“Work-Life-Balance” statt harter Arbeit

“…..In Österreich wimmelt es von erfreulichen Signalen eines tollen Booms. Das zeigen derzeit fast alle Zahlen. Gewiss kann man jammern, dass es, wenn man am Gipfel ist, nachher wieder hinuntergeht. Aber dennoch sollte man einmal erfreut auf den geglückten Aufstieg zurückblicken.

Da sieht man viel Positives: Die Arbeitslosigkeit ist wieder bei jenem Prozentsatz, bei dem sie vor der Krise 2008 gewesen ist. Zugleich ist im Vorjahr die Zahl der Beschäftigten so steil angestiegen (um 2,3 Prozent!) wie nie in den letzten 40 Jahren – allerdings fast durchwegs durch Nichtösterreicher. Die Einkommen der Vollzeitbeschäftigten sind in 14 Jahren gar um real 7 Prozent gestiegen, die der Teilzeitbeschäftigten noch mehr.

Es gibt freilich auch positiv klingende Zahlen, die zugleich ein Problem anzeigen. So wurden dem AMS schon über 70.000 offene Jobs gemeldet – was Unternehmer ja erst tun, wenn sie wirklich niemanden finden. Offene Jobs bleiben auch länger unbesetzt als früher. Das bremst eindeutig das mögliche Wirtschaftswachstum. mehr hier

2 comments

  1. Thomas F.

    Dank der phänomenalen technologischen Entwicklung, wo Maschinen immer mehr Arbeit von uns weg nehmen – also für uns erledigen -, sollte es möglich sein, dass in industrialisierten Staaten die Menschen nur den halben Tag arbeiten und sich trotzdem komfortabel ernähren können. Allerdings wird den produktiv tätigen ein immer größerer Teil der Früchte ihrer Arbeit vom Staat weg genommen und auf immer abenteuerlichere Art und Weise verschwendet. Der technologische Fortschritt macht das möglich, weil dadurch der Leidensdruck auf die Betroffenen nicht zunimmt und sie sich nicht ernsthaft wehren, weil sie es gar nicht mitbekommen.

  2. Johannes

    Mag sein das die Menschen in Westeuropa, auch auf Grund des relativen Wohlstandes, an Biss verloren haben, dennoch glaube ich Asien als Vorbild zu betrachten taugt nicht unbedingt.
    Was in den Tigerstaaten gerade entsteht hat Europa schon hinter sich, zweistellige Wachstumsraten sind nur Zeichen einer rasanten Aufholjagd aus sehr großer Rückständigkeit. Auch in Asien wird irgendwann der Zeitpunkt kommen wo die Menschen sich auf mehr als auf einen 14 Stundentag besinnen werden.

    Ich glaube die Bevölkerung Europas war auf einem guten Weg sich innovativ zu behaupten, allein die Zuwanderung und demographische Veränderung wird nach meiner Meinung der Mühlstein sein der uns nach unten zieht.

    Wenn schon ausgewiesene Verbrecher ungeniert und ungehindert wieder einreisen können um hier Menschen die ihre Arbeit tun, grausam zu töten, weil ihnen nicht sofort und gleich gegeben wurde was sie sich holen wollten weil sie glaubten das es ihnen zusteht. Dann ist das unser wahres Problem.
    Dagegen nimmt sich “Work-Life-Balance“ wie ein kleiner Luxus aus der, geschickt gemacht durchaus auch in bestimmten Bereichen Sinn machen kann, nach meiner Meinung.

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