Zitat zum Tag

Von | 12. März 2013

‎”Ich müßte meine ganze Vergangenheit als theoretischer Vorkämpfer des Selbstbestimmungsrechtes der Nationen wie auch als deutsch-österreichischer Staatsmann verleugnen, wenn ich die große geschichtliche Tat des Wiederzusammenschlusses der Deutschen Nation nicht freudigen Herzens begrüßte” (Der Sozialist Dr. Karl Renner, “Neues Wiener Tagblatt”, 3. April 1938.)

107 Gedanken zu „Zitat zum Tag

  1. Mercutio

    @Mourawetz

    <blockquote cite="#commentbody-195864"
    Bei Hitler sind alle Lebewesen „physisch und seelisch gleich“.

    Häää?? Wo steht das bitte in den Schriften Hitlers?
    Das ist doch barer Unsinn: Ein jüdischer Mitbürger oder Schwarzer sind für Hitler nicht “gleich” einem Deutschen, genausowenig wie die Frau dem Manne. Weder seelisch noch physisch. Feminismus und Völkerverständigung aus dem NS abzuleiten ist schwachsinnig. Demnächst werden Sie Hitler noch vorwerfen Antirassist gewesen zu sein. Dem Sozialismus kann man diese Tendenzen schon eher vorwerfen, zumindest in der Theorie.
    Der gravierende Unterschied zwischen beiden Systemen, obwohl beide kollektivistisch sind. Für den NS gilt nur der Rassenreine als wertvolol, im Sozialismus/Kommunismus spielt das keine Rolle.
    ZB. Waren tausende Juden im Bolschewismus in Führungspositionen aktiv, im NS wohl kaum welche, von denen dies bekannt war.

  2. Mercutio

    @Mourawetz
    Bei Hitler sind alle Lebewesen „physisch und seelisch gleich“.

    Mit so einem Blödsinn blamieren Sie sich aber kräftig. Erklärung folgt in einem noch moderierten Kommentar, der erst entsperrt werden muss 🙂

  3. perry

    @Karl Markt
    ich freue mich sehr, dass sie ein zitat persönlich kennen. eine solche bekanntschaft ist bestimmt eine große bereicherung.

  4. Herr Karl jun.

    @Lodur
    Lieber Lodur!
    Sie haben ja doch etwasd mit den Liberalen gemein: Auch wir leiden zuweilen an der mittelwertverteilten Intelligenz, Analysefähigkeit und Bildung unserer Umgebung 🙂

  5. Karl Markt

    @Mourawetz

    “Diese Erklärung, was ein „starker Staat“ für Hitler bedeutet, hat mit Liberalismus mit oder ohne Ordo nichts gemein. Nicht die Menschen sollen laut Hitler selbst ihr Ziel wählen dürfen, nein da gibt es so etwas wie „Vorsehung“.

    Diese Vorsehung gibt es aber in der Realität nicht. In der Realität gab und gibt es Ordoliberlalismus. Auch unter Hitler.

    Die Grünen, die ganz Linken????!! Was sind Sie denn? Eine Leiche aus dem Keller des CV?

  6. Karl Markt

    @Mourawetz
    Außerdem sage ich ja nicht, dass Hitler “ausschließlich Ordoliberaler” war.
    Bloß, das Wirtschaftssystem war, nach streng rationalen Kriterien gemessen, nicht anders als zB das unsrige.

  7. Karl Markt

    @Thomas Holzer
    “Wie war das noch mit den 5-Jahres Plänen?

    jeder Maurer ziegelt nach seinder Facon, was kann er sich davon abbeißen? 3 Ziegel, und dann ist er glücklich?

    Was geschieht mit dem, welcher NICHT in der gemeinschaftlich besessenen Bäckerei arbeiten will? ”

    Die ewige Grundidee des Kommunismus ist ja gerade (auch wenn in absoluter Reinform sicher utopisch), dass jeder nach seinen Können und seinen Bedürfnissen machen kann was er will. Wenn Sie also nicht arbeiten wollen, dann arbeiten Sie halt nicht. Im Kommunismus würden Sie dafür noch nicht mal als Schmarotzer beschimpft.

    Ein 5 Jahresplan hat mit Kommunismus nichts zu tun, da er ja von oben aufoktroyiert wird! Genau das soll ja nicht sein, sondern jeder frei nach seinem Können und Bedürfnis. Kein 5 Jahresplan. Die 5 Jahrespläne gab es um mit den kapitalistischen Staaten in (industrielle) Konkurrenz zu treten. Der Arbeitskraft verkommt also wieder zum Ausbeutungsmaterial für einen “höheren” Zweck. Genau wie im Kapitalismus oder im Straflager.
    Genau das darf es aber nicht geben.
    War das jetzt endlich deutlich genug?

  8. Karl Markt

    @Thomas Holzer
    Was wollen Sie mit der Gulag-Frage?

    Ein Gulag ist bei jedenfalls das Gegenteil von “Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen”.

  9. Titus Feuerfuchs

    @Karl Markt

    @Mercutio

    Eine totalitäre Partei, wie die NSDAP als liberal hinzustellen, ist an Absurdität nicht zu überbieten. Totalitarismus und Liberalismus sind Antagonismen, die einander per se ausschließen.

