Wofür Europa solidarisch sein muss

“Zypriotische Politiker und Regierungsbeamte nahmen bei der Bank of Cyprus und der Laiki Bank Kredite auf, zahlten aber wenn überhaupt nur einen kleinen Teil des Geldes zurück. Die Banken erließen ihnen die Schulden, berichtet Keep Talking Greece. Die zypriotische Webseite 24H hat der Staatsanwaltschaft eine Liste mit den Namen der begünstigten Politiker übergeben.” (DMN)

3 comments

  1. world-citizen

    Da wird sich nichts ändern, so lange die europäische Betrugsbekämpfungsbehörde nur aufdecken darf, danach aber ihre Fälle nationalen Behörden überlassen muss. Nationale Politik ist immer korrupt und nationale Poltik ist es auch immer, die jeden Versuch von Verbesserungen sabotiert.

    Aber wenn es brennt, dann ist natürlich niemand anderer als die Feuerwehr schuld. Hauptsache die Meute hat einen Sündenbock.

  2. Der Grenzwolf

    … noch vor paar Jahren hätt´s mir das Speiberte bis zum Zapferl im Rachen hoch drückt, doch heute … – der ultimative Alltag.

    Was aber ich hier noch sagen, bzw., fragen will, ist Folgendes:

    Ist man nun ein Schelm, wenn man denken würde, dass genau diese Art der “Fütterung” auch bei uns der Alltag ist? Oder Miesepeeter und Ehr-Abschneider?

    Oder wenn wer sagt, dass es bei uns ausgeschlossen sei, ist dies dann ein leichtgläubiger Narr, oder gar ein “betroffener” Wissender? Wobei sich die Betroffenheit in Grenzen halten würde.

    Was es doch mit Sicherheit in beiden Fällen wäre, ein äußerst unhygienischer Zustand für eine demokratische Republik.

    Denn sind leichtgläubige Narren in großer Zahl mindestens ebenso schlecht, wie politische Gauner und Verbrecher. Weil die Ersteren ja es erst leichter möglich machen, dass die Zweiteren sich in einer solchen Art “bedienen” können.

    In beiden Fällen wäre es eigentlich ein Fall für die Justiz. Bei den unzurechnungsfähigen Narren das Vormunschaftsgericht in ziviler Form. Und bei den Anderen klarerweise das Strafgericht.

    Christian Ortner trifft es in seinem Buch ja punktgenau mit der (UN)-Zurechnungsfähigkeit der Überzahl jener Wähler aus dem Prekariat.

    Gegen Beides wird man sich ganz rasch was einfallen lassen müssen. Denn ist die Gefahr doch sehr groß, dass sie in paar Jahren dann “25 Jahre Korruptions-Staatsanwaltschaft” Hand in Hand abfeiern und sich dann in kleineren Cliquen champagnisierend in die Separees zurückziehen, und dort die neuen Schurken-Stücke aushecken.

    Denn sind sie ja alle “gut freund”, die Geber und die Nehmer, und zu solchen Anlässen sitzen´s allemal, gar Hand in Hand, an einem Tisch. Mit jenem Champagner in die Kameras prostend, den sie sich noch extra von uns zahlen lassen.

    Ich für meinen Teil will es nicht glauben, dass es ein Zypriotisches Phänomen ist. Denn kennen wir doch genau die gleichen Umtriebe, die politische Funktionäre in den höchsten Ebenen mit den Versicherungen betrieben haben. Oder umgekehrt. Dereinst waren es halt keine Kredite, sondern “große Feuersbrunsten”, oder “Wasser-Katastrophen”.

    Ich würd´s mal so sagen: Ich sage JA, das gibt es bei uns auch, Ich weiß es zwar nicht warum, aber die werden´s schon wissen.

    Echt – in unserem dereinstigen Saustall war´s allemal hygienischer, als da in der hohen Politik.

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