Wörthersee für alle!

Von | 5. September 2015

(GEORG VETTER) Wenn ich es richtig sehe, wollen so ziemlich alle Flüchtenden nach Deutschland. Wenn wir den Wunsch nach totaler Niederlassungsfreiheit in der Europäischen Union erfüllen, nehmen wir gleichzeitig von der Forderung nach einer gleichmäßigen Verteilung der Flüchtlinge, vulgo Quote genannt, Abstand. Wer will, soll seine neue Heimat theoretisch auch in Kitzbühel oder am Wörthersee finden können. Reiche Russen auszuschließen scheint in Ordnung zu sein – aber Flüchtlinge? Dass eine solche Niederlassungspolitik dem Grundsatz der gleichen und freien Geburt entspricht, ist allerdings zu bezweifeln. Denn in einem solchen Fall müsste man wohl auch den Österreichern anbieten, sich die schönen Wohngegenden der Republik auszusuchen.

Bei aller Hilfsbereitschaft muss die Politik im Auge bewahren, dass sie in erster Linie dem eigenen Wahlvolk verantwortlich ist. Wenn also auf der einen Seite 100 Lehrer aus Budgetgründen eingespart und auf der anderen Seite mit dem mascherllosen Geld Flüchtlinge untergebracht werden, wird dies akzeptiert werden – oder nicht. Wenn uns Religion und Weltanschauung der Zuwanderer ohne jede Grenze egal sind, so wäre es nicht verwunderlich, dass die Spannungen in der Gesellschaft zunehmen – auch innerhalb der Zuwanderergruppen. Dass das Publikum der Hassprediger abnimmt, ist auch eher nicht zu erwarten. Ebenso erscheinen die Reduktion der Verbrechensrate und die Abnahme der Terrorgefahr vielen eher unwahrscheinlich.

Wenn wir die Quantität der Zuwandererströme als unbeachtliche Größe begreifen, werden wir irgendwann im Chaos aufwachen.

 

26 Gedanken zu „Wörthersee für alle!

  1. Klaus Woltron

    Die EU als Ganzes ist zum Gegenteil dessen geworden, was wir (Dummerln) einst gewählt haben:

    Einheitliche, föderalistisch strukturierte Regulative
    Kein Bailout von Pleiten
    Eine starke Währung
    Schutz der Außengrenzen
    Konzentration auf Ausbildung, Forschung und Entwicklung
    Eine koordinierte Verteidigungsstrategie
    Eine eigenständige kontinentale Außenpolitik.

    Was haben wir jetzt? Na?

  2. kannitverstaan

    Der Unterschied zwischen “gut” und “gut gemeint” wird uns hier auf besonders eindrückliche Weise gezeigt!

  3. sokrates9

    Was ich derzeit als gefährlichste Tendenz sehe ist die Aufhebung von geltenden Recht durch das Gutmenschentum, die nur die traurigen Augen der Kinder sehen! Wenn Recht nicht mehr exekutiert wird und nur mehr die Meinung der Mainstreampresse als Ordnungsrichtline gilt, dann hat der Staat verloren! Gibt Studien wenn in New York Strom ausfällt und Polizei nicht wie gewohnt eingreifen kann, beginnen die ersten Plünderungen nach 4 Stunden!

  4. Christian Peter

    Eine gleichmäßige Verteilung der Einwanderer bewirkt nur eines : Eine Einladung an alle illegalen Einwanderer, vermehrt in die EU zu strömen. Weit sinnvoller wären Quoten hinsichtlich der Anzahl der maximal aufnehmbaren Einwanderer (Obergrenze), wie in anderen Ländern (USA, Schweiz, u.a.) längst üblich.

    Übrigens ist der Begriff ‘Flüchtlingsquoten’ Unsinn, da es sich nur bei den wenigsten der illegalen Einwanderer um ‘Flüchtlinge’ im Sinne der Genfer Konvention handelt. In den Jahren 2011 – 2013 wurden nur 11 – 14 % aller in Deutschland strandenden Einwanderer als Flüchtlinge anerkannt.

