Wozu bitte ORF-Gebühr?

“……Große Teile des ORF wollen in Inhalt und Programmierung als werbefinanzierte Sender auftreten. Einverstanden, aber dann wollen wir keine Gebühren mehr zahlen. Immerhin 600 Millionen Euro im Jahr….” (hier)

19 comments

  1. Fragolin

    Einfache Antwort: Um die Kaufkraft für auf dem freien Markt nicht in höherbezahlte Jobs vermittelbare Kompetenzzwerge zu erhalten. Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Freunde und Angehörige treuer Parteisoldaten, in deren Vita es sich nicht so gut darstellen würde, wenn der Rest der Familie vom Sozialamt lebt.
    Das muss es uns wert sein! 😉

  2. Thomas Holzer

    Sowohl ORF-Gebühr als auch Presseförderung und Inserate sämtlicher Behörden, Ministerien et alii und schlußendlich auch sämtliche Förderungen der Parteien und ihrer Vorfeldorganisationen ersatzlos streichen

  3. Christian Peter

    ORF – Gebühren sind indirekte Subventionen an politische Parteien, die dort auf Kosten der Beitragszahler ungeniert für ihre Zwecke werben. Insgesamt fließen in Österreich weit mehr als 1 Milliarde Euro (direkte und indirekte Subventionen wie Regierungsinserate, etc.) aus öffentlichen Mitteln an politische Parteien – das gibt es (gerechnet auf die Einwohnerzahl) in keinem Land der Erde.

  4. Christian Peter

    In Deutschland gibt es breiten Widerstand gegen Rundfunkgebühren – Millionen Bürger weigern sich mittlerweile, die Beiträge zu entrichten.

  5. Marseiller

    4000 handverlesene ORF meinungsmacher bzw. mitarbeiter (personalaufwand 100.000 euro pro nase und jahr) muesseh uns das wert sein.

  6. Lisa

    Gerade lese ich, dass die Billag (die Eintreiberin der Gebühren) ungerechtfertigt 2,5 % Mehrwertsteuer auf ihren Rechnungen verlangte. Muss sie nun zurückzahlen. Allerdings wird sowieso über Abschaffung der Gebühren abgestimmt…

  7. Christian Peter

    @Marseiller
    @Falke

    in der Hauptsache profitieren nicht ORF – Angestellte, sondern politische Parteien von den Rundfunkgebühren.

  8. Rennziege

    21. Februar 2016 – 11:58 Christian Peter
    Der breite Widerstand gegen die Rundfunkgebühren in Deutschland (gern als “Demokratieabgabe” verherrlicht; eine größere Lüge ist schwerlich vorstellbar) ist chancenlos, auch vor Gericht. Denn der Bundesverfassungsgerichtshof hat einschlägige Klagen allesamt abgeschmettert. Es gibt zwar noch ein paar lustige Scharmützel: Manche Zwangskunden von ARD und ZDF beharren darauf, die Gebühren in bar zu bezahlen, was in Zeiten der Konto-Abbuchung halt nimmer geht.
    Und in Germanien muss jeder zahlen, der einen Wohnsitz hat. Sein Arbeitgeber nochmals für ihn, denn es möchert’ ja sein, dass ein Mitarbeiter auf dem Firmengelände via PC oder Smartphone öffentlich-rechtliche Ton- oder TV-Sendungen “genießt” — als könnte ein Mensch sich gleichzeitig an zwei Orten aufhalten. Oder gar an drei, denn für jedes beruflich genutzte Automobil wird eine Zusatzgebühr fällig.
    Wenn jemand glaubhaft macht, er oder sie besitze weder TV noch Radio, ist das laut BVerfG-Urteil unerheblich; denn jedes Handy oder Smartphone könne gebührenpflichtige ÖR-Programme empfangen. Und so ein Gerät habe mittlerweile die gesamte Bevölkerung.
    In Österreich, sofern meine Erinnerung nicht überholt ist, kann man sich vom ORF wenigstens (noch!) abmelden. Aber, so höre ich von Wiener Freunden, der ORF und der Einheitsbrei der Politik arbeiten heftig daran, das deutsche Modell nachzuvollziehen.

