Ziemlich aufgeklärte Etatisten sind diese Neos!

(C.O.)  “Ja, wir sind für weitere Privatisierungen. Aber nicht ratzfatz, sondern der Staat soll mit 25 Prozent plus einer Aktie dranbleiben,” sagt Neos-Chef Mathias Strotz in einem “Wirtschaftsblatt”-Interview. Ziemlich aufgeklärter Etatismus, das, immerhin wird ja ein bisschen Privateigentum durchaus zugelassen, solange der Staat im Zweifelsfall ein gewichtiges Wort mitzureden hat. Und dass der Betrieb von Mobiltelefonnetzen, Tankstellenketten oder Personenzügen eine klassische Kernaufgabe des Staates ist, ist geradezu ein unverhandelbares klassisches liberales Dogma. Zumindest, wenn es sich um die hierorts typischen Liberlalaliberalen handelt. Kein Wunder, dass führende Sozialdemokraten hinter vorgehaltener Hand schon von einer nächsten “Großen Koalition” mit den Neos als Mehrheitsbeschaffern fabulieren. Passt schon, irgendwie.

23 comments

  1. Thomas Holzer

    Ja ja, der Herr Strolz: wie sagte er vor einiger Zeit in einem Interview sinngemäß: Ich bin kein neoliberaler (Dreck)Sack.
    Zumindest den Wirtschaftsgeschichtsunterricht sollte er nochmals besuchen

  2. rubens

    Alleine die Aussage, “das war Stronach” hat diesen Herrn disqualifiziert. Er tritt nicht in einen fairen Wettbewerb, er redet eine Parlamentspartei tot. Sehr schwach.

  3. Karl Markt

    @rubens
    Kräftiges Lebenszeichen vom TS letztens:

    ” Politisch unkorrekt: Gesetz spricht von “Kretins”:

    “Dieses Wording diskriminiert Menschen mit Handicap”, ärgert sich Nationalratsabgeordneter Marcus Franz. In einem Entschließungsantrag fordert sein Team Stronach die “terminologische Modernisierung”. Klubchefin Nachbaur will auch eine Rechtschreibung-Prüfung: Medikamente brauche man heute eher als “Medicamente”.

    Sehr toll!
    Aber wehe das Wort “Neger” soll aus den Schulbüchern verschwinden, gell?

  4. Karl Markt

    Und Georg Vetter auf Puls 4 (oder ATV) damals ganz groß für hohe (höhere) Politikergehälter.

    Schlagendes Argument:
    “Ich hab ja auch noch eine Kanzlei und die Sekretärin braucht auch ein Gehalt”!.

    Sehr aufgeklärter Liberalismus!
    Der Steuerzahler soll also seine Kanzlei finanzieren.

    Dumm, dümmer, TS.

  5. herbert manninger

    Strolz, DER Dampfplauderer.
    Wie groß sein Anteil an der Klimaerwärmung wohl ist?.

  6. Thomas Holzer

    @Karl Markt
    Daß das TS kein Verfechter libertärer Ideen war und ist, war zumindest mir von Beginn an klar!
    Daß jedoch Sie anscheinend ziemlich lange für diese Erkenntnis gebraucht haben, nimmt mich doch etwas Wunder 😉

  7. Reinhard

    Nicht Ernstzunehmende Originelle Spaßmacher. NEOS.
    Die wollen doch nur spielen und ein Stückchen vom Kuchen mitnaschen.
    Und man lässt sie, damit das tumbe Zahlvolk glaubt, es hätte bei der Wahl so etwas wie eine Wahl…

  8. Mourawetz

    @Karl Markt 3. März 2014 – 13:33

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Georg Vetter mit “Ich hab ja auch noch eine Kanzlei und die Sekretärin braucht auch ein Gehalt” gemeint hat, dass der Steuerzahler ihm seine Kanzlei finanzieren soll. Kann es nicht viel mehr sein, dass er gemeint hat, dass Leute wie er, die am freien Markt durchaus gehobene Gehälter verdienen, mit etwas Vergleichbarem wenn nicht Bessrem entschädigt werden müssten, wenn man sie von ihrem Beruf in die Politik abwerben will.

    Lieber Karl, manchmal hab ich das Gefühl, sie halten uns hier alle ziemlich am Schmäh.

  9. Thomas Holzer

    Die “neos” sind keine “ziemlich aufgeklärten Etatisten” sondern einfach nur eine Kasperletruppe, welche es durch die Dummheit des Wahlvolkes in das Parlament geschafft hat

  10. Karl K.

    @ rubens

    sorry, er redet maximal über eine bereits tote parlamentspartei. leider sind sie offenbar die einzige, die hier und im unterbergerforum, noch versucht dem ts die treue zu halten.

    was könnte ihnen helfen die realität anzuerkennen?

  11. Karl Markt

    @ Mourawetz

    Hat er gemeint, weil er gemeint dass er Umsatzeinbußen haben wird wenn er die ganze Zeit im Parlamant sitzt und ja sonst ein Arbeitsplatz verloren gehen würde.
    Was sonst sollte sonst der Verweis aufs Gehalt der Sekretärin.

    Das ging so in die Richtung “na ihr dämlichen linken habt a gar keine Ahnung etc..”, sein Gegenüber von der KPÖ spendet nämlich die Hälfte der Bezüge (wie auch andere Vertreter dieser Partei).