    Hier mal ein Auszug aus dem braunen Parteiprogramm:

    “[…]Die nachfolgenden Forderungen betrafen die „Einziehung der Kriegsgewinne“ (Punkt 12), die Verstaatlichung der Trusts (Punkt 13), eine Gewinnbeteiligung an Großbetrieben (Punkt 14), einen Ausbau der Altersversorgung (Punkt 15), Kommunalisierung der großen Warenhäuser zugunsten kleiner Gewerbetreibende, die bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen besonders zu berücksichtigen seien (Punkt 16), eine Bodenreform, die die Möglichkeit schaffen sollte, Boden für gemeinnützige Zwecke entschädigungslos zu enteignen (Punkt 17), die Todesstrafe für „Wucherer und Schieber“ (Punkt 18).[…]”

    http://de.wikipedia.org/wiki/25-Punkte-Programm

    Im Übrigen scheinen Sie beide nicht verstanden zu haben, dass der Neoliberalismus staatliche Einflüsse soweit wie möglich zurückdrängen, d.h. auf ein erforderliches Minimum reduzieren will.
    “Verstaatlichung” und “Enteignung” – Begriffe, die aus dem o. zitierten unsäglichen NSDAP-Parteiprogramm – kommen da “überraschenderweise” nicht vor…

    Da es hier an grundlegendem Wissen zu mangeln scheint, die Definiotionen von Neoliberalismus und seiner Spielart Ordoliberalismus

    “Neoliberalismus:
    Denkrichtung des Liberalismus, die eine freiheitliche, marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung mit den entsprechenden Gestaltungsmerkmalen wie privates Eigentum an den Produktionsmitteln, freie Preisbildung, Wettbewerbs- und Gewerbefreiheit anstrebt, staatliche Eingriffe in die Wirtschaft jedoch nicht ganz ablehnt, sondern auf ein Minimum beschränken will.[…]”

    http://www.bpb.de/wissen/g320f2

    Ordoliberalismus:
    theoretischer Entwurf einer freiheitlichen, auf den Grundsätzen der Marktwirtschaft beruhenden Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, auch deutsche Ausgabe des Neoliberalismus genannt und eine der Grundlagen der sozialen Marktwirtschaft in Deutschland.[…]

    http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/20234/ordoliberalismus

  10. Titus Feuerfuchs

    Karl Markt :
    @Thomas Holzer
    Weit gefehlt.
    Ein einfaches Beispiel:
    Kapitalismus:
    Ein Bäcker beschäftigt einen Lehrling, Tageslohn: 1 Brot
    Der Lehrling produziert 2 Brote, eins bekommt er, das zweite gehört dem Bäcker (Privateigentümer der Produktionsmittel). Mehrwert für den Bäcker: 1 Brot. Ausbeutung: 100%
    Kommunismus:
    Es gibt weder Lehrling noch Bäckermeister, beide sind von diesem Standpunkt her gleich(-berechtigt!).
    Beide gehen in die Bäckerei arbeiten. Jedem gehören so viele Brote, wie er in der (gemeinschaftlich besessenen) Bäckerei produziert. 1 oder 10, jeder nach seiner Facon. Die Quintessenz der Leistungsgerechtigkeit.

    In einem Neoliberalen System kann sich der Lehrlicng aber auch sein eigene Bäckerei aufmachen, wenn’s ihm als Angestellten nicht passt, er kann überhaupt den Job wechseln, oder auch froh sein, dass es den Job hat. Den gäbe es den bösen Unternehmer nicht, der sein Kapital und seinen Betrieb einbringt und so Arbeitsplätze schafft, würde der arme Angestellte durch die Finger schauen, denn dan hätte er nicht mal das eine Brot.

    Aber diese Grundsatzdiskussion ist ohnehin Makulatur, wenn man sich die empirischen Daten ansieht.
    Z.B. BIP pro Kopf und Gini-Koeffizient in kommunistischen und postkommunistischen Staaten in Relation zu selbigen in westeuropäischen, kapitalistischen Ländern.
    Aber eigentlich bruacht’s nicht mal das, es reicht ein Ausflug nach Bulgarien oder die Ukraine bzw, wenn man’s noch in natura sehen will, Kuba und Nordkorea; prosperierende Volkswirtschaften allesamt. 🙂

  11. Karl Markt

    @Titus Feuerfuchs
    “Auf ein Minimum beschränken” ist aber eine wischi-waschi Definition. Somit ist alles Neoliberalismus, solange die Eingriffe im Auge des Betrachters “auf ein Minimum beschränkt” sind.

    Was ist denn das Minimum?

    Fakt ist, dass beiden der Staat als “Rahmenbedingung” für die Wirtschaft herhält. Dass also die Idee vom “gezügelten”, oder “gewährleisteten” Kapitalismus herrscht. Hier unterscheidet sich Hitler nicht die Bohne von anderen “Ökonomen”.

    John Locke spricht übrigens davon, dass man arbeitsunwilligem Gesindel zuerst Finger, dann Ohren abschneiden und zuletzt “nach Australien” deportieren soll. Das sind also die Grundlagen des Liberalismus. Liberalismus bedeutet nicht Freiheit, sondern nur Freiheit für die herrschende Klasse und er erklärt das Ausbeutungsmaterial für vogelfrei.

  12. Karl Markt

    Kapitalimus hatte also schon bei seiner Entstehnung nichts mit Vertragsfreiheit zu tun. Im Gegenteil, Marx spricht, Bezug nehmend auf unter anderem auf die Ausführungen von Locke, vom “Hineinfoltern” des Proletariats in die Lohnarbeit.

  13. Mercutio

    @Titus Feuerfuchs
    Das “braune Parteiprogramm” aus den 20er Jahren war von Beginn weg Makalatur, dazu gedacht die Arbeiterstimmen zu bekommen.
    Aber: Die Großindustrie hievte Hitler ab 1927 als Gegenmittel zum Kommunismus an die Macht. Die Arbeiter hatten im NS System freilich weniger Rechte, aber zumindest Arbeit und Brot, aber den bürgerlichen Kapitalisten ist es, abgesehen von den Juden, nie zu Enteignungen und Entrechtungen gekommen.
    Was heißt totalitär, auch die südamerikanischen Militärregierungen von Pinochet bis Argentinien waren meist wirtschaftsliberal. Nichts anderes behaupte ich von NS-Deutschland. Auch weil die ständigen Vergleiche mit der Sowjetunion ebenso falsch sind, wie der Vergleich des sozialistischen Schweden oder Frankreich (mit hohen Steuersätzen) zum kommunistischen Nordkorea.

  14. Selbstdenker

    Karl Markt :@Thomas HolzerWas wollen Sie mit der Gulag-Frage?
    Ein Gulag ist bei jedenfalls das Gegenteil von “Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen”.

    Wenn einem die Argumente ausgehen, kann man sich selbstverständlich immer mit platten Parolen wie die obige drüber retten.

