Wo Strache vor Häupl liegt

“Geht es nach den Wett-Kunden, die Geld für ihre Einschätzung der Wien-Wahl setzen, dann liegt HC Strache wenige Tage vor der Wahl bereits vor Bürgermeister Häupl.” (hier)

3 comments

  1. Marianne

    Wenn die FP nicht nicht die absolute erreicht, wird es keinen BM Strache geben. Den einzigen Verlust den Häupl fürchtet ist der Machtverlust. Mit Hilfe der Kleinparteien ist dieser Verlust nicht zu befürchten/erhoffen.
    So entspannt wie Häupl und Vasilakou auftreten ist eine Fortsetzung von RotGrün, gegebenenfalls mit Hilfe von Schwarz oder Pink, bereits beschlossene Sache.

  2. freeman

    Wobei in den unterschiedlichen Wetten ja die unterschiedlichen Quoten eingepreist sind.

  3. Leitwolf

    Ein paar Überlegungen hierzu

    – Mit einer Ausnahme wurde die FPÖ bei allen Umfragen zu den drei Landtagswahlen heuer unterschätzt.
    – Die Umfragen zur Wahl 2010 sahen die FPÖ im Mittel bei etwa 21%. Es wurden 25,77%
    – Im Durchschnitt wird die FPÖ um etwa 4% unterschätzt (Ausnahmen Nr Wahlen und Kärnten)
    – In der Steiermark gewann die FPÖ 16%. Das war einerseits vor dem vollen Ausbruch der Flüchtlingskrise, andererseits haben diverse “Reformen” den Unmut der Bevölkerung geschürt
    – Im Burgenland war es ein Plus 6%. Abermals vor dem Eskalieren der Flüchtlingskrise, in einem Bundesland in dem die FPÖ einen schweren Stand hat, und mit einem Landeshauptmann der “FPÖ Kurs” fährt.
    – In OÖ lag der Zugewinn bei 15%. Das obwohl Pühringer beliebt ist und das Land gut administriert wird.
    – Der historische Vergleich zeigt, dass die FPÖ Wien auf Landesebene bisher immer 5-10% besser als die in OÖ abschloss.

    Kombiniert man diese Faktoren, dann lässt sich einiges eingrenzen. Ein Ergebnis von sagen wir 36% wäre relativ schwach, weil bloß 10% Zugewnn. Zugewnne wie in OÖ oder der Steiermark scheinen aufgrund der vergleichbaren Umstände wahrscheinlicher, würden die FPÖ aber auf über 40% katapuliteren, was wiederum schwer vorstellbar ist. Ein Zielwert zwischen 36 und 40% scheint von daher am wahrscheinlichsten.

    Sollten die Neos scheitern, dann dürften etwa 7% der abgegebenen Stimmen nicht mit Mandaten belohnt werden. 47% würden dann für eine Mehrheit im Stadtrat reichen, ein Wert dem FPÖ und ÖVP jedenfalls sehr nahe kommen sollten.
    Auch wenn nicht, würde die Wiener Wahlordnung Grüne und Neos als Kleinparteien benachteiligen (oh diese Ironie). Selbiges gilt für die ÖVP. Für eine wohl notwendige Dreierkoalition mit SPÖ-Grün-Neos käme der Effekt aber eben doppelt zum tragen. Auch dann wäre eine blau/schwarze Mehrheit nicht unwahrscheinlich.

    Bleibt die Frage was die ÖVP, FPÖ und SPÖ machen wollen im Falle des Falles. Die ÖVP könnte eine rot/grüne Regierung ergänzen, was aus ÖVP Sicht auch schon egal wäre. Die SPÖ muss ihrerseits ihre schützende Hand über das “rote Wien” halten, weshalb sie im Notfall jederzeit bereit sein wird mit der FPÖ zu koalieren. Die FPÖ wiederum würde es genießen mit der SPÖ als Seniorpartner zu koalieren, weil es strategisch und auf nationaler Ebene ein Gewinn wäre. In Wien wärde das hingegen katastrophal weil die Klientelpolitik um FPÖ Leute erweitert würde. Eine FPÖ/ÖVP Koalition über dem roten Wien wäre hingegen der absolute Super-GAU.

    Jedenfalls wird’s spannend.

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