Wofür der Kapitalismus nun wirklich nichts kann

Von | 3. April 2014

(A. TÖGEL)  Die politische Klasse hat es, Hand in Hand mit den ihr treu verbundenen Redakteuren der Massenmedien und den Intellektuellen geschafft, faktisch alles Böse auf dieser Welt dem Kapitalismus anzulasten. Wie schon anno 1929, ist es ihr beispielsweise in unseren Tagen neuerlich geglückt, die nahezu ausschließlich auf ihrer Seite liegende Schuld an der 2008 ausgebrochenen Wirtschafts- Schulden- und Finanzkrise, dem freien Markt und dessen Protagonisten zuzuschieben. Haltet den Dieb! Den „Primat der Politik über die Wirtschaft wiederherzustellen“, wie allenthalben gefordert, heißt folgerichtig, den Bock zum Gärtner zu machen.

 

Aber nicht nur die üblichen Verdächtigen aus marktfernen, steuerfinanzierten Biotopen im Dunstkreis von Universitäten und Interessenverbänden ziehen hemmungslos gegen all das zu Felde, was nicht unter staatlicher Kuratel steht. Auch die Kirchen sehen sich offensichtlich zum fröhlichen Kapitalismusbashing genötigt. Debattenbeiträge, die von Funktionären der Caritas oder der Diakonie zu Wirtschafts- und Verteilungsfragen abgegeben werden, sind von Stellungnahmen des gewerkschaftlichen Linksblocks mit freiem Auge nicht zu unterscheiden. Während Papst Johannes Paul II. – dank persönlich gemachter Erfahrungen – noch sehr genau wusste, wie der einzige erprobte Gegenentwurf zum Kapitalismus aussieht, den er folglich zeitlebens entsprechend engagiert bekämpfte, mischt sich der gegenwärtige Bischof von Rom, Franziskus, ganz zwanglos unter die rabiatesten antikapitalistischen Scharfmacher und erhält für die in seinem Lehrschreiben „Evangelii Gaudium“ geübte, von keinerlei Sachkunde belastete „Systemkritik“, postwendend stehende Ovationen seitens eingefleischter Kommunisten.

 

Angesichts der unentwegten Kapitalismusschelte, die einem Aufstand gegen Aufklärung und Vernunft gleichkommt und mit einem nahezu totalen ökonomischen Analphabetismus der meisten Zeitgenossen einhergeht, sind sämtliche Initiativen zu begrüßen, die den Kampf gegen irrationale Feindbilder und Mythenbildungen auf ihre Fahnen schreiben. Eine Speerspitze im Kampf gegen die Verbreitung ökonomischen Unsinns bildet die vom ehemaligen Wirtschaftschefredakteur der Wiener “Presse“, Franz Schellhorn, geführte liberale Denkfabrik „Agenda Austria“. Am 1. April (kein Scherz!) war der Autor des Buches „Zivilkapitalismus – Wir können auch anders“ und Mitbegründer des Wirtschaftsmagazins „brandeins“, Wolf Lotter, in ihren Räumlichkeiten zu Gast.

 

Lotter sieht das Problem des zeitgeistigen, alle sozialen Klassen, Bildungs- und Berufsschichten durchdringenden Antikapitalismus´ darin, nicht über verstaubte Vorurteile, platte Polemik und tausendfach widerlegte Glaubenssätze hinauszukommen und keinerlei Gegenentwürfe anbieten zu können. Es ist ein Missverständnis, daß ein auf Privateigentum und Vertragsfreiheit basierendes Marktsystem einen Rechtsanspruch auf Glück garantiert. Es verbessert lediglich die dem Einzelnen zur Verfügung stehenden, materiellen Voraussetzungen, um nach Glück zu streben. Ein zweifellos nicht perfektes „System“ zu kritisieren, dessen Wesen und Funktion man nicht begreift (Kapitalismus ist eben kein „System“ und keine Ideologie, sondern einfach ein Werkzeug!) fällt leicht. Die Formulierung von Verbesserungsvorschlägen, die nicht auf romantische Träumereien und/oder totalitäre Zwangsanstalten hinauslaufen und die ohne die Züchtung eines „Neuen Menschen“ auskommen, sucht man indes weithin vergebens.

