Zitat zum Tag

Von | 2. Juli 2013

“..…Die grundlegende Frage ist: Ist der Mensch frei? In der Menschheitsgeschichte hat nur ein System zu dieser Frage ‚Ja’ gesagt – der Kapitalismus. ” (Die US-Schriftstelllerin Ayn Rand)

21 Gedanken zu „Zitat zum Tag

  1. Wettbewerber

    Nach einer (zugegeben nicht sehr populären) Sichtweise hat das Mittelalter nie aufgehört. Die Aufklärung blieb stecken und wollte den letzten Götzen, noch dazu den allergrößten, nicht mehr entblößen, denn diejenigen, die dazu imstande gewesen wären, hatten durch dessen Aufrechterhaltung mehr Vorteile, als Nachteile.

    Welcher Götze das ist? Na klar, der Staat. Der Systemfehler schlechthin, der alle Werte letztlich aufhebt, null und nichtig macht, und schließlich in sein Gegenteil verkehrt (siehe “Arbeit”, “Familie”, “Geld”, “Freiheit”, “Unternehmertum”, usw.).

    “Kritik am Staate steht Dir zu, doch denk daran, der Staat bist Du.” Was für ein gediegener Schwachsinn. Aber höchst wirkungsvoll.

    Aber zurück zur Frage: Ist der Mensch frei? Von Geburt an, klar. Aber danach unterwirft er sich. So wurden wir genetisch geprägt. Wird sich kaum noch ändern, in diesem Jahrhundert.

  2. Thomas Holzer

    @Wettbewerber
    Auf jeden Fall hat “der Staat” im Mittelalter wesentlich! weniger Einfluß auf den Einzelnen ausgeübt als in unserer Zeit.

  3. Thomas F.

    @Thomas Holzer
    Der Großteil der Bevölkerung im Mittelalter waren Bauern und die waren Leibeigene – so gut wie Sklaven. Öffentliches Recht, also Staat.

  4. Regninnam

    @Thomas Holzer
    Sie leben in einer historisch-nostalgischen Traumwelt, wie Sie ein etwas vertiefterer Blick in historische Quellen lehren würde.

  5. Rennziege

    @Thomas F.

    Stimmt nicht. “Öffentliches Recht” in diesem Zusammenhang zu erwähnen ist ahnungslos; besonders in Anbetracht einer Zeit, in welcher Postkutschen und berittene Kuriere die schnellste Kommunikation darstellten.

    Einen Staat im heutigen Sinn gab es nicht einmal ansatzweise. Es gab Fürstentümer, die als Fleckerlteppich eine lose, aber oft zerstrittene Gemeinschaft bildeten, deren Loyalitäten häufig wechselten. Das “Heilige Römische Reich deutscher Nation” war nur ein löchriger Sack, der die sprichwörtlichen Flöhe zusammenhielt — mal besser, mal schlechter.

    Die Fürsten des Fleckerlteppichs belehnten treue Vasallen (vor allem solche, die ihre Kohle in Ritter- und Söldnerheere investiert hatten, um die Macht der Fürsten zu bewahren) mit Landgütern, aus denen sie einen bescheidenen Gewinn ziehen durften, der ihre finanzielle Vorleistung einigermaßen kompensierte: mit dem Zehent, also 10% der Ernte ihrer gar nicht sooo leibeigenen Pachtbauern. (Verglichen mit dieser Steuerlast sind wir heutige Sklaven eines angeblich “von der Wiege bis zur Bahre” fürsorgenden Staates weitaus echtere, wirklich gnadenlos zur Ader gelassene Leibeigene.)

    Nicht unerwähnt bleiben sollte der damalige Konsens zwischen dem Adel einerseits und den Bauern, dem Gewerbe und dem Handel andererseits: Der Adel verpflichtete sich, auf eigene Rechnung für die Landesverteidigung zu sorgen — während der Bauern, Handwerker und Händler ungestört ihrer Arbeit nachgehen konnten. Für Abgaben von selten mehr als zehn Prozent.

  6. Rennziege

    @Regninnam

    Na, dann vertiefen Sie Ihren gegenwartsverträumten Blick einmal in die Geschichte, die Sie bislang nicht belegen konnten! Und begnügen Sie sich bitte nicht mit Wikiblödia.

  7. DailyMirror

    @Thomas Holzer
    Sie geben also zu, dass der ständige Ruf nach “mehr privat, weniger Staat” mittelalterlich ist?