  5. sokrates9

    Christian Peter@ Quoten ? Von der EU vorgegeben ?? Ein demokratisches Land sollte selber entscheiden können ob es Einwanderer braucht, ob das Moslems sein sollen oder hochqualifizierte!

  6. Christian Peter

    @sokrates9

    Quoten hinsichtlich der maximal aufnehmbaren Einwanderer wären selbstverständlich eine vernünftige Sache. In Sachen Einwanderungspolitik wäre eine einheitliche Lösung in der EU sinnvoll, denn was bringt es, wenn einzelne Länder einen harten Kurs verfolgen und durch Schlupflöcher anderer Länder erst wieder Millionen Illegale in die EU strömen ?

  7. Thomas Holzer

    @CP
    Nur wer von den Flüchtlingen will nach Rumänien, Bulgarien etc.?
    Spätestens nach einem positivem Asylbescheid werden diese Menschen dann wiederum in die (noch) “reichen” Länder ziehen; anbinden oder eine Fußfessel wird ja keine Lösung sein…..

  8. Christian Peter

    @Thomas Holzer

    stimmt, alleine aus diesem Grund macht eine Verteilung der Einwanderer keinen Sinn. Außerdem ist es eine Einladung an alle Einwanderer, vermehrt in die EU zu strömen, da sich dadurch das Aufnahmevermögen enorm erhöht.

  9. Selbstdenker

    EILMELDUNG!

    Der berühmte deutsche Liedermacher Konstantin Wecker stellt sein 13 Hektar grosses Grundstück in der Toskana als Unterkunft für neuankommende Flüchtlinge zur Verfügung:
    http://www.valdambra.com/rimortini.html

    In einer beispiellosen Welle der Solidarität erklären sich immer mehr Größen aus Politik, Medien und dem akademischen Bereich bereit privat Flüchtlinge aufzunehmen oder Ihre Ferienwohnungen als längerfristige Unterkunft zur Verfügung zu stellen.

    Unbestätigten Gerüchten zufolge bietet der Linkspolitiker Gregor Gisy seine Luxusvilla als menschenwürdige Unterkunft an. Auch im benachbarten Österreich zeigt man sich solidarisch: der sozialistische Bundespräsident stellt sein Jagdschloss und ein engagierter Grün-Politiker seine günstige Mietwohnung für die gute Sache zur Verfügung.

  10. Rado

    Jetzt verstehe ich erst, wen die ÖVP 2013 auf ihren Wahlplakaten gemeint hat, als sie verkündete wem Österreich gehören soll!
    Den “Tatkräftigen”, “Weltoffenen”, “Entdecker” und “Optimisten”.
    Damit war offenbar niemand gemeint, der jemals zuvor schon mal in Österreich war!

  11. Thomas Holzer

    @Selbstdenker
    Vor lauter Eile ist Ihnen in Ihrer Eilmeldung ein Fehler unterlaufen!
    Das Jagdschloss gehört nicht dem sozialistischem Bundespräsidenten; es gehört eigentlich auch nicht dem Staat Österreich, wurde es doch unrechtmäßig den Habsburgern enteignet!

  12. astuga

    Während Europa, und im besonderen Deutschland, einen massiven Zustrom muslimischer Illegaler erlebt, errichten europäische Unternehmen mit starker deutscher Beteiligung (Airbus-EADS) in Saudi Arabien einen Grenzschutz-Zaun.
    Er soll die Araber von anderen Arabern trennen, und reicht dann von Jordanien bis Kuwait.
    Einfach googeln nach: Saudi Arabia fence Airbus

    http://i59.tinypic.com/974di1.jpg

  13. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    Eine gewisse kreative Unschärfe gehört bekanntlich zum journalistischen Geschäft 😉

  14. Der Realist

    All jene, die so gerne mit dem Geld der Anderen (Steuerzahler) medial die Wohltätigen spielen und stets Solidarität einfordern, sollen verpflichtet werden, zumindest ein Jahr lang für Unterkunft und Verpflegung eines Flüchtlings zu sorgen. Von vielen dieser guten Menschen würde man bald nichts mehr hören.

  15. Christian Peter

    @Realist

    ‘Flüchtling’ ist nicht die korrekte Bezeichnung, denn nur etwa 10 – 15 % aller in der EU strandenden illegalen Einwanderer werden als Flüchtlinge im Sinne der Genfer anerkannt.

