Wohlstand für alle – eine gescheiterte Idee?

(ANDREAS TÖGEL)  Der deutsche Ökonom Marcel Fratzscher zu Gast bei der Agenda Austria.  Seit 1957, als der deutsche Wirtschaftsminister Ludwig Erhard sein Buch mit dem Titel „Wohlstand für alle“ veröffentlichte, ist viel Zeit vergangen. Von dem von ihm vertretenen Erfolgsmodell der „Sozialen Marktwirtschaft“ ist kaum etwas übrig – ein Befund, den sozialistische und liberale Beobachter teilen – wiewohl aus unterschiedlichen Gründen.

Fratzscher, der von der FAZ links der politischen Mitte verortet wird, widmet sich in seinem jüngsten Buch dem Thema der materiellen Ungleichheit. Diese bildet auch das Thema seines Vortrags in der Agenda Austria.

Das wohlhabendste Fünftel der deutschen Bevölkerung (die österreichischen Daten weichen nicht stark von den deutschen ab) verfügt über 84,4% der Vermögen. Das ärmste Fünftel über nur 0,1% – also faktisch nichts. Bei den Einkommen sind die Unterscheide nicht so stark ausgeprägt allerdings erst nach Steuern und Transferzahlungen. Die staatlichen Umverteilungsmaßnahmen wirken sich offensichtlich stark nivellierend aus.

Interessant auch der Vergleich durchschnittlicher Pro-Kopf-Nettovermögenswerte: Deutschland und Österreich bilden mit wenig mehr als 50.000 Euro die Schlusslichter der Eurozone. Bürger vermeintlich weniger wohlhabender Länder wie Spanien, Italien oder Griechenland, verfügen über mehr als das Dreifache dieses Wertes. Luxemburger besitzen gar über 400.000,- Euro. Eine der möglichen Erklärungen dafür bildet der Bestand an Eigenheimen und Wohnungseigentum. Anders als in den genannten Ländern, leben 60% der Deutschen zur Miete und nur 40% in den eigenen vier Wänden.

Fratzscher diagnostiziert für das zurückliegende Jahrzehnt eine Stagnation der Löhne, während das BIP sich seit 1992 um rund 30% erhöht hat. Die „soziale Mobilität“ (d. h. die Möglichkeit, die soziale Schicht in die man hineingeboren wurde, zu verlassen) ist deutlich gesunken, was als Folge ungleich verteilter Bildungschancen zu werten sei.

Aus Sicht des Ökonomen ist, so Fratzscher, die Frage der „sozialen Gerechtigkeit“ irrelevant. Ihn interessierten vielmehr die Folgen der Ungleichheit – und die seien negativ. Er beziffert, gestützt auf einen Analyse der OECD, deren negativen Wachstumseffekt für Deutschland mit 6% und für Österreich mit immerhin 3%.

Die (immer noch) stark mittelständisch geprägte Unternehmenslandschaft habe eine starke Auswirkung auf die Vermögenskonzentration. 24% der Vermögen steckten in Unternehmen, weshalb die immer wieder debattierte Frage von Erbschaftssteuern sehr behutsam anzugehen sei, um negative Auswirkungen auf die Produktion zu vermeiden.

Fratzscher sieht das Problem nicht beim starken Vermögensüberhang bei den Wohlhabendsten, sondern in der völligen Vermögenslosigkeit bei den Ärmsten und bei den zunehmenden Schwierigkeiten für die Mittelschicht, Vermögen aufzubauen. Ein höheres Maß an „Steuergerechtigkeit“ (leider bleibt die Frage unbeantwortet, was genau darunter zu verstehen ist) sei notwendig. Arbeitseinkommen jedenfalls seien zu hoch besteuert.

