Wenn Wirtschaftsjournalismus mit der Wirklichkeit kollidiert

Von | 28. Februar 2014

Der bekannte Financial-Times- Kolumnist Wolfgang Münchau beschreibt auf Spiegel-Online anschaulich, wie Deflation funktioniert und warum wir sie “fürchten sollten” : “Wer damit rechnet, dass die Preise fallen, der kauft sich den Kühlschrank erst im nächsten Jahr, weil er dann billiger sein dürfte. Im nächsten Jahr kauft er ihn dann aber auch nicht, denn schließlich könnte er im Jahr darauf noch mal billiger werden.” Seltsam – bisher dachten wir eigentlich, dass man einen Kühlschrank normalerweise kauft, weil man a) in seine erste Wohnung einzieht, oder b) der alte Kühlschrank nicht mehr gut funktioniert oder c) ein größerer Kühlschrank gebraucht wird. In allen drei Fällen wird der Konsument eher nicht ein Jahr warten, weil das vor allem im Sommer doch eher unpraktisch wäre. Deshalb kaufen die meisten Menschen ja auch einen Laptop dann, wenn sie ihn brauchen oder haben wollen – und nicht ein Jahr später, obwohl wir alle wissen, dass die Preise dieser Dinge dauernd sinken. Was also bitte ist nun wirklich das Problem mit der Deflation? Und nach welchen eigentümlichen Kriterien kauft ein prominenter Wirtschaftsjournalist seine Kühlschränke?

48 Gedanken zu „Wenn Wirtschaftsjournalismus mit der Wirklichkeit kollidiert

  1. Karl Markt

    Das Problem mit der Deflation ist, dass die Leute Geld horten, bzw nicht mehr das ganze Geld jeden Monat ausgeben.

    Somit ist die Summe der Löhne höher als die Summer die verkonsumiert wird und die Profite brechen ein.
    Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit.

    Deshalb ist eine dezente Inflation auch gut für die Wirtschaft weil das tendenziell sicherstellt,dass das ganze Geld auch wieder zu den Unternehmen zurückfließt.

  2. M. Sastre

    Das Beispiel des Kühlschranks mag als Beispiel für die Ursachen der Deflation tatsächlich schlecht geeignet sein, da notwendige Investitionen sich nicht beliebig nach hinten verschieben lassen. Den Kauf eines Pkw kann man aber durchaus noch 1-2 Jahre nach hinten verschieben oder auf das Leasen als langfristig teurere Variante zum Kauf verzichten, genauso wie der Urlaub aufwendiger oder kostengünstiger gestaltet werden kann.
    Tatsache jedoch ist auch, daß die Einzelhandelsumsätze seit Beginn der neunziger Jahre nicht mehr wachsen. Das mag unterschiedliche Gründe haben. Zum einen sind die (Real-)Löhne seit dieser Zeit kaum noch gewachsen und teilweise sogar rückläufig. Zum anderen verschieben sich die Vermögensverhältnisse innerhalb der Bevölkerung zusehends, d.h., daß die Teile der Bevölkerung, die einen großen Teil ihres Einkommens in den Konsum stecken immer ärmer werden, während der Teil der Bevölkerung, der einen wachsenden Wohlstandsgewinn zu verzeichnen hat, diesen nur zu einem geringeren Maße konsumiert. Dies führt zusammen mit einer krisenbedingten Zurückhaltung bei nicht zwingend notwendigen Ausgaben erst zu einer Verringerung der Margen und schließlich zu deflationären Tendenzen.
    Nicht zuletzt reagiern auch die Unternehmen in einer deflationären Phase mit Investitionszurückhaltung und einer abwartenden Haltung gegenüber Neueinstellungen. Dies wirkt sich dann auch auf die Kaufkraft der Bevölkerung aus.
    Insofern hat Herr Münchau dennoch Recht, wenn er darauf hinweist, daß unter bestimmten Bedingungen ein sich selbst verstärkender Prozeß der Kaufzurückhaltung und des Investitionsstaus einsetzt, den es zu durchbrechen gilt soll er nicht chronisch werden.
    Grundsätzlich ist aber natürlich auch die Kritik am Sachverstand der Wirtschaftsjournalisten angebracht. Allzuoft werden wohlfeile Prognosen und Erklärungsansätze übernommen, dort, wo Grundsatzkritik viel angebrachter wäre. Dies ist aber auch ein grundsätzliches Problem der Finanzierung von Qualitätsjournalismus. Dort wo ausführliche Recherche zu teuer oder der Artikel allzu zeitnah erscheinen muß, ist die Versuchung groß, die Einlassung eines renomierten VWL-Professors oder eines Börsianers zu übernehmen oder einfach von der Konkurrenz abzuschreiben.

  3. Der Realist

    @ M. Sastre
    danke, erspare mir dadurch meinen Kommentar

  4. Super_Mario

    @Karl Markt
    Was ist los mit Ihnen? Vorher Parade-Sozialist, und jetzt fürchten Sie Profit-Einbrüche bei Unternehmen?

  5. Karl Markt

    @ Super Mario
    Sie haben offensichtlich gar nichts kapiert.

