Zitat zum Tag

Ich glaube nicht, dass die Regierung das Recht hat, Leuten vorzuschreiben, was sie zu denken haben oder wie sie leben sollen. Jedem sollte es freigestellt sein, nach seinem eigenen Moralkodex zu leben, solange dieser Moralkodex nicht mit dem anderer Leute in Konflikt gerät. Die Bedrohung für eine zivilisierte Gesellschaft ergibt sich, wenn uns die Politiker ein System moralischer Wertvorstellungen aufzwingen wollen.(Clint Eastwood)

16 comments

  1. Fragolin

    Aufgabe der Politiker ist es, im Auftrag und Interesse der sie wählenden und bezahlenden Bürger Rahmenbedingungen für ein sicheres Zusammenleben und Rechtssicherheit bei Streitfragen zu schaffen. Alles andere reicht von Selbstüberschätzung über Amtsanmaßung bis psychopathischem Gotteskomplex.
    Das gilt allerdings nur in Demokratien, also nicht bei uns. In absolutistischen Parteifeudalsystemen gilt das Interesse den eigenen Pfründen und den Auftrag erteilt das Parteihaus.

  2. Lisa

    DAs ist wie der Spruch von der Freiheit, die da aufhöre, wo diejenige eines andern beginnt… Mal raten, wer sich da mehr Freiheit herausnehmen wird, wenn das das einzige Kriterium ist und nicht moralische Gebote wie Rücksichtnahme, Respekt, Gemeinsinn etc. beachtet werden. Moral macht nur Sinn in eienr Gemienschaft. Ein einsiedlerisch lebender Waldschratt braucht keine Moral.

  3. Fragolin

    @Lisa
    Stimmt, aber moralische Leitlinien muss sich eine Gesellschaft selbst aufbauen; das ist Aufgabe von Philosophen, Priestern und ambitionierten Aktiven. Wenn sich eine Gesellschaft ein ungeschriebenes moralisches Regelwerk gibt, dann kann man daraus ein geschriebenes Gesetzeswerk ableiten, das durchzusetzen Aufgabe der Staatsgewalt ist.
    Wenn aber der Staat der Gesellschaft die Moralvorstellungen diktiert und das Gesetzeswerk aus herrschaftlicher Willkür entsteht, dann muss man so ehrlich sein zu sagen, dass dahinter absolut keine demokratische Legitimation steht. Und im Gegensatz zur “von unten” gelebten Moral, die nur gelegentliche Ausreißer kennt, weil sie in der Masse akzeptiert ist, muss die der Masse “von oben” übergestülpte Moral mit größerer Aggressivität eingetrichtert und mit größerer Brutalität exekutiert werden…
    Freiheit bedeutet nicht Anarchie sondern Einigkeit der Menschen in einer Gesellschaft und freiwillige Annahme moralischer Grundregeln. Das Gegenteil erleben wir, wenn Menschen mit anderer Moral in eine Gesellschaft zwangsimplantiert werden. Das ist genau das Gegenteil von Freiheit für alle Beteiligten und führt zur Radikalisierung aller Seiten durch steigenden staatlichen Zwang – hier zur Integration, dort zum zähneknirschenden Stillhalten.

  4. Thomas Holzer

    Horribile dictu: Eigenverantwortung, welch garstig Wort, wird hier gefordert………das geht aber gar nicht

  5. Marianne

    “Aufgabe der Politiker ist es, im Auftrag und Interesse der sie wählenden und bezahlenden Bürger…….”
    Wie wahr! Allerdings müßte der Bürger und Wähler auch seiner Kontrollpflicht nachkommen. Zumindest dort wo die modernen Feudalherren so was wie Demokratie gestatten. Diktaturen erübrigen sich mittlerweile, da ohnehin immer dieselben wiedergewählt werden, egal wie katastrophal ihr Treiben auch ist.

  6. KClemens

    Guter Typ, der “dirty Harry”.

    Als Bürgermeister von Carmel scheint er auch ganz ordentlich gearbeitet zu haben, jedenfalls ist nichts negatives bekannt.