    Die ist nämlich so allgemein gehalten, dass sie keine Aussagekraft hat.

    Mit “Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen” könnte man genauso die marktwirtschaftliche Logik beschreiben.

    Dass alle nur “unser Bestes” wollen, ist mir schon klar. Für mich stellt sich eher die Frage was konkret unter “uns” und das “das Beste” gemeint ist und wie diese Ziele konkret durchgesetzt werden sollen.

    Ich bin der Ansicht, dass die Gleichmacherei (neudeutsch: Gleichstellung) kein erstrebenswertes Ziel ist, da sie mit einer Vereinheitlichung (neudeutsch: Mainstreaming) bis hin zur Auflösung des Individuums verbunden ist.

    Wie so etwas in der Praxis aussieht, darüber geben die Geschichtsbücher reichlich Auskunft.

    Wie schon zig mal erwähnt (und von Karl Markt sowie Konsorten kein einziges mal widersprochen) baut ein kollektivistisches System nicht auf freiwillig geschlossene Verträge, sondern auf hoheitliche Zwangsgewalt auf.

    Ob diese Zwangsgewalt nun von einem Diktator oder einer Diktatur der Angepassten ausgeübt wird, ist eher ein gradueller Unterschied.

    Einem Homosexuellen, den man vom Autokran baumeln lassen möchte, wird es ziemlich egal sein, ob das Gesetz für seine Ermordung von einem Diktator oder durch eine demokratisch gewählte Regierung erlassen wurde.

    Der Gleichheitswahn geht mit der Verachtung der Andersartigkeit einher:

    Als Leich sind alle gleich…

    ….treffender könnte man die Selbstentfaltungsmöglichkeiten im Kollektivismus nicht beschreiben.

    Ich möchte aber leben. Und zwar so wie ich es mir vorstelle und nicht wie Karl Markt und sein gehirnamputierter Keyboardmonkey, der auf den Namen “Lodur” hört, es sich vorstellen.

    Dazu bin ich auch bereit die Konsequenzen meiner Fehler selbst zu tragen, so wie ich auch die Vorteile meiner eigenen Handlungen selbst geniessen möchte.

  15. Karl Markt

    @Selbstdenker
    “Mit “Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen” könnte man genauso die marktwirtschaftliche Logik beschreiben.”

    Völlig falsch. Niedriglöhne, hohe Mieten, Arbeitslosigkeit. Alles nicht nachd en Möglichkeiten und Bedürfnissen der Bertroffenen.

  16. Lodur

    @Selbstdenker
    “Ich möchte aber leben. Und zwar so wie ich es mir vorstelle und nicht wie Karl Markt und sein gehirnamputierter Keyboardmonkey, der auf den Namen “Lodur” hört, es sich vorstellen.”

    Ungebildete Leute sind bemitleidenswert. Ungebildete und unhöfliche Leute wie Sie sind jedoch VERACHTENSWERT.

    “Ich bin der Ansicht, dass die Gleichmacherei (neudeutsch: Gleichstellung) kein erstrebenswertes Ziel ist, da sie mit einer Vereinheitlichung (neudeutsch: Mainstreaming) bis hin zur Auflösung des Individuums verbunden ist.”

    Sozialismus heißt gleiche Rechte, gleiche Pflichten und gleichen Zugang zu den Produktionsmitteln und Gütern für ALLE. Ja, selbst für ehemalige Kapitalisten. Und Stalinismus war eben KEIN Sozialismus. Bestenfalls war er sein bürokratisch deformiertes Zerrbild.

    “Der Jude weiß das ganz genau und betreibt deshalb diese Art der „Entwaffnung“ der geistigen Führerschicht seiner rassischen Gegner planmäßig. Zur Maskierung des Treibens und zur Einschläferung seiner Opfer jedoch redet er immer mehr von der Gleichheit aller Menschen, ohne Rücksicht auf Rasse und Farbe. Die Dummen beginnen es ihm zu glauben. […] Wie grenzenlos die heutige Menschheit in dieser Richtung sündigt, mag noch ein Beispiel zeigen. Von Zeit zu Zeit wird in illustrierten Blättern dem deutschen Spießer vor Augen geführt, daß da und dort zum erstenmal ein Neger Advokat, Lehrer, gar Pastor, ja Heldentenor oder derglei-chen geworden ist. Während das blödselige Bürgertum eine solche Wunderdressur staunend zur Kenntnis nimmt, voll von Respekt für dieses fabelhafte Resultat heutiger Erziehungskunst, versteht der Jude sehr schlau, daraus einen neuen Beweis für die Richtigkeit seiner den Völkern einzu-trichternden Theorie von der Gleichheit der Men-schen zu konstruieren. Es dämmert dieser verkommenen bürgerlichen Welt nicht auf, daß es sich hier wahrhaftig um eine Sünde an jeder Vernunft handelt; daß es ein ver-brecherischer Wahnwitz ist, einen geborenen Halbaffen so lange zu dressieren, bis man glaubt, aus ihm einen Advo-katen gemacht zu haben, während Millionen Angehörige der höchsten Kulturrasse in vollkommen unwürdigen Stellun- gen verbleiben müssen; daß es eine Versündigung am Wil-len des ewigen Schöpfers ist, wenn man Hunderttausende und Hunderttausende seiner begabtesten Wesen im heuti- gen proletarischen Sumpf verkommen läßt, während man Hottentotten und Zulukaffern zu geistigen Berufen hinauf-dressiert. Denn um eine Dressur handelt es sich dabei, ge-nau so wie bei der des Pudels, und nicht um eine wissen-schaftliche „Ausbildung“. Die gleiche Mühe und Sorgfalt auf Intelligenzrassen angewendet, würde jeden einzelnen tausendmal eher zu gleichen Leistungen befähigen. […]”
    (Alle Zitate aus: Adolf Hitler, Mein Kampf, München 1943.)

    Hitler war wie Sie und die meisten hier postenden Liberalen auch ein Gegner der Idee von der Gleichheit aller Menschen. Die Nazis waren im 20. Jh. die Vorhut im Kampf gegen jede “Gleichmacherei”.