  16. Christian Peter

    im Sinne der ‘Genfer Konvention’ sollte es heißen.

  17. Fragolin

    Man kann es auch anders auslegen: Die Invasionsarmee dringt ohne nennenswerte Gegenwehr und “auf eigenen Wunsch” direkt ins Herz der zu erobernden Gebiete vor.
    Sollte sich das im Nachhinein bewahrheiten, wird Österreich sich als mitschuldig verantworten müssen, den Korridor für die Invasionstruppen, garniert mit salbungsvollen Worten der Obertanen, geöffnet zu haben.

  18. Ehrenmitglied der ÖBB

    @ Klaus Woltron
    die selbe Frage stelle ich mir auch!
    Und für Österreich hatte ich mir erhofft, dass die EU dazu beiträgt, dass die Zwangsmitgliedschaften zu den Kammern aufgehoben werden muss!
    Was war? Herr Molterer hatte der Verfassungsbestimmung zugestimmt (bezügl. Zwangsmitgliedschaft).
    ein tragischer (politischer ) Vatermord an Schüssel!

  19. Hanna

    Sprachlos war ich heute am Westbahnhof … über die unfassbare Dämlichkeit von “Gutmenschen”, die Einkaufswagen mit Obst herumkutschieren, das aber niemand mag. Ich habe noch nie gesehen, dass ÖsterreicherInnen das für Obdachlose in Wien getan hätten. Teuer angezogene, sehr wohlgenährte “Flüchtlinge” in Lederjacken und Nike nahmen “Spenden” der Caritas entgegen und zeigten sie einander kichernd. Die Leute haben leicht “helfen” – weil sie ja die “Flüchtlinge” zum Weiterziehen verabschieden. Nicht auszudenken, wenn diese Leute alle am Europaplatz lagern und Quartiere beanspruchen würden! Aber ich habe die Bedenken, dass viele zurückkommen werden – denn die glauben ja wirklich, dass sie in Deutschland als “Einwanderer” “willkommen” sind! Dabei werden sie ja dort auch registriert und landen in Unterkünften an Orten, die ihnen vermutlich nicht passen werden! Und dann? Ich bewundere die ungarischen Politiker, die sich unglaublich freche, uninformierte arrogante JournalistInnen-Fragen gefallen lassen und dennoch höflich und sachlich antworten, wie hier: http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4814423/Ungarn_Die-illegalen-Migranten-tun-was-sie-wollen? Ungarn hat versucht, das zu tun, was die EU-Gesetze verlangen! Jetzt wird ihnen das vorgeworfen, und wir, die wir auf alles pfeifen, sind die Guten, und die Ungarn sind die Bösen? Ich achte und bewundere die ungarische Regierung und erwäge ein Asylansuchen in Ungarn zu stellen, als Östereicherin, den “mein” Land ist nicht mehr sicher eingedenk des geistesverwirrten Tuns der Regierung und des humanistischen Getues meiner MitbürgerInnen, die sich lächerlich machen in ihrer “Hilfe”. Sie unterstützen illegale Migration … also sind sie auch nicht anders als “Schlepper”, irgendwie. Dass die illegalen Einwanderer zu Fuß dahinmarschieren und dann erst Hilfe brauchen, die wieder auf unsere Kosten geht … und dann greift Ungarn helfend ein und wird auch dafür gerügt … die Welt ist so unglaublich gestört, es ist zum Kotzen (man verzeihe mir meine Wortwahl). Was wird sein, wenn diese tausenden jungen Männer dann in Deutschland herumsitzen, job-los und monatelang auf ihre Asylbescheide warten? Jetzt sind die Wiener ja happy, weil sie “geholfen” haben … ja, das Problem zu verschlimmern. Faymann hätte Orban unterstützen und an einem Strang mit ihm ziehen müssen. Jetzt ist es vorbei mit der Chance. Und Österreich hat alles verbockt, was in Sachen Recht und Ordnung beim ungeordneten massenhaften Zuzug möglich war. Ich hoffe und bete, dass Ungarn nicht nachgibt! Denn sonst sind wir alle im A… Eimer.

