Zitat zum Tag

Der Staatsapparat ist ein Zwangs- und Unterdrückungsapparat. Das Wesen der Staatstätigkeit ist, Menschen durch Gewaltanwendung oder Gewaltandrohung zu zwingen, sich anders zu verhalten, als sie sich aus freiem Antriebe verhalten würden. (Ludwig von Mises)

6 comments

  1. Fragolin

    Die Gesellschaft benötigt Regeln, um zu funktionieren. Es kommt nur auf das Ausmaß an.
    Aufgabe des Staates ist es, die Einhaltung dieser Regeln zu überwachen und die Nichteinhaltung zu sanktionieren.
    Richtig bei: Mördern, Dieben, Betrügern, Pädophilen etc.; da sollte es schon einen Zwang geben, sich anders zu verhalten, als man möchte.
    Überflüssig bei: Kritikern, Oppositionellen, Glühbirnenbenutzern oder Freunden starker Staubsauger; Aufgabe des Staates wäre es, die Freiheit des Einzelnen zu beschützen, und nicht, sie willkürlich zu beschränken.
    Die Grundmenge an benötigten Regeln existiert seit tausenden von Jahren: Zehn Gebote aus dem Ende der Bronzezeit reichen bis heute vollkommen aus. Deren Einhaltung zu exekutieren wäre ausreichend als Staatsaufgabe und ausreichend für ein gedeihliches Miteinander der Menschen in einer Gemeinschaft.
    Das Problem des Staates als Machtapparat ist seit je sein ewiger Anspruch auf Machtausweitung in alle Bereiche des menschlichen Lebens. Seit der Erfindung der Verwaltungsbeamten im alten Sumer hatten diese Menschen nie etwas anderes im Sinn als die Ausweitung des eigenen Machtbereiches und der beständige Nachweis der eigenen Existenzberechtigung durch vordringliche Nutzerbringung für seinen Gönner, den Staat. So entstanden “Fahrradfahrer” schon Jahrtausende vor Erfindung des Fahrrades: nach oben buckeln, nach unten treten. Untertanen formen und gefügig halten im Sinne der Zufriedenheit der Obertanen. Reglementieren, Drangsalieren, Exekutieren – der Beamtenapparat ist in jedem modernen Staat als Erfüllungsgehilfe der Partei-Adelshäuser noch immer der beste Garant, dass sich die feuchten Herrschaftsphantasien der Obertanen auch möglichst realisieren lassen, egal, wer herrscht. Weder das 3.Reich noch die DDR hätten funktioniert, wenn es keine Beamten gegeben hätte, die das System im eigenen Interesse stützten. Da sollte man im Auge behalten, dass Beamte die Mehrzahl der Parlamentarier stellen. Arbeiter findet man dort eher nicht.
    Aber das Machtstreben des Staates über seine Kernaufgaben hinaus und die Triezerei des Verwaltungsbeamten, des kleinen “Chefchens” mit der gefühlten Macht des Staates im Rücken, gegenüber den Untertanen, die genau das bitteschön untertänigst bleiben sollen, ist kein Übel der Demokratie, denn das gab es schon in Nippur und Assur und Memphis, als dort noch Gottkönige regierten und wir hier noch mit dem Holzknüppel hinter Wildschweinen hergejagt sind.

  2. Zaungast

    “… denn das gab es schon in Nippur und Assur und Memphis…”

    Sieht nicht danach aus, dass sich die Menschheit je von diesem Übel befreien könnte.

  3. Falke

    Der allmächige Staat wird auch immer wieder (besonders gerne auch von Andreas Tögel) richtigerweise als “Leviathan” bezeichnet (nach Thomas Hobbes): “biblisch-mythologisches Seeungeheuer vor dessen Allmacht jeglicher menschliche Widerstand zuschanden werden muss. Eine ähnliche Rolle kommt in Hobbes’ absolutistischem Politikverständnis dem Staat zu, der damit zum Gegenstück des durch das Ungeheuer Behemoth personifizierten Naturzustandes wird” (aus Wikipedia).

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