 

Lotter sieht, wie weiland Friedrich August Hayek, die Verwirklichung politischer Freiheit eng an die Voraussetzung wirtschaftlicher Freiheit gebunden. Ohne ökonomische Autonomie gibt es kein selbstbestimmtes Leben. Er erkennt im wirtschaftlichen „Inumerantentum“ die Basis der „Esoterisierung der Ökonomie“. Und weiter: „Jeder Intellektuelle erhält Applaus, wenn er ökonomische Unbedarftheit zur Schau stellt. Nicht über Grandawasser bescheid zu wissen, führt ihn indes ins Abseits.“

 

Daß jetzt das große Lamento anhebt, da der Kapitalismus, der die alte, auf Status basierende Feudalgesellschaft durch eine „meritokratische“ Vertragsgesellschaft ersetzt und eine zuvor nie gekannte Chancengleichheit herbeigeführt hat, die dank der natürlichen Ungleichverteilung menschlicher Talente natürlich auch wirtschaftliche Ungleichheit nach sich zieht, ist als Treppenwitz der Geschichte zu verbuchen.

 

Jeder ist seines Glückes Schmied. „Der Liberalismus ist ein Projekt, das der Entmachtung dient.“ Sich der hohen Politik auszuliefern, anstatt sein Schicksal selbst bei den Hörnern zu packen, muß daher in der Unfreiheit enden. „Der Job jedes Einzelnen ist es daher, erwachsen zu werden…“ – und sich jeden (staatlichen) Paternalismus zu verbitten!

 

http://www.amazon.de/Zivilkapitalismus-Wir-k%C3%B6nnen-auch-anders/dp/3570552314

http://www.brandeins.de/

http://ef-magazin.de/2013/12/06/4721-evangelii-gaudium-harsche-kapitalismuskritik-aus-dem-vatikan

 

Tagebuch

20 Gedanken zu „Wofür der Kapitalismus nun wirklich nichts kann

  1. Mourawetz

    Gigerenzers amerikanischer Kollege John Allen Paulos hat dafür einen Begriff geprägt: Inumeracy, Inumerantentum, die Entsprechung des Analphabetismus in der Welt der Zahlen.
    Aha, jetzt kenn ich mich aus. Gefunden auf brandeins.de.

  2. Spruance

    Nachdem man der Marktwirtschaft (und dazu gehören wir alle) die x-tausendste Belastung auferlegt hatte, geschah es, daß das BIP kein Wachstum mehr aufwies. Das, so hieß es zu Recht, ist ein klares Markt- und Wirtschaftsversagen, versagte der Markt doch plötzlich die sprudelnden Einnahme-Zuwächse, mit der Alle gerechnet hatten. Da halfen dann nur noch neue staatliche Eingriffe und höhere Steuern.

  3. Mourawetz

    Es ist noch schlimmer als man glaubt, Mr. Spruance.

    Trotz Wirtschaftswachstum stagnieren die Löhne seit Jahrzehnten. Inflation und Progression frisst Lohn. Seit Anfang der Neunziger stieg die Kaufkraft nicht.

  4. Thomas Holzer

    Ob wir wirklich noch von einer “freien” Wirtschaft sprechen/schreiben dürfen in diesen unseren Zeiten, wage ich mehr als nur zu bezweifeln.
    Die schon fast täglichen Eingriffe durch die Politik in die Reste einer einstmals relativ freien Wirtschaft per Gesetz untergraben langsam, aber dafür leider umso erfolgreicher, Vertragsfreiheit, Vertrauensgrundsatz, Rechtsstaatlichkeit, Eigenverantwortlichkeit, Eigeninitiative et al.

  5. Plan B

    Um diesen „Zeitgeist“ zu verstehen, hilft vielleicht eine Erkenntnis aus dem 19. Jahrhundert:

    „Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt.“

    Als Otto von Bismarck diese Beobachtung formulierte, meinte er damit den Aufstieg und Fall einer prototypischen Unternehmerfamilie über die Generationen hinweg. Aber es ist durchaus zulässig, diese Systematik auf die volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in Europa, speziell Deutschland und Österreich, nach dem WK II zu übertragen.
    Ich hatte das Glück als Vertreter der zweiten Generation (nein, nicht als Unternehmenserbe) von der prosperierenden wirtschaftlichen Entwicklung in der Bundesrepublik profitieren zu können (es wurden noch Kernkraftwerke gebaut!). Es ist nicht nur durch den ökologischen Virus zu erklären, dass die Kausalität von technischem Fortschritt und wirtschaftlicher Wachstumsfähigkeit zunehmend in Frage gestellt wurde; es ist vielmehr der schleichende Verlust von technischer Innovationsfähigkeit und die Zunahme von Wissensanmaßung. (Preisfrage: Welcher deutsche Physiker erhielt wann den letzten Nobelpreis?). Was heute noch in Deutschland an hoher technischer Kompetenz vorhanden ist, das stammt überwiegend aus der zweiten Generation, die noch einen kleinen „Fanclub“ in der dritten erhalten konnte. (Es spricht ja noch für die Robustheit in diesem Metier, dass die deutsche Wirtschaft noch einen so hohen industriellen Anteil halten kann, den höchsten in der EU). Was im Beispiel von Bismarck die „Kunstgeschichte“ ist, das kann man heute an den deutschen Unis beobachten. Und wo die wenigen noch guten Naturwissenschaftler landen, hat heute Vince Ebert in der WELT beschrieben: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article126487997/Warum-die-besten-Koepfe-Deutschland-verlassen.html