  17. Selbstdenker

    @Lodur

    Das Keyboardmonkey hüpft vor Erregung wie gestört umher und schreibt sich die Finger wund 🙂

    Bitte glaub aber nicht, dass sich wer die Mühe macht um Deine Hass-Pamphlete zu lesen.

    Dafür ist mir jedenfalls meine Zeit zu schade und Du bist mir zu unbedeutend.

    Lodur im Internet ist von gleicher “Bedeutung” wie der sprichwörtliche Schas im Woid.

    Who cares?

  18. Karl Markt

    “daß es eine Versündigung am Wil-len des ewigen Schöpfers ist, wenn man Hunderttausende und Hunderttausende seiner begabtesten Wesen im heuti- gen proletarischen Sumpf verkommen läßt”

    Eine Portion Katholizismus ist auch noch dabei.
    Hitler, der bürgerliche, christlich soziale (Lueger war sein Vorbild), ordoliberlale, vom Großkapital gehegt und gepflegte anti-marxistische Staatsmann.
    Na gut, also das mit den Juden ist ihm ein bisschen aus dem Ruder gelaufen. Aber genau das ist ja auf seine versteckte linke Ader zurückzuführen. Diese ewige Gleichmacherei führt eben ins Gulag und ins KZ. Genau wie die heutigen Linken, sind ja auch gegen die Juden.
    Also auf in den Kampf gegen Islam und Sozialstaat! Fertig ist das liberale wirr-warr Hexengebräu.
    Sorry konnts mir nicht verkneifen.

  19. Titus Feuerfuchs

    Karl Markt :
    Kapitalimus hatte also schon bei seiner Entstehnung nichts mit Vertragsfreiheit zu tun. Im Gegenteil, Marx spricht, Bezug nehmend auf unter anderem auf die Ausführungen von Locke, vom “Hineinfoltern” des Proletariats in die Lohnarbeit.

    Abgesehen, davon,dass ich von Marx nichts halte, muss doch bedacht werden, dass er in einer Zeit lebte, in der das sog. Proletariat in der Tat unter menschenunwürdigen Bedingungen leben und arbeiten musste, was auch aus unternehmerischer Sicht unklug ist, da ausgebeutete Arbeitskräfte naturgemäß wenig leisten.
    Ist also mit dem heutigen Europa trotz vorhandener Schwächen nicht zu vergleichen, nicht mal ansazuweise.
    Allerdings lebte bzw. lebt das Proletariat in kommunistischen Staaten unter noch mieseren Bedingungen, was nicht einer gewissen Ironie entbehrt…

  20. Titus Feuerfuchs

    Karl Markt :
    @Titus Feuerfuchs
    “Auf ein Minimum beschränken” ist aber eine wischi-waschi Definition. Somit ist alles Neoliberalismus, solange die Eingriffe im Auge des Betrachters “auf ein Minimum beschränkt” sind.
    Was ist denn das Minimum?
    Fakt ist, dass beiden der Staat als “Rahmenbedingung” für die Wirtschaft herhält. Dass also die Idee vom “gezügelten”, oder “gewährleisteten” Kapitalismus herrscht. Hier unterscheidet sich Hitler nicht die Bohne von anderen “Ökonomen”.
    John Locke spricht übrigens davon, dass man arbeitsunwilligem Gesindel zuerst Finger, dann Ohren abschneiden und zuletzt “nach Australien” deportieren soll. Das sind also die Grundlagen des Liberalismus. Liberalismus bedeutet nicht Freiheit, sondern nur Freiheit für die herrschende Klasse und er erklärt das Ausbeutungsmaterial für vogelfrei.

    Sie beschreiben hier den Kommunismus, siehe z.B. NK.
    Kim Jomg Un und die Seinen leben in Saus und Braus, das Volk wird ausgebeutet, tyrannisiert und der Freiheit beraubt.
    Lockes Ansicht ist in diesem Fall natürlich nicht liberal (wobei mir hier natürlich die Quelle fehlt, ich Ihre Aussage also nicht verifizieren kann).

    Im Übrigen muss festgestellt werden, dass eine weitere Diskussion mit Ihnen sinnfrei erscheint, da Ihnen dazu elementarstes Grundwissen fehlt.
    Das fängt damit an, dass Hitler eben kein Ökonom war(sondern gescheiterer Postkartenmaler und Anfüherer einer NationalSOZIALISTISCHENARBEITERPartei), und endet damit, dass Sie weder den NS noch den NL zu verstehen scheinen, bzw., um ihr Weltbild zu bestätigen, einen Nähe zwischen beiden herbeizukonstruieren versuchen.

  21. Selbstdenker

    @Titus Feuerfuchs:

    Karl Markt und sein (verbal-?)agrressives Tierchen messen ökonomische Theorien nicht an Fakten und empirischer Evidenz.

    Sie basteln sich stattdessen ihre eigene Welt rund um Ihre Behauptungen.

    Zur “Beweisweisführung” werden weitere Behauptungen sowie zusammengewürfelte Schnipsel aus – zum Teil selbst veränderten – Wikipedia-Artikeln, K.M. und A.H. “Werken” in einem grossen Topf geworfen und einmal kräftig umgerührt.

    Eine Diskussion mit Troll-Postern aus dem linksextremistischen Eck ist in der Tat ein sinnfreies Unterfangen, da sich diese über ihren ideologischen Tunnelblick selbst definieren.

    Ebenso können sie mit religiösen Fanatikern über Gott oder mit Rechtsextremisten über Fragen der Einwanderungspolitik “diskutieren”.

  22. Karl Markt

    @Titus Feuerfuchs
    “in einer Zeit lebte, in der das sog. Proletariat in der Tat unter menschenunwürdigen Bedingungen leben und arbeiten musste, was auch aus unternehmerischer Sicht unklug ist, da ausgebeutete Arbeitskräfte naturgemäß wenig leisten.”