  6. Wettbewerber

    Dass eine Deflation etwas gaaanz, gaaanz Schlechtes sei, gehört zu den zentralen Punkten des offiziellen Lügen-Einmaleins für (bildungsmäßig) etwas gehobenere Schichten. Eine Deflation wäre – wenn man sie einfach mal lassen würde – in einer laissez-faire-Ordnung ein ganz normaler, jedoch nicht unendlicher Zustand. Die Wirkungsweise eines funktionierenden Wettbewerbs muss zwangsläufig zu sinkenden Preisen führen – ein Faktum, welches wir alle bei Hi-Tech-Geräten für sehr selbstverständlich erachten, bei anderen Produkten (wie z.B. Lebensmittel oder Bildung) aber für ausgeschlossen (scheint einfach nicht vorzukommen auf unserer Erde).

    Irgendetwas muss bei den letztgenannten Sektoren also den Wettbewerb einschränken, verzerren oder gar behindern. Und voila wieder unser üblicher Verdächtiger Nr. 1 – der Staat. Durch allerlei Regulierungen, die fast ausschließlich von irgendwelchen Lobbies formuliert wurden (und denen es eben genau um die Einschränkung des Wettbewerbs geht) und natürlich vor allem durch eine weltweit geradezu mysterienhafte Erscheinung namens “Inflation” bewirken zusammen tatsächlich, dass “alles immer teurer wird” (und im Falle staatlicher Bildung auch noch, dass sie immer schlechter wird).

    Würde sich der Staat also aus den erwähnten Bereichen genauso heraushalten, wie er es (aus purer Ignoranz und Faulhiet übrigens) im Hi-Tech-Sektor (zu unseraller großen Freude) tut, dann wären selbstverständlich auch dort (langsam, aber immerhin) fallende Preise an der Tagesordnung. Natürlich passt das all den Feiglingen und Neunmaltrenzern in den Großunternehmen nicht, weslhalb sie zum lukrativsten aller “Marketinginstrumente” greifen, nämlich dem Lobbying.

    Dass fallende Lebensmittel- und Bildungspreise GERADE für die weniger Bemittelten und rundheraus gesagt “Armen” ein immenser Vorteil wären, das können Leute wie ein Herr Münchau offenbar niemals verstehen, der sich offenbar lieber mit den erwähnten Neunmaltrenzern solidarisiert als mit Leuten am Existenzminimum, die aufsteigen wollen.

    Unsere ach so soziale Gesellschaft hilft also den Armen nicht, indem sie ständig steigende Preise “sicherstellt”. Sie frisst die Armen regelrecht auf.

  7. oeconomicus

    Ich habe in meiner ersten VWL-Vorlesung vor mehr als 40 Jahren gehört, dass die Leute mehr kaufen, wenn die Preise sinken (Nachfragefunktion). Hülsmann sagt, wenn die Preise auf breiter Front fallen, sinken auch die Kosten, also ändert sich auf den realen Gütermärkten wenig, Probleme bekommen die Schuldner, weswegen sie Deflation fürchten wie der Teufel das Weihwasser.

  8. gms

    M. Sastre,

    “Insofern hat Herr Münchau dennoch Recht, wenn er darauf hinweist, daß unter bestimmten Bedingungen ein sich selbst verstärkender Prozeß der Kaufzurückhaltung und des Investitionsstaus einsetzt, den es zu durchbrechen gilt soll er nicht chronisch werden.”

    Besagtes Durchbrechen findet immer auch ohne dirigistische Eingriffe statt. Warum? — Weil es immer Menschen gibt, die nicht untätig bleiben! Die angenommene flächendeckende Paralyse, bei der jeder nur darauf wartet, daß ein anderer tätig wird, ist eine an Dummheit nur schwerlich steigerbare Behauptung. Umso absurder wird diese Darstellung durch Linke, die doch bei jeder sich bietenden Gelegenheit den Unterehmern flächendeckend Gier unterstellen. Ausgerechnet diese Unternehmer sollen es dann aber bei einem chronischen “Smäcks” belassen.

    Reduziert sich insgesamt die Konsumnachfrage, sind die potentiellen Käufer mit dem Angebot nicht zufrieden, sprich das Preis/Leistungsverhältnis paßt ihnen nicht. Die Ursachen können manigfaltiger Natur sein. Was dann geldmäßig weniger in Konsumgüterproduktion fließt, landet aber vermehrt in den sog. primären und sekundären Wirtschaftsektoren — der Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen sowie der Investitionsgüter-Industrie. Die Konsequenz dessen sind innovativere oder eben billiger Konsumgüter. Zugleich scheiden vermehrt jene Anbieter an, welche die nötigen Änderungen ihres Angebotes nicht bewerkstelligen.

    Daß dabei die Giraldgeldmenge sinkt, ist eine Tatsache, aber dies ist deshalb kein Problem, weil die Menge an Handfestem (=Belehnbares resp. Verwendbares) nicht weniger wird. Ein Blick aus dem Fenster mag als empirischer Beweis dienen. Hinzu kommen jene liquiden Mittel, die von den Wohlhabenden ach so pöhse gehortet werden und in Geldpeichern vorgeblich zum dagobertartigen Schwimmen dienen.