    Wer auch nur bei klarem Verstand fünf Minuten einer Pressekonferenz von Kanzlerin und MPs zur „Herkulesaufgabe Energiewende“ zuhören kann, hat entweder ein Diplom in Genderdinsgbums oder er bewirbt sich um den Einstein-Tapferkeitsorden.

    Nicht das Kapitalismusbashing ist das Problem. Sondern der Geisteszustand dieser Nation.

  6. Heinrich Elsigan

    Von den ganzen Neoliberalismuskritikern wird der Neoliberalismus sehr gerne als Anarcho-Kapitalismus mit dem Recht des stärkeren dargestellt. Diese Darstellung ist grundlegend falsch, da Monopole, Kartelle, illegale Preisabsprachen, das Aufkaufen des Marktes ja im Neoliberalismus verboten wurden, also alles das was den freien fairen Wettbewerb verhindert.

    Deregulierte Finanzmärkte sind nur so weit gefährlich, wenn man sich in ihnen verzockt und unter wenn Kritiker von dereguliert reden, meinen sie: “der Staat kann dort nicht so gut besteuern”
    Generell versucht der Staat immer zu besteuern anstatt zu steuern, weil Steuern sollten macro-ökonomisch sinnvoll steuern, anstatt erwirtschaftetes maßlos zu besteuern.

  7. gms

    Plan B,

    [ .. wo die wenigen noch guten Naturwissenschaftler landen [..] Warum-die-besten-Koepfe-Deutschland-verlassen ]

    Konnte man im verschnarchten Austriachstan bislang noch darauf vertrauen, der Unzeitgeist träfe dort mit 10-jähriger Verspätung ein, kehrte sich das Vorzeichen zwischenzeitlich um [1], aufdaß für unsere Gebildeten nun sogar das sich selbst abschaffende Deutschland das gelobte Land darstellt.

    Wer den Zustand der Medien ebenso als allgemeinen Zustandsindikator heranzieht, wie das Trommeln wider die Familie inklusive Tschänderei und Kinderverstaatlichung, der kann in Deutschland bestenfalls den Silbermedaillen-Gewinner erkennen im Rennen mit dem Kopf gegen die Wand.
    Während nämlich in Deutschland eine Kanzlerin seit 2009 die Sozialisten durch die Pofalla’sche Doktrin des bewußten Links-Shifts aushebelt [2], sind im kleinen Alpenland seit 2008 die echten Sozialisten am Ruder. Und wenn schon ein Schmiedl ein Land versaubeuteln kann, kann’s ein Schmied erst recht! Sozialismus wirkt eben.

    [1] nzz.ch/wirtschaft/wirtschafts-und-finanzportal/oesterreichs-hausgemachter-braindrain-1.18274548
    “Demnach sind in der letzten Dekade im Schnitt 20 000 bis 25 000 Österreicher p. a. weggezogen – Zielländer sind vorrangig Deutschland, die Schweiz, Nordamerika und Grossbritannien.”

    [2] siehe Tante Googel: Pofalla asymmetrische Demobilisierung

  8. gms

    Heinrich Elsigan,

    “im Neoliberalismus verboten wurden, also alles das was den freien fairen Wettbewerb verhindert.”

    Daß sogar “illegale Preisabsprachen” verboten wurden, mag für die einen supergummigut sein, für die anderen ist es ein stumpfer Pleonasmus, wie zugleich eine typisch staatsgläubige Errungenschaft. Weder ist ein solches Verbot moralisch begründbar, noch gibt es hierfür in der Mehrheit der Fälle eine tragfähige Beweiskette.

    Nicht grundlos geilen sich Linke und deren Heckwellenschwimmer am verwieselten Modewort “fair” auf, aufdaß Wettbewerb tunlichst so ziemlich alles ein soll, aber gewiß nicht frei.