    Sie haben sehr schön dargelegt, warum es dem Sozialstaat gibt. Der Sozialstaat (mitsamt Staatsschulden) ist gut für die Wirtschaft.

    Das ist es, was auch Keyenes erkannt hat. Und die Kommunisten, deshalb sagten sie ja auch “wer hat alle verraten? Sozialdemokraten!”.

  23. Lodur

    Hitler und Selbstdenker, zwei, die gegen die Gleichmacherei und die “bösen Linken” kämpf(t)en.

    “Eine Diskussion mit Troll-Postern aus dem linksextremistischen Eck ist in der Tat ein sinnfreies Unterfangen, da sich diese über ihren ideologischen Tunnelblick selbst definieren.”

    Immerhin schaffen wir “Troll-Poster” es, mit Quellenzitaten, Daten, Fakten und systematischer, nachvollziehbarer Argumentation das menschenverachtende Weltbild reaktionärer, kapitalismushuldigender Ultrakonservativer wie Selbstdenker zu enttarnen.

    “Zur “Beweisweisführung” werden weitere Behauptungen sowie zusammengewürfelte Schnipsel aus – zum Teil selbst veränderten – Wikipedia-Artikeln, K.M. und A.H. “Werken” in einem grossen Topf geworfen und einmal kräftig umgerührt.”

    Anstatt zu versuchen, unsere Thesen argumentativ zu widerlegen, übt sich der Selbstdenker in diskreditierenden Leerformeln und Gemeinplätzen.
    Wenn Karl Markt und ich “Troll-Poster” sind, was ist dann ein unsachlicher, keifender, paranoider, hin und wieder mit Zitaten aus Verschwörungstheorien daherkommender Poster wie Selbstdenker?

  24. Lodur

    “Der Kleinbürger ist dem Entwicklungsgedanken feind, denn die Entwicklung geht beständig gegen ihn – der Fortschritt brachte ihm nichts als unbezahlbare Schulden. Der Nationalsozialismus lehnt nicht nur den Marxismus, sondern auch den Darwinismus ab. Die Nazis verfluchen den Materialismus, weil die Siege der Technik über die Natur den Sieg des großen über das kleine Kapital bedeuten. Die Führer der Bewegung liquidieren den »Intellektualismus« nicht so sehr deshalb, weil sie selbst mit einem Intellekt zweiter und dritter Sorte versehen sind, sondern vor allem, weil ihre geschichtliche Rolle es ihnen nicht gestattet, irgendeinen Gedanken zu Ende zu führen. Der Kleinbürger braucht eine höchste Instanz, die über Natur und Geschichte steht, gefeit gegen Konkurrenz, Inflation, Krise und Versteigerung. Der Evolution, dem »ökonomischen Denken«, dem Rationalismus – dem zwanzigsten, neunzehnten und achtzehnten Jahrhundert – wird der nationale Idealismus als die Quelle des Heldischen entgegengestellt. Die Nation Hitlers ist ein mythologischer Schatten des Kleinbürgertums selbst, sein pathetischer Wahn vom tausendjährigen Reich auf Erden. […] Die Persönlichkeit und die Klasse – der Liberalismus und der Marxismus – sind das Böse. Die Nation ist das Gute. Doch an der Schwelle des Eigentums verkehrt sich diese Philosophie ins Gegenteil. Nur im persönlichen Eigentum liegt das Heil. Der Gedanke des nationalen Eigentums ist eine Ausgeburt des Bolschewismus. Obwohl er die Nation vergottet, will der Kleinbürger ihr doch nichts schenken. Im Gegenteil erwartet er, daß die Nation ihm selbst Besitz beschert und diesen dann gegen Arbeiter und Gerichtsvollzieher in Schutz nimmt.

    Vor dem Hintergrund des heutigen Wirtschaftslebens – international in den Verbindungen, unpersönlich in den Methoden – scheint das Rassenprinzip einem mittelalterlichen Ideenfriedhof entstiegen. Die Nazis machen im voraus Zugeständnisse: Im Reich des Geistes wird Rasseneinheit durch den Paß bescheinigt, im Reich der Wirtschaft aber muß sie sich durch Geschäftstüchtigkeit ausweisen. Unter heutigen Bedingungen heißt das: durch Konkurrenzfähigkeit. So kehrt der Rassismus durch die Hintertür zum ökonomischen Liberalismus – ohne politische Freiheiten – zurück.

    Praktisch beschränkt sich der Nationalismus in der Wirtschaft auf – trotz aller Brutalität – ohnmächtige Ausbrüche von Antisemitismus. Vom heutigen Wirtschaftssystem sondern die Nazis das raffende oder Bankkapital als den bösen Geist ab; gerade in dieser Sphäre nimmt ja die jüdische Bourgeoisie einen bedeutenden Platz ein. Während er sich vor dem kapitalistischen System verbeugt, bekriegt der Kleinbürger den bösen Geist des Profits in Gestalt des polnischen Juden im langschößigen Kaftan, der oft keinen Groschen in der Tasche hat. Der Pogrom wird zum Beweis rassischer Überlegenheit.

    Das Programm, mit dem der Nationalsozialismus an die Macht gelangte, erinnert nur zu sehr an die jüdischen Warenhäuser der finsteren Provinz. Was findet man dort nicht alles zu niedrigem Preis und in noch niedrigerer Qualität. Die Erinnerung an die »glücklichen« Zeiten der freien Konkurrenz und die vage Überlieferung von der Stabilität der Ständegesellschaft, Träume von der Auferstehung des Kolonialreichs und den Wahn von einer geschlossenen Wirtschaft, Phrasen über eine Rückkehr vom römischen zum altdeutschen Recht und über die Befürwortung des amerikanischen Moratoriums, neidische Feindschaft gegen die Ungleichheit in Gestalt einer Villa und eines Autos und tierische Furcht vor der Gleichheit in Gestalt des Arbeiters mit Mütze und ohne Kragen, tobenden Nationalismus und Angst vor den Weltgläubigern – all dieser internationale Auswurf politischer Gedanken füllt die geistige Schatzkammer des neudeutschen Messianismus.” (Leo Trotzki, Porträt des Nationalsozialismus, 1933)

    Schon Trotzki hat erkannt, dass der NS, ideologisch betrachtet, nichts anderes als die Manifestation der kleinbürgerlichen Sehnsucht nach einem freien Konkurrenzkapitalismus, einer Ausschaltung des “raffenden Kapitals”, einer Reinstallation der “einstigen weltpolitischen Größe Deutschlands”, einer Wiederauferstehung “altdeutscher Werte und Traditionen” ist. In seinem antimarxistischen Habitus wurde der NS jedoch erst recht zum Handlanger des “raffenden Kapitals”. Im Kampf gegen den Marxismus ließ sich eben der Kleinbürger als Schläger im Dienste des Großkapitals instrumentalisieren.