    All das — Anpassungen und Verschiebungen — benötigt Zeit. Wird diese Zeit von der Kanzel herab per staatlicher Interventionen verkürzt, widerspricht dies zugleich der zutreffenden Einschätzung der Konsumenten. Propagiert wird eine falsche Stimmung, wonach vorgeblich eh alles eitle Wonne und Waschtrog wäre. Interessiert an einem solchen Signal sind wiederum Anbieter, die sich die Anpassung ersparen wollen und lieber weiterhin Einnahmen erzielen wollen, sei es aus Fiat-Money oder Geldern, die aus Staatsschuldquellen sprudeln. (Daß ausgerechnet ein Haselsteiner das Loblied auf Geldentwertung trällert, ist paradetypisch stellvertretend für die diesbezügliche Interessenslage.)

    Braucht man irgendeine hochkomplexe Formel, um das zu verstehen? Bedarf es eines Doktorats in Ökonomie fürs Nachvollziehen oben genannter Zusammenhänge? Otto-Normalbürger hat sich in der Vergangenheit das Denken abnehmen lassen von jenen, die selbst von Inflation profitieren, die entweder beim Staat beschäftigt sind oder aus dessem Wirken zeitnahe profitieren. Otto-Normaldenker ließ und läßt sich einreden, seine Einschätzung des Warenanbotes sei falsch, aufdaß seiner Berurteilung und jener seiner Mitbürger “gegengesteuert” werden müsse — Politik einmal mehr von Idioten für jene, die sich dazu machen lassen.

    Die Krise, und als solche kann man durchaus einen erkennbaren Konsumeinbruch bezeichnen, ist defacto und dem Wortursprung her eine Zeit der Entscheidung, jene Phase, in der die richtige Beurteilung der Zusammenhänge die entsprechenden Antworten liefern soll. Wer aber konsequent die Zusammenhänge negiert, sei es aus Unverständnis oder aus Absicht, kann nur falsch antworten. Darin baden wir seit Jahrhunderten unsere Finger, daher werden Booms und Busts intensiver, daher verlieren wir konstant und konsequent jenen Wohlstandszuwachs, den es ohne Eingriffe mit den nötigen Anpassungen laufend gegeben hätte.

  9. Karl Markt

    @ Wettbewerber
    In Ihrem Kommentar haben Sie wiedereinmal totale wirtschaftliche Ahnungslosigkeit deomstriert.

    Erstens haben Sie nicht verstanden, warum etwas billiger wird und warum das zB bei Nahrungsmitteln nicht mehr der Fall ist und zweitens was der Unterschied zwischen Inflation/Deflation und steigenden/fallenden Preisen ist.

    Der Grund, warum durch Wettbewerb Waren billiger werden ist, dass der Wettbewerb durch die Verbilligung der Ware, also über die Rationalisierung des Produktionsprozesses geführt wird.
    Arbeiter werden durch Maschinen ersetzt deshalb ist ein Produt bei der Markteinführund teuer und wird dann billiger.
    Das ganze kann aber nicht ewig so weitergehen, denn noch sind wir nicht so weit, dass wir alles von Robotern erzeugen lassen können. Also ist je nach “Stand der Technik” eine Talsole erreicht.
    Branchen, die es schon lange gibt haben diese Talsole also schon erreicht, zB: Lebensmittelbranche.

    Wenn Preise aus diesem Grund fallen, ist das keine Deflation!
    Umgekehrt ist es auch keine Inflation, wenn Preise steigen wegen Angebot und Nachfrage (was sich im zeitlichen Mittel aufhebt) oder weil der Produktionsprozess teurer wird (was, wie gesagt, entegegen dem “natürlichen” Lauf der Dinge im Wettbewerb ist)

    Inflation/Deflation ist eine Frage des Verhältnisses der zirkulierenden Geldmenge vs den existierenden Warenwerten!
    Das ist ein der Verbilligung durch Wettbewerb überlagerter Vorgang!!
    Lebensmittel werden deshalb teurer, weil sie bereits so billig wie möglich produziert werden, sie können also nicht noch billiger werden. Deshalb wird gerade dort die Inflation sichtbar, weil die Warenwerte längst stagnieren, sich die Geldmenge aber erhöht.

    Beim I-Phone ist die Verbilligung durch Wettbewerb (also durch effzientere Produktion) aber noch stärker als die Inflation, deshalb wird es auch tatsächlich, also am Marktpreis gemessen, billiger.

    Lieber Wettbewerber, trotz Ihres Pseudonyms haben Sie von diesen Vorgängen offensichtluch gar keine Ahnung.
    Aber sonst wären Sie auch kein Wirtschaftsliberaler.
    Nur wer von Wirtschaft keine Ahnung hat, kann wirtschaftsliberal sein.

    Und der Grund warum der Staat den Wettbewerb bei der Lebensmittelindustrie verzerrt ist, um sie NOCH billiger zu machen (und zwar durch Subvention der Produktion, er übernimmt also einen Teil der Produktionskosten, dadurch können die Produzenten billiger anbieten)!
    Damit sie nämlich im globalen Wettbewerb mit noch billigeren (=ärmeren!!) Produzenten mithalten kann, sonst wäre die “hauseigne” Lebensmittelproduktion schon längst flöten gegangen.