  7. Fragolin

    @Marianne

    Kontrolle ist bei uns faktisch unmöglich.
    1.) Wenn man als einfacher Bürger z.B. von der BH Informationen verlangt, wird man kurz angebunden mit dem Hinweis auf das “Amtsgeheimnis” abgespeist, selbst wenn es um einen Vorgang geht, den man als Bürger selbst initiiert hat. Bei der zweiten Nachfrage bekommt man die inzwischen etwas unwirsche Antowrt, dass man sich bitte vergegenwärtigen solle, dass das Amtsgeheimnis unantastbar sei und es im gegenständlichen Falle zu keiner weiteren Anfrage durch den Bürger zu kommen hat, andernfalls einem nach geltendem Recht wegen Renitenz eine recht saftige Verwaltungsstrafe drohe. Lerne: Bürger, die Fragen stellen, müssen kriminalisiert und abgestraft werden.
    2.) Die Politik wird nicht müde, zu erklären, dass das Parlament für die Kontrolle der Regierung zuständig und durch Wahlen demokratisch dazu legitimiert wäre. Klingt ja mal gut, aber: 2a) Da die Regierung selbst aus dem Parlament kommt, ja sogar alle Regierungsmitglieder nicht nur Funktionäre sondern oft sogar Führer der im Parlament selbst am stärksten vertretenen Parteien darstellen, riecht das nach einem undurchbrechbaren Kreis aus Inzucht und Hörigkeit, der jede Kontrolle unmöglich macht. 2b) Da die in der Regierung sitzenden Obleute der Parteien ihre Weisungen direkt dem Klubchef übermitteln und dieser im Parlament die Aufgabe hat, über die genaue Beachtung des Klubzwanges jedes von seiner Partei abgesegnte oder erstellte Papier kommentar- und kontrollfrei durchzuwinken, kontrolliert hier der Lehrling den Meister, dem er nicht widersprechen darf.
    3.) Hätte investigativer Journalismus die Aufgabe, störend einzugreifen und unter die Tuchent zu schauen – aber da 3a) Journalisten in immer größerer Zahl aus von den Parteien organisierten studentischen Vereinigungen vom linken Rand rekrutiert werden, die Dankbarkeit gegenüber der Partei vom ersten Atemzug an inhalieren und 3b) an den Unis das richtige Umformulieren und gendergerecht wie politisch korrekt durchzuführende Überarbeiten von Politbüro-Aussendungen vertiefender geübt wird als praktische Recherche und 3c) der Journalist unter der Tuchent einen Zettel finden könnte, auf dem vermerkt ist, dass im Sinne des Erhalts der Presseförderung und regierungsaffiner Inserate der Leser dieser Zeilen just in diesem Momente seinen Job nachhaltig eliminiert hat, braucht man auf investigativen Journalismus in unseren Breiten nicht mehr zu hoffen. Wir sind ja schon dankbar über die wenigen Inseln des kritischen Journalismus in unserem Land.

  8. gms

    Fragolin,

    “[Moralische] Leitlinien muss sich eine Gesellschaft selbst aufbauen; das ist Aufgabe von Philosophen, Priestern und ambitionierten Aktiven.”

    Ja. In einer freien Gesellschaft sind natürliche Autoritäten die Hüter der Moral, während der Staat sich einzig der echten Verbrechen annimmt. Natürliche Autorität wird vom Volk gestützt und umgekehrt, beide stehen damit gemeinsam schon mal in Opposition zu den Regenten.

    Demgemäß zeitigen repressive Tendenzen die ewig gleichen Konsequenzen, wie das Vereinahmen oder Diskreditieren der Autoritäten oder auch das massierte Aufbauen bloß scheinbarer.
    Religion, Eltern, Künstler, Philosophen, Brauchtumsvereine, Wissenschafler, Medienleute, you name it — all diese wurden entweder von den Obertanen vereinnahmt, oder alternativ mit entsprechenden Mitteln ihres Rufes und damit ihres Einflusses beraubt. Heute weiß jedes Kind, daß Priester sich an Knaben vergreifen wenn keiner hinsieht und Väter zuhause Frau und Nachwuchs tyrannisieren, weil *Leit*medien, Künstler und Politik das sagen. Außerdem ist Autorität sowieso total autobahn und geht garnicht.

    Die vier sogenannten Mächte (Legislative, Exekutive, Judikatur, Medien) sind zu einer einzigen verschmolzen, während der vorgebliche Souverän, das Volk, keine Stimme mehr hat, sei’s nach innen hin moderierend zur Erhaltung der Tugenden, oder als Gegenstimme nach oben.
    Das Vakuum aber im Volk zur Wahrung der Werte wird spürbar, weshalb Gesetze verlangt und auch prompt geliefert werden. Was zuerst geschliffen wurde, wird nachher gezielt von oben ersetzt, personell und strukturell.

