Zitat zum Tag

Die grundlegende Frage ist: Ist der Mensch frei? In der Menschheitsgeschichte hat nur ein System zu dieser Frage ‚Ja’ gesagt – der Kapitalismus. (Ayn Rand)

10 comments

  1. Selbstdenker

    Gut, dass dieses Thema aufgegriffen wird. Leider fallen auch einige Nicht-Sozis auf den neuen Schmäh mit der angeblich fehlenden Wahlfreiheit rein.

    Konstruktivismus, Ergebnisgleichheit, Postmoderne, Gender, Klima … Die Linke feuert zur Zeit alles in die Luft was sie in den letzten Jahzehnten zusammengemixt hat.

    Das was aus der Entfernung wie ein Feuerwerk auf einem sehr grossen Luxuskreuzer aussieht, könnte aber der chaotischen Panik geschuldet sein, die sich breit macht, wenn das als unsinkbar geltende Schiff gerade absäuft.

  2. Antonia Feretti

    Ist der Mensch frei? Aber sicher, ganz bestimmt! Religiös ausgedrückt: von Gott freigelassen, in Eigenverantwortung entlassen. Und damit müssen wir umgehen, ich bin frei, Du auch, jeder von uns. Das heißt, wir dürfen unseren Verstand gebrauchen, wir dürfen kritisch hinterfragen, wir dürfen auch gegen den Mainstream sein, wenn wir dies als richtig erkannt haben.

  3. gms

    stiller Mitleser,

    > off topic aber interessant: [der-begriff-islamophobie]

    So off topic ist der Bezug nicht, thematisiert er doch zum Kapitalismus ein Gegenmodell, das schon Oskar Lafontaine vor Jahren als grundlegend kompatibel zum Sozialismus beschreib, festgemacht an dessen Orientierung zur Gemeinschaft statt in Richtung des einzelnen Individuums.

    Zugleich macht es einen gravierenden Unterschied, ob man sich mit “In schā’a llāh” (so Gott will) einem höheren Wesen unterordnet, oder den eigenen freien Willen in den Vordergrund stellt, der auf Erden mit oder ohne Gottes Einverständnis etwas Positives hervorbringen soll.

    In seiner Reinform ist Kapitalismus das ehrliche Zugeständis an Alle zur Verfolgung ihrer Egoismen im Wissen darum, wonach langfristig nur jenes individuelle Streben bestehen kann, das mit dem der übrigen Beteiligten kompatibel ist. Kapitalismus ist ein einfaches Prinzip, es ist der Antipode zur endlos langen Betriebsanleitung zum eigenen Leben.

  4. Christian Weiss

    “Leider fallen auch einige Nicht-Sozis auf den neuen Schmäh mit der angeblich fehlenden Wahlfreiheit rein.”

    Im Zeitgeist des “alle sind Opfer” und “alle sind diskriminiert”, wo Eigenverantwortlichkeit gerade als nichtexistent angesehen wird, verwundert es nicht, dass gerade einige absprechen, dass es im Kapitalismus Wahlfreiheit gebe. Einerseits muss man unerhörterweise immer noch arbeiten, wenn man Wohlstand erzielen will (oder aber agitiert als linkspopulistischer Politfunktionär auf Steuerzahlers Kosten und spricht, jenen, die Wohlstand haben, ab, dass sie dafür gearbeitet haben, sondern erklärt sie zu Ausbeutern), andererseits kann man auch nicht erwarten, dass es für jede Idiotentätigkeit Geld gibt, schliesslich muss noch jemand das produzierte bzw. angebotene Produkt haben wollen. Und das ist es dann, was uns dann als “mangelnde Wahlfreiheit” untergejubelt wird. Da will dann beispielsweise einer völlig Talent befreit als Künstler leben und findet es ganz, ganz ungerecht, dass seinen dummen, hässlichen Plunder niemand anschauen, geschweige denn kaufen will. Da wollen einige Wahlfreiheit ohne jeglichen Unterschied in der Konsequenz. Jeder, der als Künstler arbeitet, soll die Kassen genau so gut gefüllt kriegen wie die Rolling Stones. Wer sich als Sportler versuchen will, soll auch so viel verdienen wie Cristiano Ronaldo. Oder sie können am heimischen Computer irgendeine Excel-Tabelle fehlerfrei programmieren und glauben, sie müssten auch so viel Geld wie Bill Gates oder Steve Jobs haben.
    Diese jammervollen Gestalten ohne Frustrationstoleranz glauben, dass die Freiheit der Wahl in jedem Fall zu ähnlich guten Ergebnissen für sie führen müsse. Und zudem haben sie auch noch so ein bescheuertes Moralempfinden, dass sie das als gerecht empfinden, wenn sie gleich viel Wohlstand erhalten, wie jene, die tausend mal härter arbeiten als sie und tausend mal talentierter sind.

  5. pippin

    Die Frage ist auch: gibt es überhaupt einen Platz auf der Welt, an dem ein erträgliches Maß an Freiheit gibt? Schweiz? Kanada? Neuseeland?

  6. stiller Mitleser

    @ gms
    dankedankedanke!
    Ich fürchte ich bin ein harter Strukturalist. Aber egal.
    Den link zum Passagen-Verlag hab ich gepostet, weil ich selbst überrascht war, daß doch Texte dieser Qualität
    zum Thema erscheinen (können).

  7. Lisa

    @Antonia Feretti: diese Freiheit müssen Sie dann aber auch einem Selbstmordattentäter zugestehen – einen Breivik kann man mit den Konsequenzen noch konfrontieren, einen Toten nicht. Kapitalismus ist auch nur ein -ismus – es geht letztlich immer um Macht, dh. die Umstände (Umwelt, Menschen nach seinen Vortellungen zu beeinflussen) – und da hat der eine mehr, der andere weniger von. Ob durch Schicksal, Natur, Gottesgnade oder eigenes Können sei dahingestellt. Die Kunst des friedlichen Zusammenlebens besteht darin, die Macht nicht so auszuüben, dass andere geschädigt – und damit zur potenziellen Bedrohung dieser Macht – werden.

  8. gms

    Lisa,

    > Kapitalismus ist auch nur ein -ismus –

    Was bloß sagt uns das betreffend Philanthropismus und Humanismus? Sogar das unbebrillte Auge erkennt, wonach beides Spezieszismen sind, das bringt aber angesichts der erneuten Ismenhaftigkeit der Klassifzierung allein jene Blödisten nicht ins mentale Schleudern, die sich versuchtsweise auf ein Universaltistentum zurück- und sich selbst damit genial dem Universalismus entziehen. War nur das Ihr Gedanke?

    > – es geht letztlich immer um Macht,

    Wie wär’s mit einer einer Abhandlung über “Macht-nichts-ismus”, quasi dem dogmatischen Bruder des “Eh-schon-wurscht-ismus”? Nomosphobiker können sich tagelang darin vergraben, wenngleich damit für’s “Twittero, ergo sum” das Längenlimit mächtig überschritten wird.

    p.s.: Erdbeeren oder Rotwein?

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