Auf dem Markt entstehende materielle Ungleichheiten durch ein Maximum an Staatsinterventionen abzufedern, sei ineffizient. Wirtschaftlicher wäre es, allzu starke Ungleichheiten gar nicht erst entstehen zu lassen. Deshalb sei an der Bildung und Ausbildung der Kinder anzusetzen, da frühzeitig investiertes Geld die beste Rendite bringe. „Der Staat kann sich in dieser Frage seiner Verantwortung nicht entziehen. Die Kinder bildungsferner Schichten müssen abgeholt und mitgenommen werden.“

In der anschließenden Diskussion wird deutlich, dass es alles andere als trivial ist, Sinn oder Unsinn staatlicher Umverteilungsmaßnahmen (etwa über Steuern auf die Vermögenssubstanz) zu beurteilen. Staaten mit deutlich „sozialistischeren“ Gesellschaftsmodellen, wie etwa Schweden, weisen nämlich ähnliche Vermögensungleichheiten auf wie Österreich und Deutschland. Auch unterschiedlich organisierte Schulsysteme lassen keine eindeutige Wirkung erkennen. Holland mit einem starken Privatschulsektor (77%) produziert keine größeren Bildungsungleichheiten als nahezu total verstaatlichte Systeme wie jene Deutschlands oder Österreichs.

Fratzscher bleibt dennoch dabei, dass verbesserte Bildungschancen für die Kinder sozial benachteiligter Familien einen ökonomischen Gewinn bringen. Den Einwand, dass es ein Generationenprojekt sei, über diesen Weg zu mehr Gleichheit zu kommen, kann er nicht entkräften.

Das erstaunliche Phänomen, dass im vermeintlich reichen Deutschland die durchschnittlichen Nettovermögen wesentlich kleiner sind als in den als ärmer eingeschätzten „Club-Med-Staaten“, erklärt einer der Diskutanten mit dem Umstand, dass der hypertrophe Wohlfahrtsstaat jedermann der Notwendigkeit enthebe, selbst Vermögen für die Altersvorsorge zu bilden (Stichwort „Eigenheim als vierte Pensionssäule“), da ja der große Bruder für alles Notwendige sorge.

Beim Vermögensvergleich müssen die Barwerte der Anwartschaften künftiger Pensionszahlungen berücksichtigt werden, was die behaupteten Vermögensungleichheiten in Deutschland und Österreich sofort stark reduziere.

Fratzscher kritisiert an dieser Stelle, dass die Staatsausgaben sich allzu sehr auf den Konsum und viel zu wenig auf Investitionen (etwa in die Bildung) konzentrierten. Dieser Befund trifft zwar zu, liegt aber im Wesen der Demokratie begründet, deren gewählte Repräsentanten ausschließlich an kurzfristigen Ergebnissen (ihrer Wiederwahl) interessiert sind und dazu neigen, langfristige Ziele (etwa die Effekte einer besseren Bildung/Ausbildung) zu vernachlässigen.

Nach Fratzschers Einschätzung sei „…die Soziale Marktwirtschaft Mitte der 80er-Jahre gestorben.“  

Mein Kommentar: Schlüssige Vorschläge, wie denn das in den 1950er- und 1960er-Jaren unbestreitbar erfolgreiche Modell Ludwig Erhards („Wohlstand für Alle“) reanimiert werden könnte, sind dem Referenten nicht zu entlocken. Allein die redundant erhobene Forderung nach „mehr Chancengleichheit bei der Bildung“, vermag nicht wirklich zu überzeugen. Und der mehrfache Verweis auf die „zu hohe Besteuerung des Faktors Arbeit“, nährt allenfalls die Befürchtung, hier werde die Eröffnung einer neuen Front zur Einführung von unternehmensfeindlichen Substanzsteuern vorbereitet (wiewohl Fratzscher mehrfach betont, die Unternehmen müssten, um negative Beschäftigungseffekte zu vermeiden, davon verschont werden).

Bleibt die Frage, ob materielle Ungleichheit per se ein Übel darstellt. Das ist wohl dann der Fall, wenn die Subsistenz der Ärmsten einer Gesellschaft gefährdet ist. Zweifellos birgt die völlige Perspektivlosigkeit für Teile der Gesellschaft soziale Sprengkraft.

In Gemeinwesen allerdings, in denen auch die Ärmsten gut über die Runden kommen, bildet Ungleichheit geradezu den Motor der Betriebsamkeit. Wer erkannte Chancen durch erhöhten Einsatz auch nutzen kann, verhilft damit der gesamten Gesellschaft zu mehr Wohlstand. Der unentwegt regulierend, verhindernd und bremsend eingreifende Leviathan, schädigt insbesondere die Ärmsten, da die „Reichen“ sich seinen Anmaßungen dank ihrer hohen Mobilität wesentlich leichter entziehen können. Deutschland und Österreich bilden die besten (abschreckenden) Beispiele: Minimale Vermögensbildung bei den Schwächsten, trotz – oder gerade wegen- maximaler staatlicher Umverteilung.

