Zitat zum Tag

Von | 9. März 2016

Der Tatbestand, dass Unternehmer und Kapitalisten die Regierungsmänner mitunter bestechen, beweist nicht, dass sie herrschen, sondern dass sie beherrscht werden. Nicht die Herrscher zahlen Tribute, sondern die Beherrschten. (Ludwig von Mises)

8 Gedanken zu „Zitat zum Tag

  1. astuga

    Naja. 😉
    Man könnte es auch so sehen: jede feudale Struktur gründet sich auf die Verteilung von Gütern, Titeln und Pfründen, im Gegenzug erwartet man Gefolgstreue und abrufbare Leistung.

    Und natürlich der Aussicht nach der Politkarriere in einen Aufsichtsrat… äh, in der Hierarchie aufzusteigen.
    In Österreich beherrscht das amüsanter weise keiner so gut wie die Sozialisten (Modell Gusenbauer).

  2. Mourawetz

    Eben. Und deshalb herrschen auch die Medien, den sie werden bestochen. Durch Regierungsinserate.

  3. MM

    Es ist viel Wahres dran, aber schon etwas komplexer: Die es sich leisten können, bestechen ja nicht nur um in Ruhe gelassen zu werden (=Tributzahlung), sondern damit Gesetze gemacht werden, die Konkurrenten behindern, insbesondere das Nachwachsen von neuen Unternehmen.

    Gleiches gilt beim Medienbestechen durch die regierenden Parteien.

  4. Reini

    … wie erhält ein Politiker seine Posten,…
    … man verspricht dem Volk vor den Wahlen vieles was man nicht halten kann,
    da es Finanziell nicht durchführbar ist…
    … die einfachen Lösungen werden umgesetzt,
    … die schwierigen Problem werden aufgeschoben,…. Lehrerdienstrecht, Pensionen, usw,…
    oder nur mit Samthandschuhen angefasst, da man keine Wählerstimmen verlieren will!
    … alle wissen das sich einige Systeme finanziell mit dieser Wirtschaftslage nicht ausgehen können und komplett veraltet sind!!!
    … es werden Zuckerl an die Wirtschaft ausgeteilt für eine spätere private Absicherung nach der Amtszeit!
    … es gab Zeiten da waren Politiker Würdenträger, heute sind sie Marionetten Großkonzerne (z.B: VW).

    und wie richtig geschrieben vom “Zitat zum Tag”,… die Rechnung bekommt das Volk! … es wählt ihren eigenen Untergang!

  5. Thomas Holzer

    @Reini
    “… die einfachen Lösungen werden umgesetzt,”

    Einfache Lösungen würden keines Gesetzes bedürfen! (“Bestes” Beispiel das Solariumverbot)
    Es wird nur Aktivität und Einsatz für das Volk dem Volk vorgegaukelt.

  6. astuga

    Ein Unterscheidungsmerkmal ist auch, in korrupten Strukturen sind die Rollen klar verteilt.
    In feudalen Strukturen ist aber jeder Untergebene selbst ein potentieller Anwärter für Machtpositionen.

    Jeder Adelige konnte theoretisch Fürst, Kurfürst oder sogar Herrscher werden.
    Jeder Politiker kann in einem Aufsichtsrat oder an der Konzernspitze landen (oder umgekehrt).
    Es sind “kommunizierende Gefäße”.

  7. Fragolin

    Bei vielen “Konzernen” wie VW oder RWE ist es ja auch interessant, zu sehen, wer denn die “hauptaktionäre” sind. “Die Wirtschaft” und “die Politik” sind oft genug die gleichen Leute, meist dort, wo man “das Geld” von anderen abgreifen kann.

  8. gms

    Die Möglichkeiten zur Einflußnahme von A auf P, damit P tut, was A will, sind ausdifferenzierter, als vereinfacht gesagt über Schmiergeld.

    1) Redliche Überredung: Tatsachen werden wahrheitsgemäß geschildert, alle Alternativen und deren Konsequenzen zutreffend dargestellt und für die objektiv beste votiert. P folgt dabei dem richtigen Rat A’s.

    2) Unredliche Überredung: Dasselbe wie (1) bloß mit falschen respektive unvollständigen Tatsachen, wobei eine für P schlechte Lösung in A’s Interesse ist.

    3) Sachverhalte werden positiven oder negativen Sanktionen verknüpft, sprich es läuft auf Bestechung respektive Erpressung hinaus.

    Damit haben wir das Pouvoir der Lobbygruppen, Stifungen, Politberater und wie sie alle heißen vereint. Angewandt wird mutmaßlich ein Mix als allen drei Varianten.

    Der vierte und noch viel mächtigere Einflußnahme auf Regierungen ist die indirekte, über die Beeinflussung des Stimmvolks, dem eine bestimmte Variante konsequent als des Teufels verkauft wird und bloß dessen Gegenteil für Glück und Seligkeit sorgt. Die Politik folgt hernach dem, was sie als öffentliche Meinung wahrnimmt.

    Wer das Spiel perfektionieren will, unterwandert personell Gewerkschaften, Religionsgruppen, Medien, NGOs und sogar Parteien. Schmiergeld zur direkten Parteienbestechung ist eine fast blutige Form des Krieges, echte politische Kriege erfolgen indirekt und von vielen Seiten gleichzeitig unter Aufbringung von verdammt viel Geld und Zeit, auch und insbesondere dann, solange noch keine kritischen Entscheidungen anstehen.

    Frei nach Mises: Die wahren Herrscher zahlen die Tribute an Regierungen aus der Portokasse.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.