Zitat zum Tag

Mir ist die gefährliche Freiheit lieber als eine ruhige Knechtschaft. (Jean-Jacques Rousseau)

8 comments

  1. astuga

    Rousseau, war das nicht der mit den edlen Wilden? 😉
    Zur Freiheit gibt’s ja eine Menge Zitate, wie das mit bedeutungsvollen Schlagwörtern halt so ist.

    Bei einer völlig banalen Quelle (TV, Web?) habe ich dieser Tage gehört:
    Freiheit ist ein Geschenk, dass sich nicht jeder gerne machen lässt.

  2. astuga

    Nachsatz: Wahrscheinlich sind die meisten auch eher bereit gegen eine schlimme persönliche Unfreiheit zu kämpfen als für die Freiheit selbst.

    Aber wie die Geschichte vielfach zeigt, lässt sich jede “Freiheitsbewegung” mit Gewalt unterdrücken und zerschlagen, man muss nur brutal und skrupellos genug sein, und sein Zuckerbrot gezielt einsetzen.
    Solche Systeme zerfallen meist an den eigenen Unzulänglichkeiten, erst dann schlägt die Stunde der “Freiheitskämpfer”.

  3. Lisa

    Richtig. Freiheit ist eben ein “weites Feld”, nicht nur die uns von der Wirtschaft aufoktroyierte repressive Trieb-Entsublimation. Besonnene Menschen lassen sich schwerer Konsumgüter aufschwatzen, aber Geschäfte macht man heute vor allem mit schnellebigen Produkten, Gewinne machen Firmen, die expandieren und Länder, die auf immerwährendes Wachstum setzen. Denn Stagnation heisst Tod. Wir haben die FREIE Wahl…Freiheit oder Sicherheit – beides geht nicht. Wie heissts bei Faust am Ende: “nicht sicher zwar, doch tätig frei zu wohnen” (oder so)

  4. astuga

    Das hat aber weniger mit dem heutigen Wirtschafts-System zu tun.
    Sondern das sind einfach zwei mögliche Wege ein Ziel effizient zu erreichen, ein Mechanismus der sich durch die ganze Natur zieht.
    So auch durch das menschliche Verhalten – hier bei der Erfüllung von Konsumwünschen.
    Pointiert gesagt: Masse oder Klasse

    Ich kann viele Nachkommen produzieren, oder wenige in die ich dann eben mehr Zeit und Energie investieren muss.
    Ich kann eine energiearme Nahrungsquelle nutzen die einfach verfügbar ist, oder ich muss mich eben mehr anstrengen um energiereiche Nahrung zu erhalten (Fleisch vs Gras).

    Ich kann mir teure Maßschuhe kaufen, oder Sportschuhe die nur ein Jahr halten (auf lange Sicht sind die Maßschuhe vielleicht sogar billiger).
    Möbel von Ikea oder vom Tischler. etc. pp.
    Für eine egalitäre Massengesellschaft wie die unsere ist es eben sinnvoll auf Masse zu setzen.

  5. astuga

    Das lässt sich nur lösen indem wir entweder zu einem Feudalismus zurückkehren (wo wenige die guten Produkten, und andere nichts haben), oder indem wir technologische und intelligente Ansätze für eine deutlich kleinere Menschheit entwickeln.

    Auch hier schadet Massenmigration, wir selbst stagnieren als überbevölkerte Konsumkultur, und bei den anderen nimmt es zu viel Druck weg um Reformen zu erzwingen.

  6. Fragolin

    @astuga

    Was an schwindender Einwohnerzahl schlecht sein soll, wenn doch immer mehr Produktion und Dienstleistung durch Maschinen und Automaten ereldigt werden, muss mir ein Wachstumsfetischist erstmal schlüssig erklären. 🙂
    Wie Sie treffend feststellen, führt das quantitative Wachstum in den Feudalismus. Deswegen schreit unser Feudalsystem auch nach ständigem Wachstum. Obertanen haben lieber viele Untertanen, die nie die Chance haben, in ihre elitären Sphären vorzudringen, als wenige Untertanen, die so weit aufsteigen, dass sie die Existenz der Obertanen zu hinterfragen beginnen. Eine dumpfe Herde lässt sich leichter lenken als ein kritisches Individuum.

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