    Kulturrevolutionen wurden von linken Denkern konzipiert, sie wissen wie Gesellschaftsklempnerei langfristig funktioniert und was demgemäß zu tun ist. Nichts davon ist geheim, weder die Ziele noch die Mittel, doch Otto-Normal-Bürger glaubt immer noch fest, all das Merkwürdige geschähe zu seinem Besten. Wenn die Fratze sichtbar wird oder das Werkel anderwärtig in die Luft fliegt, dann, ja dann war er davor heldenhaft in der Opposition, oder, und das ist das Traurige, hat er es tatsächlich nicht kommen sehen. Der Osten Europas hat seine Rotlichtbestrahlung schon hinter sich, für ihn wären die Vorgänge in unseren Längengraden eine permanente Abfolge von Déjà-vus.

  9. Roland Seifert

    Bei Kriegstreiber und Waffennarr Clint Eastwood, der noch nie mein Held war, wundert mich gar nichts.
    Jemand der sich selber den Spitznamen Dirty Harry gibt, der sollte nicht gehört werden, weil hier von vornherein auf Provokation gesetzt wird und nicht auf Dialog.
    Das letzte Jahrhundert war voller Gewalt und mit vielen hundert Millionen Toden.
    Es ist erwiesen, dass die Neokongewaltrezepte gescheitert sind. Es ging nur darum Konzernen Geld in die taschen zu schaufeln.
    Es gibt viel Gewalt in der sog. “dritten Welt”, ok. Und sie ist nicht schön.
    Aber draufhaun löst die Probleme nicht. Jeder mensch hat einenGrund wiso er oder sie tut was er oder sie tut.
    Es ist Zeit, daß wir unseren eisernen Griff ums Geld lösen und anfangen zu teilen mit der Armen.
    Denn Sie sind es, die unseren Wohl Stand finanziert haben. Wir müssen anfangen zurück Zu Geben, diesen Auto Matismus durchbrechen, das nur weil wir weiss sind, immer recht haben.
    Dieses “Privileg” hat so viel Unglück über die Menschen gebracht. Es ist Zeit das wir das Umdrehen.
    Eine NeoconZeitschift wie diese sollte eigentlich kapieren das sie wirtschaftlich nur verlieren kann, wenn Farbige Menschen benachteiligt werden.
    Es ist Zeit das wir uns mal auf den Rück Sitz setzen und die anderen Menschen fahren lassen.
    Nur weil wir weis sind heisst es nicht das wir wissen wo der richtige Weg lang geht!!!

  10. Rennziege

    17. Dezember 2015 – 22:27 Roland Seifert
    O.K., HerrSeifert. Ich beuge mein liberales Haupt in Scham vor den “Farbigen Menschen”, durchbreche diesen “Auto Matismus”, teile mit “der Armen” (wer ist das Mädel?) und setze mich auf den “Rück Sitz” (wie so oft, wenn ich mit einem farbigen Tax Ler reise).
    P.S.: Clint Eastwood hat sich diesen Spitznamen (?) nicht selbst gegeben, sondern anno 1971 die Hauptrolle in dem legendären Film “Dirty Harry” gespielt. Hamma’s jetzt?

  11. Lisa

    @Hanna: ist das jetzt nicht ein wenig intolerant? 😉 Gezeiltes Nachfragen wäre auch ein Weg…
    @ nicht nur “Linke” – was heisst das schon heute?!? – haben Kulturrevolutionen initiiert, sondern auch “Rechte”: national(istisch)e Kunst zu favorisieren ist genauso eine Abwertung bzw. Zerstärung einer anderen Kultur. Werte sind im liberalen Westen tatsächlich nur punktuell auszumachen, ein dumpfes Gefühl von “das ist nicht richtig”, welches jedoch gleich wieder übertönt wird von “jeder muss selbst wissen, was er tut”. Schwierig, schwierig…

  12. Fragolin

    @Roland Seifert
    Gibt es den Text auch auf Deutsch?