  10. gms

    Karl,

    Ihr beschissener Ton hier harmoniert perfekt mit dem dabei transportiertem Inhalt.

    “Arbeiter werden durch Maschinen ersetzt deshalb ist ein Produt bei der Markteinführund teuer und wird dann billiger.”

    Der Unternehmer verteuert also zuerst sein Produkt durch den Abbau billiger Arbeiter. Pippi Langstrumpf sieht das gewiß ebenso, bloß hat sie nicht das Monopol aufs Sich-Stricken-der-Welt.

    “Und der Grund warum der Staat den Wettbewerb bei der Lebensmittelindustrie verzerrt ist, ..”

    Weil er — der Staat — ein linker Idiot ist, der auch aus dem x-ten Argentinien bezüglich Lebensmittel nichts behirnt. Grüße an Frau Kirchner.

  11. nometa

    “Das Problem mit der Deflation ist, dass die Leute Geld horten, bzw nicht mehr das ganze Geld jeden Monat ausgeben.

    Somit ist die Summe der Löhne höher als die Summer die verkonsumiert wird und die Profite brechen ein.
    Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit.”

    Sie sehen die Wirtschaft wie die Neoklassiker: Als bestünde sie aus 2 Gütern: Konsumgüter vs. Kapitalgüter. Aber das ist vollkommen falsch. Kapital hat eine Struktur, und die konsumfernen Bereiche spüren erstmal überhaupt nichts von einem Konsumeinbruch! Im Gegenteil, sie sind dann diejenigen, die relativ Investitionen anziehen.
    Außerdem bezweifle ich, dass Horten so großflächig auftreten sein soll…
    Sie benötigen Wirtschaftsbildung der Österreichischen Schule (hat nichts mit Ideologie zu tun).

  12. Karl Markt

    @ gms

    Arbeiter sind der einzige Kostenfaktor in der Produktion.
    Maschinen bekommen keine Gehaltszettel.

    Weniger Arbeiter, weniger Kosten.

  13. Thomas Holzer

    @Karl Markt
    ““Das Problem mit der Deflation ist, dass die Leute Geld horten, bzw nicht mehr das ganze Geld jeden Monat ausgeben.”

    Nicht mehr das ganze Geld ausgeben, hat nichts mit Deflation zu tun, sondern das nennt man schlicht und einfach sparen 😉

    Daß gerade Sie dem ungezügeltem Konsum das Wort reden, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

  14. Karl Markt

    @ gms
    “Der Unternehmer verteuert also zuerst sein Produkt durch den Abbau billiger Arbeiter”

    Wieder, oder noch immer nicht kapiert?

    Werden Arbeiter durch Maschinen ersetzt, steigt auch die Produktivität.

    Ein Arbeiter mag zwar nur 2000€ (Hausnummner) kosten und eine Maschine 20000€, wenn sie in der selben Zeit jedoch mindestens 10x so viel produziert, rechnet sie sich und das Produkt wird kann billiger werden.

    Pipi Langstrumpf hätts kapiert.

  15. Karl Markt

    @ gms

    Und bevor Sie jetzt gleich den nächsten Denkfehler machen:
    Die 20 000€ bekommt nicht die Maschine, sondern wiederum die Arbeiter, die die Maschine gabaut haben….

  16. Karl Markt

    und wenn die Maschine, die die Maschine baut, die die Maschine baut die die Maschine baut die das i-phone baut auch eine Maschine baut, ist das i-phone gratis.

    Wird ein Arbeiter benötigt, kostet das i-phone im Prinzip diesen Arbeiter.

  17. Thomas Holzer

    @Karl Markt
    Das geht sich nicht aus!
    Sie dürfen die Kosten für Material nicht vergessen und -vor allem- den Gewinn des Unternehmers, der die Maschine produzieren lässt! 😉

  18. Reinhard

    @Karl Markt

    “Arbeiter sind der einzige Kostenfaktor in der Produktion.”
    Richtig, und zwar auch jene, die die Maschinen entwickeln, bauen, ingangsetzen, warten, programmieren, bedienen…
    Deshalb machen Maschinen die Arbeit eben nicht billiger, weil ich für jede Maschine immense Arbeitskosten aus deren kompletten Produktlebenszyklus übernehmen muss.
    Übrigens der Grund, warum der böse Einsatz von Maschinen noch immer nicht zu 98% Arbeitslosigkeit geführt hat.
    “Maschinen bekommen keine Gehaltszettel.”
    Nein, aber sie fressen Betriebsstoffe und Energie und überall fallen wieder Kosten für Arbeiter an. Sie bekommen eben Rechnungen. Zu behaupten, Maschinen würden gar keine Kosten verursachen, ist Unsinn.
    Die Aussage, dass der Einsatz von Technologie automatisch alles verbilligt ist unwürdig eines Menschen, der sich hier selbst als die Wirtschaftskoryphäe beweihräuchert. “Weniger Arbeiter” gilt nicht, wenn ich die Arbeit der Arbeiter nur “outsource”, denn auch dann muss ich sie (eben indirekt) bezahlen. Sonst, siehe oben, hätten wir 98% Arbeitslose.

