„10 Gründe für einen Crash in den nächsten Monaten – und einer dagegen“

Von | 16. Mai 2017

“….Die Börsen eilen von Rekord zu Rekord. Euro- und Finanzkrise scheinen endgültig überwunden, die Weltwirtschaft wächst so schnell wie lange nicht mehr, die Inflationsraten ziehen an. Alles spricht für eine Fortsetzung des Aufschwungs in der Wirtschaft und an den Aktienmärkten. Doch man kann auch anders auf die Lage blicken. Tanzen wir auf dem Vulkan wie 1929, 1999 und 2007 und stehen vor einer deutlichen Korrektur? Droht gar ein Crash an den Märkten? Wenn man will, lässt sich eine beeindruckende Liste an Argumenten für einen Einbruch zusammenstellen. Und – mindestens – ein gewichtiges Argument dagegen….” (weiter hier)

5 Gedanken zu „„10 Gründe für einen Crash in den nächsten Monaten – und einer dagegen“

  1. stiller Mitleser

    Interessant.

    Eine Bekannte, bienenfleißig, hatte bis 72 gearbeitet und ihr Geld in einem amerikanischen Pensionsfonds veranlagt, der 2008 krachte. Mit der ihr verbleibenden österreichischen Mindestpension kam sie kaum über die Runden, war mit 83 nicht imstande umzuziehen, geriet in – kleinen – Mietrückstand und wurde entmündigt, ins Altersheim transferiert und verlor ihre gesamte Habe, die sehr viel mehr wert war als der kleine Mietrückstand (juristisch “Eigentumsübergang”) an die Hausbesitzerin. Im Heim (baulich ja ganz nett)
    wurde sie komplett respektlos behandelt, stürzte, kam ins Krankenhaus, dann in die Reha, und nachdem sie dort einen Monat verbracht hatte nahm man ihr das kleine Appartement im Heim und alle Sachen die Freunde wiedergekauft hatten, damit sie das Nötigste und auch etwas darüber hinaus zur Freude habe, denn der Sachwalter hatte sie mit zwei Nylonsackerln ins Heim gebracht, wieder weg und steckte sie in ein Dreibettzimmer.

    Wir nehmen an daß solche Dinge öfter passieren.

  2. Manninger

    Es ist nun einmal das Grundprinzip des funktionierenden Börsenwesens, dass NIEMAND, auch die ,,Großen” nicht wissen, was morgen los sein wird. Gäbe es die Wissenden, folgten letztlich alle. Und wer zahlt dann die Gewinne?

  3. Reini

    Mit neuen Schulden wird der Crash hinausgezögert und damit ein künstlicher “Wirtschaftsaufschwung” erzeugt, was ja eine Scheinwelt ist, da er ja auf Schulden und Inflation aufgebaut wird. Wie im Spielkasino wo alle mitspielen, man muss immer mehr einsetzen um die alten Schulden zu bezahlen, der Effekt – man verliert in der finanziellen Scheinwelt alles!

  4. Lisa

    @Reini: “man verliert alles” – nicht ganz: wer ein Auto least, kann bei 0% Zins doch manche Fahrten unternehmen. Neuwagen werden uns ja geradezu nachgeworfen, desgleichen Kredite für Haus und anderen Konsum. Denn – das schleckt keine Geiss weg – Märkte leben nun einmal vom Konsum. Und um die Konsumartikel zu produzieren braucht es wiederum Kredite, um die Hersteller zu bezahlen; ergo, das schafft Arbeitsplätze. Die Fabel “dem Elch eine Gasmaske verkaufen” (Hohler) illustriert das (beinahe!) perpetuum mobile sehr schön.

  5. Oliver H.

    @Manninger

    “Es ist nun einmal das Grundprinzip des funktionierenden Börsenwesens, ..”

    Hätten wir ein funktionierendes Börsenwesen, gäbe es keine sozialistischen Planungsagenturen ohne Gebahrungs- und Transparenzpflicht im monetären Herzen des ökonomischen Kreislaufs.

    “.. dass NIEMAND, auch die ,,Großen“ nicht wissen, was morgen los sein wird.”

    Die “Großen” wissen, was sie mit ihrer Geldpolitik bewirken, denn sie kennen den Unterschied zwischen Geld und Fiatmoney nur zu gut. Zugleich sind es die “Großen”, die einerseits Krisen herbeiführen und andererseits über die Politik bestimmen, wer die Suppe auslöffelt.

    “Gäbe es die Wissenden, folgten letztlich alle. Und wer zahlt dann die Gewinne?”

    Die Gewinne zahlen jene, die (a) durch Regularien in bestimmten Modellen verhaften müssen, (b) zu blöd beziehungsweise gierig sind oder (c) gar keine Dispositionsmöglichkeit haben, notabene die breite Masse. Wer die Systematik bisheriger Booms- and Busts nicht verstand und dessen Dauerprofiteure verkennt, dem fehlt noch einiges zum kleinen 1×1.

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