen Austausch alter Fetzen dennoch nicht unpassend. In der FAZ wird zurzeit moniert, Politiker würden verleumdet [1], wobei unter anderem Wolfgang Schäuble als Opfer eines unredlichen Spiels behauptet wird, dem ein Islamfeindlicher, laut FAZ-Autor illegitim, vorwarf, ohne Wählerauftrag in Deutschland einen Putsch durchzuführen.

    Das fragwürdige Zitat Schäubles: „Wir sind dabei, das Monopol des alten Nationalstaates aufzulösen. Der Weg ist mühsam, aber es lohnt sich“. Die Verteidigung des FAZ-Autors (sinngemäß): Es fehlen zwei Sätze zwischen den beiden zitierten, und außerdem war das Thema die Eurokrise, die Abschaffung Deutschlands stünde damals garnicht am Prüfstand. Schäuble wurde also zu Unrecht angepatzt.

    Selbst ohne Rückgriff auf die Quellen [2] ist bemerkenswert, daß über vier Jahre nach dieser vorgeblichen sinnentstellenden Verzerrung der Presstituierte ausgerechnet einen “islamfeindlichen Blogger” behauptet, der Schäuble damals kritisierte. War der Islam damals Thema?
    Schäuble wird Angela-muß-weg-Merkel eher nicht beerben, und wenn doch, so tauscht man den Topflappen gegen einen Drahtwaschel. Armes Deutschland!

    [1] faz.net/aktuell/politik/inland/verschwoerungstheorien-wenn-politiker-verleumdet-werden-13849907.html
    [2] faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/schaeuble-und-issing-im-streitgespraech-sollen-die-griechen-raus-aus-dem-euro-11486535-p6.html
    “Issing: Es entsteht etwas Neues. Diese Währungsunion sucht sich jetzt eine zu ihr passende Verfassung. [..]
    Schäuble: Wir stehen an einer Weichenstellung. Einerseits gibt es Zweifel an der Leistungsfähigkeit demokratischer Systeme in der ganzen Welt. Aber auf der anderen Seite erkennen wir auch jetzt, was uns Europa wert ist. Daran müssen wir weiter arbeiten. Europa muss besser demokratisch legitimiert werden. Wir brauchen langfristig gesehen ein Zweikammersystem in Europa: die Vertretung der Mitgliedstaaten und ein demokratisch gewähltes Parlament. Wenn wir die Grenze des Grundgesetzes von 1949 erreichen, gibt es den Weg einer Volksabstimmung nach Artikel 146. Doch davon sind wir noch weit entfernt. Denn im Augenblick sind wir mitten in einer schweren Krise. Und zur Lösung dieser Krise ist Artikel 146 nun wirklich nicht gedacht. Wir sind dabei, das Monopol des alten Nationalstaates aufzulösen. In Europa wird schrittweise die Souveränität zwischen den Ebenen verteilt. Das ist das moderne Organisationsprinzip in der globalen Welt des 21. Jahrhunderts. Der Weg ist mühsam, aber es lohnt sich, ihn zu gehen.”

  5. Mourawetz

    Der Schengenraum gleicht einem U-Boot, bei dem man im Vertrauen auf die Außenhülle die Schotten ausgebaut hat und die Offiziere beim Auftreten klaffender Risse dem Eindringen des Wassers seelenruhig zuschaut, während das Boot samt Crew absauft.

  6. Christian Weiss

    Bezeichnend, dass die für ihren bissigen Sarkasmus bekannte Autorin den Begriff “neue Mitbewohner” verwendet und nicht etwa in ironischem Unterton das unsägliche “ausländische Mitbürger”. Diese Trottelfloskel wird nämlich inzwischen von allerlei Sozialromantikern ganz ironiefrei als scheinbar formal korrekter Begriff verwendet. Dem Satiriker ist er dadurch abhanden gekommen.
    Auch die Schweizer Ultra-Sozialdemokratin und Inkompetenz-Bundesrätin Simonetta Sommaruga hatte vor kurzem in einem leidenschaftlichen Sermon gegen die Ende Februar zur Abstimmung stehende “Durchsetzungsinitiative”, welche die bedingungslose Ausweisung gewisser Straftaten überführter Ausländer aus der Schweiz verlangt, doch tatsächlich gesagt: “Die Initiative macht 2 Millionen Menschen in unserem Land zu Bürgern zweiter Klasse.”
    Und ich dachte noch, diese 2 Millionen seien eben genau keine Bürger.

  7. Lisa

    @Christian Weiss: vielleicht – ich kann nicht jeder Gsetzesänderung hinterherrennen – gibt es neuerdings so etwas wie ein Schweizer Ausländerbürgerrecht? 😉

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