    Ist es Ihnen wirklich lieber, stramme Proletarier wuchten mit der Hand geformte und gegossene Betonsteine auf Paletten zusammen als dass qualifizierte Arbeiter intelligent arbeitende Maschinen dafür bauen, warten und bedienen? Etwas weniger Klassenkampfromantik und etwas mehr Realität, dann wird das schon.

  19. Karl Markt

    @ Thomas Holzer

    Das ist nicht Ihr Ernst, oder?

    “Das Material” bekommt auch keinen Lohnzettel.
    Das Material, Maschine, alles kein Unterschied.

    Wenn die Maschine, die die Maschine baut, die die Maschine baut die die Maschine baut die das Material baut auch eine Maschine baut, ist das auch das Material gratis.

    Wird ein Arbeiter benötigt, kostet das Material im Prinzip diesen Arbeiter.

    Jetzt alles klar?

  20. Karl Markt

    @ Reinhard
    Die Maschine macht billiger, weil sie produktiver ist.
    Sie produziert mehr.
    Jetzt dividieren Sie den (nunmehr) höheren Output durch die Kosten, ist das Produkt billiger.
    Kostet die Maschine (einmalig) 2x mehr als der Arbeiter den sie ersetzt, produziert aber 4x mal mehr, ist das Produkt billiger.

    Beispiel:
    Arbeiter kostet 100€, produziert 2 Stühle. Preis pro Stuhl: 50€
    Maschine kostet 200€, produziert 5 Stühle. Preis pro Stuhl: 40€

    Tadaaaaa! Maschine doppelt so teuer, Produkt billiger.
    Weil sie PRO STUHL eben billiger ist.

  21. Reinhard

    @Karl Markt

    “…und wenn die Maschine…”
    Maschinen werden gebaut, nicht geboren. Am Anfang stehen immer Arbeiter.
    Nicht so viel SF-Filme anschauen. 😉

  22. Karl Markt

    @ Reinhard

    Das sag ich ja gerade.
    Stellen Sie sich nicht blöder als Sie sind.

    Deshalb ist auch nichts gratis.

  23. Reinhard

    @Karl Markt
    Maschinen kosten einmalig?
    Wartungskosten, Instandhaltungskosten, Nachrüstkosten, Wartungsverträge, Schulungskosten, Programmierkosten, Betriebsstoffkosten… ach was, die Liste ist zu lang um hier alles aufzuführen.
    Sind Sie reiner Theoretiker oder haben Sie schon einmal mit Maschinen earbeitet?

  24. Thomas Holzer

    @Karl Markt
    Das ist mein Ernst!
    Ihrem Beispiel folgend:
    Wenn eine Maschine € 20.000,– kostet. bekommen eben nicht die Arbeiter die € 20.000,–!
    Ihr perpetuum mobile der “Maschinenbauermaschine” ist noch nicht erfunden. Und, wie schon geschrieben, das Wichtigste, den Gewinn für den “bösen Kapitalisten”, sollten Sie nie vergessen, da fallen die paar Eurocent für die Arbeiter natürlich nicht ins Gewicht.

  25. Karl Markt

    @ Reinhard
    ²Wartungskosten, Instandhaltungskosten, Nachrüstkosten, Wartungsverträge, Schulungskosten, Programmierkosten, Betriebsstoffkosten”

    Ach Gott! Für die gilt doch dasselbe!!!
    Wartungskosten zahlen die den Arbeiter, nicht die Maschine. Betriebsstoffkosten dasselbe. Da zahlen Sie den Arbeiter der den Betriebsstoff herstellt etc…

  26. gms

    Karl,

    > Arbeiter sind der einzige Kostenfaktor in der Produktion.

    Quatsch.

    > Maschinen bekommen keine Gehaltszettel.

    Es gekommen jene einen solchen Zettel, die Maschinen vor der Produktion herstellen und danach servicieren. Statt Gehaltszahlungen finden sich Abschreibungen in der Buchhaltung und Aufwände für Instandhaltung und Hilfsmittel.

    Ausgangspunkt Ihrer obigen Irrfahrt war aber unter anderem:

    “Arbeiter werden durch Maschinen ersetzt deshalb ist ein Produt bei der Markteinführund teuer und wird dann billiger.”

    Was soll das “deshalb”?

    Soll damit dem unbedarfen Leser verklickert werden, der Ersatz von Arbeitern mache die Produkte für Konsumenten unmittelbar nach der Umstellung teuerer? Bleiben wir doch bei der Wahrheit, wonach die Automatisierung eines bestehenden Produktionsvorganges die Konsumentenpreise in der Regel nicht erhöht und daher für den Hersteller (Stw. Amortisation) in erster Lesung ein Risiko und eine Durststrecke bedingt. Warum? — Weil er, anders als von Ihnen nahegelegt, allenfalls initial höhere Kosten am Markt unmittelbar nach der Umstellung nicht unterbringt und erst auf eine über die Zeit hinweg greifende Rentabilität hoffen muß — was landläufig auch “spekulieren” genannt wird.

