Wozu Journalismus?

Von | 11. Juni 2013

“….Die moderne Wissens- und Informationsgesellschaft macht jede Form von professionellem Journalismus überflüssig. Auf Qualitätsjournalismus kann eine moderne Wissens- und Informationsgesellschaft nicht verzichten. So könnte man zugespitzt die zwei extremen Positionen beschreiben, die sich bei den Debatten um die Zukunft des Qualitätsjournalismus herauskristallisiert haben. Beide Positionen haben gute Argumente zu bieten….” (Essay des österreichischen Philosophen Konrad P. Liessmann in der NZZ)

5 Gedanken zu „Wozu Journalismus?

  1. Christian Peter

    Auf hochsubventionierte “Qualitätsmedien” können die Bürger jedenfalls
    verzichten. Das Geschäftsmodell der klassische Printmedien ist ein Aus –
    laufmodell – dieses mit öffentlichen Mitteln am Leben zu erhalten, ist
    Unfug.

  2. Kassandra

    Wo gibt es überhaupt noch “Qualitätsmedien”? Beispiele gefällig? Die Berichterstattung über den sogenannten Klimawandel war in ihrer Einseitigkeit nicht mehr zu überbieten. Und die Jubelrufe über die Demokratiebewegungen im Nahen Osten? Da war wohl der Wunsch der Vater des Gedankens. Eine Meinung hat mit einer objektiven, ausgewogenen Beurteilung wenig zu tun. Ob Printmedien ein Auslaufmodell sind? Das ist die Frage. Einmal bedienen sie gewisse Interessen. Außerdem sind viele Konsumenten völlig unkritisch, mögen Vorgekautes und informieren sich selektiv in dem sie Inhalte bevorzugen, die ihre Weltsicht bestätigen.

  3. Graf Berge von Grips

    @Kassandra
    War doch schon immer so!
    Karl Kraus: je grösser der Stiefel…..
    und das schon vor 100 Jahren!

    PS: Ein Qualitätsmedium ist eines, das aus Überzeugung gegen den Mainstream schreibt…
    Also in Österreich: Null,0, nada…

  4. Prinz Eugen von Savoyen

    Der Journalismus ist zu einem simplen Gouvernantentum verkommen. JournalistInnen erzählen uns heute, was wir zu denken haben, was wir wieder gerade falsch gemacht haben, wie es richtig geht. Belehrung von vorn bis hinten.

    Eine wachsende Zahl kann darauf verzichten, der Rest ist so wie wc.

  5. GeorgK

    …und was schreibt unser öffentlich-rechtlicher “Qualitätssender mit Bildungsauftrag” heute auf seiner Homepage?

    “Armenen blamieren Dänemark”
    und weiter: “Jura Mowsisjan (1. und 59. Minute), Aras Ozbiliz (19.) und Henrik Mkhitarjan (82.) trafen für die Armenen.”
    http://sport.orf.at/stories/2186820/2186819/
    (Stand 7:24 – vielleicht wird es ja noch korrigiert.)

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