 

8 comments

  1. gms

    “Ein höheres Maß an „Steuergerechtigkeit“ (leider bleibt die Frage unbeantwortet, was genau darunter zu verstehen ist) sei notwendig. Arbeitseinkommen jedenfalls seien zu hoch besteuert.” — Diese gerechtistische Fallacy von einer Ungleichbehandlung scheint um keinen Preis aus den Hirnen der Sozialklempner rauszubringen zu sein.

    Akzeptiert das Finanzamt am Ende des Jahres eine Schubkarre voller Ziegel, die man aus dem eigenen zuvor intakten Haus schlug? Das tut es nicht. Doch selbst wenn es diesen Anteil als Vermögenssteuer akzeptieren würde, müßte dennoch der Eigentümer verdammt in die Hände spucken, wollte er seine Hütte weiterhin widmungsgmäß nutzen, und zwar genauso, als hätte er einen Nine-to-Five-Job mit Krankenkasse und Urlaubsanspruch und würde aus diesem Einkommen seine ihm oktroyierte ‘Vermögenssteuer’ aufs Dach überm Kopf abdrücken.

    Ausnahmslos alles, was der Fiskus sich krallen will, muß zuvor erarbeitet werden. Das klingt weder komisch noch ist es das. Freilich kann der Staat mit einem Finger auf ein beliebiges Gut zeigen und raunen, das gehöre ihm. Er kann es auch ‘Steuer’ nennen und sogar behaupten, es sei vom Eigentümer nicht erarbeitet worden, bloß ändert das kein Jota am tatsächlichen Sachverhalt.

    Schlüge jedesmal der Blitz ein, wenn ein Linker für sein räuberisches Ansinnen geistig Nährwertloses verzapft, wären die Gebäude von Kammern, Gewerkschaften, Medien und politischen Vereinigungen weltweit nur noch verkohlte Ruinen. Nachdem aber nichts passiert und in der Regel auch die Adressaten nicht mit dem legendären Autofahrergruß reagieren, frißt sich die Mär von der Ungleichbehandlung diverser Einkommensarten langsam aber sicher durch die Gesellschaft.

    Könnten Sozialisten Fragen korrekt beantworten, wären sie nicht links. Daß sie dennoch noch nicht aus der politischen Landschaft gefegt wurden, verdanken sie maßgeblich der Lethargie der Bürgerlichen, deren Verteidigungskapazität angesichts erkennbarer Falschaussagen von Roten nichtmal zur zeitnah gehobenen Augenbraue reicht, geschweige denn zum Mittelfinger, oder, wenn’s distinguiert abgehen soll, zum richtigstellenden rhetorischen Zweizeiler mit freundlicher aber unerschütterlicher Verbindlichkeit.

    All das, was etwas vermag, ist ein Vermögen. Wird Vermögen zweckdienlich genutzt, entsteht daraus neues Potential oder umgangssprachlich ‘Wohlstand’, falls das neue Potential letztendlich in Konsum oder Infrastruktur mündet. Dieselben Roten aber, die propagandatechnisch in der Arbeiterschaft etwas Ausgebeutetes behaupten, als sei sie eine gewaltiges Bergwerk, mißbilligen die Idee einer Kopfpauschale, einer Vermögenssteuer auf das einzige Potential, das zur Erbringung von Mehrwert wirklich unabdingbar ist. Komisch, nicht wahr?

    Der grüne Rasenziegel im Garten und das Fenster in der Wand sind ein Vermögen, und doch können sie ohne menschliches Zutun nichts Verwertbares in Richtung Fiskus spedieren. Wer solches besteuern will, muß verdammt viele Fragen beantworten. Wenn hinkünftig aber nicht wie in der Quizshow jedesmal ein enervierender Brummton und ‘Game over’ ertönt, falls der Kanditat von übergroßen Eurozeichen verblendet an der korrekten Lösung vorbeischrammt, dann haben Liberale aus dem letzten hundert Jahren nichts gelernt. Nicht rote Infamie ist entscheidender Kern des Problems, sondern unterlassene Unduldsamkeit ihr gegenüber.

