„Wurst essen ist gefährlicher als Glyphosat“

Der Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung, Andreas Hensel, wirft interessierten Kreisen vor, bewusst Ängste gegen das Unkrautgift geschürt zu haben. Wirkliche Gefahren lauerten hingegen in der Küche und im Spielzeug.” (hier)

6 comments

  1. elfenzauberin

    In Bezug auf Glyphosat ist dem Hrn. Prof. Hensel unumschränkt recht zu geben. Ärgerlich ist allerdings seine relativierende Haltung zu den Terroropfern, die hier wieder mit den Verkehrstoten gegengerechnet werden.

    Wie oft muss man denn noch sagen, dass es sich hier um zwei völlig verschiedene Paar Schuhe handelt. Der Verkehr hat einen Nutzwert – er befördert eine Person oder mehrere davon von einem Punkt A zu einem entfernt liegenden Punkt B. Ohne Verkehr gäbe es keine Wirtschaftstätigkeit und vieles andere auch nicht. Wenn ich abends in das Theater gehe oder mit meinen Kindern den Tiergarten besuche, so benutze ich Verkehrsmittel. Ohne diese Verkehrsmittel ginge kaum jemand in das Theater oder in den Tiergarten, was mittelfristig den Effekt hätte, dass es weder Theater noch Tiergarten gäbe.
    Kurzum: der Verkehr hat einen Nutzwert, das Risiko der Beförderung wird von praktisch allen Verkehrsteilnehmern bewusst in Kauf genommen.

    Ganz anders verhält es sich mit Terrorismus. Dieser hat tatsächlich überhaupt keinen Nutzwert, hier ist jeder Tote ein Toter zuviel – und das gilt auch dann, wenn die Gesamtzahl der Terrortoten viel, viel kleiner ist als die der Verkehrstoten.

  2. Der Realist

    Stimmt, weil ich Glyphosat nicht esse (trinke).

    @elfenzauberin
    Theater gab es aber auch schon vor den Verkehrsmitteln

  3. G.

    Es wäre alles so einfach, wenn man sich nur eine Frage stellt: „Cui Bono?“
    Die Patente von Monsanto, angemeldet 1971 und erteilt 1974, sind seit mehr als 20 Jahren abgelaufen, es gibt weltweit fast 100 Hersteller dieses Produktes. Monsanto hat seit Jahren den Ersatz bereit, durch neue Patente geschützt und verkaufsbereit. Dies wissen natürlich auch die Vorstände und Aufsichtsräte von Bayer. Würde Mondanto nun Glyphosat durch ein neues Produkt ersetzen, wäre die weltweite Ablehnung gewiss. Was tun?
    Man sucht sich nützliche Idioten, lässt Glyphosat schlecht reden, und dann nach erfolgter Übernahme durch den weißen Ritter Bayer kommt der Ersatz auf den Markt und das ach so böse Glyphosat verschwindet vom Markt, weil es durch die tapferen Kämpfer von Greenpeace und wie die Idioten alle heißen auf EU Ebene zu einem Verbot führt. Bis dahin hat Monsanto / Bayer die nötigen Produktionskapazitäten aufgebaut und kann ein durch Patente geschütztes neues „gutes“ Produkt verkaufen.
    Das nennt sich strategische Kriegsführung, äh, Marketing.
    Den NGOs geht es nicht um die Sache, die ist nur Mittel zum Zweck, da geht es nämlich nur um Kohle, viel Kohle! Also spendet fleißig liebe Leut!

  4. Falke

    Wie bereits oben von “elfenzauberin” erwähnt, sind die Argumente Hensels bezüglich Glyphosat und anderer Chemikalien zwar nachvollziehbar, allerdings macht er sich gleich von Anfang an durch die dümmlich-primitive Relativierung der islamistischen Terrorgefahr in Bezug auf die Verkehrsunfälle unglaubwürdig.

  5. astuga

    Wenn jemand derart blödsinnig und unreflektiert vor sich her schwafelt, disqualifiziert er sich damit von selbst.

    In Abwandlung seines einzigen vernünftigen Satzes: “Wenn es sich komisch anfühlt, Hände weg von solchen Experten!”

  6. Johannes

    Ein Vergleich der gewaltig hinkt. Glyphosat ist ein Pflanzenschutzmittel und Terror ist morden.
    Während Glyphosat immer per Pflanzenschutzmittegesetzl so angewendet werden muß das keine Umweltbeeinträchtigung stattfindet ist Terror ein unbekannte Größe der Zukunft.

    Wahrscheinlich war Terror in Syrien vor zehn Jahren eine ebenso kleine statistische Größe wie hierzulande,
    dann kam der IS und mit ihm viele tausend Terroristen die in unseren europäischen Ländern geboren und aufgewachsen waren und haben unsägliches unvorstellbare Leid über die Menschen gebracht.

    Die Gefahr das in der weichen Gesellschaft Europas ein Jugend heranwächst die wenn ihre Zahl groß genug ist auch hier in dieser Art und Weise zuschlägt ist vorhanden und hat nichts mit der gegenwärtigen Terrorbilanz, die schrecklich genug ist, zu tun.

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