  20. Christian Peter

    @Hanna

    ‘unfassbare Dämlichkeit der Gutmenschen’

    Kann man wohl sagen. Wer Schleppern 10.000 Euro und noch mehr für die illegale Einreise nach Europa bezahlt zählt weder zu den Armen noch Bedürftigen. Wirklich Bedürftige können sich nicht einmal ein Zugticket im Heimatland leisten.

  21. astuga

    @Hanna
    Sei versichert, du bist nicht die einzige Person in Österreich der es momentan so geht.
    Wer noch in der Realität lebt, erkennt den Irrsinn rund um sich natürlich.

    Ich behaupte mal, den meisten geht es zur Zeit so.
    Aber wir haben keine laute Stimme, im Vergleich zum beglückt kreischenden Mob in seinem Wahn.

  22. astuga

    Nachtrag.
    Aber nicht alle sind irre, es gibt auch viele Mitläufer.
    Und schon morgen kommen diese gleichen Mitläufer drauf, dass doch nicht alles so toll war, und dass sie es ja schon immer gewusst haben…

  23. ostarrichio vecchio

    @ Hanna…“über die unfassbare Dämlichkeit von “Gutmenschen”.

    Nicht nur die unfassbare Dämlichkeit der moralisierenden Bestmenschixe ist das Problem, auch deren perfide Verantwortungslosigkeit. Denn zugegen sind diese Figuren nur, wenn die „Party“ steigt, schon beim Aufräumen muss der blöde Steuerzahler her, der seine kurze (oder inexistente) Freizeit nicht am Westbahnhof verschwenden kann. Noch viel mehr wird dann der spätere triste Alltag der teuren „Flüchtlinge“ ausschließlich vom gleichen Steuerzahlerpack subventioniert – direkt oder indirekt über die Asylindustrie. Das böse Erwachen (mit allen klassischen Folgen) wird allerdings die „Flüchtlinge“ dann erwischen, wenn sie feststellen, dass die Claqueure (ich traute meinen Augen nicht als ich sah, dass die Invasoren in München mit Applaus empfangen wurden – Applaus wofür?), nur ihre moralische Selbstüberhöhung feiern und dass im Westen für „Milch und Honig“ eine Menge geleistet werden muss. Das wird den Allermeisten allein schon durch die schiere Masse und fehlende Kenntnisse verwehrt bleiben – Unruhen, Frustration, Stress und Kriminalität werden die Folge sein – aber das ist ja das Ziel, ist es doch das einzige Milieu in der sich das mediokre linke Versagertum behaupten kann.

  24. Thomas Holzer

    @CP
    Diese sogenannten Flüchtlinge zahlen aber an “Schlepper” auch Unsummen, nur um innerhalb! der Schengen-Grenzen herumgefahren zu werden

  25. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Die, welche tausende Euronen an dubiose Schlepper gelöhnt haben, um sich in stickigen LKWs ohne Essen und Trinken durch die Hitze des europäischen Sommers karren zu lassen, nur um nach dem Aufgreifen in einem Auffanglager zu landen, werden sich aber schön ärgern, wenn sie daran denken, dass ihre Fluchtgenossen, die etwas später aufstanden, ohne Ticket mit der Bahn befördert und in Bussen zu ihren Traumzielen gekarrt werden, wo man sie mit Jubel, Fähnchen und Buffet empfängt. 😉 Mal sehen, wann der erste Geprellte dieser diskriminierten ersten Invasionswelle seine Ausgaben beim deutschen Staat einklagen wird…

  26. sokrates9

    Diskussion im Zentrum, Sonntag 22 Uhr! Respekt dem Ungarn! Hat sich gut geschlagen! der einzige der noch ein Rückgrad hatte! Turnherr arrogant und intellektuell hilflos wie immer: Die Frage des ungarischen Staatssekretärs was es eigentlich für Bewandtnis habe, dass die reichen Golfstaaten keine Flüchtlinge aufnehmen, wurde weggeschmettert mit der Argumentation – darüber können wir nicht sprechen weil wir von dort keinen eingeladen haben! Fazit: es ist alles sehr kompliziert und Lösung hat keiner

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