  25. Selbstdenker

    “Hitler und Selbstdenker, zwei, die gegen die Gleichmacherei und die “bösen Linken” kämpf(t)en.”

    Wollen Sie mich etwa auf eine Stufe mit Hitler stellen?

  26. Lodur

    @Selbstdenker
    Werden Sie jetzt etwa hypersensibel? Wenn Sie permanent auf polemische Art und Weise den NS als marxistisch/sozialistisch darstellen, erlaube ich mir nur, die sachliche Korrektur, dass der NS eine kleinbürgerliche Ideologie war, die es schaffte, die in vielen bürgerlichen Kreisen präsenten antisemitischen, antimarxistischen, antidemokratischen Ressentiments und deutsch-völkischen Ideen zu bündeln und ideologisch zu systematisieren. Und ja, der Kampf gegen die “Gleichmacherei der Menschen” ist ein Merkmal der NS-Ideologie, was jedoch einen Kämpfer gegen die “Gleichmacherei” noch nicht zu einem Nazi macht. Jedoch kann dieses Ideologem als Eingangspforte in den NS betrachtet werden.

  27. Lodur

    Und wenn Sie sich entscheiden müssten, vermute ich, dass Sie viel eher den antimarxistischen Abwehrkampf der NS-Schlägertruppen unterstützen würden, als sich in die Reihen der Kommunisten/Sozialisten im Kampf gegen Kapitalismus und Ausbeutung einzugliedern.

  28. Karl Markt

    @Lodur
    Ganz sicher sogar. Nicht umsonst ist die FPÖ der Hort für wirtschaftsliberale der letzten Jahre. Grasser, Meischi etc, Hayek Institut und so weiter.

    Wirtschaftsliberale sollten die Nazikeule schon einpacken bevor sie überhaupt daran gedacht haben.

    Das gane braun=rot Gefasel hält in Wahrheit als Persilschein dafür her, sich ungehemmt der rechten Agitation (im heutigen Gewand) zu bedienen.

    Falls es wiedereinmal so weit ist, sind sie peseudoliberalen Hassprediger hier die ersten, die im Stechschritt aufmarschieren.
    Der Unterschied ist nur, dass diesmal die Moslems herhalten müssen.

  29. Thomas Holzer

    @Lodur
    Ich würde mich weder in die eine noch andere Reihe eingliedern; beide haben nur systemischen Mord, Totschlag und Zwang gebracht!

    Und kommen’s mir bitte nicht mit der Aussage, daß der Kapitalismus Mord und Totschlag bringt; der wesentliche Unterschied ist nämlich: im Kapitalismus wird niemand mti gezogener AK47 zu seinem “Glück” gezwungen!

  30. Selbstdenker

    Lodur :Und wenn Sie sich entscheiden müssten, vermute ich, dass Sie viel eher den antimarxistischen Abwehrkampf der NS-Schlägertruppen unterstützen würden, als sich in die Reihen der Kommunisten/Sozialisten im Kampf gegen Kapitalismus und Ausbeutung einzugliedern.

    Alle, die keine Kommunisten/Sozialisten sind, sind also Nationalsozialisten. So einfach ist das also.

    Vielen Dank für diese Selbstzurschaustellung Ihrer wirren Gedanken. So viel Ehrlichkeit – wenn auch unbeabsichtigt – hätte ich Ihnen gar nicht zugetraut.

    Und Sie reden von Polemik?

    Sie verdrehen, verleumden, beleidigen und drohen.

    Ihre Form der “Demokratie” hat nichts mit dem Demokratiebegriff von 99% der Bürgerinnen und Bürger in diesem Land gemeinsam.

    Mit jedem Ihrer ausfälligen, hasserfüllten und geistfreien “Beiträge” zeigen letztenendes Sie selbst auf, wie nahe sich die Spinner vom linken und vom rechte Rand eigentlich stehen.

    Antworten von Menschen, die wissen was Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte bedeuten, sehen jedenfalls völlig anders aus.

  31. Selbstdenker

    Selbstdenker :@Thomas Holzer
    Dieser fundamentale Unterschied ist einer der Hauptgründe, warum kollektivistisch verfasste Staatsgebilde auf kurz oder lang immer in Unterdrückung, Terror und Totalitarismus münden:
    Sie gründen nicht auf individuelle, freiwillig geschlossene Verträge, sondern bauen auf hoheitlicher Gewalt auf.
    Es ist ein auf Planzahlen und hochaggregierten Statistiken aufbauender Top-Down Ansatz, dem das einzelne Individuum, geschlossene Verträge und die Rechtsstaatlichkeit insgesamt völlig egal ist.

    Dass Lodur und Karl Markt nichts zum Thema Vertragsfreiheit einfällt, verwundert nicht weiter:

    Diese geht im Kommunismus nämlich nur so weit, wie es der Lauf der entsicherten AK-47 im Genick zulässt.

    Als Leich sind alle gleich.

    So haben wir uns Demokratie und Menschenrechte immer schon vorgestellt.

  32. Lodur

    @Thomas Holzer
    “Und kommen’s mir bitte nicht mit der Aussage, daß der Kapitalismus Mord und Totschlag bringt; der wesentliche Unterschied ist nämlich: im Kapitalismus wird niemand mti gezogener AK47 zu seinem “Glück” gezwungen!”