  12. Mourawetz

    @Karl Markt

    Achso ist das. Passt eh! Die KPÖler spenden in Ermangelung einer eigenen Kanzlei der eigenen Partei. Er verdient als NR zu wenig, als dass er sich die Abwesenheit in seiner Kanzlei leisten kann. Wie ich schon weiter oben gesagt habe, Gutverdiener können es sich nicht leisten in die Politik zu gehen ohne ihr bisheriges Leben aufzugeben. Faymann und Co, die ohne Partei nichts sind, habens da eindeutig leichter. Die haben ja nichts zu verlieren.

  13. Schroedinger

    Das ständige Neos-Bashing hier nervt schön langsam. Klar, sie sind nicht in allem perfekt, aber sicher deutlich liberaler als sämtliche anderen Parteien und ganz sicher nicht mit den Grünen oder anderen Linken zu vergleichen. Was wäre denn im Moment die Alternative?

  14. Rennziege

    3. März 2014 – 17:28 Schroedinger
    Gute Frage: “Was wäre denn im Moment die Alternative?”
    Nur Schrödingers Katze. Bei der weiß auch niemand, ob sie tot oder lebendig ist, wenn ihre Kiste geöffnet wird.
    Wie bei den Neos. (Im Fall der der Stronach-Katze erwies sich ersteres.) Es gilt halt: hopp oder tropp, wie der österreichische Nobelpreisträger (einer der wenigen, die wir haben) nicht nur erkenntnistheoretisch zu untermauern wusste.

  15. Mourawetz

    @Schroedinger

    da ist ja wieder das Gerede vom “kleineren Übel” hinter dem sich alle Protestwähler versammeln sollen auf dass die Partei in den Genuss der Millionen für die Parteienfinanzierung komme. So nicht, mein Lieber, so nicht.

  16. Zeilinger1988

    @mourawetz:

    Thomas Jefferson, George Washington, James Madison und John Adams waren wohl nicht nur große Denker der Freiheit des Einzelnen und niveauvolle Gentlemen, die jeden selbstverliebten Karrieristen von heute wie einen Vorschüler aussehen lassen würden, sie nahmen auch Public Service sehr ernst. Für jeden dieser großen Männer war es selbstverständlich, kein Geld für ihren Dienst zu nehmen, weil sie selbst genug hatten. Erst machtversessene Etatisten führten das bezahlte Berufspolitikertum ein.

  17. Super_Mario

    Strolz hat beim Hypo-Skandal wenigstens als einziger Mumm gehabt, die richtige Konsequenz zu ziehen und eine Schuldenbremse in Verfassungsform zu fordern. Als aller erste von 10 Forderungen.
    Ja, Neos sind nur zu 5% liberal. Aber liberaler als der Rest.

  18. Mourawetz

    @Super_Mario

    Die USA haben die Schuldenbremse schon seit 1917 und haben sie seitdem 98 mal übertreten. In letzter Zeit etwas öfter. Immer abgesegnet im Kongress, in beiden Kammern, alles ganz legal, versteht sich. Was soll also eine Schuldenbremse bringen? Wenn man sparen will, dann muss man weniger Geld ausgeben als man einnimmt. Um das zu kapieren, brauchts weder Mumm noch Schuldenbremse nur ein bissl Hausverstand.

    Wenn das die allererste von 10 Forderungen ist, auf die die Neos stolz sind, wie können da erst die anderen sein? Die Spannung steigt ins Unermessliche.

  19. sybille Stoa

    OK, jetzt einmal ehrlich,
    Neos ist zwar bisserl drüber, aber sonst bleibt nur Team Stronach (mit Zerfallserscheinungen) und die F.
    Bei der F habe ich aber Probleme mit dem rechten äußeren Rand (den sehr nationalistischen und nicht so freiheitlichen)
    Team Stronach ist ohne Stronach, wie Johann ohne Land.
    Team Stronach könnt sich ja auf F und Neos aufteilen, dann wären da klare Verhältnisse wieder.

    und nein: Rot – Schwarz ist keine Option, wer glaubt das wird je besser, der ist in meinen Augen mehr als naiv.
    Bei den Grünen ist der Kogler und der Efgani Dönmez gut und das wars schon.

  20. sybille Stoa

    Ich meins ehrlich Team Stronach soll sich aufteilen auf F und Neos.
    das kostet den beiden nur Stimmen, ist irgendwo zwischen den beiden positoniert und kann jetzt wenig mobilisieren.
    Das BZÖ wählt ja auch keiner mehr.
    Die ÖVP versucht schon wieder mit Kraft ihrer Bünde sich zusammeln und bläst zum Marsch. Es hocken dann wieder weiter ROT – SCHWARZE überall und wenn sich das nicht ausgeht, dann nehmen sie sich die weniger belämmerte Eva dazu. Jetzt ist es wichtig, dass da endlich mal aufgeräumt wird und nichr alles weiter absandelt!

  21. Mourawetz

    @Zeilinger1988 3. März 2014 – 19:50
    Nur langsam mit den jungen Pferden. Wenn Männer wie George Washington “kein Geld für ihren Dienst [nahmen], weil sie selbst genug hatten”, so bedeutet das doch nicht, dass ihnen kein Gehalt zugestanden ist. Das Gehalt für den Job des ersten Bundespräsidenten der USA war ziemlich präzise USD 25.000 per Jahr, im 18. Jhdt. eine Menge Kohle. Wie kommen Sie dann drauf, dass “Erst machtversessene Etatisten […]das bezahlte Berufspolitikertum ein[führten]”?

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  23. Christian Peter

    Wir brauchen keine Privatisierungen, sondern endlich steuerliche Entlastung der staatstragenden mittelständischen Wirtschaft : Schluss mit Steuerprivilegien und Milliardensubventionen für Großunternehmen und Konzerne.

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