Wofür entscheidet sich die ÖVP?

Von | 1. November 2021

(JOSEF STARGL) Wir erleben eine Parteiendemokratie mit einem Wettbewerb populistischer Wählerbestechungsprogramme , der die Staatsgläubigkeit, die Überschuldung des Staates, immer mehr Zwangsumverteilung, den Ausstieg aus der Marktwirtschaft sowie ein Leben auf Kosten von anderen und der Zukunft (anderer) fördert.
Wir sind Zeitzeugen von Versuchen der politischen Machtveränderung durch moralisierende Tribunale und Inszenierungen.
Zahlreichen Politikern geht es offensichtlich nicht um Strukturreformen, um bessere Lösungen und um eine Förderung des „Wohlstands für alle“, sondern um (noch mehr) Geldsozialismus in der Entschuldungsunion und um einen Klimasozialismus in einem paternalistischen Versorgungsstaat auf Pump.
Die Mitglieder der oligarchischen Apparate üben Lernresistenz, Innovationswiderstand und Reformunfähigkeit. Sie haben weder ein Interesse an mehr innerparteilicher Demokratie noch an einer stärkeren direkten Beteiligung der Bürger an politischen Entscheidungen.
Der jahrzehntelange Verzicht auf ein persönlichkeitsorientiertes Mehrheitswahlrecht und auf mehr Bürgerpartizipation förderte Seilschaften, höfische Strukturen und Intrigen.
Die Mitglieder der Nomenklatura oligarchischer Strukturen orientieren sich sehr stark an Planungs- und Machbarkeitsmythen. Diese dienen den Sonderinteressen in einer Günstlingswirtschaftsordnung, aber nicht der „Gemeinsamen Sache“ und dem „Wohlstand für alle“.
Eine Krise erneuerungsunfähiger Parteien bewirkt auch eine Krise der Parteien- (und Verbände-) Demokratie.
Das Konzept „Berufspolitiker mit marktwirtschaftsfernen Karrieren“ sowie eine Orientierung an Meinungsumfragen und an politischen Inszenierungen unterstützt durch Desinformation, Propaganda, Bewußtseinsbildung, Manipulation und Verschweigen der Wirklichkeit ist zum Scheitern verurteilt.
Eine Politik, die sich als Volkspädagogik versteht, die die Bürger erziehen sowie ihr Verhalten steuern will und die den Bürgern sagt wie sie leben sollen, führt zu Bevormundung und Entmündigung, zu immer mehr Verantwortungslosigkeit und zu Wohlstandsverlusten.
Der paternalistische und der interventionistische Weg in eine (öko-sozialistische) Planwirtschaft mit immer mehr Regeln und Verboten im Namen von Klima- und Umweltengeln ist nicht die Lösung, sondern das Problem. Freiheitsrechte, Eigentumsrechte und Vertragsfreiheit werden im Namen des „Guten“ und der „Religion der Guten“ eingeschränkt und beseitigt.
Ehemalige bürgerliche und an der Marktwirtschaft orientierte Parteien wie die ÖVP haben im Interesse der Machterweiterung und des Machterhaltes nicht nur ihr Parteiprogramm und somit ihre Grundsätze entsorgt, sondern auch immer mehr auf eine argumentative Austragung sachlicher Konflikte verzichtet.
Ein Interesse an einer Parteistrukturreform ist innerhalb der ÖVP nach wie vor nicht vorhanden. Ist die „ÖVP-Realverfassung“ überhaupt reformierbar?
Die Berufspolitiker, die Korporatisten, die Antiwettbewerbsföderalisten und die EU-Zentralisten leben mit ihren Mythen und mit ihrer Sonderinteressenorientierung weit weg von den wirklichen Problemen der Bürger.
Quo vadis ÖVP? Eine Politik der Entbürgerlichun“ dient nicht den Bürgern dieses Landes.
Die (politischen) Profiteure der EZB-Geldpolitik, der EU-Politik und der „staatlichen Politik“ sollten weder die Enteignung der Sparer, die Zerstörung der privaten Altersvorsorge, die Preissteigerungen, die Kaufkraftverluste, die Einschränkung der Eigentumsrechte, die Erschwerung des Vermögensaufbaues, die Verringerung des Privateigentums und der Verfügungsrechte über das Privateigentum, die Folgen der Schuldenunion und die Vergemeinschaftung der Schulden in der Entschuldungsunion noch die Überschuldung des Staates, die fortschreitende Ausschaltung des Marktes sowie des Wettbewerbes als Entdeckungsverfahren, die Zunahme der staatlichen Lenkung von privaten Investitionen und die steigende Steuerlast auf dem Weg in einen „öko-sozialistischen Versorgungsstaat“ verschweigen und befürworten.
Die Folgen der Inflationspolitik, der Zinsmanipulation, der „Politik des Lebens auf Pump“ und der ständig steigenden Ausgaben des Staates sollten von den Mitgliedern der Nomenklatura nicht mehr länger ignoriert werden.
Immer mehr Bürger und Wähler reflektieren zunehmend über die Zwangsumverteilung von Einkommen und von Vermögen, über die (Geld-) politische Lenkung des Sparens, der privaten Altersvorsorge, des privaten Konsums und der privaten Investitionen sowie über die kalte Progression als Inflationsbesteuerung.
Wenn die ÖVP eine staatstragende Partei sein will, dann sollte sie die Probleme der Bürger weder verschleiern noch verschweigen.
Die Bürger erwarten von der ÖVP nicht „mehr EU-Zentralismus, mehr Staat und weniger Privat“, sondern „mehr Privat, weniger Supranationalismus und weniger Staat“!

