8 Gedanken zu „Zitat zum Tage

  1. Fragolin

    Aber das wirkliche Wunder (oder der Beweis für Einsteins Feststellung, dass allein die menschliche Dummheit unendlich ist) sind nach all dem gloriosen Scheitern der sozialistischen und kommunistischen Feldversuche, die im Blut von Millionen ertranken, die immer und immer wieder träumerisch verklärend noch einen Versuch fordernden Salonkommunisten – meist wohlbestallte StaatsdienerInnen, sich an die Steuertröge anwanzende “Kulturschaffende” oder durch den elterlichen Kontostand von Arbeit unabhängige Langzeit-OrchideenstudentInnen. (Und obwohl ich es sonst ablehne, setze ich das Binnen-I hier bewusst ein.)
    In meinen Augen sind das die Auswüchse unserer weichgespülten Kuschelgesellschaft; diese Leute müssen so viel Aggression herunterschlucken, dass selbst Besuche in SM-Kellern sie nicht mehr abkühlen. Da träumen sie lieber von einer Revolution, einmal so richtig “Ausbeuter” und “Klassenfeinde” abschlachten, um mit dem rest dann fröhliches Eiapopeia zu feiern. Nach der durchzechten Nacht folgt dann die Ernüchterung – wenn keiner mehr was unternimmt, weil alle Unternehmer geschächtet wurden, ist das Konto bald leer und der Kater groß.
    Reset.
    Und zwanzig Jahre später kriechen die nächsten Idioten aus den Löchern…

  2. Mordred

    man nenne einen (ehemaligen) staat, in dem der kommunismus real umgesetzt worden ist.

  3. Fragolin

    Oh, ich vergaß wohl noch einen Punkt: Die komplette Realitätsverweigerung der Salonkommunisten. Die aus den revolutionären Feldversuchen jedesmal entstandenen blutigen Diktaturen (angeblich des Proletariats), berufend auf Marx und Lenin, hatten natürlich nichts mit Kommunismus zu tun. Neeeiiiin! Diese Argumentation kennen wir ja. (Das Kalifat “Islamischer Staat” hat ja auch nix mit dem Islam zu tun. Man ist halt fanatischer Moslem, befolgt wortgetreu den Koran und schreit “Allahu Akbar!”, aber das soll niemanden täuschen…)
    Und so glauben diese Realitätsverweigerer nicht nur, dass der Kommunismus das große Jubelfest der unterdrückten Massen ist, obwohl es jedesmal zu einem Schlachthaus der unterdrückten Massen wurde (das vorläufige Ergebnis des letzten noch laufenden Experimentes kann man sich in Nordkorea anschauen; in Kuba ist der revolutionäre Eifer schon an der unweigerlich folgenden realen Armut abgenutzt), nein, sie glauben ganz fest daran, es beim nächsten Mal ganz sicher besser zu machen und endlich so richtig, wie Marx und Lenin es wollten und wirklich gemeint haben. Denn der Mensch ist gut und fleißig und braucht nur eine starke ihn führende Hand (und wessen das sein soll, kann sich jeder leicht vorstellen) und der eine oder andere Konterrevolutionär ein bisschen Gulag oder Peitsche…
    Wenn der Glauben nur fest genug ist und sich durch nebensächliche Einwürfe aus der irrelevanten sogenannten “Realität” nicht erschüttern lässt… Da erkläre man mir einmal den Unterschied zwischen dem angeblich atheistischen Marxismus und einer Religion!

  4. FDominicus

    @Fragolin. Auch Sie dürfen sich als eingeladen betrachten sollten Sie mal in die Nähe von Bruchsal kommen 😉
    Das große Problem ist Sozialismus kann nicht funktionieren, aber leider sind es immer wieder Sozialisten die dem Kapitalismus alles schlechte andichten und nun kommt eines der Mysterien der Zeit, trotz aller Widerlegungen wird nicht einmal der Weg gegangen weniger einzugreifen.

    Es geht immer so: Beschränkter Markt der trotzdem enorme wirtschaftliche Vorteile bringt, Zunahme der Restriktionen (Kammerzwang, Mindestlohn, Arbeitsgesete, Sozialgesetze) mit immer weniger Einfluß des Eigentümers, das macht sich dann irgendwann bemerkbar und die Antwort darauf sind noch mehr Restriktionen. Gerade kann man das ja bei Venezuela beobachten, Sozialisten können nur dank Kapitalisten die sie ausbeuten können regieren und hier kommt eine zweite Unverständlichkeit die Kapitalisten ducken sich weg und “horchen”. Ich meine das geht nur über den Schutz von größeren Firmen, die die Auflagen eher erfüllen können. D. h. nicht nur der Staat dehnt sich immer mehr aus und speziell die Bürokratie der Staaten sondern ganz massiv auch die Bürokratisierung von Firmen. Ich meine man muß sich mal vorstellen, heute müssen größere Firmen “Gleichstellungsbeauftragte” haben. Das ist so pervers….

  5. sokrates9

    FDomenicus@ Hervorragende Analyse der österreichischen Situation! Hab zwar nicht ganz verstanden was gestern Stronach aus dem Steuergesetzbuch zitierte, aber es ist sicherlich schlimm!

  6. Thomas Holzer

    Der Nationalsozialismus ist “grandios” gescheitert und -Gott sei Dank- grosso modo nicht mehr gesellschaftsfähig.
    Der Internationalsozialismus ist “grandios” gescheitert, auch wenn es viel zu lange gedauert hatte – Gott sei Dank – aber leider noch immer in zu vielen Kreisen gesellschaftsfähig.
    Nunmehr versuchen “unsere” Politikerdarsteller, in Verbindung von Nationalstaaten und EU einen Supranationalsozialismus zu installieren, leider mit ziemlichem Erfolg. Sie scheinen zumindest eines aus der europäischen Geschichte gelernt zu haben (nach über 2000 Jahren aber auch keine atemberaubende Erkenntnis), nämlich daß sich der Sozialismus ex lege verbunden mit panem et circenses viel leichter installieren lässt als mit Panzern und Gewehren; und Gesinnungs- und Überwachungsparagraphen nicht überfallsartig, sondern “dezent” Schritt für Schritt eingeführt werden müssen, um die Masse des Volkes “nicht zu überfordern”.
    Garniert wird all dies durch die demokratische “Legitimation”; wer kann da schon dagegen sein?!
    Wir leben leider schon längst im “dritten realen Sozialismus”, leider bemerken dies nur die Wenigsten, die Meisten scheinen sich ja anscheinend sehr wohl zu fühlen

  7. Thomas Holzer

    @FDominicus
    Wanderer, kommst du nach Bruchsal, schätze dich glücklich,
    dir könnte von einem Aufrechten Labsal gereicht werden. 🙂

  8. perry

    @Mordred
    um ehrlich zu sein: ich weiss nicht, ob es einen solchen staat tatsächlich gegeben hat. ich glaube allerdings nicht, dass der kommunismus jemals eine grossartige theorie war!

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