  8. Wettbewerber

    @DailyMirror
    Ja sicher, das haben sie im Mittelalter alle gerufen… 😉 Herausgekommen ist dann bekanntlich das genaue Gegenteil. Und wir dürfen gerade die etwas stürmischeren Zeiten erleben, wenn sich all die staatlichen Versprechungen offensichtlich eine nach der anderen in Luft auflöst…

  9. Wettbewerber

    @Thomas Holzer
    Mir gefällt, wie sie “der Staat” unter Anführungszeichen setzen. Offenbar sind Sie auch der Meinung, dass etwas noch nicht tatsächlich existieren muss, nur weil es sich eine (große) Mehrheit einbildet und abertausendfach auf irgendwelchen Urkunden niedergeschrieben wurde… 😉

    Aber zurck zu Ihrer Aussage: Insbesondere auf der rechtlichen Ebene haben Sie natürlich Recht, Dennoch würde ich das Mittelalter nicht als hohe Zeit der Freiheit bezeichnen. Die Zünfte hatten ein strenges Regime, Söhne mussten den Beruf ihres Vaters erlernen, die vorgeschriebene Lehrzeit war unverhältnismäßig lang, von freiem Zugang zu Professionen und Unternehmensgründungen konnte keine Rede sein. Tatsächlich waren viele Menschen “unfrei”, und mangels industrieller Revolution stagnierte alles ziemlich. Vor all diesem Hintergrund bevorzuge ich eindeutig, in unserer Zeit zu leben, Staat hin oder her.

    Aber Sie haben dennoch Recht: Nicht alles, was zurückliegt, muss (über die gesamte Breite) rückständig sein. Es gibt bekanntlich auch die Möglichkeit, dass in der Vergangenheit so mancher Fehltritt getan, so manche Fehleinschätzung passiert, Entscheidungen falsch getrofffen wurden. Dann hat man sich auf einem Irrweg befunden, und man muss auf mancher Achse möglicherweise ein paar Schritte zurück. Das Rad zurückdrehen geht aber nicht, das ist ja klar.

  10. Regninnam

    @Rennziege
    Eher meine ich einen Begriff davon zu haben als Sie mit Ihrer Ideal-Legomobil-Ritterwelt.
    Im Übrigen stimme ich eher “Wettbewerb” zu, ständische und zünftische Fesseln übertrafen jede Einschränkung der Gegenwart, abegsehen davon dass ein Menschenleben in einer ohnehin “kurzlebigen” Zeit nicht viel wert war. Vielleicht sollten Sie mal einen Blick auf die zahlreichen Auftsände und Unruhen wegen Abgaben und Steuern legen. Die Menschen wurden von Kirche und Adel in Unwissenheit und Unbildung gehalten, bis sich einzelne Geister davon freimachen konnten. Aber wahrscheinlich muss man, wenn man diese Entwicklung beschreibt, sich als Linker bezeichnen lassen. Die angeblich so geringen Abgaben von einem Zehent, der ja wohl eher symbolisch zu verstehen ist und im Laufe der Zeit inflationierte, entschieden bei den bescheidnen Ernten jener zeit über Hungertod und blutige Not, vom Robot ganz zu schweigen, aber bleiben Sie ruhig bei Grimms Erzählungen, moment, ach ja dort war ja auch nicht nur die heile Welt das Thema.

  11. gms

    Regninnam :
    Eher meine ich ..

    Billiges Gewäsch ohne Zahlen, Fakten und Daten. Den Stempel eines handelsüblichen phrasendreschenden Linken haben Sie sich redlich verdient.

  12. Rennziege

    @gms

    Wie wahr! Schon der erste Satz ist fehlerhaft: Der Phrasendreschflegel kennt sich nicht einmal mit Kinderspielzeug aus. Es gibt kein Legomobil; es gibt Lego und Playmobil, zwei völlig getrennte Hersteller und Marken.

  13. Lodur

    gms und Rennziege beweisen sehr anschaulich, dass der Liberalismus schon längst eine reaktionäre menschenfeindliche Ideologie ist, die die Freiheit des Individuums auf die Freiheit des Kapitals (bzw. der herrschenden Klassen) reduziert.

  14. Lodur

    “Billiges Gewäsch ohne Zahlen, Fakten und Daten.”

    gms beschreibt seine Argumentationsweise in sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Fragen. Man braucht sich nur an seine unfreiwillig komischen Erläuterungen zur Geldschöpfung zu erinnern.