    Kolonialismus und Imperialismus widerlegen ihre Behauptung. Heutzutage operiert die kapitalistische Klassenherrschaft tatsächlich eher mit systemischer, struktureller Gewalt in Form von “Sachzwängen” wie Lohnkürzungen, Arbeitszeitverlängerungen, Einsparungen in den (noch) gemeinnützigen Bereichen wie Bildung, Soziales, Gesundheit. Wer dagegen protestiert, bekommt jedoch wieder die physische Gewalt des Systems mittels der “Ordnungs- und Sicherheitstätigkeiten” der Polizeikräfte zu spüren.

  33. Lodur

    @Selbstdenker
    So lange Sie nur mit abgedroschenen Leerformeln und Gemeinplätzen daherkommen, die z. B. Sozialismus mit Stalinismus gleichsetzen, werde ich Sie ignorieren.

  34. Lodur

    “Dass Lodur und Karl Markt nichts zum Thema Vertragsfreiheit einfällt, verwundert nicht weiter:”

    Vertragsfreiheit in der kapitalistischen Marktwirtschaft ist ein zweischneidiges Schwert. Oberflächlich kann das Individuum tatsächlich auf freiwilliger Basis Vertragsverhältnisse eingehen. Allerdings ist es besonders im Kontext des Arbeitsmarktes gezwungen, diese einzugehen, und zwar besonders dann, wenn es kein Eigentum an Produktionsmitteln oder damit assoziiertem Eigentum hat. Viele MÜSSEN ihre Arbeitskraft verkaufen, da sie keine anderen Waren ihr Eigentum nennen können (oder zu wenig davn) und dennoch natürlich Lebenshaltungs- und Wohnbedarfskosten zu decken haben. Somit begegnen sich auf dem Arbeitsmarkt zwei potenzielle Vertragspartner. Der Arbeitssuchende, der aus Gründen der Lebenserhaltung seine Arbeitskraft verkaufen muss, und der Käufer dieser bzw. der Unternehmer, der Eigentümer an Produktionsmitteln ist, sind jeoch in unterschiedlichen Verhandlungspositionen. Der Unternehmer will natürlich nur mit denjenigen aus der Menge der Arbeitssuchenden Verträge abschließen, die seine Profitbedürfnisse am ehesten erfüllen, sprich, die eine möglichst hohe Qualifikation für eine bestimmte Tatäigkeit haben und am wenigsten Lohn und Sozialleistungen dafür verlangen. Er KANN sich dabei die günstigsten Bewerber aussuchen. Der einzelne Bewerber jedoch MUSS aus vorhin genannten Gründen seine Arbeitskraft verkaufen. Dabei MUSS er, je nach marktspezifischer Konkurrenzsituation, seine Bedürfnisse dem entsprechend reduzieren, bis eine gewisse individuell unterschiedliche Toleranzgrenze erreicht ist. WESSEN Position am Arbeitsmarkt dabei die GÜNSTIGERE ist, ist wohl nicht extra zu erwähnen. Somit herrscht in der kapitalistischen Marktwirtschaft besonders im Bereich des Arbeitsmarktes NICHT einmal die Freiheit am Markt bzw. gilt sie nur für den Unternehmer/Arbeitgeber.

  35. Karl Markt

    @Thomas Holzer
    ” im Kapitalismus wird niemand mti gezogener AK47 zu seinem “Glück” gezwungen!”

    Im Kapitalismus gibt es keine Waffen?

  36. Thomas Holzer

    @Karl Markt
    Doch, aber ich persönlich wurde noch mit keiner AK47, mit keinem Messer gezwungen, eine Semmel zu kaufen.

    Ich weiß ja nicht, wo Sie leben

  37. Mercutio

    @Thomas Holzer
    Dass all unsere wunderbaren Konsumngüter vielfach in sklavenartigen Fabriken in Asien und anderswo gefertigt werden, das braucht Sie ja nicht zu interessieren. Hauptsache Sie haben als Konsument die Wahlfreiheit, welchem Anbieter Sie für eine in Sweatshops um 1 Dollar gefertigte Hose oder Schuhe 120 Euro für sein Label hinlegen dürfen.

  38. Karl Markt

    Ist man in der DDR mit einer AK47 gezwungen worden, eine Semmel zu kaufen?

    Außerdem ist das Proletariat sehrwohl unter Androhung und Anwendung roher Gewalt in den kapitalistischen Produktionsprozess hineingefoltert worden.

    Auch die bürgerlichen Revolutionen, die Geburtswehen des Kapitalismus, verliefen nicht gerade zimperlich. Stichworte: la Grande Terreur, Guillotine

  39. Karl Markt

    @Thomas Holzer
    Das glaube nicht mal ich von Ihnen, dass Sie ein derart simpek gestricktes Weltbild haben. “Im Kapitalimus kann man machen was man will, im Kommunismus wird man von der Regierung gezwungen”.

    Kapitalismus ist eine Form der Arbeitsteilung, wo unter der Regie von Privateigentümern von Produktionsmitteln Waren hergestellt werden, welche sich die “unmittelbaren Produzenten” (also die Lohnarbeiter) dann am Markt wieder zurückkaufen MÜSSEN.

    Dieser Prozess KANN, MUSS aber NICHT friedlich verlaufen. Auch heute noch gibt es Arbeitsverhältnisse (wie Mercutio dargelegt hat), welche das Prädikat “freiwillig” nur sehr bedingt verdienen.

    Zur Entstehungsgeschichte des Kapitalismus:

    “Bei der Vielzahl der Ursachen, die im Zusammenhang mit der Französischen Revolution in der Geschichtsforschung diskutiert werden, kann zwischen kurzfristig-akut wirksamen und längerfristig-latenten unterschieden werden. Zu den letzteren werden z. B. sozioökonomische Strukturveränderungen wie der in Entwicklung befindliche Kapitalismus gezählt, der mitsamt der sich seiner bedienenden Bourgeoisie durch das feudalabsolutistische Ancien Régime in seiner Entfaltung eingeengt war.”