    Damit sind wir über die Bande wieder bei der Inflation und den von Ihnen gepriesenen Eingriffen in die Lebensmittel-Branche. Neben sonstigen wirren Effekten daraus ist es u.a. die fehlende Notwendigkeit für Unternehmer, ein Risiko einzugehen und sich an Kundenbedürfnissen auszurichten.

  27. Karl Markt

    @ Thomas Holzer

    Der Gewinn ist der Mehrwert, den habe ich jetzt der Einfachheit halber weggelassen, nur um Ihnen zu demonstrieren, dass hinter Kosten für Maschinen und Materiel auch nur Arbeitskosten stecken.

    Das mit dem Mehrwert wollen Sie jetzt aber nicht wieder durchkauen oder?
    Denken Sie mal über das mit den Maschinen nach.

  28. Reinhard

    @Karl Markt
    Eben, und weil ich diese ganzen (fremden) Arbeiter mitfinanzieren muss, zahle ich eben nicht weniger, als wenn ich ohne Maschine arbeiten würde. Kostenverlagerung bedeutet doch nicht Kostenschwund – das glauben doch nur unsere Politiker.
    Für den Kontostand ist es egal, ob der Unternehmer das Geld einem Arbeiter direkt oder indirekt zahlt. Sie haben behauptet, eine Maschine koste nur einmalig, und das ist einfach falsch.

  29. Karl Markt

    @ gms
    “Es gekommen jene einen solchen Zettel, die Maschinen vor der Produktion herstellen und danach servicieren. Statt Gehaltszahlungen finden sich Abschreibungen in der Buchhaltung und Aufwände für Instandhaltung und Hilfsmittel.”

    Das ist gleichbedeutend mit Arbeit ist der einzige Kostenfaktor.
    Wenn Sie es jetzt, wo Sie es selbst geschrieben haben nicht vestehen, mach ich mir sorgen.

    “höhere Kosten am Markt unmittelbar nach der Umstellung nicht unterbringt und erst auf eine über die Zeit hinweg greifende Rentabilität hoffen muß — was landläufig auch “spekulieren” genannt wird”

    Stimmt, deshalb gibts Kredit- und Aktienblasen.

  30. gms

    Karl,

    “Ach Gott! Für die gilt doch dasselbe!!!
    Wartungskosten zahlen die den Arbeiter, nicht die Maschine. Betriebsstoffkosten dasselbe. Da zahlen Sie den Arbeiter der den Betriebsstoff herstellt etc…”

    Ahem — Rohstoffe werden zwar von Arbeitern aus dem Boden geholt, ein Teil der Einnahmen geht aber definitiv nicht an die Arbieter, sondern an jene pöhsen Kapitalisten, denen die Minen gehören. Analoges gilt für Landbesitzer, auf dessen Eigentum Fabriken, Weideflächen oder Plantagen errichtet werden.

    Ohne irgendetwas Handfestes könnten auch Milliarden von Arbeitern nichts Greifbares herstellen. Besagtes Handfestes hört auf den Namen “Kapital”, das sich wiederum von lat. caput ableitet und für den Rinderkopf stand. Rinder waren anno dazumal der Inbegriff des Eigentums, noch Ewigkeiten vor der Erfindung des Sozialismus.

  31. Karl Markt

    @ Reinhard
    “Eben, und weil ich diese ganzen (fremden) Arbeiter mitfinanzieren muss, zahle ich eben nicht weniger, als wenn ich ohne Maschine arbeiten würde”

    Doch, sonst gäbe es keinen Grund in Maschinen zu investieren.
    In dem Rechenbeispiel habe ich es dargelegt. Schaun Sie es sich nochmal an.

    “Sie haben behauptet, eine Maschine koste nur einmalig, und das ist einfach falsch.”

    Die Maschine kostet einmalig, das ist der Kaufpreis. (Ich weiß nicht wie oft Sie bezahlen an der Kassa)
    Das Service kostet periodisch, das ist aber nicht die Maschine, sondern ein Arbeiter.

    Mir ist es ja eh fast peinlich dass ich Irrtümer die sich Jahrzehnte in den Hirnen festgefressen haben aufdecke.
    Sorry.

  32. Karl Markt

    @ gms
    “Rohstoffe werden zwar von Arbeitern aus dem Boden geholt, ein Teil der Einnahmen geht aber definitiv nicht an die Arbieter, sondern an jene pöhsen Kapitalisten, denen die Minen gehören”

    Jetzt hören Sie sich fast an wie ein Sozialist.
    So wie Sie das sagen, hört sich das fast so an als bekämen die also einen Teil der Einnahmen fürs bloße “Besitzen”, wenn sie die Rohstoffe schon nicht aus dem Boden holen…

  33. gms

    Karl,

    “[spekulieren] Stimmt, deshalb gibts Kredit- und Aktienblasen.”

    Blasen sind die Folgen kollektiver Irrtumer, die wiederum durch zentrale Irrtumsmonopolisten induziert werden. Ohne diese zentralen Eingriffe gibt es zwar nicht minder Schwankunken, aber weder in der beobachteten Höhe noch in der territorialen Ausdehnung.

