Zieht Faymann Mitterlehner mit in den Abgrund?

(C.O.) Jetzt ist Reinhold Mitterlehner also doch noch so eine Art Bundeskanzler geworden. Halt nur interimistisch und als Stellvertreter für kurze Zeit, bis die SPÖ einen neuen Kanzler nominiert. Grund, Champagner zu öffnen, hat “Kanzler” Mitterlehner freilich überhaupt nicht. Denn wird jemand wie Christian Kern oder, weniger wahrscheinlich, Gerhard Zeiler neuer SPÖ-Chef, dann sieht die ÖVP mit Mitterlehner an der Spitze plötzlich ziemlich alt aus. Dann dürften jene Kräfte in der Volkspartei, die Sebastian Kurz als Parteichef wollen, stark an Gewicht gewinnen. Gut möglich, dass Faymann im Untergang Mitterlehner mit in den Abgrund zieht.

23 comments

  1. Thomas Holzer

    Besser wäre, wenn Faymann nicht nur Mitterlehner mit in den Abgrund zieht, sondern gleich auch alle anderen Regierungsmitglieder und SPÖ und ÖVP gleich mit 😉

  2. Selbstdenker

    Herr Bundestaxler, Herr Django, wir werden Euch keine Träne nachweinen!
    Leider müsst Ihr nicht mit Eurer Politiker-Pension für den von Euch verursachten Schaden haften.

  3. Falke

    Ich könnte mir vorstellen, dass es mit einem Bundespräsidenten Hofer sehr bald (vielleicht im Herbst) Neuwahlen gibt, und dann werden die Karten jedenfalls neu gemischt, da wohl die FPÖ als Siegerin hervorgehen wird. Eine Regierung Strache/Kurz wär nicht überraschend.

  4. KLAAR

    …..kann man helfen damit es schneller geht?
    Bei dem heutigen Zustand kann es nur besser werden. Es reicht!

  5. Rennziege

    So tief ist Österreich gesunken, Ladies & Gentlemen. Bislang wurde ja meist “das Wohl” aller Österreicher vorgeschoben, wenn es ausschließlich um persönliche Bereicherung und Absicherung der Pausenclowns ging. Diese, so unfähig, ungebildet, spuckschiach und komatös wie ihre Parteien, werden uns erhalten bleiben. Und das Gnadenbrot für ausgediente Ackergäule, die keinen halben Strohballen mehr zu bewegen vermögen, wird uns als staatstragend untergejubelt.
    “! maan i traam”, sang einst Wolfgang Ambros in “Zwickt’s mi” (danke für die geraubte Single, alter Herr). Da fällt mir wieder der uralte Aphorismus ein, entweder von Karl Kraus oder Roda Roda:
    “Wie unterscheidet man im Narrenhaus einen Irren von einem Arzt ?”
    “Ganz einfach: Der Arzt hat einen Schlüssel.”
    Unsere Narrenhaus-Ärzte haben einen Schlüssel, aber leider keinen Schüssel. 🙂

  6. Christian Peter

    Was bringen personelle Veränderungen bei einer politischen Partei wie der ÖVP, welche die Republik Österreich seit nunmehr 30 Jahren in den Ruin regiert ?

  7. Fragolin

    Spekulationen hier, Spekulationen da – einfach gemütlich zurücklehnen und erste Reihe fußfrei genießen, was jetzt kommt. Auf unsere Eliten ist Verlass, das wird eine Show vom Feinsten. Es gäbe ein paar Schritte, die ganz vernünftig wären, womit klar wäre, was ganz sicher auf keinen Fall geschehen wird. Und der Rest ist Selbstzerbröselung.

  8. Christian Peter

    Neuwahlen wären das Einzige, wovon die Bevölkerung im Moment einen Nutzen ziehen könnte. Aber so wie es aussieht, werden ÖVP/SPÖ zum Leidwesen der Bevölkerung noch bis 2018 weiterwursteln.

  9. Thomas Holzer

    @Selbstdenker
    Das ist wahrlich zu befürchten, die NEOS werden auch nicht untätig sein und ihren Senf liebend gerne auch noch dazu geben

  10. Christian Peter

    @Selbstdenker
    @TH

    bis 2018 könnte auch FPÖ/NEOS möglich sein, das wäre die erste brauchbare Regierung der letzten 70 Jahre.

  11. Giovanni B.

    Also Herr Peter, die Neos mit diesem Pseudoaktivisten Strolz? Das muss dich doch eher um einen Scherz handeln
    Österreich bräuchte in seiner wirtschaftlich desastroesen Lage eher eine liberalkonservative Regierung, die mit diesem Saustall aufräumt, entfilzt, Idiotien diversester Art rückgängig macht und die Wirtschaft ankurbeln. Und vor allem diesen ruinoesen Einwanderungswahnsinn stoppt. Nur woher nehmen. Ich glaube Strache und Kurz könnten miteinander.