5 Gedanken zu „Wofür entscheidet sich die ÖVP?

  1. Johannes

    Gerade im Umgang der Parteien miteinander zeigt sich das die Toleranz in Österreich im Verschwinden ist.
    Toleranz braucht es aber wenn eine freie Wirtschaft blühen und gedeihen soll. Der Zeitgeist ist zutiefst intolerant.
    Durch den Mißbrauch der Kinder für Klimapolitik entsteht ein Klima des Hasses auf freie Wirtschaft.
    Sie können diese aufgehetzte Jugend und ihre infantilen Erwachsenen Fans gar nicht mehr erreichen. Ähnlich einer Sekte lehnen sie alles ab und bieten dennoch keine Alternativen über die man wenigstens streiten und diskutieren könnte.
    Die FfF Bewegung wird von NGO geschickt benutzt.
    Das sieht man noch hin und wieder wenn die ÖR nicht gut genug ihr Filmmaterial schneiden in Dokus.
    Da sieht man wer die Einpeitscher sind und mit welchen Methoden der Prpaganda und Angstmache sie arbeiten.
    Sie nützen die hohe Bereitschaft der Jugendlichen sich für etwas engagieren zu wollen. Gemeinschaftsgefühl und der diffuse Glaube die Welt retten zu müssen wird geschickt genützt.
    Vielleicht sollte die ÖVP von den NGO lernen das man die Jugend begeistern kann.
    Tut man es für eine kluge und gerechte Sache kann man die linkspopulistischen Rattenfänger entlarven.

  2. Kluftinger

    Herr Stargl, ihre letzten beiden Sätze verdienen besondere Beachtung! Man sollte sie (mit Verlaub) noch ergänzen:
    …und dem Bürger seine Handlungsfreiheit und Selbstverantwortung zurückgeben!

  3. hausfrau

    Es sollte für Kinder ein Unterrichtsfach geben wie man Manipulation aufdeckt und die altmodische Art des eigenständigen Denkens mittels des eigenem Hirns gefördert werden.
    Die ÖVP sollte erkennen, daß sie Österreich dient, mit österreichischen Methoden und nicht mit chinesischen.
    Wer das nicht schafft sollte dorthin auswandern nachdem seine sämtlichen Konten eingefroren wurden. Oder sonstwohin, wo er keinen Schaden anrichten kann.
    Man würde gern erfahren, was die ÖVP an ursprünglich Versprochenem umgesetzt hat und wie. Auch, warum EU-weit gerade Österreich heuer mit den größten Asylaufnahmen glänzt und warum man nichts davon hört.
    Auch sollte jegliche Presseförderung eingestellt werden.

  4. sokrates9

    Herr Stargl@ Wem der ÖVP – Elite trauen sie zu dass er querdenkt und neue Ideen in diese verkrustete, selbstgefällige Partei bringt?? Runter auf 10% ist die einzige Möglichkeit dass man sich neu strukturiert!

  5. hausfrau

    Die ÖVP wird den Teufel tun. Sie wird immer mit den Grünen koalieren die ja Brüder im Geiste sind.
    Man beachte die anrollende Propaganda wegen der “Klimakatastrophe” – es geht um unsere Kinder!
    Leere Inhalte lassen sich schön bunt inszenieren.
    Es werden wieder die Kinder mißbraucht – erst mit Masken desinfiziert ins Winkerl gestellt, jetzt krepieren grad welche deswegen in den Spitälern an einem anderem Virus. Der Rest ist selbstmordgefährdet.
    Und die EU läßt jetzt mittels KI unsere Post wegen “Kinderpornographie” beurteilen. Ich nehme an, Politiker werden diesbezüglich nicht überwacht.
    Ist doch fein, da rollt der Rubel. Halt aus des Bürgers Tasche in die der Regierung, die ja ihre Gehälter selbst erhöht.
    Die schlafen allesamt gut.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.