    Nach Nachturnen: Wie werden sich Preise entwickeln, wenn’s kostenlos Geld gibt? Was geschieht mit Preisen, wenn der Staat mit neuen Schulden als mittelbarer Kunde auftritt? Dann und nur dann, wenn ein Monopolist (idR Staat oder Zentralbank) wider die Interessen von millionen Menschen “gegensteuert”, kommt es zu Blasen, zumal das Gegensteuern eine Illusion erzeugt, die den realen Gegebenheiten nicht entspricht.

  34. gms

    Karl,

    “So wie Sie das sagen, hört sich das fast so an als bekämen die also einen Teil der Einnahmen fürs bloße “Besitzen”, wenn sie die Rohstoffe schon nicht aus dem Boden holen…”

    Es hört sich nicht nur so an, es ist auch so. Genausogut könnte der Besitzer auf dem Gelände selbst mit dem Motorrad umherkurven, Sprengübungen veranstalten, seinen Kindern eine Tennisanlage hinstellen oder bloß den dort lebenden Wildtieren beim Existieren zusehen. All das tut er aber nicht, sondern verwendet das Gelände so, wie — am Ende der Produktionskette — den Kunden der größte Nutzten daraus entsteht.

  35. Karl Markt

    @ gms
    Blasen sind die Folge von dem, was Sie oben beschrieben haben:
    “und erst auf eine über die Zeit hinweg greifende Rentabilität hoffen muß ”

    Eine Blase ist folgendes: Es wird Kapital investiert und auf eine Rentabilität von 10% gehofft.
    Wenn vor der Zeit, bis die Investition wieder herinnen ist, wieder investiert wird. Ist das eine Blase.

    zB.
    Tag1: 1000€ investieren in A. Break even: in 1 Jahr vielleicht.
    Tag2: 1100€ investieren in B.

    B ist jetzt eine Blase. Auch ganz ohne Staat.

  36. Karl Markt

    @ gms

    Genau genommen “verwenden” die Arbeiter das Gelände, nämlich in dem sie Rohstoffe abbauen.
    Der Besitzer besitzt.

    So oder so, Sie haben etwas wesentliches aufgedeckt:
    Eine Bevölkerungsschicgt bekommt Geld fürs Arbeiten, eine andere fürs Besitzen (oder “Verwenden”, wie Sie es nannten).
    Das ist der klassische Gegensatz von Arbeit und Kapital…
    Der Teil, den die Arbeiter nicht bekommen, ist der Mehrwert.

  37. gms

    Karl,

    “Eine Blase ist folgendes”

    Ja ja, und ein Blowjob ist wieder was anderes.

    “Eine Bevölkerungsschicgt bekommt Geld fürs Arbeiten, eine andere fürs Besitzen (oder “Verwenden”, wie Sie es nannten). Das ist der klassische Gegensatz von Arbeit und Kapital…”

    Richtig, bloß ist weder der Verbleib in der einen oder anderen Gruppe in Stein gemeiselt. So kann durch falsche Nutzung Eigentum wertlos werden. Auf der anderen Seite kann der Besitzlose durch spekulativen Konsumverzicht ertragbringendes Eigentum aufbauen und zum Kapitalisten werden.

    “Der Teil, den die Arbeiter nicht bekommen, ist der Mehrwert.”

    Weil Baum, nicht wahr? Um uns aber dennoch eine weitere Runde zu gönnen: Welchen “Wert” bekommen denn die Arbeiter Ihrer Meinung nach?

  38. Karl Markt

    @ gms
    “bloß ist weder der Verbleib in der einen oder anderen Gruppe in Stein gemeiselt”
    Zumindest dann nicht, wenn das Bildungssystem für ALLE zugänglich ist oder nicht ein bestimmter Teil mit einem Arbeitsverbot belegt ist (zB phöse Illegale…)

    “Welchen “Wert” bekommen denn die Arbeiter Ihrer Meinung nach?”
    Seinen Marktwert, wobei der im großen und ganzen jener ist den er zur eigenen Reproduktion benögt.
    Sprich, dass er nicht verhungert und erfriert. Das nennt man Lebenshaltungskosten.
    Und ist es mehr, wurde es von Arbeiterbewegungen (oder Regierungen, wenn denn deren Vertreter drinnen sitzen) politisch durchgesetzt, zB durch Kollektivverträge.
    Deshalb wollen Kapitalisten KV auch abschaffen. Nicht weil sie mehr zahlen wollen (könnten sie ja mit KV auch), nicht weil sie gleich viel zahlen wollen (können sie sowieso), sondern, ja was bleibt denn noch über?..ahhhh….weil sie weniger Zahlen wollen!

    Die höhe des Lohns ist also im Prinzip die Lebenshaltungskosten + das was sich die Arbeiter im Klassenkampf (heute institutionalisiert, “Sozialpartnerschaft”) rausschlagen können.

  39. Wettbewerber

    Warum irgendjemand noch mit dem KM diskutieren will, ist mir echt ein Rätsel. Jeder kann sich diese Welt zusammenstricken, wie er will. Papier, so heisst es, ist geduldig; Internetforen offenbar geduldig zum Quadrat. Ich für meinen Teil will mich einfach nicht mehr verarschen lassen, von keinem Marx, KM und all den anderen Münchhausens aus Vergangenheit und Gegenwart..

    Schönes WE!

