Zitat zum Tag

Von | 26. August 2014

“….Political freedom means the absence of coercion of a man by his fellow men. The fundamental threat to freedom is power to coerce, be it in the hands of a monarch, a dictator, an oligarchy, or a momentary majority.”   (Milton Friedman)

6 Gedanken zu „Zitat zum Tag

  1. Thomas Holzer

    Das stimmt prinzipiell; nur der Monarch zwingt am wenigsten, Diktatoren und Demokraten am meisten 😉

  2. rubens

    Herr Holzer
    Das würde ich nicht unbedingt unterschreiben: Das hängt wohl vom Monarchen, etc. ab. Ein System, das Wechsel zulässt und durch Rahmenbedingungen fördert, ist meines Erachtens das optimalste.

  3. Thomas Holzer

    @rubens
    natürlich hängt es auch vom Monarchen ab; aber: nur ein System, welches alles und jedes regeln möchte, von der Wiege bis zu Bahre, welches sich in alles und jedes einmischt, den Bürger de facto als unmündig erklärt, will sich durch die “Zustimmung” seiner Knechte, landläufig auch Wahlen genannt, Bestätigung erkaufen; das Einzige, was ein sogenannter Wechsel in der Demokratie bewirkt ist, daß die EInflußnahme der Politik weiter fortschreitet, nur halt unter anderen “Vorzeichen”, mit anderen Begründungen.

  4. rubens

    Na ja, da sollte eben der Bürger ein paar heftige Schranken vorgeben. Was denken Sie, warum ich mir Schimpf und Schelte wie auch Ausgespottet-werden antue? Ich will, was ändern.

  5. gms

    rubens,

    “Na ja, da sollte eben der Bürger ein paar heftige Schranken vorgeben.”

    Die Schwäche dieser Betrachtung zeigt sich am Stellenwert, den der Bürger (Einzahl) innerhalb eines demokratischen und somit gewaltfreien Systems innehat. Dessen eingedenk können Linke auch unverhohlen damit argumentieren, es gäbe Gewalt, würde die Massen nicht mittels demokratisch forcierter Umverteilung befriedigt werden.

    Elisabeth Grossmann (NR-Abgeordnete, SPÖ): “Die brennenden Häuser und brennenden Autos [sind] die Antwort der jungen Menschen auf offen gebliebene Fragen und auf ein Klima der sozialen Kälte. Wer all dies bisher nicht wahrhaben wollte, [soll] endlich erkennen, dass Kosten der sozialen Gerechtigkeit eine Investition in die eigene Sicherheit [sind].” [1]

    Gleichlautende weitere rezente Statements diverser sonstiger Roter lassen sich auf Nachfrage gerne liefern. Das Kuscheln der Sozialisten mit der Demokratie hat nämlich System und ist definitiv nicht aufklärerischer Redlichkeit geschuldet! Die noch brauchbare griechische Demokratie von anno dazumal mutierte zum Selbstbedienungsladen der Mehrheit der Bürger, der wiederum mit postdemokratischen Elementen angereichert zum Futtertrog der Mehrheit plus deren Mündeln verkam.

    Ein paar heftige Schranken vorgeben kann der Bürger (Einzahl) _innerhalb_ dieses falschen Systems daher ebenso nicht, wie Linke die Vorzüge des Systems nicht aufzeigen können, ohne auf Aggression und damit das Erpressungspotential durch undemokratische Massen Bezug nehmen zu müssen..

    Neben diesem historisch-empirischen Beweis des unvermeidlichen Scheiterns von Demokratie existiert jener der Vernunft: Ausgerechnet jene, die laut Hobbes ihrer Unzulänglichkeiten wegen der Zügelung durch den Leviathan bedürfen, bilden demokratisch selbst wiederum besagtes allmächtige, den Alltag regelnde Geschöpf, aufdaß wundersam aus individueller Verderbtheit kollektive Weisheit entstünde.
    Käme das als Glaubenssatz einer Religion daher, hätte man deren Priester zutreffend als mit ihren Schäfchen experimentierende Alchemisten dargestellt. Sobald das aber Staatsreligion ist, klatscht der Einfältige ebenso artig Beifall, wie jene, von denen man annehmen sollte sie durchblickten den Unsinn, wonach das vorgeblich unredliche und mehrheitlich zum Schaden der Gesellschaft beitragende Individuum, welches zum allgemeinen Frieden und Wohlstand der institutionalisierten Opposition bedarf, nicht zugleich sei eigener redlicher Gegenspieler in dieser Institution sein kann.

    Hobbes und mit ihm die Demokratie scheitern am inneren Widerspruch, zumal man bei einer unterstellen Notwendigkeit zur bewußt gesteuerten Ordnungsmacht entweder Kerkermeister oder -insasse sein kann und die Vermengung beider Rollen absurde Auswüchse zeitigt.

    Bleibt last not least das Diktum von Popper, wonach man nicht die beste Regierungsform anstreben solle, sondern jene, die den geringsten Schaden anrichtet. Wer dem folgend nun die Demokratie auf Platz eins reiht mit der Begründung, sie erlaube den gewaltfreien Machtwechsel und eben das sei entscheidend, der verkennt zugleich, wonach es irrelevant ist, wer die Macht des Gewaltmonopols hat, solange zugleich diese Macht den größtmöglichen Schaden anrichten kann.
    Demokratisch legitimierte Macht aber ist nun mal schrankenlos, weil sie auf die Gewalt der Masse setzt, der gegenüber die von einer Minderheit aufgestellten Schranken wie Zündhölzer zur Einhegung eines rollenden Sattelschleppers wirken.

    [1] parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2005/PK0881/

  6. Thomas Holzer

    Nicht umsonst wird der dümmliche Spruch: “Die Mehrheit hat gewählt/gesprochen, die Mehrheit hat recht(sic!)” von allen aufrechten Demokraten gebetsmühlenartig wiederholt;
    die Demokratie ist schlicht und einfach die neue gelebte Religion des gottlosen, “aufgeklärten” Menschen. Für Demokratiegläubige zählt nicht das Individuum, der Einzelne, das Persönliche, die Verschiedenheit, sondern nur das Kollektiv, die Masse, die Gleichheit, kurz: Demokratie endet über kurz oder lang in Tyrannei, Despotie.

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