    @gms
    Danke, Sie bringen es auf den Punkt. Als jemand, der den “Osten” am eigenen Leib erfahren durfte, kann ich das mit dem Déjà-vu bestätigen. Genau das macht mir Kopfschmerzen – muss der Westen wirklich so dumm sein, statt aus den Fehlern des Ostens zu lernen diese zu wiederholen?
    Wir hatten in den 90ern die riesige Chance, wirklich etwas Besseres zu schaffen, aber statt dessen landen wir plötzlich wieder in den Dreißigern. Wenn heute die Politik von Großen Chancen faselt wird mir schlecht, denn sogar aufgelegte Elfmeter wie der Fall des Eisernen Vorhangs wurden nicht zum Guten genutzt.
    Wie soll das erst mit der heutigen Völkerwanderung und muskimischen Invasion funktionieren?

  13. mariuslupus

    Der ehemalige Bürgermeister von Carmel/CA paraphrasiert Kant. Ist deswegen Kant ein verabscheungswürdiger, was auch immer? Die Linken haben für Leute die etwas von Moral oder Anstand halten verschiedene Schimpfwörter.
    @KClemens – Stimmt Carmel ist sicher die freundlichste Stadt in Kalifornien

  14. gms

    Lisa,

    “nicht nur „Linke“ – was heisst das schon heute?!? – haben Kulturrevolutionen initiiert, sondern auch „Rechte“: national(istisch)e Kunst zu favorisieren ist genauso eine Abwertung bzw. Zerstärung einer anderen Kultur.”

    Ist es nicht sonderbar, wonach in dem von Ihnen immer noch favorisierten Links-Rechts-Schema jede linke Untat ihr Pendant auf der rechten Seite hat?

    “Werte sind im liberalen Westen tatsächlich nur punktuell auszumachen”

    Eingedenkt der grassierenden Begriffsverwirrung wäre weder verwunderlich falls das stimmte, noch wenn es falsch wäre. In den USA sind die “liberals” die Sozialisten, während die hiesigen Jakobiner mit dem Konzept der repressiven Toleranz im Marschgepäck sich mit Etiketten des Links- bzw. Sozialliberalismus’ schmücken.

    Seit Orwell sind derartige Camouflagen für jedermann durchsichtig wie Fenster ohne Glas und Rahmen, was aber offenbar die Wenigsten dazu animiert, überhaupt erst hinzusehen. Fast wollte man meinen, der durchschnittliche Bürger würde sich mit den vergifteten Begriffen inzwischen dermaßen identifizeren, daß er gar nicht kann, als das Evidente zu ignorieren.

    “Schwierig, schwierig…”

    Es ist leicht. Schwierig scheint einzig das Aufbringen des Mutes zum selbständigen Denken und die Akzeptanz der Schlüsse daraus. Zugleich, und damit wird Ihnen als lebenskluge Frau gewiß nichts Neues vermittelt, schützt sogar den gesunden Menschen körperliches Unwohlsein davor, bislang für richtig Gehaltenes leichtfertig zu verwerfen. Enttäuschungen schmerzen, Leugnen bewahrt davor.

    ‘Habe Mut!’ als Credo der Aufklärung fordert auf zur Überwindung der eigenen inneren Barrieren. Ich weiß das und Sie ebenso, und weil man Mut nicht kaufen kann, muß jeder ihn selbst aufbringen. /Das/ ist schwierig.

  15. Lisa

    Natürlich ist Mut schwierig – wem sagen Sie das! Für eine Frau ncoh mehr – ich wurde für meinen Mut schon beschimpft, angespuckt, ausgelacht und mit Totschlagargumenten zum Schweigen gebracht. Das mit “rinks und lechts” ist tatsächlich heute nicht wirklich unterscheidbar – les extrèmes se touchent – es sind eher die Neidhammel gegen die Geizkragen, die Beschränkten gegen Differenzierer, die Lauten gegen die Leisen usw. – zuletzt gewinnt immer der — nja, was sonst – der, der gewinnt. Die”Mitte” ist die schwächste Position, weil es nur eine einzige Mitte auf einer Wippe gibt, aber ein dauernder Platzwechsel, eine dauernde Gewichtsverteilung auf den beiden Sitzen. Da kann man allenfalls mal mit einem Fuss ausgleichend mal etwas nach der einen, mal nach der andern Seite wirken, damits nicht ein gefährliches Auf und Ab gibt.