  40. Thomas Holzer

    @Karl Markt
    “……………ahhhh….weil sie weniger Zahlen wollen!”

    Who cares?!
    Würde der Staat (die Politik) die Arbeitslosen nicht bei Androhung der Einstellung der Arbeitslosenzahlung zwingen, (fast) jeden Job zu (fast) jedem Gehalt anzunehmen, könnte der “böse Kapitalist” noch so wenig für Lohnarbeit anbieten, und die Leute würden nicht für ihn arbeiten.
    Conclusio: it’s always the politics!

  41. gms

    Karl,

    “[ bloß ist weder der Verbleib in der einen oder anderen Gruppe in Stein gemeiselt ]
    Zumindest dann nicht, wenn das Bildungssystem für ALLE zugänglich ist oder nicht ein bestimmter Teil mit einem Arbeitsverbot belegt ist (zB phöse Illegale…)”

    Nun, das Bildungssystem ist für alle offen. Was hier aber vermutlich gemeint ist, ist eine kostenlose Ausbildung in Sachen Wirtschaft abseits der vorherrschenden Irrlehre.

    Die sogenannten Illegalen betreffend: Hierzulande steht ausgerechnet ein Roter auf der Bremse, der noch dazu als Sozialminister amtiert. Eigenartig, nicht war? Fast könnte man annehmen, er wolle seiner eigenen Klientel Konkurenz vom Leib halten.

    “[“Welchen “Wert” bekommen denn die Arbeiter Ihrer Meinung nach?”
    Seinen Marktwert, wobei der im großen und ganzen jener ist den er zur eigenen Reproduktion benögt.”

    Die Statistik-Austria und die OeNB behaupten das Gegenteil.

    “Und ist es mehr, wurde es von Arbeiterbewegungen (oder Regierungen, wenn denn deren Vertreter drinnen sitzen) politisch durchgesetzt, zB durch Kollektivverträge.”

    Nachdem jeder Arbeiter auch ein Konsument ist — wer legt eigentlich Obergrenzen für Konsumgüterpreise fest? Da jeder Anbieter am Profit orientiert ist, sollte man doch annehmen, die Arbeiter würden zugleich in ihrer Rolle als Konsumenten konsequent durch überzogene Preise über den Tisch gezogen. Was also Ihrer Meinung nach für Mindespreise für Arbeit gilt, sollte analog für Höchstpreise für Konsumgüter gelten.

    “weil sie [die Unternehmer] weniger Zahlen wollen!”

    Das ist ja total ur garstig von denen. Wir brauchen umfassende Preiskontrollen, nicht wahr?

    “Die höhe des Lohns ist also im Prinzip die Lebenshaltungskosten + das was sich die Arbeiter im Klassenkampf (heute institutionalisiert, “Sozialpartnerschaft”) rausschlagen können.”

    Tatsache ist, daß selbst der Medianhaushalt über eine positive Sparquote verfügt. Eigenartiger Weise ist dieses Geld (lt. OeNB) überwiegend auf Girokonten und Sparbüchern angelegt. Mancher mag dafür mangelnde Bildung ins Rennen führen, andere sehen darin eine Risiko-Aversität, die sich neben der bevorzugten Geldveranlagung auch in generell verringerter Bereitschaft zum Unternehmertum niederschlägt. Last not least bleibt natürliche jedem frei zu vermuten, der kreuzbrave Arbeiter will aus moralischen Gründen nicht die Seite wechseln und selbst zum Ausbeuter werden.

  42. Thomas Holzer

    @Karl Markt
    Dieses unsere “Bildungssystem” welches das Wort “Bildung” gar nicht mehr verdient, ist! für jeden zugänglich; dementsprechend sind auch die Durchschnittsnoten, welche (noch) vergeben werden.

  43. Herr Karl jun.

    @Sastre, KM u.a.
    Die Annahme, dass Investitionen wegen Deflationserwartungen zurückgehalten werden, kann nur von Leuten kommen, die den potentiellen Investoren nie “aufs Maul schauen”: Diese machen nämlich ganz andere Gründe für ihr scheinbar lustloses Investitionsverhalten geltend. Warum sollte man überhaupt
    in diesen Breiten investieren? Um zuerst Risiken einzugehen und dann – wenn alles gut geht – brutal besteuert zu werden? Um sich mit Bürokratien, Arbeitsinspektoraten und Steuerbehörden herumzuschlagen? Um sich von den Neo-Feudalisten im Staat und den staatlich apanagierten Gutmenschen als “Ausbeuter” denunzieren zu lassen? Nein! Jeder Asien-Fonds bringt bessere und sorgenlosere Renditen…

  44. cource

    die gezielte globale verarmung der merheit der weltbevölkerung scheint die einzige möglichkeit zu sein um die begrenzten ressourcen der erde zu schonen und somit einen totalen kollaps der weltwirtschaft zu verhindern z.b. wenn kein erdöl mehr zur verfügung steht bricht alles zusammen da hilft dann auch kein geld drucken mehr–die frage ist nur: wann ist mit der erdölförderung schluss ? vielleicht schon bald und die regierungen lassen ihre freiwilligen sklaven in dem glauben es lohne sich weiterhin fleißig zu malochen

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