    Liebe Sozialisten, wollt ihr Erträge aus Arbeit steuerlich entlasten? — Ja — Gut. Gibt es dafür andere Optionen, als ausschließlich Steuersenkungen? — Ja — Falsch. Würde etwa eine Steuer auf gehaltene Nagetiere menschliche Arbeitserträge steuerlich entlasten können? — Ja — Ebenso falsch, aber eine versuchsweise Begründung hätte zumindest Unterhaltungswert.

  2. Fragolin

    In dem Moment, wo das Wort “Gerechtigkeit” fällt, vor Allem in Verbindung mit “Steuern”, ist jede vernünftige Diskussion beendet und es folgen nur mehr Phrasen und Parolen. Ein Tummelplatz für Christian Peter (na, werden die gestrigen “Konzerne, Superreiche, blabla…” Kommentare per c&p auch in diesen thread kopiert?) und alle, die sich moralisch berufen fühlen, das Geld anderer Leute an andere Leute zu verteilen.
    Ein schlanker Staat, der sich auf seine Hauptaufgaben konzentriert, könnte sich von 20% Mehrwertsteuer locker ernähren, ohne von irgendwo sonst noch einen Cent abzugreifen. Gleiche Konsumsteuer auf Alles und schon beteiligt sich jeder adäquat seines Verdienstes am gemeinwesen, hat über sein Konsumverhalten begrenzte Steuermechanismen an der Hand und tausende Finanzbeamte wären…
    Oh, ich vergaß, die kommende Massenarbeitslosigkeit wenn die ganzen am Privatmarkt unvermittelbaren Systemmaden aus dem Apfel geschmissen werden. Also vergessen wir’s…

  3. chrisamar

    Fratzscher hat recht. Aber er sagt nicht alles. Bei einer Staatsquote von unter 50% spricht man von “Sozialer Marktwirtschaft”. Ab einer Staatsquote von 50% ist es Sozialismus. In Deutschland sind es mehr als 70% Staatsquote welche von den Mindestlöhner der Freien Wirtschaft zu erbringen ist. Lebenslange Armut trotz Arbeit. Jeder 5. ist bereits in Armut verbracht und jeder 6. ist von Armut bedroht. Obwohl bei einer so hohen Staatsquote, jeder ein Recht auf einen sozialen Staat hat. “Der Mittelstand”: In einer gesunden, sozial-marktwirtschaftlichen Gesellschaft, zählen 40% zum Mittelstand. In Deutschland sind es nur noch 25%. Wo bleiben die Steuergelder? Etat Bundeshaushalt in 2015: € 660 Milliarden. Davon flossen € 243,2 Milliarden / 41% jedes Steuer-€, als Personalkosten direkt in die privaten Taschen der Minderheit der Staatsdiener. In nur 25 Jahren haben sich die Staatsdiener zur reichsten Bevölkerungsschicht gemacht. Die durchschnittliche Pension: € 2850,00. Durchschnittliche Rente: € 854,00. Ein Rentner kann max. € 2800,00 erhalten. Egal wie lange oder wie viel er eingezahlt hat. Die Einkommen der Staatsdiener, z.B. die eines Richters auf Probe / Berufsanfängers, haben sich nach der Währungsunion vervierfacht. Von DM 1500,00 Brutto in 2001, auf € 3000,00 in 2014. Seit 2015, + 10% und bis Ende 2016 erneut + 10%.
    Wenn sich die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen eines Landes ändern, dann hat der Staat darauf zu reagieren:
    – Die Arbeitsbedingungen des Beamtenstands sind denen der Freien Wirtschaft anzupassen.
    – Die Veruntreuung und das Verschwenden von Steuergeldern durch Amtspersonen, sind genauso streng zu verflogen und zu sanktionieren, wie Steuerhinterziehung.
    Die von der Regierung gewünschte “Flüchtlingskrise” hat in 12 Monaten, 10% des Etat von 2015. verschlugen. € 66 Milliarden für 2 Millionen Flüchtlinge. Da kann etwas nicht stimmen. Auch an dieser Stelle fehlen Kontrollfunktionen. Aus meiner Perspektive ist Deutschland nur Beute der Staatsdiener und durch Korruption unregierbar geworden. Das Merkel-Regime muss unter Kontrolle durch die Bürger gestellt werden.