  9. Heinrich Elsigan

    Naja, ich bin schon für mehr fair sportsmenship, unfair ist ein Zeichen von Schwäche und Dekadenz. Das ist die Art der TA und der staatsnahen Konzerne, die ebenfalls gern durch Lobbyistengesetzgebung Eingriff auf die Wirtschaft nehmen, weil sie unter echten neoliberalen Bedingungen eh keinen Wettbewerb zusammenbringen. Die echten privaten Konzerne haben nicht diese Abneigung gegen fair und die sind doch unendlich erfolgreicher, als der kleinkarierte Verbund oder die ausgeraubte TA. Dass was der TA die Lobbyistengesetzgebung gebracht hat, mussten die eh schon 3-fach an Tribut an Neugebauer wieder zahlen.

    aber solange genügend harter neoliberaler Geist vorherrscht und 1-2 bestehende Mitbewerber sich nicht an die Preisabsprache halten oder neue dann auf den Markt drängen, besteht eh keine Gefahr, dass die Preisabsprachen dann Wirklichkeit werden.

  10. Thomas Holzer

    @Heinrich Elsigan
    Ich muß mich anscheinend, leider, wiederholen!
    Niemand -zumindest nicht in Österreich und/oder Europa- setzt einem Politiker die Pistole an die Brust, damit dieser ein Gesetz verabschiedet, welches dem “Pistolero” entspricht.

    Und was ist fair oder unfair?
    Die Beantwortung dieser Frage liegt in den meisten Fällen im Auge des Betrachters.
    Ist es fair, daß die Großen die Kleinen fressen, ab und zu; ist es fair, daß die Schnellen die Langsamen fressen?
    Ist es fair, daß z.B. Hofer die Semmel für € 0,15 verkauft, der Bäcker um’s Eck aber zumindest das Doppelte verlangt, verlangen muß, um zu überleben?!

    Schlußendlich, der Konsument hat es doch (noch) in der Hand, zu entscheiden, welches Unternehmen er mit seinem Einkauf unterstützt, und welches nicht.

    Aber wenn “unsere” Politik weiter so “agiert”, dann wird auch diese Entscheidungsmöglichkeit bald abgeschafft sein!

  11. Heinrich Elsigan

    Dee Konsument hat es nur in der Hand, wenn es keine Monopole oder marktorientierenden Einflüsse gibt:
    sie haben die Wahl zwischen Spar, Billa, Zielpunkt, Anker, dem Bio-Laden und dem türkischen Bäcker. Dabei spielt ihre Preferenz eine Rolle:
    Ist das Preis/Leistung, Qualität, das Gefühl von Heimat in der Fremde und das ist individuell.
    bei der ÖBB wirds schwierig.
    beim ORF sind sie auch verpflichtet.
    die Mobilfunkbetreiber müssen sich auch an das Frequenzversteigerungsverfahren halten, der Äther und Sonnenlicht gehören auch dem Staat 🙂

  12. Thomas Holzer

    Es gibt immer! “marktorientierende” Einflüsse!
    Bis diese Welt untergeht!
    Seien Sie Realist!
    Verpflichtungen werden von der Politik auferlegt! Nicht(sic!) von den Märkten!

  13. Thomas Holzer

    Nachtrag!
    Und ja, nichts, aber schon gar nichts ist in dieser Welt perfekt; und wird es niemals sein!

  14. Heinrich Elsigan

    Ich meinte marktdomonierend, wir sind hier zu wenig marktorientiert, leider 🙁
    Die VÖEST steht mit anderen Stahlkonzernen im Wettbewerb, KTM mit anderen Motorrad Herstellern, Palfinger mit anderen Kranherstellern, Adler mit anderen Lackfirmen und so weiter.

    Der ORF haz 87% Marktanteil, UPC / Inode und die TA im Festnetz und Internetbereich zusammen 80%, die ÖBB 90%, Energieversorger sind auch sehr wenig privat.

    Letztere halte ich für zu wenig marktwirtschaftlich

  15. Thomas Holzer

    Und warum hat der ORF 87% Marktanteil?!