  9. gms

    astuga,

    > Recht hat der Herr Brandstätter.

    Nein, hat er nicht, weil er wie die meisten Linken erkennbar und ohne Stringenz innerhalb des Systems agumentiert. Erstens hält er am ominösen Bildungsauftrag aka Volkserziehung fest, der aus Ö3 mutmaßlich ein ideologieverseuchtes Sprachrohr machen soll, wie Ö1 es schon wurde.

    Zweitens agumentiert er fadenscheinig mit mangelnder Reichweite und schlechter Musik, was mit Bildung in keiner Form nicht unter einen Hut zu bringen ist. Idioten erreicht man mit durchgängiger Bum-Bum-Musik ohne Dazwischenquatschen, was Private mit deren Erfolgen mit streng voneinander abgegrenzten Spartensendern demonstrieren, und dabei — Herr Brandstätter — dennoch zunehmend speziell junge Hörer an Streaming-Dienste verlieren.

    Aufkommende Alternativen und Glaubwürdigkeitsverlust machen öffentlich Rechliche uninteressant für Bildungsferne und Gebildete gleichermaßen. Getippse um flankierend gute oder schlechte Musik, sei’s von In- oder Ausländern, vernebelt die Debatte und taugt bloß zum Auffüllen der Zeitungsspalte.

  10. Christian Peter

    @Rennziege

    Widerstand ist niemals zwecklos, wird der Widerstand zu groß, bleibt der Politik letztendlich nichts anderes, als die Rundfunkgebühren abzuschaffen. Überhaupt ist ziviler Ungehorsam in totalen Parteienstaaten wie Deutschland und Österreich, wo politische Parteien machen was sie wollen und sich den Staat schamlos zur Beute machen, ein völlig legitimes Mittel der politischen Partizipation.

  11. Fragolin

    @Christian Peter
    Da muss ich Ihnen recht geben. Nicht umsonst gibt es den §281 Strafgesetzbuch:
    “Wer in einem Druckwerk, im Rundfunk oder sonst auf eine Weise, daß es einer breiten Öffentlichkeit zugänglich wird, zum allgemeinen Ungehorsam gegen ein Gesetz auffordert, ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr zu bestrafen.” (Quelle: http://www.jusline.at)

  12. Rennziege

    21. Februar 2016 – 19:19 Christian Peter
    Stimmt, Herr Peter. Auch ich liebe zivilen Ungehorsam, habe auch öfter daran mitgewirkt. Aber die Übermacht der über Jahrzehnte geflochtenen Seilschaften macht das Unterfangen zunehmend frustrierend. Wie soll man sich aufbäumen an einem kurzen Hebel, der dem längeren naturgemäß unterlegen ist? Der Staat ist allenthalben zur Beute der 68er geworden, vom Kindergarten bis zur Universität, die nur noch gleichgeschaltete Befehlsempfänger ausbildet. Und die, schaumgebremst angepasst und “solidarisch” sediert, rücken in die Posten ihrer Vorgänger nach. Was anderes haben sie auch nie gelernt, und warum sollten sie sich nicht in ideologisch vorgewärmte Nester setzen?
    (Es liegt mir auf der Zunge, zu beschreiben, was in Nordamerika und besonders in Kanada so lebendig anders läuft, aber das würde mich ein Stündlein kosten, das ich auch am Sonntag nicht habe.)

  13. Christian Peter

    @Fragolin

    ‘281 StGB – Aufruf zum allgemeinen Ungehorsam gegen ein Gesetz’

    einer der zahllosen freiheitsfeindlichen und völlig überflüssigen Straftatbestände, den es meines Wissens nur in Österreich gibt (in Deutschland und der Schweiz gibt es Derartiges nicht). Allerdings ist der zivile Ungehorsam selbst nicht strafbar, sondern nur das öffentliche Auffordern zum (dauerhaften) Ungehorsam gegen ein Gesetz.

  14. astuga

    @gms
    Natürlich hat er nicht recht, deshalb konterkariere ich das ja auch mit dem folgenden Satz. 😉

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