  4. Reini

    “Wohlstand für alle – eine gescheiterte Idee?”
    Eigentlich sollte man mit (harter) Arbeit zu Wohlstand gelangen, … aber zur Zeit wird die Bevölkerung fürs Arbeiten vom Staat bestraft!!!! …
    … oder kann mir ein Politiker erklären wie ein Mechaniker, Frisörin, Tischler, usw… mit 1300 Netto sich einen WOHSTAND aufbauen kann??? … da trifft eher der NOTSTAND ein!!!

  5. Herr Karl jun.

    @ chrisamar
    Wir erleben tatsächlich eine Art “Neo-Feudalismus”: Anstelle von Landesherr, Adel und Kirchen (und deren Helfershelfer) als Träger und Nutznießer der “staatlichen” Ordnung im Mittelalter sind heute politische Parteien und die Bürokratie (mit deren vielfältigen Helfershelfern in Kultur, Wirtschaft, Bildung, Medien und Wissenschaft) getreten. Trotz aller demokratischen Cormouflage versuchen sich auch im modernen Wohlfahrtsstaat nicht wenige Menschen auf Kosten anderer möchlichst wohlig einzurichten, zuvorderst natürlich die “Staatsdiener” selber, eifrig gefolgt von großen Gruppen von Benefiziaren (wie Pensionisten, Subventionsempfänger oder Sozialhilfeempfänger). Das ökonomische Scheitern des Wohlfahrtsstaates liegt u.a. auch daran, dass der sogenannte “öffentliche Dienst” (im weiteren Sinne zählt dazu auch das politische Establishment) sich krebsartig ausweitet, immer mehr Ressourcen verbraucht und durch wachsende Komplexität immer ineffizienter wird, bei gleichzeitiger Tendenz der Politik und des “öffentlicher Dienst”, ihre Bürgerleins immer mehr zu besachwaltern und der Gesellschaft ihren natürlichen Sinn für Selbstverantwortung, gestaltender Aktivität und unternehmenrischem Denken zu nehmen. Da die Legitimierung der “öffentlichen Hand” unter diesen Umständen immer schwieriger wird, wird die Dosis der Versprechungen und Verheissungen ständig erhöht – und damit die Enttäuschungen derjenigen, denen man vorgibt wohlmeinend zu sein.
    Der stärkste Gegner des Feudalismus war übrigens der Liberalismus; es braucht heute mehr Neo-LIberalismus.

  6. Falke

    @Reini
    Nicht nur das. Wenn es tatsächlich ausnahmsweise jemandem gelingt, durch harte Arbeit zu Wohlstand zu gelangen, treten sofort die Linken und – vor allem – Grünen auf den Plan und verlangen eine zusätzliche Steuer auf den “Wohlstand”, sprich Vermögen. Und aufs Erbe sowieso, das ist ja nicht einmal durch Arbeit entstanden.

  7. Thomas Holzer

    Daß diese Idee gescheitert ist, ist doch ganz im Sinne “unserer” Politikerdarsteller. Jeder einzelne soll möglichst abhängig vom Staat und dessen Repräsentanten sein, egal in welchem Bereich; die vereinigten Sozialisten haben aus der Geschichte insofern gelernt, als daß sie nicht mehr versuchen, diesen mit Waffen zu verbreiten, sondern schlicht und einfach Schritt für Schritt ex lege dem sedierten vulgus populus verabreichen.
    Jedes neue, zusätzliche Gesetz bringt uns einen Schritt näher zum realen Sozialismus unserer Zeit, indem die Möglichkeiten der freien Entscheidungen immer weiter eingeschränkt werden.

  8. Rennziege

    In Parolen à la “Wohlstand für alle” meint die dank gefinkelter Wählerbestechung immer noch im Sattel hockende Nomenklatura mit “alle” ausschließlich sich selbst. Und punktet damit unbesehen beim Stimmvieh, dem nur noch eine rudimentäre und staatsgläubige Schulbildung gegönnt wird.
    Was den Orwell-Gedanken “Lüge wird zur Wahrheit” perfekt umsetzt; skurril daran nur, dass ausgerechnet die von Orwell nicht nur in “1984” entlarvten und gegeißelten Unterdrücker dies als erfolgreiche Geschätsidee aufgeklaubt haben.

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