“Zeit, an eine 3.Republik zu denken”

“…….Wer erinnert sich noch, wie sehr man sich auch in Österreich darüber alterierte, dass sich der wie ein Diktator gebärdende ungarische Regierungschef Viktor Orbán den Zentralbankchef absetzte, weil dieser sich nicht als Erfüllungsgehilfe der Regierung hergeben wollte. Notenbanken müssen unabhängig sein, tönte es auch aus der Metropole etwas weiter donauaufwärts. Nun, der einzige Unterschied zwischen der politischen Abhängigkeit der Notenbanken Österreichs und Ungarns von den jeweiligen Regierungen ist wohl der, dass Österreichs Notenbanker Diener zweier Parteien sind (in diesem Fall ist „Diener“ sogar eher angebracht als „Befehlsempfänger“), während Ungarns Notenbanker nur einem Herrn verpflichtet sind bzw. (und das, glaube ich, trifft bei Herrn Professor Nowotny eher zu), „glauben, verpflichtet zu sein“. Es ist höchste Zeit, an eine Dritte Republik zu denken…” (NZZ.at)

12 comments

  1. Thomas Holzer

    “(und das, glaube ich, trifft bei Herrn Professor Nowotny eher zu), „glauben, verpflichtet zu sein ”

    Herr Nowotny, strammer linker Parteikader seit Jahrzehnten, glaubt nicht nur, sondern ist zutiefst davon überzeugt, daß die Partei und der linke Mainstream immer recht haben.

    Alleine sein jonglieren zwischen funktional “gesunder Bank” und anscheinend nicht funktional “nicht gesunder Bank” spricht Bände über seine Kompetenz

  2. Ähm

    Jawohl es braucht eine 3.Republik und an ihrem Anfang muss ein als Verfassungskern gesetztes Parteienverbot stehen.

  3. Christian Peter

    Wenn die Bürger Parteien wählen, die sich bereits seit Jahrzehnten den gesamten Staat zur Beute machen, sollte sich niemand wundern : Letztendlich ist es das bescheuerte Wahlvolk, das uns die katastrophalen Zustände in der Bananenrepublik Österreich beschert.

  4. Ähm

    Jetzt weiß ich warum Sie sich Christian Peter (CP) nennen. Steht für Copy and Paste ned wahr?

  5. Fragolin

    @Christian Peter
    Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie schon längst verboten. Bis jetzt hat noch jeder Personalwechsel innerhalb kürzester Zeit zum Einschwenken auf den Einheitskurs geführt.
    Welche Reformen und Verbesserungen hat jetzt nochmal die Regierungsbeteiligung der Blauen, später Orangen, gebracht? Auf welche Veränderungen hoffen Sie unter gründer Regierungsbeteiligung? Was würde passieren, wenn morgen Blau und Grün jeweils 49% bekämen? Ich kann es Ihnen sagen: Sie würden plötzlich miiteinander können und sich einigst den Kuchen aus dem Futtertrog teilen.
    Das Wahlvolk träfe nur eine Schuld, wenn es eine Wahl hätte.
    Der Fehler sitzt aber im System, und das hat mit Demokratie im Wortsinn genau gar nichts gemein..

  6. Christian Peter

    @Fragolin

    Wahlen ändern sehr wohl etwas. Irgendjemand hat die Parteien schließlich gewählt, die aus Österreich (seit Jahrzehnten) eine Bananenrepublik machten.

  7. G.K.

    “dass sich der wie ein Diktator gebärdende ungarische Regierungschef Viktor Orbán den Zentralbankchef absetzte, weil dieser sich nicht als Erfüllungsgehilfe der Regierung hergeben wollte”

    So bitte, hier die Frage: an welchem Tag ist der Zentralbankchef von Orbán abgesetzt worden, wie viele Tage (oder Wochen, Monate, Jahre) vor dem Ablauf seines Mandats? Das wird jeder schnell und leicht und vor allem klar beantworten können. Notfalls bisschen googeln, ungarisch lernen, etc. Oder muss ich deutsch lernen? Begreifen, dass kritisieren das selbe bedeutet wie absetzen?

  8. Fragolin

    @Christian Peter

    Sind meine Worte wirklich so schwer verständlich? Soll ich Wortwahl und Satzbau nochmal üben und an den jedem Unterdurchschnittsösterreicher begreiflichen Niveau von “Österreich” anpassen?
    Wahlen bringen genau gar nichts, denn hätten die Wähler andere Parteien gewählt, hätten eben diese aus Österreich eine Bananenrepublik gemacht. Erstens bettelt das obrigkeitshörige und um lebenslange Kuschelfürsorge bettelnde Alpenvolk östlich Salzburgs mehrheitlich geradezu darum und zweitens ist es dem System des pseudofeudalen Parteienstaates immanent, dem Machterhalt der Partei und dem Wohlergehen des Parteienhofes alles, aber auch absolut alles unterzuordnen.
    Wer daran glaubt, in einer Demokratie eine Partei in die Regierung zu bekommen, der das Wohl des Volkes wichtiger ist als das eigene Wohl, die auf eigenen Nutzen verzichtet, um den Nutzen des Volkes zu mehren, hat sich so weit von allen Regeln der psychologisch begründeten Motivationslehhre und vor Allem von jeder gelebten Realität entfernt, dass selbst harte Therapien dem kaum noch entgegenwirken können.
    Einzelne Menschen stellen ihre eigenen Bedürfnisse fast niemals hinter jene einer anonymen Masse. Gruppen von Menschen niemals. Absolut niemals.
    Einzelne Menschen müssen damit rechnen, angeklagt und aus dem Amt verjagt zu werden, wenn sie in ihrem Handeln der anonymen Masse Schmerzen bereiten. Gruppen von Menschen niemals. Absolut niemals.
    Deshalb ist die Bananenrepublikwerdung Österreichs und der anderen europäischen Staaten systemimmanent und durch nichts änderbar.