  15. Lodur

    “die die Freiheit des Individuums auf die Freiheit des Kapitals (bzw. der herrschenden Klassen) reduziert.”

    Und daher auch alles Autoriäre und Hierarchische idealisiert.

  16. Rennziege

    @Lodur

    Fleißig! Gleich drei Schüsse aus der antiken Klaschnikow. Aber leider! Alle drei gingen erbärmlich daneben. Aber ich rechne, auf Ihre unheilbare Logorrhoe Wortgewalt vertrauend, mit weiterem Geknatter aus ausgeleierten sowjetischen Läufen.
    Kleiner Rat von meinem Mann, dem Pionier-Reserveleutnant: Arbeiten Sie halt mit Platzpatronen — dann können Sie auch Ihre Fehlschüsse, wie gewohnt, zu Treffern erklären.

  17. Rennziege

    @Rennziege
    Für Sie, Lodur, ergänze ich das fehlende erste “a” in “Kalaschnikow”, da dieser Typfäler mich als minder linientreue Genossin in den Gulag bringen könnte. Gnade, Genosse!

  18. Lodur

    Immer wieder lustig, die alte Fascho-Ziege, die eine Franco- und Singapurverehrerin ist. Selbst für hiesige Forumsverhältnisse keift sie nur Nonsense und gibt nur von stereotypen Ressentiments getragene Verbalrülpser von sich.
    Tja, so eine Gummizelle macht offensichtlich ganz schön aggressiv.

  19. Rennziege

    “Tja, so eine Gummizelle macht offensichtlich ganz schön aggressiv.”

    Gar nicht! Meine Gummizelle ist zur Zeit ein Schlauchboot auf dem Lake Muskoka in Ontario, und ich bin noch friedlicher als eh schon! Samt den G’schrappen freut sich die ganze Familie darauf, hier schon bald zu wohnen. Temperaturen: Wasser 22°, Luft 29°, Himmel: wolkenlos. Menschen: friedlich, strebsam, kinderfreundlich, humorvoll und positiv gestimmt.

    Zu Ihren öden Gebetsmühlen “Franco” und “Singapur”:

    Vor etlichen Jahren habe ich hier en passant und wertfrei darauf hingewiesen, dass der Diktator Franco, altersweise geworden, Spanien aus der Diktatur friedlich in eine konstitutionelle Monarchie geführt hat. Was wenigen Diktatoren gelang, den von Ihnen vergötterten kommunistischen Msssenmördern schon gar nicht. Schlecht?

    Singapur: Muss in Ihrer eingeschränkten Welt ein einziger Gulag sein — seltsam nur, dass halb Asien dort einwandern will. Ich war schon dreimal dort. Sie?

    Und mit Verlaub, Sie abortklebriger Gruftspion: “Fascho-Ziege” ist eine gewohnt primitive Beleidigung, die mich aber nicht kratzt; um so weniger, als sie durch keine einzige meiner Äußerungen belegbar ist — von Ihnen, einem kommunistischen, also echten, latent mordlustigen und chronisch antisemitischen Faschisten, nicht mal im Ansatz.

    Mit Idioten sollte man sich auf keine Diskussion einlassen; ist auch das letzte Mal, dass ich drei Minuten für einen gehirnamputierten Spucknapf wie Sie opfere.

  20. Lodur

    ““Fascho-Ziege” ist eine gewohnt primitive Beleidigung, die mich aber nicht kratzt”

    Wie soll man einen Franco-Adorantin denn sonst nennen?

    “Vor etlichen Jahren habe ich hier en passant und wertfrei darauf hingewiesen, dass der Diktator Franco, altersweise geworden, Spanien aus der Diktatur friedlich in eine konstitutionelle Monarchie geführt hat.”

    Rennziege betreibt Geschichtsrevisionismus im Stil der Neuen Rechten. Nicht Franco, sondern König Juan Carlos, der vom Diktator bestimmte Nachfolger, leitete als Staatsoberhaupt Spaniens einen Demokratisierungsprozess ein.

    “Was wenigen Diktatoren gelang, den von Ihnen vergötterten kommunistischen Msssenmördern schon gar nicht. Schlecht?”

    Als revolutionärer Marxist verurteile ich den konterrevolutionären antidemokratischen Stalinismus und seine Derivate immer und immer wieder. Im Gegensatz zu Rennziege, die den Massenmörder Franco heiß verehrt und Staaten, in denen Homosexuelle strafrechtlich verfolgt werden, bewundert, verabscheue ich autoritäre Herrschaftsformen.

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