  16. gms

    Lisa,

    “les extrèmes se touchent”

    Weil sie ident sind, derselben anmaßenden Geisteshaltung entspringen und dieselben Folgen zeitigen durch Unterdrückung individueller Freiheit zum vorgeblichen Wohl des eigenen gut abgegrenzten Klientels. Diese Haltung vergötzt das abstakte Allgemeinwohl, hobelt Unterschiede weg, übt sich in Propaganda, schürt Feindbilder und durchtränkt die Gesellschaft bis in ihre letzte Pore mit staatskonformer Ideologie.
    Ring- und Mittelfinger der linken Hand berühren einander, doch käme niemand auf die Idee, zwischen beiden das vollständige politische Spektrum aufzuspannen. Getan wird es dennoch, von den einen gezielt, von den anderen als Konsequenz erfolgreicher Indoktrinierung. Es bleibt ein Wald aus Fragezeichen, innerhalb dessen der heutige Obertan seinen Schutzbefohlenen jeden noch so absurden Weg mittels ursupierter Rinks-Lechts-Parole als korrekt verkaufen kann.

    Ernst Jandl war Bildungsbürger im besten Sinne und deklarierter Gegner der Nationalsozialisten. Er entzog sich der Hitlerjugend und lief im Krieg zu den Amerikanern über, seine Kleidung und sein Auftreten waren konservativ, sein Werk entzog sich jeglichem Gruppendruck, der von anderen selbsternannt progressiven Autoren ausging. Seine Kleinschreibung wurde von Linken ebenso gekapert, wie sein Rinks und Lechts, die man nämlich verwechseln konnte. Niemand außer Jandl wußte besser, warum das so war.

    Martin Mosebach bekam (wie auch Jandl) den notorisch linken Georg-Büchner-Preis und nutzte die Dankesrede zu einer gepfefferten Breitseite gegen die Verlogenheit der herrschenden Kaste, indem er den Gründungsmythos der Sozialisten, die französische Revolution und dessen nachfolgenden Terror eins zu eins bei den Nationalsozialisten beschrieb, worauf die Rede unter dem Vorwand, man wolle den Autor schützen, von allen namhaften Medien um die entsprechenden Stellen verkürzt wiedergegeben wurde. Vereinnahmung, Verdrehung, Zensur und vergleichbare Willkür als Mittel zum Zweck der Erlangung der Diskurshoheit war und ist seit jeher Stärke der Linken.

    Von Hitler und Göbbels abwärts deklartierten alle bekannten Nationalsozialisten sich und ihre Partei völlig zutreffend als politisch links, ihre erklärten Feinde waren Rechte, verkörpert durch Groß- und Bildungsbürger, Händler, Adelige, Humanisten und Kirchenleute. Selbst heute noch hochgejubelte Sozialisten wie Karl Renner oder Julius Tandler sympathisierten mit den Braunen, wie auch mit deren Vorstellungen eines großdeutschen Reiches inklusive Österreich, Volksgesundheit und Eugenik.
    Anno dazumal hätte niemand von diametralen Gegesätzen der beiden Seiten einer Medaille geplappert oder der Notwendigkeit oder Schwierigkeit, sich gesamtpolitisch in irgendeiner Mitte zu positionieren, so man darin was Erstrebenswertes erkennen wollte.

    Nach dem zweiten Weltkrieg gelang Linken der nächste Propagandacoup in der Pervertierung des Links-Rechts-Schemas, aufdaß man sie tunlichst nicht mit der Gesinnung der Brüder im Geiste in Verbindung bringt. Die artifiziellen und infantilen Begriffe “Nazi” und “Nazismus” sollen heute ebenso gezielt über die ideologische Nähe hinwegtäuschen, wie das omnipräsente Wort “Faschismus”.
    Der Feind der roten und braunen Sozialisten ist nachwievor der echte Liberale, der sich selbst politisch rechts verortet, falls er ein Mindestmaß an Verständnis für die Sachlage hat. Kein noch so kreischender “Kampf gegen Rechts”, kein Antifa-Gedöns oder ostentativer Linksliberalismus wird daran etwas ändern, zumal propagandistischer Neusprech zwar die Hirne vernebeln kann, aber nicht zwangsweise muß.

    > Die “Mitte“ ist die schwächste Position

    Wer mit Anführungszeichen vorgibt, die “Extreme” lägen an diametralen Rändern, der sucht auch eine erstrebenswerte Mitte zwischen Obersalzberg und Lubjanka, Tod durch Erschießen und Köpfen, zwischen Vergasung und gezieltes massenhaftes Verhungernlassen. Die wahren Extreme aber heißen Humanismus, Liberalismus und Individualismus auf der einen Seite, und Totalitarismus, Egalitarismus und Zwang auf der anderen.
    Right is right and left is left.

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