    “Der Nationalkonvent beschloss am 5. September 1793 offen die Einführung von Terrormaßnahmen zur Unterdrückung aller „konterrevolutionären“ Aktivitäten, die insgesamt etwa 35.000 bis 40.000 Todesopfer forderten. Etwa 21.000 „Überwachungsausschüsse“ wurden gebildet.
    Maximilien de Robespierre, um 1790, anonymes Porträt, Musée Carnavalet

    Robespierre rechtfertigte den Terror mit seinem Ziel, der Tugend. In einem „Tugendstaat“ seien „das Volk durch Vernunft zu leiten und die Feinde des Volkes durch terreur zu beherrschen”

    Welch Ironie! Der Kapitalismus verdankt seine Existenz nicht zuletzt einem “Grande Terreur” “zur Unterdrückung aller „konterrevolutionären“ Aktivitäten!”

    Ich hoffe ich habe Ihr Weltbild nicht allzu sehr erschüttert 🙂

  40. Selbstdenker

    @Karl Markt

    Man ist ja schon einges von Ihnen gewohnt.

    Aber die Franösische Revolution – das Vorbild vieler Linker schlechthin – als “Geburtsstunde des Kapitalismus” zu bezeichnen, markiert Ihren Übergang von maximaler Wahrnehmungsbeugung zum totalen Filmriss.

    Den Kapitalismus gibt es seit Menschen in freiwilliger Übereinkunft Güter tauschen, nicht konsumierte Güter aufsparen und Werkzeuge bauen, die Ihnen die Arbeit erleichtern.

  41. Lodur

    @Selbstdenker
    “Den Kapitalismus gibt es seit Menschen in freiwilliger Übereinkunft Güter tauschen, nicht konsumierte Güter aufsparen und Werkzeuge bauen, die Ihnen die Arbeit erleichtern.”

    In ihrer unendlichen Unkenntnis verwechseln Sie eine Institution zur VERTEILUNG knapper Güter (= Markt) mit einer Produktionsweise. Ein Markt kann auch OHNE Kapitalismus existieren. Allerdings kann der Kapitalismus NICHT OHNE Markt existieren, den er zur Realisierung des produzierten Mehrwerts braucht, indem dort die hergestellten Waren verkauft werden.

  42. Karl Markt

    @Selbstdenker
    Nochmal, für alle denens zu schnell ging: Zitat von Wikipedia:

    “Bei der Vielzahl der Ursachen, die im Zusammenhang mit der Französischen Revolution in der Geschichtsforschung diskutiert werden, kann zwischen kurzfristig-akut wirksamen und längerfristig-latenten unterschieden werden. Zu den letzteren werden z. B. sozioökonomische Strukturveränderungen wie der in Entwicklung befindliche Kapitalismus gezählt, der mitsamt der sich seiner bedienenden Bourgeoisie durch das feudalabsolutistische Ancien Régime in seiner Entfaltung eingeengt war.”

    Nochmal für Selbst-nicht-denker:
    “Strukturveränderungen wie der in — Entwicklung befindliche — Kapitalismus ”

    Was Sie gerade erleben ist der Aufprall auf den harten Boden der Fakten.
    Die bürgerliche Revolutionen in Europa sind die Geburtsstunde des Kapitalismus, genau so ist es lieber Selbstdenker.
    Die feudalistischen Strukturen wurden vom Besitzbürgertum (!) gesprengt und es begann das Zeitalter des Kapitalismus.

    Kapitalismus isr NICHT “in freiwilliger Übereinkunft Güter tauschen”, dagegen gäbe es ja überhaupt nichts einzuwenden.
    Kapitalismus ist NICHT bloß die Tauschsphäre, sondern primär der PRODUKTIONSPROZESS! Bzw die Kritik richtet sich gegen den Produktionsprozess.

  43. Lodur

    Liberale “Denkakrobaten” wie Gehirnverrenker verteidigen ein System, dessen Wesen sie nicht verstanden haben.

  44. Lodur

    Märkte gab es auch in Sklavenhalter-, Feudal- und Klientelgesellschaften. Selbst in den “sozialistischen” Volkswirtschaften gab es Märkte.

  45. Lodur

    Was Gehirnverrenker meint, ist die MARKTWIRTSCHAFT. Und diese ist tatsächlich spätestens seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges in der Ökonomie ein Synonym für Kapitalismus. Nach John Kenneth Galbraith wurde er gezielt als neue Bezeichnung für den durch die Weltwirtschaftskrise in Misskredit geratenen Kapitalismus eingeführt.

  46. Lodur

    Ich komme mir vor wie in einer Nachhilfestunde für kognitiv minder bemittelte Handelsschüler.

  47. Karl Markt

    Muss man ein schlechtes Gewissen haben, wenn man eine gewisse Befriedigung verspührt, wenn man einen präpotent posaunenden Liberalproleten und Pseudoökonomen wie Selbstdenker von seinem hohen Ross der Unwissenheit holt?

  48. Lodur

    @Karl Markt
    “Muss man ein schlechtes Gewissen haben, wenn man eine gewisse Befriedigung verspührt, wenn man einen präpotent posaunenden Liberalproleten und Pseudoökonomen wie Selbstdenker von seinem hohen Ross der Unwissenheit holt?”

    Verspüre ich nicht. Dieser geistig minder bemittelte Armleuchter tut mir nur leid. Er ist ja keine intellektuelle Herausforderung, sondern höchstens ein Fall für die Behindertenbetreuung.

  49. Mercutio

    @Karl Markt
    Nicht böse sein, aber dergleichen Typen werden niemals einsehen, dass auch sie dem Irrtum verhaftet sind, weil sie einer Doktrin anhängen derene Richtigkeit sie absolut setzen, und damit genau das tun was sie den Linken vorwerfen. Die Geschichtsklitterung, die sie dafür einsetzen (NS=Komm) ist genauso naiv wie die allesumfassende Faschistisierung des Bürgertums durch die linken 68er. Hier herrschen Denkkategorien vor, die seit mindestens 30 Jahren überholt sind. Sind wirklich alle hier Beteiligten schon so alt?

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