  16. Heinrich Elsigan

    Er hat sie eh nur unter den österreichischen Mitbewerbern, siehe:
    http://www.statistik.gv.at/web_de/statistiken/bildung_und_kultur/kultur/hoerfunk_und_fernsehen/021239.html

    Das liegt an der staatlichen Einflussnahme und an der Gesetzgebung, wonach neue Medien sehr stark reguliert werden, Internet-TV über bei Google Hangouts wurde gesetzlich auf 5.000 Zuseher begrenzt und es gibt noch ndere staatlich verordnete Marktbarrieren im Inland.
    Deswegen konnten ausländische (deutsche) TV Sender an Anteil gewinnen, aber inländische kaum. weiters kann sich der ORF durch Zwangsgebühr Gis, staatliche Fördergelder und Werbung finanzieren, Mitbewerber können sich nur durch Werbung finanzieren und haben wie gesagt genannte Marktbarrieren.

  17. gms

    Heinrich Elsigan,

    ehrlich gesagt lassen mich Ihre Ausführungen etwas ratlos zurück. ORF, ÖBB, Telekom, Energieversorger hierzulande und vergleichbarer von Ihnen genannter volkswirtschaftlicher Ballast, sind zweifelsfrei auf Staatseinfluß rückführbar. Böse Zungen würden behaupten, sie seien das Ergebnis des “Neo” in “Neoliberalismus”, demzufolge einzig das Zentralkomitee zwischen guten und schlechten Oligopolen zu unterscheiden hat.

    Wer sich Fairness und Freiheit auf die Fahnen schreibt, muß nach Vertragsfreiheit, Vertragstreue und Gewaltverzicht in der Aufzählung nötiger Grundlagen der Wirtschaft einen Punkt machen. Das Ergebnis dessen, was Menschen im Zusammenwirken aus freien Stücken heraus hervorbringen, mag uns als Individuum im Einzelfall nicht gefallen. Vergessen wird dabei allerdings, wonach dieselben Bedingungen, die solche Zustände schaffen, auch dessen Überwindung bewirken. Hat ein Zustand aber Konstanz, so ist auch diese aufgrund des Gewaltverzichts immer die Folge von Freiwilligkeit.

    Irgendwie erinnert das Verbot natürlicher Monopole an jenes Pfeifen, das vorgeblich verhindere, daß sich in den Kronen von Kirschbäumen Elephanten ansiedeln. Der empirische Beweis, daß irgendwo in der Historie ein Monopol dauerhaft und ohne staatliche Privilegierung zum Nachteil der Menschen wirkte, hat meines Wissens noch niemand gebracht. Statt dessen wird entgegnet: “Klar, wir haben auch immer laut gepfiffen.”

    Damit sind wir schon beim Grundübel jeglichen staatlichen Einflusses, nämlich dessen konsequentes Ausschalten von alternativen Szenarien. So übel kann die tatsächliche Folge des staatlichen Wirkens nicht sein, alsdaß sich nicht Staatsgläubige finden, die damit konfrontiert behaupten, es wäre andernfalls noch viel schlimmer gekommen, hätten Menschen völlig frei über ihr Eigentum verfügen können.

  18. Sybille Stoa

    @Heinrich Elsigan vergiss die:
    Wenn du wo was machen willst, dann geh ins Ausland.
    Die TA ist nur interessiert a Gschäft zu machen, hier kann man nichts neues gegen die verbandelten staatsnahen und die Regierung durchsetzen. Österreicher müssen ins Ausland gehen, um erfolgreich zu werden, schau dir Mateschitz, Schwarzenegger, Baumgartner, etc an.
    Außerdem hier gibt es kein Potential für Innovation, die jungen sind teils linksspin indoktriniert oder Türken oder rechts-liberale, die sich auf Finanz konzentrieren, weil realwirtschaftlich wird sich hier nur noch wenig abspielen.
    Das Geld haben die alten und Pensionisten und jung modern innovativ ist hier nicht gefragt, da machst einfach aufgrund der unterschiedlichen Kaufkraft nur mit Musikantenstadl oder Alt-Sozi-Retro-Folklore a Gschäft und das machen schon irgendwelche retro-linke ORF Fritzen.

    Probiers lieber woanders, wenn du scheiterst dann bist du dort ein risikobereiter, wo es halt beim ersten Mal nicht geklappt hat und hier bestärkst du höchstens die öffentliche Meinung “Unternehmer zahlt sich nicht aus, nur Beamter im geschützten Bereich ist was solides, die Unternehmen sollen die Migranten gründen”

  19. Thomas Holzer

    @Sybille Stoa
    Sorry, aber der Herr Mateschitz hat die Zentrale seines Konzernes in Fuschl; der Saft wird von Rauch abgefüllt; und der Herr Baumgartner wäre ohne den Herrn Mateschitz ein Nichts; Verzeihung………

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