  9. Christian Peter

    @Fragolin

    Ihr Wortwahl ist derb genug, daher sehr leicht verständlich. Liste der Bundeskanzler und Bundespräsidenten der 2. Republik nach Parteien :

    1945 – 1945 : SPÖ 1970 – 1971 : SPÖ 2000 – 2003 : ÖVP
    1945 – 1949 : ÖVP 1971 – 1975 : SPÖ 2003 – 2007 : ÖVP
    1949 – 1952 : ÖVP 1975 – 1979 : SPÖ 2007 – 2008 : SPÖ
    1952 – 1953 : ÖVP 1979 – 1983 : SPÖ 2008 – 2013 : SPÖ
    1953 – 1956 : ÖVP 1983 – 1986 : SPÖ 2014 – 2019 : SPÖ
    1956 – 1959 : ÖVP 1986 – 1986 : SPÖ
    1959 – 1960 : ÖVP 1986 – 1988 : SPÖ
    1959 – 1960 : ÖVP 1987 – 1990 : SPÖ
    1960 – 1961 : ÖVP 1990 – 1994 : SPÖ
    1961 – 1962 : ÖVP 1994 – 1996 : SPÖ
    1963 – 1964 : ÖVP 1996 – 1997 : SPÖ
    1964 – 1965 : ÖVP 1997 – 2000 : SPÖ
    1966 – 1970 : ÖVP

    Bundespräsidenten :

    1945 – 1950 : SPÖ 2004 – 2010 : SPÖ
    1951 – 1957 : SPÖ 2010 – 2014 : SPÖ
    1957 – 1963 : SPÖ
    1963 – 1965 : SPÖ
    1965 – 1971 : SPÖ
    1971 – 1974 : SPÖ
    1986 – 1992 : ÖVP
    1992 – 1998 : ÖVP
    1998 – 2004 : ÖVP

  10. Fragolin

    @Christian Peter

    Na und? Würden dort andere Abkürzungen stehen, wäre das Ergebnis das gleiche.
    Daher sagt diese Liste gar nichts aus.
    Das System der postfeudalistischen Parteien-Stellvertreterdemokratie führt immer zum gleichen Ergebnis. Und um Nuancen brauchen wir wohl nicht zu diskutieren.

  11. Christian Peter

    ‘Würden dort andere Abkürzungen stehen, wäre das Ergebnis dasselbe’

    woher wollen Sie das wissen, wenn neben den beiden Besatzungsmächten ÖVP und SPÖ noch keine Partei in der 2. Republik die Möglichkeiten zur politischen Gestaltung des Landes hatte ?

  12. Fragolin

    @Christian Peter

    Machen Sie sich nicht lächerlich.
    Egal, ob Sie über die Grenzen schauen oder jene enger ziehen – in Österreich gab es regional bereits jede mögliche Farbkonstellation, und alle, aber wirklich ALLE haben auf Landesebene nur die Melkkühe ausgeplündert und ihre Taschen gefüllt.

    Blaue Bundespolitiker (schon vergessen?) erfanden den Postenwechsel im exakten Zeitabstand der Erlangung voller Pensionsansprüche aus Ministerposten. Blaue Landespolitiker (z.B. in Steiermark) weigerten sich, einmal gewählt, das Versprechen der Bezügeobergrenze auch praktisch einzulösen und kassierten fröhlich Steuergeld ab, wo es nur abzugreifen ging. Über diverse Rot-Grüne und Schwarz-Grüne Experimente brauchen wir wohl nicht mehr reden; was sich in Wien abspielt muss nicht auf den Bund ausgedehnt werden, um zu erkennen, dass es die übliche Mischung aus Idiotie und Steuerabzocke ist, die jede, aber wirklich JEDE Parteienkonstellation zum gleichen Ergebnis führt.

    Es ist das Ziel JEDER Partei, das Maximum des von der Masse erwirtschafteten Gutes abzugreifen, um durch gezielte Wahlbestechung ihre Macht und Pfründe zu erhalten, um den Reichtum des eigenen Zentrums zu wahren sowie Dankbarkeits- und Versorgungsposten zu finanzieren.

    Und daher “will ich das wissen”, denn jede Erfahrung meines langen Lebens mit den Folgen unserer gelebten Stellvertreterdemokratie zeigt, dass es keine Änderung für das Schicksal des einfachen Bürgers gibt, egal wen er wählt – es läuft immer darauf hinaus, dass sich die Gruppe der Mächtigen (und das sind keine “Superreichen” oder “multinationalen Konzerne” aus den feuchten Träumen linker Revoluzzer, sondern die modernen Fürsten- und Königshöfe, auch als Parteizentralen bekannnt) an der Gruppe der Ohnmächtigen bereichert.

    Unsere angeblich demokratischen Wahlen sind ein potemkinsches Dorf. Wir haben die Wahl zwischen Pest, Cholera und Hirnkrätze. Und nur, weil die Hirnkrätze bisher noch nicht in der Bundesregierung saß, glauben Sie, mit deren Wahl wäre alles gerettet?
    Na, viel Spaß! 😉

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