  12. Thomas Holzer

    @Giovanni B.
    Nur Strache und Kurz werden nichts zum Positiven ändern!

    Menschen, welche coram publico Bäume umarmen, sich mit einer rosaroten Brille und einem weißen Bademantel ans Klavier setzen -und auch noch photografieren lassen- und dieses Photo auch noch veröffentlichen, haben jeden Anspruch auf Intelligenz, Seriosität und Kompetenz verspielt!

    Und die Kompetenz und Qualität der FPÖ Vertreter ist schlicht und einfach nicht zu kommentieren, da nicht vorhanden

  13. Christian Peter

    @Giovanni

    ‘Strache und Kurz könnten miteinander’

    Die beiden können sicher miteinander, aber was erwarten Sie sich von einer Partei wie der ÖVP, die das Land seit nunmehr 30 Jahren (und lange Zeit davor) in den Ruin regiert ? Einzig und alleine eine Regierung ohne die beiden (Ex-) Besatzungsmächte ÖVP/SPÖ kann einen politischen Wandel in Österreich bewirken.

  14. Thomas Holzer

    Aber gestern ist der Herr Faymann noch “auf ganz wichtig” auf Steuerzahlerkosten natürlich nach Schweden gereist!
    Nur noch peinlich, dieses Kasperl

  15. astuga

    Sollte es zu einem Systemwechsel kommen, wäre natürlich eine parlamentarische Mehrheit wichtig die auch Verfassungsänderungen alleine beschließen kann.

    Aber das sind alles noch ungelegte Eier.

  16. Christian Peter

    @astuga

    Darüber wird man in Zukunft nachdenken müssen, denn eine Regierung mit Zweidrittelmehrheit dürfte es in Österreich so schnell nicht mehr geben. Nachahmenswert wäre das Schweizer Modell, dort werden praktisch alle wesentliche Beschlüsse durch obligatorische oder fakultative Volksabstimmungen legitimiert.

  17. Christian Peter

    Überlegenswert wäre auch ein Mehrheitswahlrecht, denn bei den Koalitionsregierungen kam ohnehin noch niemals etwas Vernünftiges zustande.

  18. Mona Rieboldt

    Thomas Holzer
    Jetzt “meckern” Sie doch nicht über den Herrn Kurz. Sicher einer der angenehmsten und besten Politiker, die Österreich hat. Ich tausche aber gern Herrn Kurz ein und gebe Ihnen dafür Merkel, unseren unfähigen Innenminister, dazu noch Kanonen-Uschi, von der Leyen. Die säuselt ebenso alle in den Schlaf wie Herr Steinmeier, Menschen ins Koma redet. Also ich biete 4 deutsche Politiker und nehme gern Herrn Kurz.

  19. Christian Peter

    @Mona Rieboldt

    Als mit dem Gailmobil durch die Gegend kutschierender Wahlhelfer der ÖVP machte Sebastian Kurz meines Erachtens eine wesentlich bessere Figur denn als Politiker.

  20. Christian Peter

    Korrektur : Gail – o – Mobil lautet die korrekte Bezeichnung.

  21. Hanna

    Also, auch, wenn man mich dann hauen will – ich weine dem “Wernerle” schon ein paar Tränen nach. Seine “Reform”-Absichten gingen nämlich endlich in die rechte Richtung, ich meine, die richtige Richtung. (Der linke ist nun einmal nicht der rechte Weg.) Man darf ja bitteschön nie vergessen, dass ein Politiker nie allein bestimmt. Faymann war ja der Repräsentant von Leuten, die Scheiße gebaut haben, voriges Jahr. Es schien, als würde er endlich ein bissl Mut fassen und zu “regieren” beginnen. Das hat den LinkshysterikerInnen nicht gepasst. Schade. Ich mag keinen Bundeskanzler, der nicht aus der Politik kommt, irgendwie. Ich mag nicht, dass der ÖBB-Boss über mich quasi bestimmt. Und Zeiler wäre ein Grund auszuwandern. Neuwahlen ist die Devise. Im übrigen hat Fayman – da stimme ich der “Presse” zu – sich irgendwie an seiner Partei “gerächt”. Gut gemacht, Wernerle. Vielleicht landet er ja echt in Brüssel und macht ein paar sinnvolle Sachen dort. Let’s hope. Irgendwie bin ich traurig, weil wir in der ärgsten Krise den Bundeskanzler “verlieren”: Jetzt wäre interessant, zu erfahren, wie uns das Ausland sieht. Aber Moment, das wird ja erst am 23. Mai wieder Bedeutung haben.

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